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Wir haben das Glück, dass wir jeden Tag viele kreative, visionäre und spannende Projekte begleiten können und dabei viele Geschichten von den Startern erfahren, die uns einen Blick hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts erlauben. Wir wollen diese Geschichten gerne mit euch teilen und starten deshalb eine neue Serie im Startnext Blog: Meet the Starters. Jeden Dienstag werden wir euch einen Projektstarter und sein Crowdfunding-Projekt vorstellen. Heute starten wir mit einem Interview mit Johannes Weber, dem Gründer von Stadtbienen. Sein Crowdfunding-Projekt hat er letzte Woche mit 26.322€ von 430 Unterstützern überaus erfolgreich beendet. Herzlichen Glückwunsch!

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Johannes. Ich komme ursprünglich aus der Bodensee-Region und zog vor 9 Jahren nach Berlin, wo ich in den letzten Zügen erneuerbare Energien studiere. Vor vier Jahren habe ich angefangen die eine Bienenbehausung zu konstruieren, die speziell an die Gegebenheiten in der Stadt angepasst ist, was Anfang 2014 in der Gründung des Stadtbienen e.V. mündete. Das Ziel unseres Vereins ist es, dem Bienensterben entgegenzuwirken indem wir mehr Menschen den Zugang zur Bienenhaltung ermöglichen. Unser Ziel ist es, dass die Zahl der Bienenvölker langfristig wieder steigt. Hierfür haben wir die BienenBox entwickelt – eine Bienenbehausung mit der man auf flexible, artgerechte und einfache Weise Bienen ein Zuhause geben kann, z.B. am Balkon.

Wie bist du auf die Idee für die BienenBox gekommen?

Nachdem ich meine eigene Bienenhaltung in unserem städtischen Garten aufgeben musste, weil dieser entfernt wurde, habe ich nach Möglichkeiten gesucht, einfach und artgerecht am eigenen Balkon Bienen zu halten. Daraus ist die BienenBox entstanden. Der erste Prototyp hing an meinem Balkon in Berlin-Treptow. Über die vergangenen Jahre habe ich die Box dann immer weiterentwickelt und mittlerweile halten über 70 Menschen Bienen mit der BienenBox.

 

 © Bildmaterial: Jan-Hendrick Dobers / Anna Pawlicki / Johannes Weber

Warum ist es dir wichtig, dieses Projekt zu realisieren?

Das Bienensterben ist eines der drängenden ökologischen Probleme unserer Zeit, über 1/3 unserer Nahrung hängen direkt von der Bestäubung durch Bienen ab. Wir wollen ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Biene schaffen und Wege aufzeigen, wie jede*r selbst etwas unternehmen kann. Mit der BienenBox ermöglichen wir es Menschen selbst aktiv gegen das Bienensterben vorgehen zu können und so einen positiven Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.

Welche Erfahrungen habt ihr durch das Crowdfunding bisher gesammelt?

Es war sehr viel Arbeit, doch hat es sich mehr als gelohnt. Wir haben schon früh mit der Planung der Kampagne angefangen und haben den Starttermin mehrmals verschoben, da wir es innerhalb unserer Ressourcen bestmöglich machen wollten. Neben dem Funding, mit dem wir unser Projekt nun weiter vorantreiben können, ist für uns vor allem die Verbindung zur Crowd von größter Wichtigkeit. Während der Kampagne haben wir viel positive Rückmeldung erhalten, was uns sehr gefreut und bestärkt hat. Ebenso haben wir fachliches Feedback erhalten, wie wir das Produkt und das Projekt als solches weiter verbessern können, was ungemein wertvoll für uns ist. Wir sind also nicht nur wegen des erreichten Fundingziels sehr froh über den Verlauf der Kampagne.

Wie geht es bei eurem Projekt weiter?

Zuerst werden wir mit unseren Unterstützen in Kontakt treten und uns schnellstmöglich der Abwicklung der vielen Dankeschöns annehmen. In naher Zukunft stehen dann verschiedenste Dinge an: Wir werden zuerst die BienenBox großserienreif machen und die Anbringung an Fenster konstruieren. Neben der Produktentwicklung wird unser Fokus unter anderem auf dem Ausbau unserer Online- Betreuungs-Umgebung liegen. Es gibt eine Menge zu tun.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für euer Projekt!

Zum Crowdfunding-Projekt von Stadtbienen.
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