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Startnext Blog

Hotel Desire - Crowdfunding für einen „Porno“

Es geht durch die Medien: Es soll ein Kunst-Erotik-Film gedreht werden.
170.000 € des Budgets sollen durch Crowdfunding von den zukünftigen
Zuschauern eingesammelt werden. Wir finden das gut, denn es fördert das
Verständnis von Crowdfunding in der Bevölkerung und sollte somit in
Zukunft auch mehr Menschen für diese neue Form der Kulturförderung
begeistern. Wenn da nicht dieser kleine Fehler in den meisten
Publikationen wäre.

Gelder aus Crowdfunding sind keine Spenden, wenn es dafür Gegenleistungen gibt!

Spiegel-Online schreibt es gleich mal falsch in die Überschrift und die Bild ebenso. Im Presseclipping des Produzenten wurde bereits von Spenden geschrieben. Leider wurde das durch die Redaktionen nicht korrigiert. Oder hat sich der Begriff „Spende“ inzwischen verändert.

Warum es aus meiner Sicht keine Spende ist: Beim Crowdfunding gibt ein Unterstützer Geld und erhält dafür eine Gegenleistung. Eine Spende ist eine freiwillige Abgabe ohne jegliche Gegenleistung. Die Webseite von Hotel Desire www.hotel-desire.com schlägt zur Involvierung der Geldgeber in das Projekt verschiedene spannende Dankeschöns vor. Eine Spenden-Funktion habe ich jedoch nicht gesehen.

Bei Startnext und einigen anderen Plattformen ist Spenden trotz des Crowdfunding-Prinzips möglich. In diesem Fällen kann man sich kein Dankeschön aussuchen und überweist das Geld direkt auf das Konto des Starters. Vereine können sogar angeben, ob das Ausstellen von Spendenbelegen möglich ist.

Vermutlich haben die Macher von Hotel Desire selbst die Verwirrung um die Spenden gestiftet. Beispielsweise ist folgendes zu lesen: „Leider erhaltet ihr keine Spendenbescheinigung, da wir kein gemeinnütziges Unternehmen sind …“ – aus unserer Sicht wird hier ja auch nichts gespendet!

Gelder gibt es nicht zurück

Gegen die aktuellen Gepflogenheiten beim Crowdfunding ist, dass Gelder definitiv nicht zurückgezahlt werden, bei Nichterfolg. Im Spiegel-Online-Forum, wird dies auch kritisiert. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip ist bei Hotel-Desire also außer Kraft gesetzt.

Der Text dazu auf der Webseite: „Falls das benötigte Budget bis zur gesetzten Deadline nicht erreicht wird, wird das bis dato gespendete Geld dem Filmnachwuchspreis „First Steps“ zugute kommen. Die o.g. Gimmecks werden natürlich nur bei Zustandekommen der Finanzierung ausgeliefert.“

5% in 7 Tagen

Immerhin sind bis heute ca. 8.600€ (Tag 7) eingezahlt worden. Die Chance das Ziel zu erreichen innerhalb von 80 Tagen ist also noch möglich.

Wir wünschen in jedem Fall viel Erfolg und freuen uns auf neue Crowdfunder und noch mehr Publicity für Crowdfunding als Finanzierungsinstrument.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,766714,00.html

http://www.bild.de/unterhaltung/kino/erotik-film/clemens-schick-saralisa-volm-erotischer-spielfilm-porno-porneographisch-18242958.bild.html

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Was denkst du darüber? 1 comment(s)

Hanny 12.06.2011 um 17:05

Wenn es das Geld nicht zurückgibt, wenn nicht genug Geld zusammenkommt, und die bis dahin gesammelten Gelder in den Nachwuchspreis fließen, ist es zumindest eine potentielle Spende. Bei Erfolg Crowdfunding, bei Nichterfolg Spende.