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Das Festival der Jugend findet vom 2. bis zum 5. Juni 2017 unter dem Motto "Zeit für Widerstand" mitten in Köln statt. Das gesamte Festival wird von Jugendlichen ehrenamtlich organisiert und der Eintritt für die Konzerte ist kostenlos. Neben Musik gibt es auf einem der größten linken politischen Jugendfestivals Deutschlands zahlreiche Workshops und Vorträge, Sportmöglichkeiten und viel Raum, um gemeinsam zu feiern und zu diskutieren. Im Interview berichten uns die Organisatoren, warum es Zeit für Widerstand ist und wie gute Musik dazu beitragen kann.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind ein großes ehrenamtliches Team und organisieren gerade das Festival der Jugend, dass alle zwei Jahre an Pfingsten in Köln von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) ausgerichtet wird. Beim letzten Mal hatten wir mehr als 1500 Besucher, aber das wollen wir dieses Mal übertreffen! Wenn wir uns nicht gerade mit Schallgutachtern, Essenskalkulationen und Bandbooking herumschlagen, engagieren wir uns in und mit der SDAJ für eine bessere Welt und gegen Krieg, Kapitalismus und Nazis.

Auf dem Festival wollen wir mit Jugendlichen zusammenkommen, die genauso die Schnauze von den bestehenden Verhältnissen voll haben und sich für ihre eigenen Interessen einsetzen wollen. Für uns heißt politische Arbeit eben mehr als nur diskutieren oder demonstrieren, sondern manchmal auch einfach zusammen zu feiern. Deshalb wollen wir dieses Jahr ein noch größeres Konzert als Highlight des Festival-Wochenendes auf die Beine stellen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

In den letzten Jahren war das Konzert auf dem Festival immer relativ klein. Ein Festival, das unabhängig von Konzernen und ihrem Sponsoring sein will und bei dem gleichzeitig nur die Leute ein Ticket kaufen müssen, die auch vor Ort campen und essen wollen, hat relativ begrenzte finanzielle Möglichkeiten. Wir wollen aber nicht immer nur an die Solidarität der Künstlerinnen und Künstler appellieren, dass sie doch bitte umsonst oder für lächerlich kleine Gagen für uns spielen sollen, denn auch nichtkommerzielle Künstler brauchen einen vollen Kühlschrank und ein Dach über dem Kopf. Deshalb haben wir dieses Jahr die Musikzeitschrift "Melodie und Rhythmus" ins Boot geholt und zusätzlich diese Crowdfunding-Kampagne gestartet. Wir dachten, dass es sicherlich ein paar Leute gibt, die uns dabei unterstützen wollen, ein cooles Line-Up auf die Beine zu stellen. So können wir beides machen: kostenloser Zugang für alle und vernünftige Gagen für die KünstlerInnen, die bei uns auftreten.

 

Warum ist euch wichtig, das Projekt zu realisieren?

Die KünstlerInnen, die wir für das Festival der Jugend anfragen sind nicht Teil des unpolitischen Mainstreams aus der Musikindustrie. Es sind Menschen, die mit ihrer Kunst etwas verändern wollen und ihren Widerstand in gute Texte und bewegende Musik verpacken. Wir wollen, dass es sowas auch weiterhin gibt und dass die nichtkommerzielle Gegenkultur wieder stärker wird. Das geht natürlich nur dann, wenn wir den Leuten auch etwas anbieten können, mit dem sie sich ihr Leben finanzieren können und das alles komplett unabhängig, ohne einen einzigen Cent von Konzernen oder der Regierung.

Mit wem möchtet ihr gerne zusammenarbeiten?

Bisher haben schon über 20 Organisationen und Gruppen ihre Unterstützung für das Festival zugesagt. Von Gewerkschaftsjugenden über Schülervertretungen, Antifa-Bündnisse oder verschiedene Medien – die UnterstützerInnen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Viele beteiligen sich auch selber vor Ort mit einem Infostand oder einem eigenen Angebot. Wir hoffen natürlich, dass das in den nächsten Monaten noch mehr werden und wir an Pfingsten in Köln zeigen können, wie viele verschiedene Leute sich in dem Motto "Zeit für Widerstand" wiederfinden.

Was sollten mehr Menschen wissen?

Es sollten mehr Menschen wissen, dass "Zeit für Widerstand" nicht nur einfach so das Motto dieses Festivals, sondern auch eine konkrete Aufforderung zum Handeln ist. Es ist Zeit für Widerstand, weil es einerseits immer mehr Reichtum auf der Welt gibt, der aber ungleicher denn je verteilt ist. Weil rechte Parteien immer mehr Zulauf bekommen und viel zu viele Menschen glauben, dass Geflüchtete und MigrantInnen schuld an ihrer eigenen miesen Lage sind. Weil immer mehr Geld für Krieg und Rüstung ausgegeben wird, während unsere Schulen vergammeln, es nicht genug Ausbildungsplätze gibt und unsere Unis aus allen Nähten platzen.

Das sind nur ein paar Gründe, die einen dazu bringen sollten, endlich selber aktiv zu werden. Ein erster Anfang kann das Festival der Jugend sein, bei dem man sich mit vielen anderen Jugendlichen über Unzufriedenheiten, Perspektiven und Aktionsformen austauschen und abends zu guter Musik tanzen kann.

Vielen Dank für das Interview! Hier könnt ihr das Festival der Jugend unterstützen.

© Fotos: Festival der Jugend

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