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Wir hatten ja gesagt, dass wir das Projekt foodsharing intensiver begleiten und euch in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden ├╝ber den Stand der Dinge informieren werden. Wir haben weiter in den letzten Tagen die Aktionen des Teams um foodsharing und die Beteiligung der Menschen beobachtet. Hierbei sind erstaunlichen Bewegungen zu beobachten, die wir mit Sebastian und euch diskutieren m├Âchten.

Teil 1 des Foodsharing Berichtes

[...]

Rund um foodsharing passiert eine ganze Menge, die Anzahl der Teilnehmer an der Facebook Gruppe w├Ąchst stetig und die Beteiligung ist enorm. Die Menschen der Gruppe sind aktiv am Ideenmanagement rund um das Thema beteiligt und bieten ihre Unterst├╝tzung in den verschiedensten Auspr├Ągungen an. Das wei├čt weist auf eine dringende gesellschaftliche Relevanz hin.
Das hat nun auch Johannes Remmel (NRW Umweltminister, Die Gr├╝nen) best├Ątigt und zumindest ideelle Unterst├╝tzung zugesagt (Videobotschaft zu sehen im Projektblog).


Sebastian, was meinst du, kommt die ideelle Zusage rein zuf├Ąllig zu diesem Zeitpunkt oder ist es der Verdienst eurer unerm├╝dlichen Arbeit?

Die Debatte ├╝ber Lebensmittelverschwendung in Deutschland war l├Ąngst ├╝berf├Ąllig. Wir freuen uns ├╝ber den Erfolg unseres Dokumentarfilms „Taste The Waste“, mit dem wir bei der Politik offene T├╝ren eingerannt und eine breite Diskussion in der ├ľffentlichkeit ausgel├Âst haben. Jetzt wird viel ├╝ber L├Âsungsperspektiven diskutiert. Wir finden es ist an der Zeit f├╝r ganz pragmatische L├Âsungsans├Ątze. Das wir mit der Idee den individuellen ├ťberfluss – und nicht zuletzt auch die industrialisierte ├ťberproduktion - kostenlos zu (ver-)teilen nicht alleine dastehen, zeigt uns die gro├če Resonanz auf unseren Vorsto├č mit dem foodsharing Projekt.

Trotz der hohen Aufmerksamkeit und der qualitativ hochwertigen Multiplikatoren, ist die finanzielle Unterst├╝tzung bei diesem Projekt noch eher marginal. Was meinst du, woran liegt das?

Aus meinem pers├Ânlichen Umfeld bekomme ich oft die R├╝ckmeldung, wir sollten doch ├Âffentliche F├Ârdermittel beantragen. Damit sind aber nicht nur langwierige b├╝rokratische Prozesse verbunden, sondern es werden auch die Bedenkentr├Ąger in den Rechtsabteilungen massiv in das Projekt einschneiden. Denn dann geht es um Haftungsfragen. Was ist wenn sich einer den Magen verrenkt. Wir m├Âchten nicht abh├Ąngig sein vom guten Willen einer Institution oder eines Gremiums. Sondern wir wollen gemeinsam mit den Menschen etwas Neues schaffen, das einen ganz alten Wert wieder in die modernen Zeiten bringt: Essen teilen mit den Mitteln der digitalen Gesellschaft. Wenn die Plattform dann existiert, haben bereits einige Geldgeber Interesse signalisiert, die weitere Entwicklung von foodsharing in den kommenden Jahren zu unterst├╝tzen. Das Europ├Ąische Parlament hat das Jahr 2014 zum Jahr gegen die Lebensmittelverschwendung ausgerufen. Wir wollen und k├Ânnen nicht darauf warten. Jetzt ist die Zeit, um Weichen zu Stellen und den Menschen, den Erzeugern und den H├Ąndlern ein modernes Tool in die Hand zu geben, mit dem jeder seinen ├Âkologischen Fu├čabdruck verringern kann.

Ein direktes Produkt aus eurem Projekt ist ohnehin kostenlos, meinst du dass ein Projekt wie das eurige eher ├╝ber Spenden funktioniert?

Wir haben uns f├╝r das „Alles oder Nichts“-Prinzip des Crowdfunding entschieden, weil wir mit einer kleineren Summe die technische Umsetzung der foodsharing App nicht sicherstellen k├Ânnen. Die Herausforderung bei diesem Projekt besteht darin, dass wir bei einer kostenlosen Internetplattform kein Produkt herstellen, welches wir vorab via Crowdfunding verkaufen k├Ânnten. Deshalb bieten wir die Produkte, die wir bereits haben, als Dankesch├Ân an, also z.B. die DVD und das Buch. Wir hatten gehofft, dass wir ├╝ber den materiellen Gegenwert unseres Dokumentarfilms und des Buches hinaus auch Spenden erhalten w├╝rden. Leider ist uns das nicht in dem Ma├čstab gelungen, den wir uns gew├╝nscht haben. Aus dem Grund m├Âchten wir die Dankesch├Âns gerne ├╝berarbeiten und freuen uns sehr ├╝ber konstruktive Vorschl├Ąge aus der Community. Zwei Angebote haben wir bereits: Der K├╝nstler Uli Westphal will eine limitierte Auflage seines „Mutatoes“-Kunstdrucks zur Verf├╝gung stellen, und der Kr├Ąuterkoch Peter Becker seine leckeren „Taste-The-Waste“-Gl├Ąser: Brotaufstrich aus Kohlrabi-Gr├╝n und Brotpudding mit Springkraut-Gelee (jeweils mit Rezept auf dem Etikett).

Was meinst du, erw├Ąchst das Bed├╝rfnis zum Bewusstsein, ressourcenschonender mit unserer Nahrung umzugehen, zu einem Gesamtgesellschaftlichen Gut in dessen Verantwortung der Staat expliziter einbezogen werden sollte?

F├╝r unseren verschwenderischen Lebensstil sind nicht nur wir Verbraucher verantwortlich, sondern auch die Wirtschaft, die die Waren so pr├Ąsentiert, dass wir dazu verlockt werden, immer zu viel zu kaufen, und die Politik, die viel von nachhaltiger Entwicklung redet aber es vers├Ąumt, einen ordnungspolitischen Rahmen zu setzen. Die Politik muss die Voraussetzungen schaffen, damit jeder in der Wertsch├Âpfungskette seinen Beitrag zur L├Âsung des Problems beitragen kann. Hierzu hat Valentin Thurn bei einer Anh├Ârung im Agrarausschuss des Bundestages bereits konkrete Vorschl├Ąge eingebracht: Das Wegwerfen sollte f├╝r die Unternehmen so teuer werden, dass es sich f├╝r sie lohnt, nach Alternativen zu suchen. Mehr Wertsch├Ątzung f├╝r Lebensmittel sollte bereits durch die Schulbildung vermittelt werden. Und die Normen der EU und des Handels sollten gestrichen werden, damit nicht schon ein gro├čer Teil der Ernte aussortiert werden muss, weil das Obst oder Gem├╝se nicht perfekt geformt ist, obwohl es eigentlich gut genie├čbar w├Ąre. Eine Idee ist auch es ├Ąhnlich dem „GoodSamaritanAct“ in den USA politische Rahmenbedingungen zu schaffen und die strengen Haftungsbedingungen f├╝r die kostenlose Weitergabe von “abgelaufenen” Lebensmitteln zu lockern. Denn wenn keine Gewinnerzielungsabsicht im Spiel ist, dann ist auch kein Betrugsversuch zu bef├╝rchten.

Wir hatten schon auf der Startnext Facebook Seite berichtet - soll es nun einen gemeinn├╝tzigen Verein geben, der sich um die Belange der Plattform foodsharing k├╝mmert?

Ja. Nachdem die Community sich eindeutig f├╝r einen e.V. ausgesprochen hat, haben wir das gestern in die Tat umgesetzt, der Verein ist gegr├╝ndet. Jetzt werden wir die Gemeinn├╝tzigkeit bei dem zust├Ąndigen Amtsgericht hier in K├Âln beantragen. Dabei haben wir sehr wertvolle Hilfe von ganz unterschiedlichen Menschen: Food-Aktivisten, Rechtspfleger beim Amtsgericht, Vorst├Ąnde von bereits eingetragenen gemeinn├╝tzigen Vereinen, Juristen, und Politikern.
Sebastian ich danke dir f├╝r das Interview.

Liebe Startnext Fans, was meint ihr, ist ein Projekt dessen Produkt ohnehin kostenfrei angeboten wird, ein funktionierendes Thema f├╝r das Crowdfunding? W├╝rdet oder habt ihr die Projektidee schon unterst├╝tzt?

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