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Nachhaltige Wolle aus Deutschland zu fairen Bedingungen anzubieten müsste doch möglich sein, dachte sich Florian Bunke als er Schaf&Schäfer gründete. Die Merinowolle von Schaf&Schäfer kommt aus heimischen Schäfereien und wird in Brandenburg zu hochwertigen Strickgarnen verarbeitet. Die Nachfrage scheint da zu sein, innerhalb von nur 24 Stunden hat das Projekt schon das Fundingziel erreicht.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Flo, 22, der Gründer von Schaf&Schäfer. Aufgewachsen bin ich in auf einem kleinen Dorf in Brandenburg und die Landwirtschaft war schon immer ein Teil meines Lebens. Mit dem Projekt Schaf&Schäfer möchte ich nun die regionale Landwirtschaft und Schafzucht fördern, Schafe vor den Qualen in der Wollindustrie retten und nachhaltige Strickwolle auf den Markt bringen.

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich im Mai 2015 auf dem Sofa saß und einen Bericht im TV über die Schafzucht in Australien sah. Ich war schockiert … Lämmern wurden bei lebendigen Leib Hautlappen abgeschnitten, sog. Mulesing. Eine brutale und äußerst schmerzhafte Verfahrensweise, um Lämmer vor Parasiten zu "schützen". In Deutschland ist Mulesing längst verboten.

Bei der anschließenden Recherche nach nachhaltigen Wollprodukten bin ich nicht wirklich fündig geworden. Es gibt einfach keine Möglichkeit zurückzuverfolgen woher die Wolle kommt.

Das alles musste sich ändern, dachte ich mir. Wir haben mit deutscher Merinowolle einen guten und nachwachsenden Rohstoff. Wenn wir diesen direkt beim Schäfer ankaufen, können wir die Bedingungen der Schafe kontrollieren und Tierquälerei verhindern. Durch die Vermeidung des teuren Zwischenhandels können wir außerdem den Schäfer fairer bezahlen und somit die Bedingungen der Schafe noch verbessern. Die Idee war es grundsätzlich, Wolle nachhaltig zu gewinnen und daraus Produkte zu entwickeln. 

Warum ist es dir wichtig, das Projekt zu realisieren?

Viele fragen mich genau diese Frage. "Flo du hast doch mit Stricken gar nichts zu tun! Warum ist dir das so wichtig?" Um das Endprodukt ging es mir zunächst auch gar nicht. Ich habe einfach die Möglichkeit erkannt, wie man die Wollindustrie positiv beeinflussen kann, ohne wirklich großen Aufwand.

Das am Ende ein hochwertiges Strickgarn daraus wird, kam mir erst später in den Sinn.

Welchen Crowdfunding Tipp kannst du zukünftigen Startern weitergeben?

Sucht euch die "Besitzer" eurer Zielgruppe! Versucht Blogger, Youtuber und Instagramer die zu eurem Projekt passen könnten von eurer Idee zu begeistern. Denn sie sind die "Besitzer" eurer potentiellen Zielgruppe und haben die Reichweite, die ihr für eure Kampagne braucht.

Mit wem würdest du gern zusammenarbeiten?

Kooperationen mit Bloggern, die übers Stricken und Häkeln bloggen, sind immer interessant für mich. Das spannendste wäre jedoch eine Kooperation mit makerist. Das wäre super.

Vielen Dank für das Interview!

Ob du strickst, häkelst oder einfach das Projekt unterstützen möchtest, hier findet du alle Infos zu Schaf & Schäfer.
© Fotos: Schaf&Schäfer
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