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Projekte / Theater
Die Blechtänzerin
Wiederholt sich die Geschichte zwangsläufig, oder kann jeder im Kleinen eine Veränderung bewirken? Wie schafft man es, über den eigenen Tellerrand zu blicken, vorrausschauend zu denken und angstfrei und tolerant zu leben? Fragen, denen sich das Theater rote Bühne in seiner nächsten und bisher größten Eigenproduktion widmet: zwischen Kunst und Geschichte, Fiktion und Vergangenheit entsteht eine Inszenierung, die auf- und be-arbeitet, was hinter uns liegt und bewusst fragt: Was wäre, wenn..?
Nürnberg
9.310 €
12.000 € Fundingziel
125
Fans
25
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Die Blechtänzerin

Projekt

Finanzierungszeitraum 20.10.15 17:59 Uhr - 15.01.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Januar - Februar 2016
Fundingschwelle 8.500 €
Fundingziel 12.000 €
Stadt Nürnberg
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Mit den Mitteln des Theaters soll ein Teil dunkler Geschichte Deutschlands lebendig, anschaulich und sinnlich erfahrbar gemacht werden. Dieses eigens für das 10-jährige Jubiläum des freien Theaters rote Bühne in Nürnberg geschriebene Musiktheaterstück fällt unter das Genre Tragikomödie und fußt auf historischen Tatsachen. Es spielt im Nürnberg der ausgehenden Weimarer Republik Ende 1932 bis kurz nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933. Die Protagonisten sind die Sänger, Tänzer und Schauspieler von „Kempinsky’s Kellerkabarett“. Der jüdische Kunstmäzen Stefan Bing hat der freien Truppe die Kellerräume seiner Fabrik mietfrei zur Verfügung gestellt (die ehemaligen Bing Spielwarenwerke in der Stephanstraße waren damals der weltgrößte Blechspielzeughersteller und in diesem historischen Industriegebäude befindet sich heute das Theater rote Bühne). Es finden dort politische Kabarett-Vorstellungen, freche Chanson-Abende und frivole Tanzshows zu Jazzmusik statt. Die eigenwillige und emanzipierte Prinzipalin Julia Kempinsky manövriert ihre bunte Darstellertruppe durch die schwere Zeit der Weltwirtschaftskrise und die politischen Wirren der Weimarer Republik. Die Freiheit der Kunst und des Individuums sind die Ideale der Prinzipalin. Bis eines Abends die laufende Vorstellung von einer blutüberströmten jungen Frau unterbrochen wird, auf deren Mantel mit frischer Farbe „Judenhure“ geschrieben steht. Sie ist auf der Flucht und wird geistesgegenwärtig von Julia Kempinsky in der Theatergarderobe versteckt…

Das Programm muss weiterlaufen. So sehen die Zuschauer im Wechsel die Show auf der Bühne und die Geschichten, die dahinter passieren. Der Antagonist lässt nicht lange auf sich warten: Julius Streicher, der damalige Gauleiter Frankens und Duz-Freund Adolf Hitlers ist der vermeintlichen Jüdin auf den Fersen und steht plötzlich in der Garderobe. Otto-Pierre, der junge hitzköpfige Kommunist des Ensembles, möchte ihn am liebsten gleich umbringen, während es Julia Kempinsky mit Diplomatie und schauspielerischem Talent schafft, die Situation zu entschärfen…vorerst. Es wird nicht der letzte Besuch des SA-Mannes sein, zumal er starken Gefallen an Maria Kempinsky, der attraktiven Tochter der Prinzipalin gefunden hat. Diese wiederum möchte lieber den jungen Liebhaber ihrer Mutter ausspannen. Außerdem versucht Maria ihrem väterlichen Kollegen Theo Hilfestellung zu geben, damit dieser endlich seine bereits Jahre im Verborgenen glühende Liebe zu ihrer Mutter gestehen kann. Rebecca, die versteckte junge „Jüdin“, wird in das Ensemble aufgenommen, denn sie entpuppt sich als talentierte Sängerin und Tänzerin, sehr zum Leidwesen Marias, die ihre Position bedroht sieht.

Der angekündigten Verwüstung des Theaters durch die SA setzt das Ensemble eine geniale Idee entgegen. Das neue Programm hat Premiere und alles scheint ein großer Erfolg zu werden…bis plötzlich die Bombe platzt: „Julia Kempinsky, ich kann deinem Theater einen goldenen Saal bauen, wenn du für die Bewegung arbeitest…und deine Tochter zum UFA-Star machen…aber Tanzen kann man auch im KZ!“.

Wie wird sie sich entscheiden, welche Wege geht ihr Ensemble? Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt und kurz darauf beginnen die ersten Verhaftungen…

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wiederholt sich die Geschichte zwangsläufig, oder kann jeder im Kleinen eine Veränderung bewirken, dies zu verhindern? Wie schafft man es, über den eigenen Tellerrand zu blicken, vorrausschauend zu denken und angstfrei und tolerant zu leben?

Ähnlich wie im Musical Cabaret, nach der Romanvorlage von Christopher Isherwood, soll eine Revue mit hohem Unterhaltungswert und bekannten Melodien verwoben werden mit einer tiefgründigen, berührenden und nachdenklich stimmenden Geschichte. Beheimatet im Nürnberg der damaligen Zeit mit einem hohen Anteil an historischen Fakten, Orten und Personen.

Zur Zielgruppe gehören sowohl Kulturinteressierte, Freunde der Kleinkunst und der Kultur der 1920er bis 30er Jahre. Varieté-, Tanz- und Gesangseinlagen mit nostalgischem Charakter charakterisieren den Unterhaltungswert der Inszenierung. Der geschichtliche Kontext, die realhistorischen Brücken und die Frage nach der Rolle der Kunst in eben dieser Zeit wecken Neugier bei Geschichtsinteressierten. Geeignet für Schulklassen als Ergänzung zum Geschichtsunterricht (Weimarer Republik, Nationalsozialismus).

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Neben Theaterprojekten, die experimentell an Themen der Gegenwart und einer theatralen Formensprache für die Darstellung eben dieser arbeiten, darf der Auftrag des Theaters als eine Kulturinstitution nicht vernachlässigt werden, auch Geschichte zu reflektieren. "Die Blechtänzerin" ist insofern unterstützungswürdig, als sie professionelle Theaterarbeit mit Aufarbeitung von (Stadt)Geschichte vereint und so eine Inszenierung realisieren will, in der Unterhaltung auf Reflexion trifft, Spaß auf Kritik und Menschlichkeit auf ihr Pendant.

Gerade in aktuellen Debatten um die sogenannte Flüchtlingsproblematik, in der Vokabeln fallen wie "Neuer Nationalismus", begegnet die Bevölkerung Europas Problemen wiederholt mit Fremdenhass und Angst. Diese Tatsache zeigt, dass eine theatrale Auseinandersetzung mit Vergangenheit auch Auseinandersetzung mit der Gegenwart sein kann.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Als Nürnbergs jüngstes freies Theater (im Jahr 2016 sind es 10 Jahre!) wird das Theater rote Bühne verhältnismäßig gering öffentlich gefördert. Zwar wird es finanziell durch die Stadt Nürnberg, den Bezirk Mittelfranken und die Fördermitglieder des Kulturvereins unterstützt - die Höhe dieser Gelder deckt aber nicht annähernd die Produktionskosten einer Musiktheaterinszenierung auf professionellem Niveau. Eine technisch gut ausgestatte Bühne steht uns zur Verfügung. Mit Ihrer Unterstützung geben Sie uns die Gelegenheit, diese Bühne für eine aufwendige Inszenierung zu nutzen, die Produktionskosten für Kostüme, Requisiten, Bühnenbild und Probenarbeiten zu decken und die erfolgreiche Realisisierung mit einem professionellen Produktionsteam zu garantieren.

Wir versuchen, mit der Fundingschwelle unser Projekt zu realisieren. Sollte der durch das Crowdfunding entstehende Betrag über dem der Fundingschwelle liegen, ermöglicht uns startnext die professionelle Ausarbeitung des Projektes mit Hilfe einer ausgebildeten Bühnenbildnerin / eines ausgebildeten Bühnenbilders. Somit tragen unsere Unterstützerinnen und Unterstützer mit dem Erreichen des Fundingziels maßgeblich dazu bei, das künstlerische Niveau deutlich zu heben.

Auf Wunsch können wir gerne Spendenquittungen über den gespendeten Betrag ausstellen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Über 100 Mitglieder im Kulturverein rote Bühne
Der Kulturverein des Theaters rote Bühne konnte die Zahl seiner Mitglieder in den letzten zwei Jahren fast verdoppeln! Mit regelmäßigen Förderbeiträgen und außerordentlichen Spenden ermöglichen uns die Freunde und Förderer unseres Hauses Theaterarbeit auf hohem Niveau.

Julia Kempken
Als Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin, Gründerin und künstlerische Leiterin des Theaters rote Bühne manövriert sie seit den 90er Jahren nicht nur ihre eigenen Bühnenprogramme bundesweit durch Kleinkunstbühnen, sondern auch ihr eigenes Theater durch die sich ständig wandelnde Kulturlandschaft Nürnbergs. Im bald zehnten Jahr leitet sie das Theater rote Bühne, das inzwischen seinen festen Platz in der freien Kunstszene Nürnbergs inne hat.

Christian Schidlowsky // REGIE
Schon immer Theater gemacht. In Nürnberg das Theater PFüTZE gegründet. Von Berufung Regisseur, Autor, Dozent. Grenzgänger zwischen Kammerspiel und chorischem Musiktheater, Privatbühne und Stadttheater, Freier Gruppe und internationalen Gastinszenierungen.

Das Ensemble
Das Ensemble bildet sich, neben Julia Kempken, aus ihrer Tochter Maria Kempken (UdK Berlin, RTL), Filipina Henoch (UdK Berlin, zuletzt: Singin' in the Rain, Opernhaus Nürnberg), Thomas Herr (Schauspieler, Regisseur, Autor), Julien Feuillet (Schauspieler, Tänzer, Choreograph), Stefan Rieger (Schauspieler, Regisseur, Dozent) und weitere. Zu den Darstellenden kommen noch Musical-erfahrene Musiker/innen wie Robert Stephan (Musikalische Leitung), Max Stadler, Udo Schwendler und Markus Rießbeck.

Die Blechtänzerin hat bereits Zusagen von verschiedenen Stiftungen, unter anderem der Kulturstiftung der Sparkasse Nürnberg, der STAEDTLER Stiftung, der Firma Südrohr GmbH, und weitere.

Partner

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