Die Zukunft gehört
den Mutigen.
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Selbstorganisation? Selbstexploration!
Team

Selbstorganisation? Selbstexploration!

9 min Lesezeit

Wir sind ein Unternehmen im Wandel. Im Außen fördern wir seit 10 Jahren eine innovative, vielfältige und verantwortungsvolle Gesellschaft. Im Innen haben wir letztes Jahr einen Organisationsentwicklungsprozess angestoßen, um auch unsere Arbeit im Team zu erneuern. Mit diesem Blogbeitrag nehmen wir dich auf diese Reise mit. Wir möchten dich zur Veränderung inspirieren und Lernmomente mit dir teilen. Weil wir davon ausgehen, dass Teilen substanzieller Bestandteil von Leben ist.

"Sowohl aus ökonomischer als auch menschlicher Sicht sprechen viele Argumente dafür, dass wir die Art, mit der wir derzeit in Organisationen zusammen arbeiten, nicht fortsetzen können." (Frederic Laloux: Reinventing Organizations)

Seit einiger Zeit schon fragen wir uns: Leben wir neues, purpose-orientiertes Wirtschaften eigentlich auch nach innen? Wie wollen wir wirklich arbeiten? Wir stehen in einem schmerzhaften Spagat: Ein Bein in der Leistungsgesellschaft, die wir gelernt haben, aber nicht mehr wollen – das andere in einer Zukunft der Arbeit, die wir uns ersehnen, zu der uns aber die erprobten Muster fehlen. Gespannt sprechen wir deshalb mit Wegbereiter*innen wie Einhorn oder Soulbottles, die mit Holacracy, kollegialer Führung oder Selbstorganisation an der Kartografie einer veränderten Arbeitslandschaft tüfteln. Als uns dann Veränderungen in unserer eigenen Leitungsstruktur vor neue Herausforderungen stellen, beschließen wir Anfang 2020: Es ist Zeit, selbst auf Reisen zu gehen. 

Zum Einstieg nimmt uns unsere Starterin Bettina Rollow vom Projekt New Work needs Inner Work in einem Workshop mit in die Welt der Selbstorganisation und macht uns klar: Bevor wir fröhlich alte Hierarchien einstampfen, fließende Kompetenzdynamiken etablieren und eine strahlende New Work-Vision entwickeln können, müssen wir erst erkennen, wer wir sind und was zu uns passt.   

Der erste Aha-Moment also: Erst die Selbstexploration – dann die Selbstorganisation - oder eben ein ganz anderes Konstrukt? Mit dem Willen zu einem langen Atem beschließen wir, das Ergebnis zunächst offen zu lassen und uns Zeit zu geben, zu lernen und organisch ein für uns passendes Organisationsmodell zu entwickeln. 2020 bedeutete das, uns in Workshops intensiv mit uns und den Themen Kommunikation, Führung und Werten auseinanderzusetzen. Das war und ist herausfordernd, auch weil wir uns durch Corona parallel als Remote-Team neu entdeckten. Bis hierhin – und mit Hilfe unserer Coaches der Agentur BSPW – haben wir aber bereits einiges gelernt.    

Diese 7 Erkenntnisse möchten wir mit dir teilen:  

1.         Tauscht euch aus.  

Durch Gespräche mit anderen Teams wie z.B. Roxana Baur von tbd* haben wir schnell gehört, dass es sehr hilfreich sein kann, sich Unterstützung von außen zu holen. Also haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit BSPW entschieden, die uns seitdem auf unserem Weg coachen.  

2.         Findet eine gemeinsame Sprache.  

Transparenz ist nicht gleich Offenheit ist nicht gleich Vertrauen. Wir sprechen alle verschiedene Sprachen. Wir nutzen die gleichen Wörter und meinen unterschiedliche Inhalte. Um uns trotzdem gemeinsam als Team im Veränderungsprozess zu verorten, bedienen wir uns Modellen wie Spiral Dynamics oder dem 4-Quadranten-Modell

"Alle Modelle sind falsch, aber einige sind nützlich." (George Box)  

3.         Übt euch in wertschätzender Kommunikation & Feedback.  

Wenn wir altbekannte Strukturen infrage stellen, kann meist nur ehrliche und proaktive Kommunikation den Leerraum füllen. Gewaltfreie Kommunikation hilft, Bedürfnisse sichtbar zu machen. Auch die Bedeutung von Feedback wächst. Wir lernen, Feedback als Geschenk und Angebot zum Austausch statt als Kampfansage zu erkennen. 

4.         Entdeckt eure Lernzone.  

In der Komfortzone passiert bekanntlich wenig spannendes, aber auch in der Panikzone gibt es keine produktiven Fortschritte, weil alle in Angststarre verharren. Findet heraus: Was braucht ihr, um euch entwickeln zu können? Wie viel Sicherheit, Kontinuität und Autonomie muss es geben? Wo liegen die eigenen Grenzen – und die der anderen?   

5.         Spürt die Werte eures Unternehmens auf.  

Beschäftigt euch damit, was wirklich wichtig ist. Das leitet euch bei der Arbeit und in Entscheidungen. Wir lernen gerade, wie wir das, was für Startnext Wert hat, mit unseren individuellen Werten verknüpfen und konstruktiv über Wertespannungen sprechen.

6.         Beleuchtet alle blinde Flecken.  

Alle Konflikte werden immer wieder auftauchen, bis wir sie gemeinsam mit allen Beteiligten bearbeitet haben. Über blinde Flecke in unserem Denken und Verhalten lässt sich deshalb nicht "drüber hinweg" arbeiten. Fangt jeweils bei euch selbst an zu suchen und hört aufmerksam zu, wenn andere im Team euch auf einen blinden Fleck im Sichtfeld aufmerksam machen. 

"Wir wollten ihren Blick auf die an sich einfache Tatsache lenken, dass wir alle unter bestimmten Bedingungen Entscheidungen treffen. Diese Bedingungen rahmen das, was wir für realistisch, möglich oder wünschenswert halten. Sie sind so etwas wie die Box, in der wir uns befinden. In Innovationsprozessen ist es hilfreich, nicht nur kurz aus ihr rauszudenken [...]. Es ist auch sinnvoll, mal so weit herauszutreten, dass wir einen Blick auf die Box gewinnen." (Maja Göpel in Unsere Welt neu denken)

7.         Macht langsam & haltet aus.   

Wir wollen schnell vorankommen und hasten deshalb gern auch mal durch die Organisationsentwicklung. Veränderung und Verstetigung aber brauchen Zeit. Ein Transformationsprozess erfordert die Fähigkeit, mehrere Wahrheiten gleichzeitig halten zu können - zum Beispiel, dass etwas schmerzhaft, zäh, unsicher und gerade deshalb genau richtig sein kann.  

Wo stehen wir jetzt und wo wollen wir hin?   

Wir haben 2020 miteinander exploriert, wer wir als Team sind. Einige unserer Erkenntnisse haben wir bereits voll beherzigt und mehr und mehr in unsere Arbeit eingebaut. Über andere von ihnen stolpern wir immer wieder gemeinsam. Wir haben gelernt, dass auch das ein Teil des Prozesses ist. Im Coaching arbeiteten wir mit dem Modell "4 Zimmer der Veränderung" : Bevor eine Erneuerung ansteht, muss man zwangsläufig den Raum der Konfusion durchschreiten. Dieser Weg wiederholt sich im Laufe der Zeit immer wieder zyklisch – und vom Status Quo zur Erneuerung gibt es leider keine Short Cuts.  

2021 geht es jetzt darum, von der Exploration zur Umsetzung in der Organisation weiterzumarschieren. Wir bauen ein aktualisiertes Arbeitsmodell für uns, das auf unseren Werten, Visionen und Kompetenzen fußt. Ein kleiner Einblick in unsere To Do Liste:  

  • Unsere Kommunikationsskills vertiefen
  • Bestehende blinde Flecken aufspüren und lösen 
  • Die Balance zwischen definierten Werten und der Erkenntnis, dass alles im Wandel ist, finden 
  • Unsere jeweiligen Kompetenzen noch besser kennenlernen und sichtbar machen 
  • Uns mit OKRs, die uns motivieren und antreiben, strukturieren 
  • Verantwortungen klarer machen u.a. mit dem RACI-System 
  • Eine Rollenstruktur finden, die zu uns passt 

Wenn du Lust hast, nehmen wir dich auch auf diese Reise gern weiter mit: Wir - das sind Lilli und Friederike - werden regelmäßig auf dem Blog über unsere Erfahrungen als Prozessbegleiterinnen unserer Teamentwicklung berichten. 

Unsere Leseliste:

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Achtung, Fallstricke! Wie du dein Projekt zum Erfolg bringst, ohne in die Betrugsfalle zu tappen
Crowdfunding Tipps

Achtung, Fallstricke! Wie du dein Projekt zum Erfolg bringst, ohne in die Betrugsfalle zu tappen

3 min Lesezeit

Dein Fundingbalken füllt sich wie der Ladebalken deines Smartphones? Bei Instagram schnappst du dir im Nu Tausende Follower? Dein Projekt kommt als Aufmacher in der Tagesschau? Stopp, kurz Kopf schütteln. Aufwachen. Das war ein Traum. Natürlich möchtest du mit deinem Projekt erfolgreich sein. Doch das hat manchmal auch seinen Preis. Wir verraten dir, wie du betrügerische Angebote schnell erkennst und vor allem meidest.

Es kommt immer wieder vor, dass Startende auf Startnext zweifelhafte Angebote erhalten, die den ganz großen Wurf versprechen: das große Geld, die große Reichweite und die große Anerkennung. Doch es geht auch anders. Du kannst dein Projekt auch mit ehrlich eingesetzten Mitteln zum Erfolg führen.  

Wir listen dir hier drei Schwerpunkte auf, mit denen du bestenfalls besonders aufmerksam umgehst:

1. Dubiose Finanzierungsangebote von Privatpersonen
Mal eben 150.000 Euro für dein Projekt abstauben? Klingt verlockend. Aber Achtung: Solltest du von Privatpersonen kontaktiert werden, die dir scheinbar unkompliziert Darlehensverträge für dein Projekt anbieten, sei wachsam. Achte darauf, dass du dich nicht von verführerischen Krediten leiten lässt und zu viel Energie und vor allem auch Geld an anderer Stelle verlierst. Wir haben in einem FAQ-Artikel wichtige Erkennungsmerkmale von betrügerischen Angeboten für dich festgehalten.

Zusätzliche Finanzierungspower für dein Projekt geht auch anders: Mit unseren Partner Kampagnen geben wir dir zusätzlich die Möglichkeit, on top deiner Gelder aus der Crowd heraus Finanzierungsmittel einzustreichen. Das ist echt, nachhaltig und viel mehr wert für dein Image. Schau gern bei unseren aktuellen Partner Kampagnen vorbei und zögere nicht, dich zu bewerben.

2. Marketing- und Promotion-Tools
Digitaler Erfolg wird heutzutage an Follower-Zahlen, Likes und Conversion Rates gemessen. Kennzahlen, die mit Know-how steigerbar sind. Zahlreiche Agenturen und Dienstleistungsfirmen rücken so seit ein paar Jahren ins Feld, um Firmen digital zu beraten und die Reichweite für deren Produkte zu erhöhen. Wo ein Markt, da auch die Möglichkeit, viel Geld zu verdienen.

Rufe dir klar ins Bewusstsein, welche Zielgruppe du mit deinem Projekt ansprichst. Es gibt eine Vielzahl an frei zugänglichen Tools wie HootSuite und TweetDeck, die du für die Bespielung deiner Social-Media-Accounts einsetzen kannst. Hast du Freund*innen und treue Unterstützer*innen, die ihre Marke schon digital erfolgreich positioniert haben? Frag nach und tausche dich mit ihnen aus. Sie können dir Ratschläge geben, auf was du achten sollst du was bei ihnen funktioniert hat und was nicht. Auch wir haben für dich passendes Werkzeug für deine Kommunikationsplanung zusammengestellt. Lies dich hier rein.

3. Phishing Mails
So seltsam der Begriff, so seltsam die betrügerische Absicht dahinter. Wenn du von einem Phishing-Angriff betroffen bist, erhältst du meist gefälschte E-Mails, die dich dazu bringen sollen, vertrauliche Daten von dir preiszugeben. Das können Passwörter, Kontodaten oder Zugangsdaten sein. Auch der Aufruf, eine bestimmte Software zu installieren, ist eine häufig vorkommende Masche. Phishing Mails werden oft tausendfach versendet. Der Absender gibt sich meist als vertrauenswürdige Person oder Organisation aus. Entlarvst du einen Phishing-Versuch, löscht du am besten direkt die E-Mail und nimmst die Adresse in deine Spamliste mit auf.

Tja, das mit der Tagesschau dauert so vielleicht ein bisschen länger. Aber du ersparst dir auf jeden Fall jede Menge Ärger, wenn du aufmerksam mit verlockenden Angeboten umgehst. 

Hast du Fragen zu einem konkreten Fall? Dann besuche gern unsere Live-Session „Frag mich alles“ via Zoom und hole dir Rat von unserer Projektberatung.

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Wir brauchen die Kultur und die Kultur braucht jetzt uns!
Startnext News

Wir brauchen die Kultur und die Kultur braucht jetzt uns!

3 min Lesezeit

Wir haben Startnext vor zehn Jahren gegründet, um Kultur- und Kreativschaffenden eine Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Projekte vorzustellen, mit der Unterstützung von vielen Menschen zu finanzieren und eine Community aufzubauen.

2020 mussten wir lernen, wie unsere Wirtschaft in systemrelevante und system-irrelevante Berufsgruppen unterteilt wurde. Mit den erneuten Einschränkungen im November hat es dabei die Kultur- und Kreativbranche wieder besonders hart getroffen, die bereits den ganzen Sommer über unter abgesagten Veranstaltungen gelitten hat. Stellvertretend für Tausende Kultur- und Kreativschaffende auf Startnext stehen wir hinter den Worten “Ohne Kunst & Kultur wird’s still”.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt heute 1,8 Millionen Menschen und erzielt einen Gesamtumsatz von 174,1 Milliarden Euro (Quelle: BMWI). Sie ist damit die drittgrößte Branche und liegt in etwa auf gleichem Niveau mit dem Maschinenbau und vor anderen Branchen, wie den Finanzdienstleistungen, der Energieversorgung oder der chemischen Industrie. Bei den aktuellen staatlichen Förderprogrammen bekommen wir das Gefühl, dass Künstler und Kreativschaffende weniger wert sind als Autos und Flugzeuge. Vielleicht fehlt dieser Branche eine Gewerkschaft oder eine Lobby, die sie in der Politik, bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen und ganz aktuell bei den Corona-Verordnungen vertritt. 

Schon im ersten Lockdown konnten wir erleben, dass Crowdfunding ein unbürokratisches und schnelles Instrument ist, um Geld zu sammeln. 163.000 Menschen haben mit über 11,5 Millionen Euro 1.619 Projekte unterstützt. Mit Startnext haben wir selbst ein eigenes Cofunding-Budget in Höhe von über 410.000 Euro gegeben.   

Wie du und wir jetzt helfen können

Auf Startnext bieten wir eine einfache Möglichkeit, Fördergelder oder Sponsorings mit Crowdfunding zu kombinieren. Damit ermöglichen wir eine unbürokratische und schnelle finanzielle Hilfe. Wie das geht? Dazu stellen wir die Programme von Hamburg, München und Dresden vor und gehen selbst mit unserer 2. Startnext Corona Hilfsaktion mit gutem Beispiel voran.

1. Förderprogramme für die Kampagnenvorbereitung in München und Hamburg
In der Metropolregion München wird die Kreativleistung rund um die Erstellung und Kommunikation einer Crowdfunding-Kampagne finanziell unterstützt. Der Zuschuss beträgt sonst 50%, aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen wurde er auf 75% erhöht (max. 3.000€). In Hamburg wurde das vergleichbare Angebot mit einer finanziellen Unterstützung (max. 5.000 Euro) bereits so stark nachgefragt, dass das Budget von 225.000€ erreicht wurde.

2. Kunst statt Corona - Förderung der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft
45.000 Euro stellt die Stadt Dresden für Solo-Selbständige und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung: Kunst trotzt Corona. Hierbei werden Künstler*innen und Kreativschaffende, die ihre Projekte trotz Corona umsetzen, mit jeweils bis zu 2.500 Euro gefördert. Die Verteilung funktioniert nach unserem Cofunding-Prinzip: Für jeden per Crowdfunding eingesammelten Euro wird noch einer oben draufgelegt.

3. Startnext Corona Hilfsaktion
Für alle vom 2. Lockdown Betroffenen senken wir die Hürden im Crowdfunding und geben 4% zu jeder Unterstützung mit unserem eigenen Cofunding-Budget hinzu. Starter*innen benötigen für ihr Projekt keine Dankeschöns und kein Pitch-Video. Alle Projekte in der Hilfsaktion können mit weiteren Partner-Kampagnen kombiniert werden. 

Du arbeitest in einem Unternehmen, welches Kultur- und Kreativschaffende mit Spenden oder Sponsorings unterstützt? Du arbeitest in einem Förderinstitut, einer Stiftung oder kannst selbst Förderbudget vergeben? Sprich uns gerne an. 

Du möchtest, dass dein Unternehmen, deine Stadt oder deine Region Kultur- und Kreativschaffende unterstützt? Dann teile diesen Beitrag.

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10 Jahre Startnext: #AllerProjekteAnfang
Startnext News

10 Jahre Startnext: #AllerProjekteAnfang

3 min Lesezeit

Startnext feiert heute 10-Jähriges. 10 Jahre Startnext stehen für 10 Jahre Begeisterung, Aufwind und Motivation. Von Beginn an ist die Vision von Startnext, viele gute Projekte mit der Unterstützung von vielen Menschen zu finanzieren. Und daran halten wir bis heute fest: Mit Stolz haben wir in den letzten 10 Jahren über 10.000 Projekten eine Finanzierung ermöglicht. Und das mit 100.000.000 Euro von der Crowd.

So sind dank Startnext beeindruckende Projekte groß geworden, die unsere Welt und unser Miteinander besser machen: Bücher, die unsere althergebrachte Arbeitswelt auf den Kopf stellen. Nachhaltige und ressourcenschonende Kosmetikartikel wie diese Flüssigseife aus Brausetabletten. Revolutionäre Utopien wie eine Meeresplattform, die Plastik aus Ozeanen fischt und ein Festival der Demokratie im Berliner Olympiastadion.  

Gleichzeitig leben wir in einer Welt, die vor großen und nie dagewesenen Herausforderungen steht – digital, sozial und gesellschaftlich. Das Jahr 2020 hat uns gezeigt, dass sich unser normales Leben von heute auf morgen ändern kann. Und spätestens seitdem wissen wir: Mut und kreative Lösungen sind die Treiber für Wandel.
Wir haben zu Beginn der Corona-Pandemie eine eigene Hilfsaktion für Kreative und Gründer*innen ins Leben gerufen: Mit der Startnext Corona Hilfsaktion unterstützen wir vom Shutdown betroffene Projekte und Einrichtungen mit einem eigenen Cofunding-Budget in Höhe von über 410.000 Euro.    
Dank unserer Kooperationen können Projekte auf Startnext noch mehr Power anzapfen. Zusammen mit der Aventis Foundation und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gibt kulturMut bisher mehr als 2.300.000 Euro an Kulturprojekte im Rhein-Main Gebiet. Durch den Matching-Fonds von Krombacher Naturstarter werden Projekte zusätzlich gefördert, die sich für Umwelt- und Klimaschutz stark machen. Dafür stellt Krombacher 650.000 Euro Cofunding-Budget zur Verfügung. So geben wir zusammen mit unseren Partnern guten Ideen die volle Unterstützung. 

Und wir versprechen euch: Auch in Zukunft werden wir die Plattform sein, die reflektiertes Gründertum unterstützt und euren Gründungen eine Bühne gibt. Nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften ist dafür für uns die Basis. Seit 2015 ist Startnext zertifiziertes B-Corp. Wir sind überzeugt, dass Unternehmertum aus sich selbst heraus die sozialen und ökologischen Herausforderungen angehen muss. Gemeinsam mit anderen Startups und mittelständischen Unternehmen und als Gründungsmitglied der Stiftung Verantwortungseigentum steht Startnext dafür ein, dass die Rechtsform der GmbH durch einen Passus erweitert wird, um Verantwortungseigentum in unserer Wirtschaft zu verankern. 

Wir stellen uns mutig der Zukunft und bleiben im Sinne kreativer Projekte Vorbild. Zu unserem 10-Jährigen schärfen wir unsere Visionen für die Zukunft in einem 10-tägigen Hackathon. Unsere „Ideenrealisierungsmaschine“ hat sich jetzt erst richtig warmgelaufen. 

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Crowdfunding für Dritte: die Fundingsumme weitergeben
Crowdfunding Tipps

Crowdfunding für Dritte: die Fundingsumme weitergeben

5 min Lesezeit

Crowdfunding-Kampagnen für Dritte brauchen besondere Vorbereitungen, um die volle Fundingsumme ohne Steuerabzüge weitergeben zu können. In diesem Blogartikel zeigen wir dir, was du dabei beachten musst.

Hinweis: Dieser Artikel stellt lediglich eine Zusammenfassung ungeprüfter Informationen Dritter zur ersten Orientierung dar. Er kann nicht als steuerliche Beratung gewertet werden oder diese ersetzen. 

Vorab-Tipp: Die Fundingsumme aus deinem Startnext Projekt muss generell versteuert werden. Mehr Informationen dazu haben wir dir hier zusammengestellt. Wir empfehlen dir außerdem immer, eine*n Steuerberater*in um Rat zu fragen, da die Höhe der Steuern von verschiedenen Faktoren abhängt – von deiner Organisationsform zum Beispiel, oder deinem Land, deinem Steuerstatus, den angebotenen Gegenleistungen und vielem mehr. Eine Beratung im Vorfeld der Kampagne hilft dir, den Überblick zu behalten, und nutzt deinem Projekt oft mehr als sie kostet.

Crowdfunding für Dritte – die Steuerperspektive

Bei Crowdfundings für Dritte handelt es sich steuerlich gesehen um einen Spezialfall. Ohne die richtige Handhabung muss die*der Starter*in damit rechnen, die Fundingsumme voll versteuern zu müssen.

Gelder, die in einem Startnext Projekt für Dritte gesammelt werden, sollten daher in der Buchhaltung als „durchlaufender Posten“ angegeben werden. Bei korrekter und vollständiger Buchung heben sich so die vereinnahmten und weitergegebenen Beträge gegenseitig auf. Die Gelder können somit erfolgsneutral und steuerneutral verbucht werden. Auf diese Gelder fallen weder eine Umsatzsteuer/Vorsteuer, Gewerbesteuer oder Körperschaftssteuer an.

Dokumentationspflicht

Der Vorgang sollte gegenüber einer*m Außenprüfer*in als solches erkennbar und nachvollziehbar sein. 

Bereits in der Beschreibung deines Crowdfunding-Projekts muss deutlich werden, dass du die Gelder (anteilig) nicht für dich sammelst, sondern für einen zu benennenden Dritten. Werden die Gelder für mehrere Empfänger*innen verwendet, muss hier zusätzlich bereits die Aufteilungslogik beschrieben werden. Zwar bleibt das Crowdfunding-Projekt selbst zur Dokumentation bestehen, zur Sicherheit solltest du dir allerdings einen Screenshot deines Projektes abspeichern.

Für die Weiterüberweisung muss bereits im Verwendungszweck der Hinweis „Betrag für Sie/dich vereinnahmt“ mit konkreten Namen und (Wohn-)Sitz angegeben werden.

Erforderlich ist auf jeden Fall der lückenlose und korrekte Nachweis der Namen und Adressen der Dritten, für die du gesammelt hast.

Dazu zählen: 

  1. Name und vollständige Anschrift des*der Dritten
  2. Höhe des weitergegebenen Betrags
  3. Datum des Geldein- sowie des Geldausgangs
  4. Zweck des durchlaufenden Postens 

Vorschlag für Formulierung eines Belegs zur Weitergabe an Dritte 

Für deine Buchhaltung und die Buchhaltung des Dritten empfiehlt sich die Erstellung eines Beleges, der wie folgt aussehen könnte: 

[Name und Anschrift Starter*in] 

[Name und Anschrift des Dritten]

Im Rahmen der Crowdfunding Kampagne unter [Link] haben wir für Sie/dich Gelder in Höhe von EUR [Betrag] gesammelt (siehe auch Screenshot in der Anlage).

Der Zweck dieser Gelder ist entsprechend der Projektbeschreibung (Screenshot, s.o.):

[Zweck 1]

[Zweck 2]

Der Betrag wurde uns am [Datum] überwiesen und Ihnen/dir am [Datum] mit dem Verwendungszweck [VWZ] auf das Konto mit der IBAN ****[letzte 4 Ziffern] weiterüberwiesen.

Je nachdem, ob du das Crowdfunding als Privatperson oder Unternehmen durchgeführt hast, musst du weitere Dinge beachten. 

Du bist Teil der Sammelaktion?

Wenn du für Dritte und dich selbst sammelst, musst du den für dich verbleibenden Anteil entsprechend versteuern. Beachte dazu unsere Hinweise unter https://www.startnext.com/blog/Blog-Detailseite/crowdfunding-steuern~ba1255.html und sprich mit deiner*m Steuerberater*in. 

Du hast für Dritte als Privatperson gesammelt?

Sofern du die Gelder nicht im Rahmen Deines eigenen Beschäftigungsverhältnisses als Teil deines eigenen Lohns gesammelt hast, entfallen auf diese Gelder keine Einkommensteuer, Lohnsteuer, Kirchensteuer oder Sozialversicherungs-Beiträge. Vor allem, wenn du Sozialleistungen empfängst, empfiehlt sich die lückenlose und nachvollziehbare Dokumentation des Vorgangs, dass du für den konkreten Dritten nachweisbar geworben und die Gelder vereinnahmt und an diesen Dritten weitergegeben hast. 

Für Unternehmen etc.: Gewinnermittlung

Aufgrund der Beschreibung deines Crowdfunding-Projekts und der Verbuchung als „durchlaufender Posten“ wirken sich die Crowdfunding-Gelder im Ergebnis nicht als Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben aus.

Wenn du bilanzierungspflichtig bist:

Die Gewinnneutralität wird durch die Aktivierung und Passivierung gleich hoher Zugänge bzw. -abgänge erreicht. Die Gelder heben sich somit gegenseitig in voller Höhe auf.

Wenn du eine Einnahmen- Überschussrechnung (EÜR) machst:

In einer EÜR bleiben die durchlaufenden Posten unberücksichtigt, da diese stets im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmt und verausgabt werden.

Mit diesen Informationen solltest du einen groben Überblick bekommen haben, was es bei Crowdfundings für Dritte zu beachten gibt. Wir wünschen viel Erfolg bei deinem Einsatz für dein Herzensprojekt!

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8 unschlagbare Gründe, jetzt bei unserer Hilfsaktion zu starten
Startnext News

8 unschlagbare Gründe, jetzt bei unserer Hilfsaktion zu starten

2 min Lesezeit

Bist du von der Corona-Krise betroffen und weißt gerade nicht, wie es finanziell weitergehen soll? Wir haben 8 unschlagbare Gründe für dich, warum du jetzt ein Projekt bei unserer Corona Hilfsaktion starten solltest!

1. Bereits knapp 5 Mio. Soforthilfe

Über 1.000 Projekte haben von 83.000 Unterstützer*innen Soforthilfen erhalten und Startnext hat knapp 200.000 € gespendet.

2. Schnell und einfach

In nur 1h hast du deine Hilfskampagne aufgesetzt. Wir prüfen innerhalb weniger Stunden. Schon geht’s los.

3. Rückzahlungsfrei

Gelder aus deiner Crowdfunding Hilfskampagne sind rückzahlungsfrei, Hilfskredite nicht! Du bleibst frei und unabhängig.

4. Noch mehr Unterstützung

Die Hilfsfonds von Startnext und unseren Partnern erhöhen deine Einnahmen aus der Crowd um bis zu 20%.

5. Tägliche Livesessions

Unser Team unterstützt dich kostenlos durch „Frag mich alles“ Video-Sessions, Mo-Fr. 17-18 Uhr via Zoom.

6. Transparent und offen

Deine Kampagne ist für jeden sichtbar und erzählt deine Geschichte. Das stärkt die Kundenbindung und das Vertrauen nachhaltig.

7. Beispielhafter Mut

Du entscheidest dich aktiv und selbstbewusst dafür, die Krise zu meistern. Das ist ein starkes Signal und inspiriert deine Kund*innen und Mitarbeiter*innen.

8. Deine Community bleibt

Wenn die Krise vorüber ist, bleibt deine Startnext Community. Ihr könnt noch viel mehr gemeinsam bewegen.


Die Zukunft gehört den Mutigen! Starte heute noch hier dein Projekt und bewerbe dich für unsere Corona Hilfsaktion.

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Danke, dass ihr da seid! - Update zur Startnext Corona Hilfsaktion
Startnext News

Danke, dass ihr da seid! - Update zur Startnext Corona Hilfsaktion

5 min Lesezeit

Als wir am 16.03.2020 unsere Corona Hilfsaktion starteten, wollten wir das tun, was wir am besten können: Kreative und Gründer*innen unterstützen. Inzwischen sind fast vier Wochen an uns vorbei gerast, wir haben mit dem ganzen Team Vollgas gegeben und sind völlig überwältigt und motiviert von eurer Hilfsbereitschaft. Dank euch können bereits über 850 Projekte wieder optimistisch in die Zukunft schauen! Bitte macht weiter so!

Wir haben mit ein paar Starter*innen gesprochen, die genauso begeistert von eurer Solidarität sind wie wir. Und weil ihr für die guten Gefühle gesorgt habt, wollen wir sie euch nicht vorenthalten – hier kommen vier Beispiele:

://about blank, Berlin 

Das Kollektiv hinter dem ://about blank, einem linksalternativen Technoclub mit Partys und Kulturangeboten für ein diverses Publikum, startete bereits am 17.03. ihre Kampagne. Über 1.900 Stammgäste und Freund*innen schafften es, innerhalb von 3 Wochen mit 130.000 Euro ihren Support zu zeigen und so den Fortbestand des Clubs zu sichern. Wir freuen uns schon auf den Tag, an dem das blank seine Tore wieder öffnet und wir zusammen auf der Tanzfläche das Ende von social distancing feiern können.

 Wie fühlt sich eure Kampagne gerade an? 

„Die Bereitschaft, trotz der individuell teils schwierigen Verhältnisse, auch finanziell zu helfen, ist atemberaubend. Die Kampagne auf Startnext ist für uns ein wichtiger Rettungsanker. Das ungezügelte Wirtschaftssystem und die Prioritätensetzung der Politik in vergangenen und aktuellen Krisen macht uns wütend.“

Was gibt euch Hoffnung?

„Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander und gegenüber Projekten und Institutionen, die mehr sind, als rein kommerzielle Unternehmen.“

Link zum Projekt: https://www.startnext.com/whatever-you-take

Aalhaus, Hamburg

Die kleine Kneipe und Venue in Hamburg-Altona sitzt wie viele Lieblingsorte gerade auf dem Trockenen und braucht eure Unterstützung, um bald wieder für euch da zu sein mit guten Getränken, Konzerten, Fußball und Sommerfest. Dank euch und aalerhand toller Dankeschöns – u.a. liebevolles Merch und Tischreservierungen zum Kneipenquiz - kamen in 3 Wochen fast 12.000 Euro zusammen. 

Wie fühlt sich eure Kampagne gerade an? 

„Wir sind tatsächlich überrascht, dass ein kleiner Ort wie das Aalhaus eine Crowdfunding Kampagne fahren kann und so viel Unterstützung in so kurzer Zeit erhält?! One Love!“

Was gibt euch Hoffnung?

„Die spontane und heftige Unterstützung aus der Community. Die Sonne. Die Menschen. Unser Team.“

Link zum Projekt: https://www.startnext.com/aal-together-now

#wirgemeinsam, Leipzig 

#wirgemeinsam ist eine kollektive Initiative von vielen Leipziger Cafés, die durch die Corona-Krise schließen mussten und nun um ihren Erhalt kämpfen. Die immense Hilfsbereitschaft der Leipziger Unterstützer*innen brachte schon über 40.000 Euro ein, ihr seid großartig! Wir fragen uns nun, wie wir es schaffen, uns diesen großartigen Zusammenhalt auch nach der Pandemie zu bewahren? 

Wie fühlt sich eure Kampagne gerade an?

„Unsere Kampagne fühlt sich sehr gut an. Ich glaube, dass wir dadurch allen Cafés inklusive deren Mitarbeiter*innen eine gewisse Sicherheit geben können. Wir, das Franz Morish, bekommen gerade gutes Feedback und Resonanz von allen Cafés aus Leipzig, die mitmachen, aber auch von Menschen, die wir gar nicht kennen. Es ist einfach sensationell.“

Was gibt euch Hoffnung?

„Tatsächlich finde ich das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Leipziger außergewöhnlich. Ich bekomme täglich Anrufe von Menschen, die helfen wollen. Die gespendete Summe ist jetzt schon der Wahnsinn. Das ist echt schön und macht uns Hoffnung, dass #wirgemeinsam durch diese schwierige Zeit kommen. Mein Wunsch wäre, diesen Spirit über die Corona-Krise hinaus zu transportieren.“

Link zum Projekt: https://www.startnext.com/wirgemeinsam

Studio Bloc, Darmstadt und Mannheim

Auch die Boulderhallen sind momentan leer und wir müssen versuchen, uns mit Wohnzimmersport gesund und fit zu halten. Das Studio Bloc mit seinen 60 Mitarbeiter*innen wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem es wieder seine Wände für euch freigeben kann. Bis dahin könnt ihr mit dem Kauf von Zeitkarten und Sammelkarten helfen, die Fixkosten zu decken, es sind bereits über 48.000 Euro von über 300 Unterstützer*innen zusammengekommen!

Wie fühlt sich eure Kampagne gerade an? 

„Die Kampagne läuft super. Unsere Unterstützer*innen nehmen unsere Angebote gut an und es gibt auch zahlreiche freie Unterstützungen. Wir sind begeistert, was wir hier für einen Support bekommen.“

Was gibt euch gerade Hoffnung?

„Wir schöpfen unsere Hoffnung aus unserer Community, welche über Startnext oder auch direkt eine mehr als spürbare finanzielle Unterstützung bereitstellt, und unserem Team, welches uns in allen Belangen unterstützt und mit uns an einem Strang zieht. So können wir guten Mutes in die Zukunft blicken und uns sicher sein, dass wir uns aus dieser schweren Zeit wieder herauswinden können!“

Link zum Projekt: https://www.startnext.com/support-your-local-gym


Hier gehts zur Startnext Corona Hilfsaktion: https://www.startnext.com/pages/hilfsfonds

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Die Startnext Corona Hilfsaktion
Startnext News

Die Startnext Corona Hilfsaktion

8 min Lesezeit

Was die Corona-Pandemie für das Startnext Team und unsere Projekte bedeutet und wie wir damit umgehen, kannst du hier von unserem Mitgründer Denis Bartelt erfahren.


Lesezeit: 4 Minuten

Inhalt:

  • Ernst nehmen - Startnext im Home-Office
  • Hilfe anbieten - Hilfsprojekte innerhalb von Stunden auf Startnext online
  • Dezentrales Arbeiten - Startnext Events
  • Crowdfunding Projekte - Wir passen die Projekte auf neue Bedingungen an
  • Partner einbinden - Mehr Unterstützung durch unsere Partner hebeln
  • Antrieb > gesellschaftlicher Nutzen - Das Beste draus machen – Fehler akzeptieren

Ernst nehmen

Startnext im Home-Office

Wie alle unsere Freunde haben auch wir uns seit dem offiziellen Ausbruch vom Corona-Virus im Januar hin und wieder mit dem Thema beschäftigt. Viele haben sich gefragt, wie der Unterschied zu einer „normalen Grippewelle“ zu bewerten sein könnte. Wir haben darauf keine Antwort gefunden.

Inzwischen ist klar, Corona wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Unser Team nimmt die Hinweise unserer Regierung, ebenso wie den Aufruf unserer Kanzlerin Angela Merkel und der Wissenschaftler sehr ernst und vermeidet alle direkten sozialen Kontakte, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Unser Betrieb läuft bisher ohne Einschränkungen weiter. Crowdfunding auf Startnext findet statt. Jetzt erst recht!

Letzte Woche Donnerstag (13.03.20) haben wir eher spontan einen Home-Office-Testtag für den kommenden Montag (16.03.20) geplant, um uns mit den Tools und der dezentralen Arbeitsweise vertraut zu machen. An diesem Donnerstag kam unser Kollege Ron aus dem Dresdner Team von Tyclipso mit einer Idee zu mir, die schon bei einem Geisterspiel von Dynamo Dresden gut funktioniert hatte. Wie wäre es, wenn man auf Startnext auch Projekte aufsetzen könnte, die ein ausfallendes Kulturevent oder Festival etc. refinanzieren möchten, damit das dahinterstehende Team weiter existieren und wirken kann? Die Idee durfte eine Nacht reifen, bevor wir im Team am Freitag konkret über eine Umsetzung gesprochen haben.

Hilfe anbieten

Hilfsprojekte innerhalb von Stunden auf Startnext online

Die Startnext Corona Hilfsaktion wurde geboren.

Bereits am nächsten Tag haben Tino, Ben und Cathleen erste Hacks am System vorgenommen, die es uns ermöglichen, die für Startnext typischen „Qualitätshürden“, wie Pitchvideo, Dankeschöns oder das Mindestfundingziel für das Alles-oder-Nichts-Prinzip für Corona Hilfsprojekte zu umgehen.

Konkret bedeutet das:

  • Alle Projekte mit 1€ Fundingziel erhalten jeden Euro ausgezahlt (Flexibles Funding).

Wer sich als Hilfsprojekt bewirbt und angenommen wird:

  • Benötigt kein Pitchvideo
  • Benötigt keine Dankeschöns
  • Wird innerhalb weniger Stunden bearbeitet und veröffentlicht
  • Startnext übernimmt die beim Zahlungsdienstleister anfallenden 4% Transaktionsgebühren

Die Umsetzung haben wir über unsere Partner-Page vorgenommen und dort auf der Page www.startnext.com/pages/hilfsfonds die Kampagne „Startnext Corona Hilfsaktion“ mit einem Matching von 4% je Euro aus der Crowd angelegt. Uns ist es wichtig, dass wir mit dem helfen, was wir am besten können: Crowdfundings ermöglichen, Partner an Bord holen und unsere Dienstleistung schnell und effektiv zugänglich machen. Dass wir die anfallenden Transaktionskosten der Zahlungsanbieter für diese Hilfsprojekte obendrauf legen, soll unterstreichen, dass es uns wichtig ist, dass das Geld möglichst komplett bei den Startern ankommt. Unsere freiwillige Provision kann trotzdem jeder zahlen, davon finanzieren wir Startnext.

Übers Wochenende haben Matthias, Tino, Lilli und ich an Texten, Visuals und rechtlichen Themen gearbeitet, damit die Aktion am Montag pünktlich starten kann.

Dezentrales Arbeiten

Startnext Events

Die Lage hatte sich am Wochenende dramatisch zugespitzt, so dass seit Montag (16.03.20) die Schulpflicht in Sachsen und Berlin aufgehoben und Kitas und Schulen geschlossen wurden. Unser Home Office Testtag für das gesamte Team war demnach die Rettung für einige von uns.

Via Zoom machen wir jetzt alle unsere Meetings. In Vorbereitung hatten wir bereits die VPN-Zugänge zu unseren Testsystemen mit allen Entwicklern getestet. Die Generalprobe am Montag lief super (Zoom mit 20 Teilnehmer*innen). Wir haben die Arbeitsverteilung und die Neupriorisierung im Daily besprochen und die Aktion gelaunched. Seitdem bewerben sich Projekte im Minutentakt. Charly, Michi, Leonie und Faridah von der Projektberatung haben alle Hände voll zu tun, damit wir unser Versprechen, die Projekte innerhalb weniger Stunden freizuschalten, auch halten können.

Während diese Aktion sehr gut angenommen und von unserer Crowd unterstützt wird, hat Wiebke damit begonnen unsere Events der nächsten 2 Monate neu zu koordinieren. Inzwischen sind alle Events, auf denen ihr uns hättet treffen können, abgesagt. Selbst unser Team-Retreat, was wir für Anfang April im Coconat geplant hatten, mussten wir ins Digitale verlagern und auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Wir nutzen die Zeit aber, um gemeinsam mit unseren neu dazu gekommenen Coaches unser Team weiterzuentwickeln. Diesmal über digitale Kanäle und dezentral. Wir sind gespannt, wie das funktionieren wird und halten euch auf dem Laufenden. Wir planen derzeit digitale Formate für die Projektberatung, damit ihr dennoch an eurer Zukunft arbeiten könnt.

Die große Chance in dieser Situation für unser Team ist, dass wir unsere 2 Standorte Dresden und Berlin gerade im digitalen Raum auflösen und so Barrieren, die wir eben noch gespürt haben, verlieren. Die Absprachen finden alle direkt zwischen den Kollegen statt und gestern Abend (18.03.20) gab es sogar unser erstes sogenanntes „Feierabendbier“, als Zoom-Event mit immerhin 14 Teilnehmer*innen. Und ihr werdet es nicht glauben, auch hier gab es Spaß und überraschende Erkenntnisse. Es geht also. Wir gewöhnen uns langsam an dieses Format. Vielleicht machen wir das auch mal gemeinsam mit Starter*innen.

Crowdfunding-Projekte

Wir passen die Projekte auf neue Bedingungen an

Wie funktioniert ein klassisches Crowdfunding-Projekt während einer Pandemie? Wir wissen es nicht. Aus dem Grund ist es für uns völlig klar, dass wir bestehenden Kampagnen dabei helfen, die Situation gut zu meistern (so wie wir das sonst auch immer tun). Aktuell beobachten wir jedoch, dass die Kampagnen gut weiterlaufen.

Wir bieten den laufenden Projekten auf Wunsch Korrekturen am Projekt an, damit die neue Situation gewürdigt wird. Das betrifft z.B.:

  • Finanzierungszeitraum (Verkürzung, Verlängerung)
  • Fundingziele (sinnvolle Korrekturen)
  • Status (pausieren, abbrechen)

Es reicht hierfür einfach, den Kontakt mit dem/der jeweiligen Projektbetreuer*in zu suchen. Wir helfen euch. An erster Stelle steht für uns der Erfolg eures Projektes, nicht ein manifestierter Zeitplan, ein Budgetrahmen oder Umfang.

Partner einbinden

Mehr Unterstützung durch unsere Partner hebeln

Die Corona-Krise kommt just in dem Moment, an dem wir unser Partner-Produkt „Pages“ neu aufgesetzt haben. Unser frischer Ansatz unterscheidet sich vor allem darin, dass wir die Kampagnen noch einfacher gemacht haben und dadurch mehr Geld der Partner in die Projekte lenken können. Friederike, Tino und Markus sind gerade mit vielen unserer schon bekannten Partner im Gespräch, um mit ihnen über Fördertöpfe, Kofinanzierungen und andere Hilfen zu sprechen. In den nächsten Tagen können wir dazu sicher schon spannende News verkünden.

Antrieb > gesellschaftlicher Nutzen

Das Beste draus machen – Fehler akzeptieren

Wir haben mit Startnext ein Unternehmen im Dienst der Gesellschaft gegründet und wollen sozialen Wandel begleiten, Mut fördern und kreatives Potenzial heben. Ein Großteil der Projekte bei uns sind auf die Zukunft ausgerichtet.

Viele Menschen treiben derzeit aber ganz andere Themen um. Vor allem die Freelancer, Kreativschaffenden und Gründer*innnen stehen vor der Frage, wie sie die nächsten Monate mit Ausfällen und finanzieller Ungewissheit überstehen sollen. Klar, dass wir sofort darüber nachdenken mussten, wie wir unsere Infrastruktur einbringen können, um Hilfe zu leisten.

In den nächsten Wochen wird sich beweisen, ob wir gemeinsam mit der Crowd diese Krise der Kreativwirtschaft, Selbständigen und Gründer*innen meistern können. Wir glauben daran, dass wir als Gesellschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen und neue Werte definieren können. Das Team von Startnext arbeitet hochmotiviert daran, euch zu helfen.

Damit sei gesagt, in den nächsten Wochen wird nicht alles perfekt bei uns laufen, nicht jede Idee von uns gut funktionieren und auch Reibung verursacht werden. Nehmt es wie wir, als Chance für Lernen, Wachsen und viele gute menschliche Erfahrungen.

Bleibt gesund, schützt euch und eure Mitmenschen.

Euer Denis von Startnext
und das gesamte Team.

Leseempfehlung: Interview von Dirk von Gehlen, Digitale Notizen mit Denis Bartelt http://www.dirkvongehlen.de/netz/loading-spezial-die-startnext-corona-hilfsaktion/

Die Zukunft gehört
den Mutigen.
von Startnext
Vordenkerinnen vor – Wir starten unsere Initiative für mehr Gründerinnen
Startnext News

Vordenkerinnen vor – Wir starten unsere Initiative für mehr Gründerinnen

2 min Lesezeit

Mehr als 50 Prozent der deutschen Bevölkerung sind weiblich und trotzdem wurden 2019 nur 15,7% der Startups in Deutschland von Frauen gegründet. Say what?! Als Ende letzten Jahres diese Zahl im Deutschen Startup Monitor veröffentlicht wurde, waren wir ehrlich gesagt überrascht, um nicht zu sagen schockiert. Wir haben daraufhin viel im Team und mit Gründerinnen darüber diskutiert, was wir machen können, um die Startbedingungen für Gründerinnen zu verbessern. Diese Gespräche waren oft sehr emotional, aber auch immer konstruktiv. Vor allem haben sie uns gezeigt, wie wichtig dieses Thema für uns als Unternehmen und für jede*n Einzelne*n von uns ist.

Warum gründen weniger Frauen als Männer?

Die Ursachen für die niedrigen Gründerinnenzahlen sind komplex. Kurz gesagt: eine große Rolle spielt die Herausforderung, Beruf und Familie zu vereinbaren, genauso wie das hauptsächlich männliche Gründungsumfeld. Auch erhalten Gründerinnen wesentlich seltener Risikokapital als Männer. Ein weiterer Grund ist, dass Frauen seltener einen technischen Studienhintergrund haben, die Digitalbranche aber weiterhin das größte Wachstumspotential hat. 

Gründerinnen und Crowdfunding

Auf Startnext werden immerhin 37% aller Projekte von Frauen gestartet. Dazu kommt, dass sie beim Crowdfunding im Schnitt erfolgreicher als ihre männlichen Mitdenker sind.
Warum ist das so? Frauen gründen häufig mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Social Business, Themen also, die sehr gut zu Crowdfunding passen. Außerdem setzen sie sich oft realistischere Fundingziele.

Die Gegenwart gehört uns allen

Wir finden: Die Gründerinnenquote bei Startnext ist zwar besser als der gesamtgesellschaftliche Durchschnitt, aber längst noch nicht hoch genug. Am Ende unserer Diskussion war klar, dass wir die Initiative „Vordenkerinnen“ starten wollen - für mehr Gründerinnen in der DACH-Region.
Wir werden euch in den nächsten Wochen und Monaten erfolgreiche Gründerinnen vorstellen. Denn wir brauchen mehr Sichtbarkeit für weibliche Vorbilder, deren Erfolgsgeschichten Mut machen und inspirieren. Darüber hinaus planen wir noch viele weitere Aktionen, um die Startbedingungen für Gründerinnen zu verbessern, damit wir in naher Zukunft von #50statt15 Prozent sprechen können. Um mehr über die Vordenkerinnen zu erfahren, geht auf unsere Vordenkerinnen Webseite, folgt uns auf unseren Social Media-Kanälen, vor allem auf Instagram, und abonniert unseren Newsletter.

Werdet mit uns zu Vordenkerinnen!

Wenn ihr Lust habt, gemeinsam mit Startnext Gründerinnen zu unterstützen oder einfach mit uns weiter über das Thema nachzudenken, meldet euch! Oder werdet einfach selbst zu #vordenkerinnen und startet euer Projekt!

Die Zukunft gehört
den Mutigen.
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Crowdfunding für Filme: 5 Erkenntnisse aus 10 Jahren Filmfinanzierung
Startnext News

Crowdfunding für Filme: 5 Erkenntnisse aus 10 Jahren Filmfinanzierung

4 min Lesezeit

Auf Startnext wurden seit unserem Start im Oktober 2010 schon rund 1.300 Filmprojekte erfolgreich finanziert - damit ist die Kategorie "Film" die zweitbeliebteste Themenkategorie. Zu unseren Film-Highlights gehören die Finanzierung der Science-Fiction-Komödie "Iron Sky", der Reisefilm "Weit" sowie die Dokumentarfilme "Franz Jacobi" über den Gründer von Borussia Dortmund oder "Ecke, Schuss - Gold!" über die Hockeyhelden. Hinzu kommen neue Formate wie die Youtube-Serie "#TubeClash" oder pornografische Experimente wie "häppchenweise".

Da auch wir im Berlinale-Fieber sind, haben wir für euch unsere 10 wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Crowdfunding für Filme zusammengefasst.

1. Die Kategorie Film ist die zweitbeliebteste Themenkategorie

Zu Beginn wollen wir einen kurzen Blick auf die wichtigsten Zahlen der Kategorie Film werfen. Sie ist so beliebt wie fast keine andere Themenkategorie auf Startnext. Nur im Bereich "Musik" gibt es noch mehr Projekte. Die Erfolgsquote aller Filmprojekte liegt im Durchschnitt bei 61%. 

Das sind die 5 erfolgreichsten Filmprojekte auf Startnext:

Eine Übersicht aller erfolgreichen Filmprojekte findest du hier.

2. Großteil der Filmprojekte sind Dokumentarfilme

Ein Großteil der Filmprojekte auf Startnext sind Dokumentarfilme und diese sind auch in der Regel immer erfolgreicher als Spielfilm-Projekte. Die Erklärung dafür ist relativ simpel: Es ist vergleichsweise leichter, einen Dokumentarfilm vorzustellen und über das Thema und die Botschaft des Films viele Menschen bzw. eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Dazu kommt, dass Dokumentarfilmemacher oftmals eine sehr persönliche Motivation haben, mit der sie ihre Unterstützer begeistern können. Die Themenvielfalt der Projekte reicht von Veganismus, Hebammen, Arbeitswelten, Klimaschutz, Reise-Dokumentation bis hin zu Filmen über die junge Generation in Griechenland oder Schamanen in Nepal.

3. Filmprojekte über Sportvereine oder Sportarten funktionieren (fast) immer

Die Top 5 der erfolgreichsten Filmprojekte auf Startnext zeigen schon deutlich, dass Dokumentarfilme rund um das Thema Sport sehr gut funktionieren, da hinter Sportvereinen oder Sportarten immer viele Fans stehen, die emotional ihrem Verein oder der Sportart so verbunden sind, dass sie auch die Projekte mitfinanzieren. Die Beispiele reichen von Filmen über Skateboarding, Triathlon, Rennradfahren, den Hockeysport, Extremsportarten, den Fußballverein Fortuna Düsseldorf, den Tennisverein Borussia Berlin, den Basketballverein Hamburg Towers oder die Dokumentation über den verstorbenen Kapitän des 1. FC Köln und Ex-Nationalspieler Heinz Flohe.

4. Crowdfunding ermöglicht Nischenprojekte und Experimente

Über Crowdfunding werden viele Filmprojekte finanziert, die oftmals nicht in die Formate von anderen Fördermöglichkeiten passen, sodass sich die Filmemacher bewusst für Crowdfunding entscheiden, um ihre Community bei der Finanzierung einzubinden. Spannende Beispiele dafür sind die Horror-Anthologie "German Angst" der drei deutschen Kult-Regisseure Jörg Buttgereit, Andreas Marschall und Michal Kosakowki, die pornografischen Experimente "häppchenweise" und "schnick schnack schnuck" von Maike Brochhaus oder die Youtube-Serie "#TubeClash" , die den deutschen Webvideopreis gewonnen hat.

5. Crowdfunding als Tool für die Nachwuchsförderung

Ein großer Teil der Filmprojekte auf Startnext sind Kurzfilme, viele von Studenten und Absolventen von Film- und Medienhochschulen. Kurzfilme haben im Vergleich zu Langfilmen den Vorteil, dass die Finanzierungsziele der Projekte geringer sind und dass der Zeitraum zwischen der Finanzierung und der Veröffentlichung des Films überschaubar bleibt, sodass die Unterstützer nicht allzu lange auf den fertigen Film warten müssen. Für Studenten und Absolventen bietet Crowdfunding die Chance, ohne großes Risiko mit den Themen Finanzierung, Marketing und Vertrieb ihrer Filme zu experimentieren und Erfahrung zu sammeln. Die meisten Filmprojekte kamen bisher übrigens von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg, gefolgt von der Filmuniversität Babelsberg und der Hochschule für Film und Fernsehen in München.

© Foto: Projekt Frankfurter Kinowoche

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