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Neues Gesetz legalisiert Crowdfunding (Crowdinvestment) in den USA

Während Crowdfunding in Deutschland, zumindest beim Gesetzgeber, noch wenig Beachtung findet, wurde in der letzten Woche in den USA ein Gesetz zum Thema Crowdfunding verabschiedet. Der "Capital Raising Online While Deterring Fraud and Unethical Non-Disclosure Act", auch kurz "CROWDFUND Act", ist Teil des sogenannten "Job Act" und tritt mit dem Beschluss des U.S. Senats vom 22. März in Kraft. Das dort verabschiedete Gesetz soll in erster Linie zu Investitionen der privaten Haushalte anregen und es so Startups und Kleinfirmen erleichtern an Geld mittels Crowdfunding zu kommen. Im Rahmen dieses Gesetzes wurden regulatorische Hürden abgebaut, aber auch klare Richtlinien für die Finanzierung von Unternehmen mittels Crowdfunding festgelegt. Auswirkungen auf Crowdfunding-Plattformen ohne Investment-Möglichkeiten, wie kickstarter.com, hat das Gesetz keine.

Was regelt der Crowdfunding Act nun?
Crowdfunding-Plattformen, die sich mit der Finanzierung von Unternehmen befassen, müssen sich vorher bei der US Börsenaufsicht registrieren. Unternehmen dürfen nicht mehr als 1 Mio. US-Dollar über diese Plattformen generieren und auch an die Supporter werden Anforderungen gestellt. So darf beispielsweise ein Supporter mit einem Jahreseinkommen von 40.000 US-Dollar nur maximal 2 Prozent seines Einkommens in solche Modelle investieren. Die prozentuale Einteilung variiert je nach Gehalt. Vor dem "Job Act" war es nur  Supportern mit einem Vermögen von  mindestens 1 Mio. US-Dollar und 200.000 US-Dollar Jahresgehalt möglich sich an solchen Modellen zu beteiligen. Weiter wurde die maximale Zahl der privaten Teilhaber an Unternehmen von 500 auf 2.000 Personen angehoben.

Was sagen die Kritiker?
Die Deregulierung ist größter Kritipunkt des "Crowdfunding Acts". Die Kritiker befürchten einen massiven Missbrauch dieses Modells und fürchten ähnliche Szenarien wie die Dotcom-Blase mit fatalen Auswirkungen auf die US-Wirtschaft. Befürworter erhoffen sich vor allem schnelles Kapital für junge Unternehmer und deren Ideen, da die Öffentlichkeit dieses oft schneller zur Verfügung stellt als derzeit die Banken. Die US-Regierung erhofft sich nicht zuletzt durch diese Maßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wir sind gespannt, wann und wie sich die deutsche Gesetzgebung mit dem Thema Crowdfunding befassen wird. Brauchen wir ein "Crowdfunding Act" in Deutschland?

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