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Schulbuch-o-mat – das wird die erste deutschsprachige Online-Plattform für offene und freie digitale Schulbücher. Als Pilotprojekt ist ein Biologiebuch für die Klassenstufe 7/8 geplant, das im Schuljahr 2013/2014 fertig sein soll. Im Unterschied zu anderen Schulbüchern sollen die digitalen Lehrbücher kollaborativ erstellt, kostenlos für jeden zur Verfügung stehen und dabei jederzeit veränderbar sein. Nun steht der Umsetzung nichts mehr im Wege: Auf Startnext hat das Projekt  das Zielbudget von 10.000€ auf erreicht! Wir haben die Projektinitiatoren vom Schulbuch-o-mat interviewt. 

Hinter dem Projekt Schulbuch-o-mat stehen der Biologie- und Sportlehrer Heiko Przyhodnik und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Hans Hellfried Wedenig. Beide sind Väter von Söhnen, deren Schulbücher sie an ihre eigenen Schulzeiten erinnern. Besonders Heiko als Lehrer hat ein Interesse daran, dass die Lernunterlagen, mit denen die Schüler heute arbeiten, auch auf dem Stand von heute sind. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Lehrer mit eigenem Material arbeiten – der Schulbuch-o-mat soll auch eine Plattform bieten, auf denen dieses Material ausgetauscht werden kann und so auch den Lehrern die Arbeit erleichtert.

Hans als – wie er sich selbst nennt – „Medienfuzzi“ interessiert sich besonders für die Entwicklung, die das Buch als Medium gerade durchmacht: Eine spannende Vorstellung, dass man heutzutage das ganze Web in einem E-Book darstellen kann!

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss eures Projekts! Erstmal vorneweg: Warum habt ihr euch für Crowdfunding entschieden?

Um eine qualifizierte Schnittstelle zum Schwarm zu erhalten. Für uns stand von Anfang an fest, dass es mit Geld alleine nicht möglich sein kann, ein "Open Educational Rescources (OER) Schul-E-Book" auf die Beine zu stellen. Da hätten wir uns gleich in ein stilles Kämmerchen setzen können, einige Leute beschäftigen können, um dann eins dieser von Wenigen ausgedachten Schulbüchern auf den Markt zu bringen … Wir hatten gehofft, über Startnext viele Menschen anzusprechen, die Ungewöhnlichem eine Chance geben, die fürs Mitmachen zu begeistern sind und die das auch weitererzählen.

Neben der Finanzierung stand also vor allem die Mitarbeit der Community im Mittelpunkt der Kampagne. Welche konkreten Angebote haben euch denn während euer Crowdfunding-Kampagne schon erreicht?

Deutlich mehr als erhofft. Viele Menschen, bis heute mehr als 30, haben sich in unterschiedlichster Weise für eine freiwillige Mitarbeit - ob schreiben, gestalten, korrigieren, usw. - angeboten. Sie sind gleichsam das "Schulbuch-o-mat-Herz", weil sie einerseits gestandene PraktikerInnen sind, die täglich mit Schulmedien zu tun haben, andererseits „frische Quergeister“ mit neuen Ideen sind. Auch mehrere Angebote für  Kooperationen haben wir erhalten, inzwischen sind es vier Partnerschaften geworden.

Das Feedback der Crowd hat also maßgeblich zur Durchführung und Weiterentwicklung eurer Idee beigetragen. Auch die Idee zu einer Creative Commons Lizenz ist in der Startphase durch das Feedback eines anderen Nutzers entstanden. Wie lief das genau ab? Gibt es noch andere Beispiele, wie die Resonanz der Community eure Zielvorstellung im Laufe der Kampagne verändert oder durch neue Ansätze bereichert hat?

Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland war es, der vom ersten Tag an viele Fragen stellte und uns hinsichtlich einer exakten Lizenznennung auf die Sprünge half. Bis dahin hatten wir von „offenen und freien“ Schul-E-Books gesprochen, danach von der unmissverständlichen Creative Commons BY-Lizenz. Überhaupt kam von Wikimedia einiger Input – wie von Elly Köpf – sowie ein großzügiger Beitrag; auch vom ZUM Wiki, Karl Kirst. Und OER-Fachleute wie Felix Schaumburg oder Jens Best, Social Media-Stratege und Autor, haben sich gleich am Anfang zu Wort gemeldet.

Sehr schön ist, dass wir über Startnext mit Andreas Wittke von oncampus in Kontakt gekommen sind. Er hat uns nachfolgend auf LOOP gebracht, ein für unsere Zwecke geniales Autorensystem zur kollaborativen Erstellung von Inhalten. Mit ihm arbeiten wir künftig eng zusammen. Nicht zu vergessen der Input von Berthold Metz, ein Mastermind in der Bildungslandschaft, von Martin Ebner, der das Projekt nun wissenschaftlich begleiten wird, von mehreren Journalisten, die durch ihre Themenverarbeitung neue Ansätze einbrachten, und, und, und ...

Ihr sprecht von einer (R)Evolution des Schulbuches, seht euch aber gleichzeitig nicht als Konkurrenz zu bestehenden Verlagsprogrammen. Wie war hier die Resonanz ?

Ganz offen gesagt: Wir sind es auch nicht. Ein Verlag arbeitet mit anderen Strukturen, anderem Mitteleinsatz, mit anderen Overheads, die eben durch über Jahre verteilte Lizenzerlöse wieder zurückfließen müssen. Wir wollen für zusammengefasstes Schul- bzw. Allgemeinwissen keine Lizenzgebühr. Jeder, der an das freie Schul-E-Book mit zusätzlichen Angeboten wie beispielsweise Aufgabensammlung, Tests, individuelle Lernbegleitung, andocken möchte, kann und soll das tun.

Und wie geht es jetzt nach dem Projekterfolg weiter, wie sehen die nächsten Schritte aus?

Die Webseite haben wir eben eingerichtet, nun wird unser LOOP zum Leben erweckt. In unmittelbar nächster Zeit wird dann viel Energie in die Kommunikation mit den Freiwilligen gesteckt, damit so rasch als möglich kollaborativ mit der Arbeit begonnen werden kann. Und dann gibt es den festgelegten finalen Schritt: Die Publikation der Version 1.0 des OER-Bio-Schul-E-Books am 31.7.2013.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Umsetzung!

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