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Projekte / Literatur
1809 - Die letzte Festung
Steiermark 1809. Es herrscht Krieg zwischen Napoleon und Österreich. Als feindliche Truppen in das Land einfallen, wird die alte Festungsstadt Grätz zur letzten Bastion. Es kommt zur Belagerung und der sturköpfige Major Hackher soll das größte Bollwerk der Habsburger gegen den übermächtigen Feind um jeden Preis halten. Ein aussichtsloses Unterfangen, bei dem er nicht nur das Schicksal seiner Männer, sondern das einer ganzen Stadt aufs Spiel setzt.
Graz
1.690 €
1.500 € Fundingziel
31
Fans
17
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 1809 - Die letzte Festung

Projekt

Finanzierungszeitraum 22.06.15 16:42 Uhr - 25.08.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Herbst 2015
Fundingziel 1.500 €
Stadt Graz
Kategorie Literatur

Worum geht es in dem Projekt?

Thema (Idee):
Der Roman basiert auf den historischen Tatsachen rund um die Belagerung der Stadt Graz im Jahre 1809 durch französische Truppen. Dieses Ereignis ist ein ganz besonderer Wendepunkt in der Geschichte der Stadt und prägend bis in die heutige Zeit. Weiters stellt die Belagerung von Grätz (wie Graz damals noch hieß) eine sehr interessante und bislang unbehandelte Episode der Napoleonischen Kriege dar. Über Schlachten wie Austerlitz, Wagram etc. hat jeder schon etwas gelesen, doch die Belagerung von Grätz ist weitgehend unbekannt, dabei vereint diese gleich mehrere interessante Aspekte einer spannenden Heldengeschichte.
Zum einen verteidigte der tapfere Major Hackher die Grätzer Festung einen Monat lang gegen eine 10fache Übermacht der Franzosen und erringt somit die einzige militärische Niederlage Napoleons im Feldzug von 1809 und zweitens galt der Grazer Schlossberg damals als die größte Festung Österreichs. Napoleon war über die Niederlage so verärgert, dass er in den Schönbrunner Friedensverträgen darauf bestand, dass die Grazer Festung geschleift werden müssen. Somit wurde das Stadtbild bis in die heutige Zeit geprägt.
Diese bisher unerzählte Geschichte aufzuarbeiten und in einem spannenden Historienroman zu verarbeiten war die Motivation des Autors. Dabei wurde genauestens recherchiert und nicht nur ein sehr genaues historisches Werk geschaffen, sondern auch eine tiefgreifende Charakterbiographie über die beteiligten Personen.
Das Buch beschreibt chronologisch die Ereignisse rund um die Belagerung und taucht in die Stimmung der damaligen Zeit ein, gibt Aufschlüsse und Einblicke in das Machtgefüge der Militärs und in das Belagerungsleben der einfachen Bevölkerung. Außerdem portraitiert es den Helden von Graz, Major Hackher und seinen Widersacher den Franzosengeneral Broussier auf eine rekonstruktive Weise, dass es dem Leser sehr verständlich wird, von welchen Ängsten und Kräften die beiden Kommandeure getrieben worden waren.

Recherche/historischer Kontext:
Als Recherchegrundlage dienten vor allem die noch erhaltenen Aufzeichnungen Major Hackhers und diverser anderer beteiligter Personen, die im steirischen Landesarchiv handschriftlich einsehbar sind. Aus diesen Aufzeichnungen bzw. aus der Zusammenfassung von Richard Sallinger von 1909 (Stadtarchiv Graz) lässt sich der Hergang der Belagerung genauestens nachvollziehen, wenn auch die Fakten auf das militärische beschränkt sind und Interpretationsspielraum zulassen. So wurde, wo die Faktenlage eine Lücke in der Geschichte aufweißt, die Handlung fiktiv ausgeschmückt. Dies gilt vor allem auch für die Portraitierung von Major Hackher, dessen Tagebuch uns zwar überliefert ist, das aber sehr wenige persönliche Anmerkungen enthält. Insofern ist die Darstellung der Figur eine Anlehnung und eine Interpretation, die aber doch sehr treffend sein muss, da aus anderen Aufzeichnungen sich sehr viele Rückschlüsse auf das Wesen des Majors schließen lassen

Als historischer Hintergrund dient der Waffengang im Jahre 1809, zwischen dem Kaiserreich Österreich und dem Napoleonischen Frankreich. Auslöser war die spanische Insurrektion, die der österreichische Kaiser Franz I. nutzen wollte um Napoleon in einen Zweifrontenkrieg zu zwingen.
Graz kommt dabei relativ bald eine wichtige Stellung zu, als nämlich Erzherzog Johann in Italien zum Rückzug gezwungen ist und die Grätzer Festung seinen Marsch nach Wien decken soll. Der Befehl an Major Hackher lautete damals die Stadt so lange zu halten und die Franzosen zu binden, bis die Hauptarmee genügend Vorsprung errungen hat um sich neu formieren zu können. Dies war die Ausgangslage für die rund einen Monat dauernde Belagerung, bei der etwa 900, teilweise schlecht ausgebildete Österreicher tapfer gegen 10.000 Franzosen aushielten und dabei so manches menschliches Leid erlitten.
Im weiteren Sinne diente die erfolgreiche Verteidigung des Schlossberges auch als Propaganda um nach der Niederlage 1809 die Motivation aufrecht zu erhalten und schließlich das Volk für einen erneuten Waffengang 1812 einzuschwören. Es ist kaum bekannt, doch der Nimbus von der Unbesiegbarkeit der französischen Armee ging am stärksten mit der erfolglosen Belagerung von Graz unter, da es in der Nachbetrachtung eine enorme Schmach war, dass es der weitaus überlegenen Armee der Franzosen nicht möglich war die kleine Garnison zu vernichten. Gerade für die Österreicher war dies ein Beweis, dass auch unter ihren Kommandanten Genies waren und die eigenen Soldaten zu Höchstleistungen fähig waren.

Inhalt:
Im Jahre 1809 bricht Österreich den fragilen Frieden mit Napoleon und fällt im französisch besetzten Italien ein. Nach anfänglichen Erfolgen wird der Feldzug bald zum Desaster. Erzherzog Johann ist gezwungen sich zurückzuziehen und wird von der französischen Italienarmee verfolgt.
Da erhält der Kommandant der Grätzer Festung Major Franz Hackher den Befehl die alte und damals schon nicht mehr ganz militärisch relevante Festung zu alarmieren um die Franzosen bei Grätz so lang wie möglich aufhalten zu können. Damit will der Erzherzog genügend Zeit gewinnen um sich neu formieren zu können.
Hackher, ein erfahrener Ingenieursoffizier sieht sich in der Pflicht einer langen ritterlichen Familientradition und ist bereit bis zum letzten Mann zu kämpfen. Dabei sieht er sich zu-nächst einer großen Herausforderung gegenüber. Er hat nur ein paar Hundert Mann, die großteils schlecht ausgebildet sind und eine alte, in schlechtem Zustand befindliche Festung.
Doch es gelingt ihm die Truppe zusammenzuschweißen und schlagkräftig zu machen.
Ihm zur Seite steht der treue Hauptmann Graf Cerrini, der in Hackher bald eine Art väterliches Vorbild sieht und dem Major seelisch zu Seite steht.
Während Hackher mit List und Strategie die eitlen Franzosen zunächst gegeneinander ausspielen kann, bekommt er schließlich mit General Broussier einen ernsthaften Gegner. Ein siegesverwöhnter, eitler Aufsteiger, der sich in den Augen Napoleons profilieren will und alles daran setzt die Festung einzunehmen. Dabei ist er bald gezwungen auch unehrenhafte Mittel anzuwenden und bricht alle Konventionen.
Hackher und seine Männer sehen sich nun einem Gegner gegenüber, der entschlossen ist, sie völlig zu vernichten. Gegen den Rat seiner Offiziere schlägt Hackher eine Kapitulation strickt aus. Er will die Festung halten, koste es, was es wolle, obwohl der Erzherzog inzwischen genügend Vorsprung hat und der Ehre eigentlich genüge getan wäre.
Der Kampf entwickelt sich zu einer persönlichen Fehde Hackhers mit Broussier und seiner eigenen Vergangenheit, die in antreibt alle Vernunft zu vergessen.
Als alles verloren scheint und Hackher endlich bereit ist zu kapitulieren, ziehen die Franzosen plötzlich ab und der rücksichtslose Festungskommandant wird zum Helden von Graz, obwohl er das Leben seiner Soldaten leichtfertig und unnötig lange aufs Spiel gesetzt hat.

Regionalbezug:

Der Handlungsort ist die meiste Zeit Graz. Allerdings spielen Teile des Romans auch in Wien und in Italien. Grundlage dafür ist der Waffengang 1809 und die Operationen der Südarmee in Italien, die in ihrer geschilderten Weise ebenfalls den historischen Tatsachen entsprechen.
Die Geschichte hat einen starken steirischen und vor allem Grazer Regionalbezug. Es tauchen aber auch Charaktere mit allgemeinem Österreich bzw. Frankreichbezug auf, wie Kaiser Franz, Erzherzog Karl, Erzherzog Johann und Napoleon. Weiters werden auch Querverweise zu anderen wichtigen, zeitgleich stattfindenden Ereignissen gemacht, wie z.b. dem Aufstand der Tiroler unter Andreas Hofer, oder der Schlacht bei Deutsch Wagram.
Weiters wird in den Rückblenden auch auf die ältere Geschichte Österreichs verwiesen, wie z.B. Prinz Eugen oder dem letzten Türkenfeldzug unter Kaiser Josef im Jahre 1788, bei dem sich die österreichische Armee durch ein Missverständnis selbst vernichtet haben soll.
Die Dialoge sind in der jeweiligen Sprache der Region gehalten und lehnen sich am steirischen Dialekt, den üblichen militärischen Umgangsformen und Ausdrucksweisen, sowie der höfischen Sprachweise Wiens an.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Zielgruppe/Marketing:
Interessant ist dieses Buch deshalb, weil es noch keine Publikation in Romanform über die Grazer Schlossbergbelagerung gab. Diese ganz besondere Episode der Napoleonischen Kriege ist nicht nur mit seinem Lokalanteil für Graz und die Steiermark im Besonderen, sondern mit seinen historischen Bezügen auch für Restösterreich von Interesse. Darüber hinaus spricht die Geschichte auch eine historisch und im speziellen an der Napoleonic interessierte Schicht im ganzen deutschsprachigen und eventuell auch im französischen Raum an. Da diese Thematik noch nie zuvor behandelt wurde, besteht ein gewisser Novitätsfaktor für die Geschichte selbst.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Es war mir einfach ein Bedürfnis diese einzigartige Geschichte in einem Roman zu verarbeiten und den Leuten zu erzählen. Als Einwohner von Graz und auch als Tourist stolpert man ja quasi überall über diese eine Belagerung, die in der Stadtgeschichte so prägende Spuren hinterlassen hat und gerade deswegen wollte ich darüber ein Buch schreiben. Wer also Graz liebt, sich für Geschichte interessiert und spannende Romane mit viel Lokalkolorit mag, hat hier die Möglichkeit ein einmaliges Buchprojekt über Graz zu unterstützen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld fließt in die Veröffentlichung und wird hauptsächlich zur Veranstaltung von Lesungen und dem dazugehörigen Marketing verwendet. Außerdem fließt das Geld in die Erstellung des Coverdesigns, welches vom Grazer Illustrator Jörg Vogeltanz angefertigt wird. "Mir als Autor war es ein Anliegen mit so einem Buch auch möglichst Grazer Künstler zu beteiligen."
Ebenso wird ein Teil des Geldes für den Ankauf von Bildrechten historischer Zeichnungen und Abbildungen über die Schloßbergbelagerung verwendet.

Wer steht hinter dem Projekt?

Stefan Rothbart wurde 1986 in Graz geboren, studiert Geschichte an der Karl Franzens Universität Graz und ist seit mehreren Jahren als Filmemacher und Autor in der Steiermark tätig. Darüber hinaus ist er für ein großes Zeitungs- und Medienunternehmen im Marketingbereich tätig.
Neben Kinofilmen und historischen Dokumentationen, ist er auch sehr aktiv als Autor tätig und hat sich dabei dem „besonderen“ historischen Roman verschrieben. 2013 erschien zudem im Pichler Verlag sein erstes Sachbuch über die Geschichte des Grazer Schloßberges, welches auf großes Leserinteresse stieß. Sein erster historischen Roman "Wahrscheinlichkeit des Krieges" über Österreich im 1. Weltkrieg, wurde Buch des Monats August 2014 auf www.histo-couch.de. http://www.histo-couch.de/stefan-rothbart-wahrscheinlichkeit-des-krieges.html

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