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Projekte / Umwelt
Eine sogenannte Freiluftschneise in Bielefeld soll wieder in eine artenreiche Glatthaferwiese umgewandelt werden. Bisher hat dort die Stadt gemäht, und das Gras blieb als Mulch liegen. Dadurch wird eine Wiese zwar grüner, aber auch artenärmer. Als Wiesenpatin möchte ich dies künftig ändern: Sensen und Heu abräumen heißt das Motto. Im Herbst ist ein Sensenkurs geplant. Durch diese Abmagerung wird die Wiese im Laufe der Jahre artenreicher, außerdem ist die Sensen-Mahd schonender für die Tiere.
815 €
800 € Fundingziel
32
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
04.10.19, 13:49 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, heute melde ich mich ein letztes Mal mit einem riesigen Dankeschön an Euch zurück. Das Crowdfunding war erfolgreich und mit 815 Euro sogar "überfinanziert" ;-). Der viele Regen hat der Arbeit auf der Wiese erstmal einen Stopp gesetzt, sodass ich jetzt die Dankeschöns fertigmachen konnte. Das Saatgut macht sich heute auf den Weg zu Euch. Alle Samen können jetzt noch ausgesät werden, denn das würden unsere Wildblumen in der Natur ja auch tun. Bitte nur andrücken, nicht eingraben, denn die Wildblumen brauchen Licht zum Keimen. Erfolgreicher ist natürlich oftmals die Anzucht in geschützten Töpfen (jetzt oder im Spätwinter), da Vögel und Mäuse immer sehr dankbar für einen kleinen Snack sind. Die Samen sind winterfest, die kleinen Rosetten oder Keimlinge, die schon im Oktober auflaufen, auch. Ihr könnt also die kleinen Pflanzen durchaus mit der kompletten Erde aus dem Topf noch in den Garten ausbringen. Für den Start lieben die kleinen Pflanzen offenen Boden, also nicht direkt in die Wiese einbringen, sondern mindestens den Grassoden abtragen. Nur wenige Pflanzen sind in der Wiese durchsetzungsfähig, wie z. B. die Wegwarte. Diese hat übrigens eine Rosette, die dem Löwenzahn sehr ähnlich ist, also nicht 'rausreißen! Gute Tipps und Infos zu den einzelnen Sorten und ihren tierischen Besuchern findet Ihr unter templiner-kraeutergarten.de und bei wildbienen.info . Die Bodenvorbereitung bei größeren Flächen erklärt rieger-hofmann.de sehr schön. So, und nun wünsche ich Euch einen bald etwas trockeneren Herbst und einen schönen Winter. Alle weiteren Aktionen auf der Wiese werde ich unter blumenwiese-bielefeld.de beschreiben. Viele Grüße Marion Swiergot
24.09.19, 20:47 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, heute kann ich eine wirklich tolle Nachricht versenden: Das Crowdfunding war erfolgreich! Ganze 800,00 Euro sind für die Renaturierung der Wiese zusammengekommen. Ich freue mich sehr und bedanke mich ganz herzlich bei Euch und Ihnen. In den nächsten Tagen werde ich die Saatgut-Tütchen fertig machen und verschicken. Und sollte doch noch jemand eine Jungpflanze haben wollen, bin ich jederzeit über blumenwiese-bielefeld.de erreichbar. Aber noch läuft das Funding ja ein paar Tage weiter. Während der sonnigen Tage war ich natürlich auf der Wiese und habe gesenst. Das Heu hängt nun am Heureiter bzw. "Heumandl", das ich extra vorher gebaut habe. Leider kam gestern der Regen, ich hoffe mal, das Heu trocknet schnell wieder durch. Jetzt, wo das Gras kürzer ist, sehe ich auch, was der trockene Sommer angerichtet hat. Es gibt unzählige vertrocknete Stellen auf der Wiese, und die vielen Maulwürfe haben zusätzlich dafür gesorgt, dass überall Lücken in der Grasnarbe entstanden sind. Das ist natürlich ideal für unerwünschte Beikräuter, die sofort Fuß fassen und sich auch schon kräftig ausgebreitet haben. Ich muss also gegensteuern, und werde in die Lücken wohl Wiesensaat einbringen. Das Geld ist also auf jeden Fall hilfreich, und es wird bestimmt noch mehr Unvorhergesehenes passieren. Einen schönen Spätsommer wünsche ich Euch und Ihnen Marion Swiergot
16.09.19, 22:52 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, leider findet der Sensenkurs am kommenden Samstag mit Susanne Kurz nicht statt, und auch der Vortrag am 11.10. muss auf das Frühjahr verschoben werden. Es tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass viele das noch rechtzeitig erfahren. Deshalb habe ich schon einmal mit der Herbstmahd angefangen, und dafür auch ein sogenanntes Heumandl gebaut. Bilder gibt es demnächst im Blog auf der Internetseite blumenwiese-bielefeld.de .
08.09.19, 12:02 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, ein herzliches Dankeschön auch an die neuen Fans der Blumenwiese. Es ist schon erstaunlich, welche Energien die Unterstützung von so vielen Menschen freisetzt. Was gerade an der Wiese und drumherum passiert: In den letzten zwei Wochen habe ich den Hang zwischen den beiden Wiesenteilen von meterlangen Brombeerranken befreit (s.o.). Es war nicht ganz so anstrengend wie das wochenlange Zusammenrechen des Grasmulches im Juni und Juli, trotzdem würde ich es als "richtige Maloche" bezeichnen. Zum Vorschein kamen wertvolle Bienen- und Vogelnährgehölze wie Weißdorn, Liguster, Roter Hartriegel, Apfelbaum, Wildrose. Das alles wurde in den letzten Jahren von der Stadt bis auf den Stumpf gerodet und direkt vor Ort gehäckselt, sodass die Pflanzen weder Blüten noch Früchte ansetzen konnten. Ich möchte die Stadt nun überzeugen, dass auch die Hangpflege extensiviert wird. Sie hat zwar eine Sicherungspflicht für öffentliche Wege, aber womöglich wurden die Gehölze einfach nicht erkannt und komplett als "Unkraut" weggesäbelt ;-). Ein Problem bleibt in der oberen Wiese der Hundekot. Obwohl ich auf einem laminierten Infoschild über mein Projekt aufkläre (und in einem angeschraubten Blumentopf sogar Kotbeutel anbiete), gibt es zwei, drei hartnäckige Hundehalter, die das Geschäft ihres Lieblings nicht aufsammeln. Auch handfesten Streit hat es deswegen schon gegeben. Hundekot in einer Wiese blockiert natürlich all meine Bemühungen, den Kreislauf wieder herzustellen und das Heu an Gnadenhöfe abzugeben. Auch die Stadt kann davon ein Liedchen singen und hat deswegen am Naturschutzgebiet Ochsenheide erstmals (nach vielen Jahren) Infoschilder aufgestellt. Über diese und andere Neuigkeiten werde ich künftig auf der Website blumenwiese-bielefeld.de berichten. Die Gestaltung ist noch nicht ganz abgeschlossen, die ersten Artikel sind aber schon zugänglich. Und noch etwas bewirkt das Wiesenprojekt: Die Energie, die Eure und Ihre Unterstützung für die Natur freisetzt, hat auch einen langjährigen Traum von mir neu belebt: Es sieht ganz danach aus, dass ich bald eine kleine Fläche in der Nähe des Tierparks Olderdissen bewirtschaften kann. Ab dem Frühjahr 2020 soll es dort dann Wildstauden direkt ab Feld geben – ungespritzt, heimisch und bienenfreundlich natürlich. Bis bald und viele Grüße Marion Swiergot
28.08.19, 12:25 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, im Moment geht alles etwas langsamer, sowohl auf der Wiese als auch beim Startnext-Projekt. Es mag der Hitze geschuldet sein. Nichtsdestotrotz sind die ersten Anmeldungen für den Sensenkurs eingegangen. Wenn Ihr oder Sie also Interesse habt oder einen Kursplatz verschenken wollt, ist jetzt noch Gelegenheit dazu. Zur Wiese: Weil ich doch etwas ungeduldig bin, habe ich schon vorgegriffen und zwei Ansitzstangen aufgestellt. Der Boden ist so löchrig von Wühlmäusen, dass es fein wäre, wenn Greifvögel oder Eulen die Stangen noch vor dem Winter entdecken würden. Außerdem habe ich angefangen, eine Brombeer-Hecke zu schneiden, die sonst immer von der Stadt mit großem Gerät gerodet wurde. Darunter kamen – Überraschung – lauter kleine Weißdorne zum Vorschein, die sonst immer mitgekürzt wurden. Außerdem wächst dort ein Apfelbaum und eine Wildrose. Wie man sieht, ist alles da – man muss ihm nur mal Raum zum Wachsen geben. Danke an Emmi für ihren Beitrag! Sie gehört zu denen, die mir die Unterstützung lieber an der Wiese in die Hand drücken. Das ist auch möglich, ich kann es dann an Startnext weiterleiten. Eine erträgliche Woche für Sie und Euch.
08.08.19, 12:49 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, die Fundingsumme für die Wiese wächst stetig. Herzlichen Dank, dass Ihr alle das möglich macht und das Projekt weiterverbreitet. Hier nun die Neuigkeiten. Der Sensenkurs am 21.09. mit der Landschaftsökologin Susanne Kurz steht. Wir werden von 9.30 bis 14.30 Uhr an der Wiese werkeln. Futter gibt es gleich nebenan in der Mensa der FH Design. Anmeldungen gehen bitte direkt an mich, wir haben acht Plätze zur Verfügung. Weitere Infos hier im Flyer Susannes Vortrag zur Artenvielfalt und was wir selbst dafür tun können, findet dann am 11.10. ab 19.30 Uhr in der Bielefelder Bürgerwache statt. Sie wird auch gleich Tipps für den Winter bzw. den winterlichen Garten geben. Ihr könnt Susanne übrigens schon am 1. September ab 20.15 Uhr im TV kennenlernen. Tamina Kallert vom WDR hat sie für die Sendung "Wunderschön" beim Sensen besucht. Das Saatgut, das einige von Euch als Dankeschön gewählt haben, wird wider Erwarten früher "fertig". Die Hitze hat die Samen quasi im Flug getrocknet. Ich kann es Euch im September schicken oder wir treffen uns vor Ort. Sagt mir dann einfach Bescheid. Auch Jungpflanzen gibt es dieses Jahr zahlreich. Bis jetzt sind das vor allem Pfirsichblättrige Glockenblume, Mazedonische Witwenblume, Lavendel, Katzenminze, Färberkamille, Kartäusernelke, Heidenelke... Viele Pflänzchen werden erst im Frühjahr auflaufen, wir können dafür gerne in Kontakt bleiben. Bis bald und viele Grüße Marion Swiergot
03.08.19, 00:05 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, über 30% der Crowdfunding-Summe sind schon beisammen! Herzlichen Dank dafür, auch für die ungewöhnlich hohen Spenden von mir teils unbekannten Menschen. Das ist schon eine sehr ungewöhnliche Erfahrung, so freiherzig unterstützt zu werden. Ich werde Startnext nach dem Projekt auf jeden Fall als Unterstützerin treu bleiben. Einige von Euch mögen lieber kein Online-Banking machen, wofür ich volles Verständnis habe. Das ist aber kein Problem, denn ich kann das Geld für Euch einzahlen. Danke somit auch an Angelika und Uli, so konnte ich Euren Beitrag ganz offiziell ins Projekt leiten. Vor zwei Tagen hat der Umweltbetrieb seine 10 Kubikmeter-Mulde von der Wiese abgeholt, d. h. der letzte Grasschnitt der Stadt ist nun von der Fläche. Wie Ihr auf dem Bild seht, hat die erste Mulde nicht gereicht. Mehrere Wochen habe ich fürs Zusammenrechen gebraucht, puhh, aber es hat sich gelohnt. Nun kann es also losgehen mit der Sensenmahd! Notiert Euch schon mal den Kurstermin: Samstag, 21.09., wahrscheinlich ab 9.30 Uhr. Weil die Brennesseln schon wieder fleißig gewachsen sind, habe ich einen Teil letzte Woche geschnitten und bei der Hitze direkt auf der Fläche trocknen lassen. Es wurde ein großer Sack feinstes Heu mit Brennesseln und Disteln daraus – genau richtig für Feinschmecker wie Kaninchen, Chinchillas oder Ziegen. Die wohnen auf einem privaten Gnadenhof in der Senne, der sich über Ebay Kleinanzeigen bei mir gemeldet hat. Die beiden Betreiberinnen, zwei Schwestern, waren froh ihren Schützlingen gutes Heu anbieten zu können. Und ich war gerührt von ihrem Engagement für den Tierschutz. Es wohnen noch Pferde, Schweine, Katzen, Waschbären, Hühner und weitere gerettete Tiere bei ihnen auf dem Hof. Genau so habe ich mir das vorgestellt :-). Keine Entsorgung in der Biogasanlage, sondern Aufbau einer Verwertungs-Kette und Abgabe an Einrichtungen mit artgerechter Tierhaltung. Das Heu ist nämlich – wenn ohne Hundekot und Schimmel und Jakobskreuzkraut – ein echter Leckerbissen. Ein Teil der Brennesseln wird übrigens stehenbleiben, denn sie sind Futterpflanzen für viele Schmetterlingsraupen. Allerdings sind in der Wiese erschreckend viele Brennesseln, da muss die nächsten Jahre also ordentlich abgemagert werden... Sorge bereiten mir auch der Walnussbaum und die Stieleiche: Beide werfen ihre Früchte schon ab, ein Zeichen für Trockenstress. Leider kann ich da nicht gießen, man müsste schon mit einem Wassertank vorfahren. Ich halte Euch auf dem Blog weiterhin informiert über das Projekt, parallel dazu wird die Webseite entstehen. Viele Grüße und einen herzlichen Dank noch einmal Marion Swiergot
25.07.19, 14:00 Marion Swiergot
Liebe UnterstützerInnen, vielen Dank für den tollen Start in nur zwei Tagen! Trotz Hitze und Sommerferien habt Ihr Euch engagiert, das freut mich total. Einen fröhlichen Gruß und Dank auch nach Heidelberg, eine meiner beiden Heimatstädte. Wir sind übrigens nicht die einzigen, die unter der Hitze leiden: Die Fotos zeigen ein Großes Heupferd, das gestern im Bürgerpark aus einem Wassertropfen getrunken hat. Der Park liegt ganz in der Nähe meiner Wiese, und auch da gibt es dieses Jahr Heupferde und Grashüpfer in allen Farben und Größen.