Projekte / Film / Video
Mit über 35.000 Toten sind die Außengrenzen der EU zu einem Massengrab geworden. Wir möchten einen 120-minütigen Film erstellen, der zeigen wird, warum der gängige EU-Ansatz der Abschottung und Aufrüstung an den Grenzen immer wieder scheitert. Wichtig ist uns dabei, neue Möglichkeiten des Grenzmanagements aufzuzeigen. Wir werden Menschen eine Stimme geben, die an alternativen, humanen Lösungen arbeiten.
17.348 €
2. Fundingziel 25.000 €
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1 Tag
 Beyond Borders - Documentary

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.02.18 17:03 Uhr - 24.05.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Spring 2019
Fundingziel erreicht 12.500 €
2. Fundingziel 25.000 €
Mit Experten in Europa sprechen; Archivfilmmaterial und Lizenzen; Post-production
Mit Experten in Afrika sprechen; Funktionierende 'Fluchtursachenbekämpfung' anschauen; Zusammenarbeit mit Journalist*innen zur Rüstungs/Sicherheitsindustrie
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Wir wollen nicht akzeptieren, dass Menschen weiterhin an ‚unseren' Grenzen sterben und Leid erfahren. Es gibt bereits viele tolle Dokumentarfilme, die persönliche Geschichten zeigen. Wir sind jedoch der Ansicht, dass es dringend notwendig ist, die Geschichte der EU-Außengrenzen im großen Gesamtzusammenhang zu erzählen und Gründe aufzuzeigen, wieso es seit über 25 Jahren immer wieder zu humanitären Notfällen an verschiedenen ‚Hotspots' kommt.

Wir haben im Sommer 2017 eine dreimonatige Recherchereise zu einigen der Krisenherde unternommen, um uns selbst ein Bild von den Auswirkungen der EU-Grenzpolitik zu machen und haben dabei bereits 60 Stunden Filmmaterial gesammelt. Konkret haben wir an einer NGO-Rettungsmission in einem kleinen Kutter vor der libyschen Küste teilgenommen. Wir reisten nach Nordmarokko und Ceuta. Wir fuhren entlang der Westbalkanroute durch Serbien nach Nordgriechenland und besuchten die Insel Chios in der Ägäis vor der türkischen Küste.

In unserem Film möchten wir erläutern, warum Migration durch verstärkte Grenzsicherung nicht gestoppt werden kann und wird. Mit genügend Funding werden wir effektive Entwicklungsprojekte anschauen, sowie die Rolle der Sicherheits- und Rüstungsindustrie, welche viel Geld mit Grenzsicherung macht und zugleich in Beratergremien der EU sitzt, genauer betrachten.

Nur indem wir die zugrunde liegenden Mechanismen wiederkehrender humanitärer ‚Krisen' aufzeigen, können wir auch eine Diskussion über humane alternative Optionen für Migrations- und Grenzmanagement in Gang bringen. Solche Optionen sollen im Film vorgestellt werden, um eine nachhaltige Veränderung anzustoßen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel ist es, einen abendfüllenden Dokumentarfilm zu erstellen, der den historischen und politischen Kontext humanitärer Notfälle entlang der EU-Grenzen aufzeigt. Der Film veranschaulicht die EU-Praktiken des Grenz- und Migrationsmanagements, die durchaus die Absicht haben, "Leben zu retten", de facto aber Tod und Leid an den EU-Außengrenzen seit über 25 nicht verhindert, sondern verschlimmert haben. Dabei ist es essentiell, dass Menschen, die an alternativen und humanen Lösungen arbeiten, eine Stimme gegeben wird. Der Zuschauer wird nicht geschockt alleine zurückgelassen, sondern erhält Auswege aus dem tödlichen Teufelskreis der Absicherung und kann zu einer Diskussion für humane, nachhaltige Alternativen beitragen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir kennen das Gefühl, die vielen schrecklichen Bildern und Nachrichten von den EU Außengrenzen nicht mehr sehen und hören zu wollen, um der Verlockung nachzugeben einfach mit dem eigenen Leben komfortabel fortzufahren. Doch diese Bilder sind real. Es gibt sie seit langer Zeit. Und Du kannst dich dafür einsetzen, dass sie weniger werden und vielleicht irgendwann ganz verschwinden. Dazu müssen wir unsere Gesellschaft dringend mit den zugrunde liegenden Mechanismen und den alternativen Möglichkeiten konfrontieren. Nur so können wir die Politik und den öffentlichen Diskurs weg von Grenzsicherung und dem Totschlagargument "Wir können sie nicht alle reinlassen", hin zu menschlichen Alternativen verlagern.

Hilf uns, das Bewusstsein für tödliche Praktiken zu schärfen und alternativen Ansätzen eine Stimme zu geben, um so nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Recherchereise und die Produktion wurden bisher durch eigene Ersparnisse finanziert. Wir haben bereits 60 Stunden Filmmaterial gesammelt und mit 39 Migrant*innen, NGO-Mitarbeiter*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen über die Situation in den von uns besuchten Grenzorten gesprochen.

Mit Deiner Hilfe wollen wir unsere Arbeit fortsetzen und ...

  • mit Menschen sprechen, die an Alternativen zu tödlicher Absicherung arbeiten;
  • nach Afrika reisen und Projekte besuchen, die den Begriff ‚Fluchtursachenbekämpfung' effektiv in die Tat umsetzen;
  • mit einer Gruppe Journalist*innen zusammenarbeiten, die sich mit der Rolle von Sicherheits- und Rüstungsunternehmen befassen, welche aus jeder neuen Krise Geld schöpfen und zugleich in Beratergremien der EU sitzen;
  • die Postproduktion finanzieren (Musiker Tim Ströble, Schnitt, Color-Grading)
  • Lizenzen für historisches Filmarchivmaterial erwerben (das ist wahnsinnig teuer!)

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter diesem Projekt stehen zwei motivierte Idealisten, die glauben, dass jeder seinen Teil dazu beitragen kann, diese Welt ein bisschen gerechter zu gestalten: Corinna (31 Jahre) ist Ethnologin, die in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit arbeitete und ihren Job aufgeben hat, um 100% für diesen Film zu geben. Dschafar (35 Jahre) bringt seine Erfahrung als Filmemacher mit ein. Er ist seit 2005 als lichtsetzender Kameramann in vielen Filmproduktionen (Spiel- und Kurzfilm, Dokumentationen und Werbe- und Imagefilm) in Deutschland und europaweit involviert. Es ist ihm wichtig, dieses dringende Thema in ästhetisch hochwertigen Bildern darzustellen, um den Film wirkungsvoll und für ein breites Publikum attraktiv zu machen.

Kuratiert von

RefugeesWelcome

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