Was die Corona-Pandemie für das Startnext Team und unsere Projekte bedeutet und wie wir damit umgehen, kannst du hier von unserem Mitgründer Denis Bartelt erfahren.


Lesezeit: 4 Minuten

Inhalt:

  • Ernst nehmen - Startnext im Home-Office
  • Hilfe anbieten - Hilfsprojekte innerhalb von Stunden auf Startnext online
  • Dezentrales Arbeiten - Startnext Events
  • Crowdfunding Projekte - Wir passen die Projekte auf neue Bedingungen an
  • Partner einbinden - Mehr Unterstützung durch unsere Partner hebeln
  • Antrieb > gesellschaftlicher Nutzen - Das Beste draus machen – Fehler akzeptieren

Ernst nehmen

Startnext im Home-Office

Wie alle unsere Freunde haben auch wir uns seit dem offiziellen Ausbruch vom Corona-Virus im Januar hin und wieder mit dem Thema beschäftigt. Viele haben sich gefragt, wie der Unterschied zu einer „normalen Grippewelle“ zu bewerten sein könnte. Wir haben darauf keine Antwort gefunden.

Inzwischen ist klar, Corona wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Unser Team nimmt die Hinweise unserer Regierung, ebenso wie den Aufruf unserer Kanzlerin Angela Merkel und der Wissenschaftler sehr ernst und vermeidet alle direkten sozialen Kontakte, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Unser Betrieb läuft bisher ohne Einschränkungen weiter. Crowdfunding auf Startnext findet statt. Jetzt erst recht!

Letzte Woche Donnerstag (13.03.20) haben wir eher spontan einen Home-Office-Testtag für den kommenden Montag (16.03.20) geplant, um uns mit den Tools und der dezentralen Arbeitsweise vertraut zu machen. An diesem Donnerstag kam unser Kollege Ron aus dem Dresdner Team von Tyclipso mit einer Idee zu mir, die schon bei einem Geisterspiel von Dynamo Dresden gut funktioniert hatte. Wie wäre es, wenn man auf Startnext auch Projekte aufsetzen könnte, die ein ausfallendes Kulturevent oder Festival etc. refinanzieren möchten, damit das dahinterstehende Team weiter existieren und wirken kann? Die Idee durfte eine Nacht reifen, bevor wir im Team am Freitag konkret über eine Umsetzung gesprochen haben.

Hilfe anbieten

Hilfsprojekte innerhalb von Stunden auf Startnext online

Die Startnext Corona Hilfsaktion wurde geboren.

Bereits am nächsten Tag haben Tino, Ben und Cathleen erste Hacks am System vorgenommen, die es uns ermöglichen, die für Startnext typischen „Qualitätshürden“, wie Pitchvideo, Dankeschöns oder das Mindestfundingziel für das Alles-oder-Nichts-Prinzip für Corona Hilfsprojekte zu umgehen.

Konkret bedeutet das:

  • Alle Projekte mit 1€ Fundingziel erhalten jeden Euro ausgezahlt (Flexibles Funding).

Wer sich als Hilfsprojekt bewirbt und angenommen wird:

  • Benötigt kein Pitchvideo
  • Benötigt keine Dankeschöns
  • Wird innerhalb weniger Stunden bearbeitet und veröffentlicht
  • Startnext übernimmt die beim Zahlungsdienstleister anfallenden 4% Transaktionsgebühren

Die Umsetzung haben wir über unsere Partner-Page vorgenommen und dort auf der Page www.startnext.com/pages/hilfsfonds die Kampagne „Startnext Corona Hilfsaktion“ mit einem Matching von 4% je Euro aus der Crowd angelegt. Uns ist es wichtig, dass wir mit dem helfen, was wir am besten können: Crowdfundings ermöglichen, Partner an Bord holen und unsere Dienstleistung schnell und effektiv zugänglich machen. Dass wir die anfallenden Transaktionskosten der Zahlungsanbieter für diese Hilfsprojekte obendrauf legen, soll unterstreichen, dass es uns wichtig ist, dass das Geld möglichst komplett bei den Startern ankommt. Unsere freiwillige Provision kann trotzdem jeder zahlen, davon finanzieren wir Startnext.

Übers Wochenende haben Matthias, Tino, Lilli und ich an Texten, Visuals und rechtlichen Themen gearbeitet, damit die Aktion am Montag pünktlich starten kann.

Dezentrales Arbeiten

Startnext Events

Die Lage hatte sich am Wochenende dramatisch zugespitzt, so dass seit Montag (16.03.20) die Schulpflicht in Sachsen und Berlin aufgehoben und Kitas und Schulen geschlossen wurden. Unser Home Office Testtag für das gesamte Team war demnach die Rettung für einige von uns.

Via Zoom machen wir jetzt alle unsere Meetings. In Vorbereitung hatten wir bereits die VPN-Zugänge zu unseren Testsystemen mit allen Entwicklern getestet. Die Generalprobe am Montag lief super (Zoom mit 20 Teilnehmer*innen). Wir haben die Arbeitsverteilung und die Neupriorisierung im Daily besprochen und die Aktion gelaunched. Seitdem bewerben sich Projekte im Minutentakt. Charly, Michi, Leonie und Faridah von der Projektberatung haben alle Hände voll zu tun, damit wir unser Versprechen, die Projekte innerhalb weniger Stunden freizuschalten, auch halten können.

Während diese Aktion sehr gut angenommen und von unserer Crowd unterstützt wird, hat Wiebke damit begonnen unsere Events der nächsten 2 Monate neu zu koordinieren. Inzwischen sind alle Events, auf denen ihr uns hättet treffen können, abgesagt. Selbst unser Team-Retreat, was wir für Anfang April im Coconat geplant hatten, mussten wir ins Digitale verlagern und auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Wir nutzen die Zeit aber, um gemeinsam mit unseren neu dazu gekommenen Coaches unser Team weiterzuentwickeln. Diesmal über digitale Kanäle und dezentral. Wir sind gespannt, wie das funktionieren wird und halten euch auf dem Laufenden. Wir planen derzeit digitale Formate für die Projektberatung, damit ihr dennoch an eurer Zukunft arbeiten könnt.

Die große Chance in dieser Situation für unser Team ist, dass wir unsere 2 Standorte Dresden und Berlin gerade im digitalen Raum auflösen und so Barrieren, die wir eben noch gespürt haben, verlieren. Die Absprachen finden alle direkt zwischen den Kollegen statt und gestern Abend (18.03.20) gab es sogar unser erstes sogenanntes „Feierabendbier“, als Zoom-Event mit immerhin 14 Teilnehmer*innen. Und ihr werdet es nicht glauben, auch hier gab es Spaß und überraschende Erkenntnisse. Es geht also. Wir gewöhnen uns langsam an dieses Format. Vielleicht machen wir das auch mal gemeinsam mit Starter*innen.

Crowdfunding-Projekte

Wir passen die Projekte auf neue Bedingungen an

Wie funktioniert ein klassisches Crowdfunding-Projekt während einer Pandemie? Wir wissen es nicht. Aus dem Grund ist es für uns völlig klar, dass wir bestehenden Kampagnen dabei helfen, die Situation gut zu meistern (so wie wir das sonst auch immer tun). Aktuell beobachten wir jedoch, dass die Kampagnen gut weiterlaufen.

Wir bieten den laufenden Projekten auf Wunsch Korrekturen am Projekt an, damit die neue Situation gewürdigt wird. Das betrifft z.B.:

  • Finanzierungszeitraum (Verkürzung, Verlängerung)
  • Fundingziele (sinnvolle Korrekturen)
  • Status (pausieren, abbrechen)

Es reicht hierfür einfach, den Kontakt mit dem/der jeweiligen Projektbetreuer*in zu suchen. Wir helfen euch. An erster Stelle steht für uns der Erfolg eures Projektes, nicht ein manifestierter Zeitplan, ein Budgetrahmen oder Umfang.

Partner einbinden

Mehr Unterstützung durch unsere Partner hebeln

Die Corona-Krise kommt just in dem Moment, an dem wir unser Partner-Produkt „Pages“ neu aufgesetzt haben. Unser frischer Ansatz unterscheidet sich vor allem darin, dass wir die Kampagnen noch einfacher gemacht haben und dadurch mehr Geld der Partner in die Projekte lenken können. Friederike, Tino und Markus sind gerade mit vielen unserer schon bekannten Partner im Gespräch, um mit ihnen über Fördertöpfe, Kofinanzierungen und andere Hilfen zu sprechen. In den nächsten Tagen können wir dazu sicher schon spannende News verkünden.

Antrieb > gesellschaftlicher Nutzen

Das Beste draus machen – Fehler akzeptieren

Wir haben mit Startnext ein Unternehmen im Dienst der Gesellschaft gegründet und wollen sozialen Wandel begleiten, Mut fördern und kreatives Potenzial heben. Ein Großteil der Projekte bei uns sind auf die Zukunft ausgerichtet.

Viele Menschen treiben derzeit aber ganz andere Themen um. Vor allem die Freelancer, Kreativschaffenden und Gründer*innnen stehen vor der Frage, wie sie die nächsten Monate mit Ausfällen und finanzieller Ungewissheit überstehen sollen. Klar, dass wir sofort darüber nachdenken mussten, wie wir unsere Infrastruktur einbringen können, um Hilfe zu leisten.

In den nächsten Wochen wird sich beweisen, ob wir gemeinsam mit der Crowd diese Krise der Kreativwirtschaft, Selbständigen und Gründer*innen meistern können. Wir glauben daran, dass wir als Gesellschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen und neue Werte definieren können. Das Team von Startnext arbeitet hochmotiviert daran, euch zu helfen.

Damit sei gesagt, in den nächsten Wochen wird nicht alles perfekt bei uns laufen, nicht jede Idee von uns gut funktionieren und auch Reibung verursacht werden. Nehmt es wie wir, als Chance für Lernen, Wachsen und viele gute menschliche Erfahrungen.

Bleibt gesund, schützt euch und eure Mitmenschen.

Euer Denis von Startnext
und das gesamte Team.

Leseempfehlung: Interview von Dirk von Gehlen, Digitale Notizen mit Denis Bartelt http://www.dirkvongehlen.de/netz/loading-spezial-die-startnext-corona-hilfsaktion/

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