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Unverpackt-Läden sind ein glänzendes Beispiel dafür, wie Crowdfunding eine ganze Branche mit nichts als der Unterstützung von überzeugten Menschen aufbauen kann. Was wir damit zu tun haben und wie beeindruckend die Zahlen wirklich sind, lest ihr in diesem Blog-Beitrag.

Es ist erst 5 Jahre her, klingt aber wie aus einer anderen Zeit. Als Milena Glimbovski 2014 ihren Unverpackt-Laden in Berlin eröffnen wollte, machten ihr Banken und Kreditgeber keine großen Hoffnungen: die Finanzierung wurde abgelehnt. Die daraufhin gestartete Crowdfunding-Kampagne bewies problemlos das Gegenteil.  Anstatt der angepeilten 45.000€ sammelte das Team von Original Unverpackt ganze 108.915€ von über 4.000 Unterstützer*innen und ließ keinen Zweifel daran, dass der Markt für diese Idee real und der Kundenwunsch sehr wohl da war.

Die Lawine rollt: über 60 Unverpackt-Projekte erfolgreich

Über die nächsten zwei Jahre finanzierten sich weitere Unverpackt-Läden in München (OHNE), Dresden (Lose), Innsbruck (Liebe&Lose), Hannover (LoLa – der LoseLaden), Münster (natürlich unverpackt), Graz (das Gramm) und Hohenems (cafe FRIDA bioladen unverpackt). Doch erst ab 2017 folgte dann die Explosion: es wurden 12 Unverpackt-Läden finanziert, 2018 folgten 17 weitere und dieses Jahr wurden bereits 23 Projekte erfolgreich. Damit haben sich aktuell 62 Unverpackt-Läden über Startnext finanziert, die Tendenz bleibt stark steigend! In Zahlen ausgedrückt bedeutet das unglaubliche 1,72 Mio. € gesammelte Unterstützungssumme von über 30.000 Unterstützer*innen. Eine weitere, sehr interessante Beobachtung machen wir mit Blick auf den Hintergrund der Gründer*innen. Fast ausnahmslos sind die Starter*innen Quereinsteiger*innen, die davor in ganz anderen Bereichen aktiv waren. Mit der starken Community im Rücken stellt das aber, wie unschwer zu sehen, kein Hindernis dar.

Deutschland hat ein Verpackungsmüll-Problem

In starkem Kontrast dazu steht die aktuelle Situation in Deutschland. Wir sind mit 220,5 kg produziertem Verpackungsmüll pro Kopf Spitze in Europa. Der europäische Durchschnitt liegt bei "nur" 167,3 kg. Obst und Gemüse werden zu 63% vorverpackt verkauft, und jährlich fallen insgesamt über 18 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle in Deutschland an. Und das schlimmste – der Trend steigt. Zwischen 2009 und 2016 haben die Verpackungsabfälle um 20% zugenommen.

Aber mit euch halten wir dagegen

Trotz über 60 finanzierten Unverpackt-Läden auf Startnext bleibt also weiter viel zu tun! Und um es mit den Worten von Milena Glimbovski zu sagen:

Zero Waste ist das Ziel, aber nicht unbedingt der Weg. Keiner kann seinen Müll sofort von hundert auf null runterfahren. Aber auch wenn man nur bei einigen Produktgruppen reduziert, tut man der Welt und sich selbst bereits etwas Gutes.

Dass ein Umdenken möglich ist, beweisen neben den Unverpackt-Läden auch viele andere tolle Ideen, die sich über Startnext finanziert haben. Ihr findet 9 gute Beispiele auf unserer Kampagnen-Seite www.packdichaus.de. Falls auch ihr eine gute Idee habt, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Vernetzt euch mit den anderen Projekten, legt eine Projektseite für eure Idee an und sprecht uns an, wie ihr euer Projekt erfolgreich machen könnt!

Was denkst du darüber?