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Projekte / Food
CAFÈ KOGI - Feinster Kaffee mit Sinn
Der vielleicht nachhaltigste Kaffee der Welt ... und zugleich ein Spezialitätenkaffee höchster Qualität. Feinster Kaffee mit Sinn von den Hütern der Erde aus dem Herzen der Welt. Lecker + sinnvoll + natürlich + nachhaltig + fair + bio + direct trade = 100 % natural. Die Kogi-Indianer schenken sie uns ihren wundervollen Kaffee, weil sie die Erde heilen wollen. Sie leben, um das Gleichgewicht in allen Aspekten des Lebens zum Wohle aller zu erhalten.
44.292 €
75.000 € 2. Fundingziel
461
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
16.03.17, 14:54 Oliver Driver
Freunde, es geht weiter! Nach dem Café Kogi kommt DAS Café Kogi, mein Crowdfunding für einen Treffpunkt von Kogifreunden und Kaffeeliebhabern - aber auch Tee haben wir eine Menge... Schaut mal rein, es gibt schöne Dankeschöns für Eure Unterstützung! www.startnext.com/dascafekogi
16.01.15, 09:15 Oliver Driver
Liebe Fans und Unterstützer, heute ist der Tag nach dem Crowdfunding. Euch allen sende ich hiermit ein herzliches Dankeschön von mir - und von den Hütern der Erde aus dem Herzen der Welt. Viele Menschen haben mir auch in anderen Dingen ihre Hilfe angeboten. Ein Anwalt will mich kostenlos beraten, ein Fotograf verzichtet für die Produktfotos auf sein Honorar und einige mehr. Ich weiß noch, wie lange ich überlegt habe, welches Ziel ich für das Funding ansetzen sollte. Da mir das Projekt sehr am Herzen liegt, entschied ich mich, eine eher niedrige Schwelle von 15.000 Euro anzusetzen. Schwelle heißt im Sinne von startnext, dass die überschritten werden muss, um überhaupt Geld zu bekommen. Die 15.000 haben wir dank Eurer aller Kraft locker übersprungen, 40.000 hätte ich nie gewagt... Nun ist es geschafft! Gestern habe ich die Buchung eines Containerschiffes der Reederei Hamburg Süd für den 30.1.2015 aus Kolumbien bekommen. Alles geht seinen Gang - und auch das typisch südamerikanische fehlt nicht. Alles dauert ein wenig länger... Manana... :-) Eine Bitte: Ich freue mich über Ideen und Vorschläge für Cafés und zum Projekt passende Geschäfte. Wenn Ihr irgendwann mal irgendwo seid und denkt, hier wüürde CAFÉ KOGI hinpassen, schreibt mir an [email protected]! Vielen Dank, Oliver Driver PS: Nach dem Crowdfunding ist vor dem Crowdfunding - ich habe da eine Idee...
13.01.15, 10:53 Oliver Driver
Wunderbar! Aussehen und Geruch sind super. Heute kam aus Kolumbien das Muster des Rohkaffees von den Kogi per DHL. Jetzt geht´s zu unserem Röster und wir testen, wie der Kaffee geröstet werden muss, um das Optimum herauszuholen. Dieses Muster soll gemäß der Vorschriften der FNC (Federacion Nacional de Cafeteros) in Kolumbien ein exaktes Beispiel der zu erwartenden Qualität sein. Anhand der Probe dürfte ich nun - so sie denn nicht der bestellten Qualität entspräche - die Lieferung ablehnen. Angesichts der Mühe und Sorgsamkeit, die die Kogi in dieses Projekt stecken, ist dies jedoch verdammt unwahrscheinlich. In 16 Tagen sollen dann 250 Säcke dieser Qualität in See stechen!
30.12.14, 09:46 Oliver Driver
Der portugiesische Porzellanhersteller Cup & Saucer stellt für uns Espresso-, Cappucciono- und Milchkaffeetassen mit dem Zeichen der Kogi für das Herz der Welt auf der Tasse her. Auf der Innenseite steht dezent der Schriftzug CAFÉ KOGI - von den Hütern der Erde. Natürlich gehört dazu eine Untertasse und der Versand ist im Preis enthalten. 2er-Set Espressotasse 22,95 Euro 2er-Set Cappuccinotasse 24,95 Euro 2er-Set Milchkaffeetasse 24,95 Euro Ihr findet die Tassen ab sofort unter den Dankeschöns. Wer die Tassen im Laden abholt, bekommt 250 g CAFÉ KOGI nach Wahl kostenlos dazu.
23.12.14, 14:07 Oliver Driver
Jorge Mario hat mir einige Bilder gemailt, auf denen die Säcke mit dem Rohkaffee in der Bodega ankommen. Wie Ihr sehen könnt, bringt jeder Indianer nur wenige Säcke. In der Halle liegen aber bereits fast alle 250 Säcke, die ich bestellt habe. Was man auf dem Foto nicht sieht, ist, dass es in der Sierra viel zu viel geregnet hat, so dass die Kogi Schwierigkeiten mit dem Trocknen des Kaffees haben. Was wiederum dazu führt, dass der Container nicht vor Weihnachten fertig wurde. Der Verschiffungstermin ist vorgesehen für den 26.1.2015. Ich bin gespannt, ob das so funktioniert und nicht nur "manana" heißt. Das sind die kleinen Besonderheiten, wenn man Naturprodukte sehr ursprünglich anbaut und verarbeitet - und das auch noch in Südamerika... Aber wenn es so einfach wäre, könnte es ja jeder machen...
02.12.14, 10:30 Oliver Driver
Liebe Freunde der Kogi und des guten Kaffees, nachdem ich noch vor einem Monat in den Bergen der Sierra Nevada de Santa Marta die roten Kaffeekirschen an den Bäumen sah, haben die Kogi zwischenzeitlich auch in den Hochlagen geernetet. Jorge Mario hat mir diese beiden Fotos gemailt, die die Bodega in Mingueo nahe der karibischen Küste zeigen. Hier trocknet der Kaffee nun und wird dann weiter verarbeitet, gesiebt und von Hand sortiert. Wegen der Wetterkapriolen werden die einzelnen Kaffeebohnen ein wenig kleiner als sonst sein, was andererseits für einen intensiveren Gechmack sorgen könnte. Ich warte auf die erste Probe. Diesen Monat geht das Crowdfunding zuende! Wir stehen heute bei fast 19.000 Euro, damit ist die Fundingschwelle überschritten! Allen Käufern vielen Dank! Vielleicht überlegt Ihr einmal, wer in Eurem Freundeskreis für das Projekt zu begeistern wäre. Wir wollen nun auch die 50.000 Euro über Weihnachten erreichen, um das Projekt auf sichere Füße zu stellen. Bei den Dankeschöns haben wir neue Varianten eingesetzt: • 2 x 1000 g CAFÉ KOGI, 59,00 Euro • Geschenkgutscheine, die vor Weihnachten geliefert werden und die Ihr individuell beschriften könnt. Auf der Vorderseite ist das Herz der Welt, innen ist eine Seite frei für Euch und auf der anderen das goldene Logo von Kaffee Kogi mit dem Spruch: "Von den Hütern der Erde aus dem Herzen der Welt". Übrigens können wir auch individuelle Pakete als Dankeschön einstellen, also bitte bei Bedarf einfach melden! Liebe Grüße, Oliver Driver
17.11.14, 14:29 Oliver Driver
Vom 31.10. bis gestern Abend war ich mit Máma José Gabriel, einem Oberhaupt der Kogi-Indianer auf Tournee durch Deutschland. Wir waren drei Tage in München auf dem Weltkongress Ganzheitsmedizin an der medizinischen Fakultät der Uni und machten Zeitungsinterviews. In Köln gab es einen Vortragsabend und die Deutschlandpremiere des Films "Aluna", der von den Kogi mit produziert wurde, um ihre Botschaft besser verbreiten zu können. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete darüber. In Frankfurt gab es den ersten zweitägigen Workshop zum Thema Heilung der Erde. Hamburg war Zwischenstopp um eine große Kaffeerösterei und einen Kaffeeimporteur zu besuchen, abends gab es einen Vortrag. Weiter nach Berlin über Schwerin und Wismar waren wir in der kolumbianischen Botschaft, hatten einen weiteren Vortragsabend und einen Tagesworkshop. Alle Vorträge waren ausgebucht, so dass es sicher in 2015 eine Wiederholung geben wird! Überall trafen wir auf viel Unterstützung, wir übernachteten bei uns vorher unbekannten Menschen, wurden bekocht, man unterstützte uns bei der Orga ... Bei allen bedanken wir uns ganz herzlich! Ein paar Fotos findet Ihr in diesem Beitrag. Eine Bitte: Das Crowdfunding erreicht bald die Schwelle von 15.000 Euro! Wenn jeder, der bisher Fan ist, noch einen Freund findet, der das Projekt CAFÈ KOGI mag (und der Freund jeweils noch einen Dritten), erreichen wir auch das Endziel 75.000 Euro. Erzählt anderen davon! Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung - und wer ein individuelles Paket geschnürt haben möchte, auch dies ist möglich. Liebe Grüße aus einem nach 5 Wochen Abwesenheit chaotisch aussehenden Büro... Oliver Driver
29.10.14, 11:12 Oliver Driver
Gerade bin ich zurück und habe nur 3 Tage im Büro um alles zu bearbeiten, was so während meiner Abwesenheit angefallen ist. Und morgen geht´s schon los: Máma José Gabriel kommt nach Deutschland! Die Termine findet Ihr unter www.cafe-kogi.com Sobald ich es schaffe, kommen die nächsten Berichte aus Kolumbien, versprochen! LG Oliver Driver
24.10.14, 17:51 Oliver Driver
Heute wandere ich in Begleitung von zwei Kogi und Jorge hoch zu den Kaffeeanbaugebieten. Das sind einige Höhenmeter - die mich unerwartet anstrengen. Geradeaus ist alles wunderbar, aber sobald es bergauf geht, muss ich in den ersten Gang zurück schalten... So warten die drei alle 500 Meter. Wenn ich dann angehechelt komme, muss ich erst mal durchatmen, während die anderen weiter laufen. Ich mache dann ein paar Fotos vom tollen Panorama - nie durchaus nur, um eine Pause zu haben. Die Höhe und die Hitze strengen mehr an, als man meint. Nur einmal muss ich warten. Mitten auf dem Trampelpfad sonnt sich eine kleine unscheinbare Schlange. Die Kogi bombardieren sie aus der Ferne mit großen Steinen (in dem Fall darf man mit Steinen werfen?) Bis sie sie endlich treffen. Es ist eine Giftschlange, deren Biss fast immer tödlich ist. Ab diesem Moment könnt ihr euch vorstellen, dass ich weniger in die Landschaft als auf den Boden schaue... Immer wieder begegnen uns Familien der Kogi, die uns im Gänsemarsch entgegen kommen. In der Regel geht zuerst der Mann, dann die Frau mit Esel oder Maultier, insofern sie eines haben. Ihnen folgen wie die Orgelpfeifen alle Kinder, kleine Fehler, Hühner und vielleicht ein Hund. Babys werden getragen, aber wer laufen kann, läuft. Die Kinder wachsen hier schon jung in ihre Rolle hinein. Sie lernen das Leben und Überleben im täglichen Leben, nicht in der Schule. Hier, mitten im Wald, wächst der Kaffee. Es sieht ganz anders aus als auf den Fincas, die ich zuvor in Ciudad Bolivar besichtigt hatte. Die Kaffeebäume sind in der Minderheit, der natürliche Wald existiert weithin. Die Bäume tragen weniger Früchte, sind aber viel größer und höher. Unser Hilfsprogramm für die Kogi hat den Namen kalashe. Kalashe ist ein Gott und bedeutet soviel wie Vater des Waldes. Die alten Kaffeebäume sind die Väter, die geehrt werden müssen. Sie verkörpern das Wissen des Waldes. Sie geben den jungen Bäumen Schutz. Man hat ja auch bei uns bereits herausgefunden, das Pflanzen in der Lage sind zu kommunizieren. Und so erklären die Väter ihren Kindern hier, wie sie mit Schädlingen umzugehen haben.
24.10.14, 16:52 Oliver Driver
Ich schreibe hier auf meinem kleinen Smartphone und sehe immer nur einen kleinen Ausschnitt. Startnext ist nicht für Handys gemacht... In ein paar Tagen bin ich wieder in Deutschland und gelobe mich zu bessern...
23.10.14, 00:45 Oliver Driver
Es ist an der Zeit, Màma José Gabriel mein Gastgeschenk zu überreichen. Kurz vor meine Abreise hatte mir meine Mutter einige Steine und Kristalle mitgegeben, die ich als Kind gesammelt hatte. Und die längst vergessen waren... Da ich weiß, dass die Kogi pagamientos (Opfer) mit Steinen begehen, habe ich sie eingepackt und mitgenommen. Màma José öffnet das kleine Säckchen und begutachtet meine Steine. Er will wissen, ob die auch alle echt seien. Klar! Ein Amethystkristall, ein kleiner Bergkristall, ein kräftig grüner Stein und noch ein paar in verschiedenen Farben. Ich frage ihn, ob er mit den Steinen ein Opfer für das Gelingen unseres Projekts begehen könne. Er murmelt vor sich hin, dass das Grün das Grün der Blätter sei, dass Rot das Rot der Kaffee kirschen, dass Gelb das Gelb der noch nicht reifen Früchte, der transparente Bergkristall ist das Wasser. Ich versteh nicht alles. Insbesondere der grüne Stein hat es ihm angetan. Solch einen hat er noch nie gesehen. Am nächsten Tag ist abends eine große Versammlung der Màmas, dort werden sie beraten, wie sie mit den Steinen umgehen. Offensichtlich hat ihm das Geschenk gefallen. Update: Gestern Abend hatte ich die Gelegenheit, mit Arregoces, dem Buchhalter der Kogi für das Kaffee Projekt zu sprechen. Bisher dachte ich, dass er den Job machte, weil er gut rechnen kann. Ich wurde eines besseren belehrt. Arregoces würde von den Màmas erzählt, weil er eine Vertrauensposition hat. Er kennt sich bestens in der Mythologie der Kogi aus, weiß viele Geschichten zu erzählen. Anthropologen, die die Kogi erforschen wollen, reißen sich um ihn. Mir erzählte er über die Steine. Für die Kogi sind Steine Teile des Körpers ihrer Mutter. Steine sind heilig. Es ist quasi Gotteslästerung, mit Steinen zu werfen. Einen Kiesel auf dem See titschen zu lassen, kann sogar einen Kogi aus der Balance bringen. Auch wenn man mit einem kleinen Stein einfach so in der Hand spielt, ist verwerflich. Jeder Stein hat für die Kogi eine Bedeutung. Die orientiert sich an Form und Farbe. Überhaupt denken die Kogi immer in Analogien. Alles existiert auf vielen verschiedenen Ebenen. Ein roter Stein ist ein Stein, ein Teil der großen Mutter, er ist Blut und Frucht, er ist die Sonne am Abend, er steht für Fruchtbarkeit und vieles mehr. Alle, die zu den Workshops kommen, sind gebeten, kleine Steine als Geschenk mitbringen.
19.10.14, 23:56 Oliver Driver
Angesichts der Krankenstation überlege ich schon, ob ich nicht darin meinen Moskito-Dome aufbauen sollte. Doch uns wird eine Hütte zugewiesen und ich wage es nicht, schon jetzt das Weichei zu sein. Màma José Gabriel besitzt mehrere Häuser im Dorf, eines ist für uns. Es ist ohne Nägel oder Schrauben nur aus natürlichen Baustoffen erstellt. Erst werden biegsame Zweige im Rund zwischen den Stützhölzern geflochten. Die Wand wird mit Lehm ausgefüllt und verschmiert. Das Dach wird dick mit Palmblättern gedeckt, so das auch bei stärksten Regen kein Wasser eindringt. In der Hütte gibt es unter dem Dach eine Zwischenebene, auf der Brennholz gelagert wird. Durch das immer schwelende Feuer ist alles schwarz von Ruß. An der Wand hängt eine alte Trommel, tönerne Gefäße, ein Sattel und anderer Kram. Ich baue mein Zelt auf, denn wie Jorge in einer Hängematte zu schlafen, ist bei meiner Größe nicht allzu bequem. Wie sich herausstellt eine weise Entscheidung, denn Jorge friert in der Nacht ziemlich und mein Schlafsack ist genau richtig. Kaum sind wir angekommen, da wird es auch schon dunkel und auf meine Frage nach der Toilette zeigt Jorge mir einen mitten im Dorf stehenden Baum... nun weiß ich, warum die Kogi, die uns auf dem Weg in das Dorf begleitet haben, kurz vor Ankunft plötzlich alle im Wald verschwanden. Aber nachts ist es dann so dunkel, dass ich es wage...
19.10.14, 23:54 Oliver Driver
Um 6.30 holt Jorge, der Verantwortliche für das Projekt im Kontakt zu den Blancos, den Weißen, mich ab. Diesmal müssen wir nur zwei Stunden laufen, verspricht er. Und zwei Stunden bei der Hitze in der Höhe bergauf laufen, kann verdammt anstrengend sein. Gegen 8 Uhr machen wir halt. Erst einmal ordentlich frühstücken - und ich haue diesmal rein im Gegensatz zum Vorjahr, wo ich nur Kaffee getrunken hatte und dann ziemlich hungern musste während der Wanderung. Es stellt sich heraus, dass wir 5 Stunden mit dem Auto fahren, dann 1 Stunde mir einem Allradjeep und erst dann laufen. Also gehen wir wenig später erst einmal zum Mittagessen. Und noch einmal wird der bauch voll geschlagen. Wir fahren gegen den Uhrzeigersinn rund um die Sierra Nevada bis Valledupar, dem Zentrum der berühmten kolumbianischen Akkordeonmusik. Wen's interessiert, schaue mal nach Film und Musik "El accordeon del diablo", dem Akkordeon des Teufels. Mit und reist der Kogi Fernando, ein weltliches Oberhaupt der Cuenca Guatapuri, dem Flusstal übers Ziels. Die Kogi denken in Flusstälern. Als ich mit Fernando während eines weiteren Stopps in einem Café der großen kolumbianischen Kette Juan Valdez sitze, ist das schon skurril. Ein Kogi in einer Shopping Mall trinkt Kaffee aus einem Pappbecher... Und keinen guten Kaffee... Irgendwann erreichen wir ein kleines Dorf der Kankuamo-Indianer. Die sind ähnlich alt wie die Kogi, haben sich jedoch mittlerweile halbwegs in die kolumbianische Gesellschaft integriert. Simon, der erste Kogi mit Brille, den ich sehe, wartet auf uns. Ich bin überrascht. Er und sein Sohn haben einen Führerschein und fahren den geschätzt 30 Jahre alten Jeep, der durch Spachtelmasse zusammen gehalten wird. Nach einer Stunde erreichen wir das Dorf von Màma José Gabriel. Die Kogi haben es vor 20 Jahren von den Kankuamo wieder übernommen. Im Versuch, die Kogi zum Westen zu bekehren, gibt es eine Krankenstation - was sich angesichts der dort vorhandenen dusche und Toilette als durchaus vorteilhaft zeigt... Nachdem schon Fernando mich nach 9 Monaten nicht wiederkannt hatte, wundert es mich nicht, dass auch Màma José Gabriel tut, als ob er mich nicht kenne. Ich habe den Eindruck, die Kogi leben sehr im Augenblick. Als Jorge ihm erklärt, dass er mich schon aus Deutschland und vom Januar her kennt, schüttelt er den Kopf. Er würde alt und trottelig, murmelt er. In seiner Hütte hängt jedoch mein Geschenk von letzten mal, ein koshi, dieses kleine klanginstrument. Er ist verwendet, dass das von mir ist. Insgeheim denke ich mir, dass er sich ja dann wenigstens nach 14 Tagen mit mir in Deutschland an mich erinnern wird.
16.10.14, 02:13 Oliver Driver
Màma José Gabriel ist das geistliche Oberhaupt der Kogi. Im November kommt er nach Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin. Info unter www.cafe-kogi.com Máma José Gabriel, was macht die Kogi-Indianer so besonders? Die Welt wurde erschaffen, indem die Große Mutter eine Webspindel ins Gebirge der Sierra Nevada stieß. Alles Leben dieser Erde entstand in der Sierra Nevada. Wir wurden geboren als Hüter der Erde. Unsere Aufgabe ist es, für Yulúka, also das Gleichgewicht auf allen geistigen und materiellen Ebenen, zu sorgen. Die Kogi haben sich ein wenig der Welt geöffnet, dennoch lassen Sie keine Touristen in ihr Gebiet, warum? Je weiter wir in der Sierra hinabsteigen, je näher wir an Eure Zivilisation herankommen, desto größer wird die kulturelle „Verschmutzung“. Wir wollen unsere Kultur erhalten und sie langsam und bewusst entwickeln. Wir wollen nicht zivilisiert werden, schließlich sehen wir, wohin dies führt. In den Höhen der Sierra Nevada gibt es große Gebiete, welche auch einige Kogi selbst nicht mehr betreten (dürfen), weil diese Kogi durch den Kontakt zu anderen Kulturen bereits zu stark infiziert sind. Fremden erlauben wir den Zutritt nur auf Einladung unserer Oberhäupter und auch nur in ganz bestimmten unteren Bereichen der Sierra. Warum kommst Du nach Deutschland? Die Mámus der Kogi haben erkannt, dass es den großen Brüdern allein nicht mehr möglich ist, die Erde zu schützen. Die Kraft unserer spirituellen Tradition und unsere Rituale hängen von heiligen Stätten ab, die teilweise nicht mehr in unserem Eigentum sind. Wir aber brauchen auch diese Plätze, um das Gleichgewicht des Gebens und Nehmens in der Natur wiederherzustellen. Durch den Verkauf unseres heiligen Kaffees und durch weitere Unterstützung einiger kleiner Brüder können wir diese Stätten zurückkaufen und so die Ganzheit unserer Spiritualität wieder gewährleisten. Wir wollen, dass Ihr unsere Botschaft hört und uns helft, das Herz der Erde zu retten. Unser Kaffee soll diese Botschaft transportieren, Bohne für Bohne. Er soll die Herzen der Menschen hier bei Euch mit denen der Kogi in den Bergen der Sierra verbinden. Aus seiner Botschaft: „Alles ist empfindsam, die Erde, die Steine, das Wasser. Die Erde hat eine Seele, einen Geist wie jedes Wesen. Unsere Erde ist unsere Mutter. Wir sind die Kinder der Erde, wir können uns darauf fortbewegen, auf dieser Erde gehen, aber sie ist es, die uns beschützt. Wir sind aus dem Bauch der Mutter gekommen, aber wir gehören immer noch zum Bauch der Erde. Wenn wir sterben, kehren wir in den Bauch der Erde zurück. Im Moment des Todes nimmt die Erde ihre Kinder wieder auf. Das Schicksal ist, zur Erde zurückzukehren, das ist eben so. Wir müssen zur Erde zurückkehren, um das Gleichgewicht instand zuhalten, um ihr ihre Kraft zu geben und damit das Leben wiederkehrt. Das spirituelle Leben kann nicht von dem täglichen Erdenleben getrennt werden. Wenn man über das spirituelle Leben spricht, spricht man über die Beschaffenheit der Dinge, diese Essenz, die das materielle Leben erträgt, und es ist wichtig, dies zu bewahren. Ihr seht nur die materiellen Dinge, und das ist alles, womit Ihr arbeiten. Seit langer Zeit formt Ihr die Materie um. Das macht Ihr mit einer derartigen Kraft, mit einer derartigen Energie, dass Ihr jetzt sehr weit gekommen seid, aber die hauptsächlichen Probleme des Lebens dauern fort. Ihr solltet sich darüber klar werden, dass die Lösung nicht in einer zügellosen Suche nach Fortschritt und Entwicklung um jeden Preis besteht. Es wird Zeit, an hauptsächliche Dinge zu denken. Man muss sich bewusst werden, dass die Erde das Leben ist. Wenn wir nur eine künstliche Welt errichten, wird die Erde sterben. Wenn sie stirbt, ja, dann werden wir alle sterben, denn die Erde ist die Mutter, sie ist das Leben.“
15.10.14, 23:15 Oliver Driver
Nun bin ich das dritte mal in Santa Marta - aber so geschwitzt habe ich noch nie. Hier, wo die Sierra Nevada auf dass karibische Meer trifft, türmen sich gerade die Wolken und bald wird es wieder schütten wie aus Kübeln. Die Moskitos haben ihren Spaß daran. Habe ich leider zu spät bemerkt, jetzt habe ich 10 Stiche mehr... Santa Marta teilt sich in zwei Teile, die durch einen Berg getrennt sind. Die Altstadt ist pittoresk und ein wenig heruntergekommen. Die Neustadt besteht aus Hochhäuser und Stand. Hier tobt das karibische Leben. Mein Hotel "Aluna" hat seinen Namen von dem Kogi-Wort für den Ursprung allen Seins. Es ist alles und nichts, es ist die große Mutter und das Tao. Auf dem Foto seht ihr die wichtigsten Utensilien: Antibrumm Forte (dass zeug heißt wirklich so, und ist unverzichtbar), Wasser, Kaffee und zur modernen Kommunikation das Smartphone. Wird fortgesetzt...
15.10.14, 23:03 Oliver Driver
Ich danke allen Fans für die Unterstützung! Heute wurde von Startnext die nächste Phase eröffnet, ab sofort kann jeder eines der Dankeschöns bestellen. Wer 4 x 1000 g Kaffees in der Röstung seiner Wahl kauft, erhält Zugabe ein vom geistlichen Oberhaupt der Kogi gesegnetes Schutzband zusätzlich! Ich bin gerade in Santa Marta gelandet, von wo ich morgen die Berge zu den Kogi aufbreche. Es ist unglaublich heiß und schwül. Jetzt noch zu arbeiten erscheint unmöglich.
15.10.14, 02:12 Oliver Driver
Ausflug auf die Finca Concurro. Heut besichtigen wir die Finca von Juan. Er ist einer der wenigen innovativen Cafeteros, der neue Sorten anbaut, experimentiert und Dinge anders macht. Also etwa genau der entgegensetzte Ansatz zu den Kogi, die alles bewahren wollen. Beides kann hervorragende Ergebnisse bringen. Wir machen eine Wanderung quer durch die Plantage, ohne Wege, mitten durch die dicht wachsenden Kaffeebäume durch. Ich habe darauf verzichtet, Gummistiefel zu kaufen. Nur wegen ein wenig Schlamm gebe ich meine Trekkingsandalen nicht auf. In der kurzen Hose mache ich mich auf den Weg. Alle anderen haben Gummistiefel und lange Hose an. Bald weiß ich warum - und freue mich, wenn ich mitten im Matsch stehe. Denn dort, wo es trocken ist, sind Ameisen. Die fallen über alles, was sich in ihr Gebiet wagt, überfallartig her. Im Nu sind die in meinen Sandalen und auf den Beinen. Angriff ist die beste Verteidigung, denken sie und beißen, was das Zeug hält... Alles brennt, doch nach eine halben Stunde vergeht der Schmerz auch wieder. Dumm nur, dass zwischenzeitlich wieder neue Ameisen zugebissen haben. Das einzige, was es auf einer Kaffeeplantage mehr zu geben scheint als Kaffee, sind kleine Ameisen. Am nächsten Tag habe ich Schuhe, Socken und lange Hose an... Man kann sich nicht vorstellen, welche Kletterei es ist, an diesen Steilhängen Kaffee zu ernten. Wir schaffen es kaum, uns so zu bewegen, ohne den Anhang herunter zu stürzen. Die Pflücker machen dies ohne sich festzuhalten und mit einem schweren Eimer voller Kaffeekirschen vor dem Bauch. Ich bin nass geschwitzt, obwohl ich nur gehe. Immer wieder rutscht einer von und aus und klammert sich an einen Kaffeestrauch. Die deftige Suppe danach mit Möhren, Kartoffeln, Yucca und natürlich Fleisch, entschädigt für die Strapazen. Hier gibt es kein Essen ohne reichlich Fleisch, als halber Vegetarier habe ich es schwer...
14.10.14, 02:01 Oliver Driver
Fährt man von Medellin Richtung Westen, gelangt man irgendwann nach Choco. Berge, Dschungel, die pazifische Küste und eine überwiegen schwarzer Bevölkerung. Dummerweise kann man dorthin immer noch nicht reisen, da die Gegend extrem unsicher ist. Auf dem halben Weg nach Choco liegt Ciudad Bolivar, mein Stützpunkt für 4 Tage. Ein kleine Städtchen und Zentrum der umliegenden Kaffeebauern. Hier habe ich dann gelernt, warum es so wichtig ist, das man weiß, woher der Kaffee kommt. Wenn beispielsweise der Bauer ein Bio-Zertifikat hat, liefert er unter diesem Zertifikat immer seine schlechte Qualität ab. Den da sie "Bio" ist, bekommt er auf jeden Fall sein Geld. Es kann ihm ziemlich egal sein, was er liefert. Der Kaffee wird sowieso mit dem Kaffee der anderen Bauern auf einen großen Haufen geworfen und gemischt. Warum er nicht besseren Kaffee abliefert? Weil er seinen guten Kaffee auch ohne Zertifikat verkauft bekommt. Und so führt ein gut gemeintes Siegel dazu, dass die Qualität sinkt.
13.10.14, 15:18 Oliver Driver
Heute morgen musste ich meine übliche Meditation unterbrechen. Immer mal wieder kommt es vor, dass ich beim Meditieren eine Idee habe - die ich jedoch regelmäßig vergesse, wen ich sie nicht gleich aufschreibe. Heute verstand ich, was CAFÉ KOGI von anderen Kaffees unterscheidet. Die letzten Tage habe ich hier in Kolumbien viel über Kaffee gelernt. Noch bin ich auf meiner Weiterbildung für deutsche Kaffeeröster im konventionellen Kaffeeanbaugebiet. Erst übermorgen geht es zu den Kogi. Ich habe gelernt, welche Möglichkeiten es gibt, Kaffee anzubauen. Nach der Ernte kann man die Kirchen ganz trocknen, so dass das Fruchtfleisch wie bei einer Rosine aussieht. Danach wird das Fleisch erst entfernt, dann die harte Schale, das "Pergamino". Bei dieser Art der Verarbeitung geht ein wenig von der Süße der Frucht in die Bohne. Eine andere Möglichkeit ist es, das Fleisch direkt nach der Ernte zu entfernen und die Bohnen im Pergamino zu trocknen. Die Röster wiederum fachsimpeln wieder über unterschiedliche Varietäten (Sorten), bei welcher Temperaturkurve wie lange man den Kaffee röstet. Und dann ist da noch die Frage, mit welchem Gerät man arbeitet, bei welchem Großhändler man einkauft und und und... Viele Röster haben mit einem Café oder einem mobilen Stand angefangen. Sie haben guten Kaffee ausgeschenkt und nach und nach mehr wissen wollen, mehr beeinflussen wollen. Sie kauften sich einen Röster. Irgendwann wollen sie wissen, wo denn der Kaffee eigentlich herkommt, den sie beim Großhandel in Hamburg bestellen. Und irgendwann reisen sie nach Jahren selbst einmal in die Gebiete, wo der Kaffee herkommt. Sie sehen, wie viel harte Arbeit es ist, gute Qualität zu erzeugen. Ihr Ziel ist es, möglichst guten Kaffee für ihre Kunden zu rösten und zu verkaufen. Ich selbst wiederum komme aus der absolut entgegengesetzen Richtung. Ich habe zuerst die Menschen getroffen, die den Kaffee anbauen. Ich wollte die Kogi kennenlernen. Bis zu dem Tag wollte ich nie Kaffeeimporteur werden. Ich mag guten Kaffee, aber immer noch lieber als Cappuccino und nur hin und wieder als Filterkaffee. Ich war nicht aus der Suche nach gutem Rohkaffee, eher Suche ich das Abenteuer. Ich wollte reisen und die Welt sehen. Dass ich dann die Möglichkeit hatte, in das Land der Kogi eingeladen zu werden, war ein Glücksfall. Das Kaffeeprojekt der Kogi begeisterte mich dennoch. Ich hätte es vielleicht auch unterstützt, wenn der Kaffee nur "guter" Kaffee wäre. Aber er ist nicht nur gut, er ist wunderbar. Schon mit einfachsten Mitteln gelingt es den Kogi, diesen Kaffee zu erzeugen. Welches Potenzial wäre möglich, wenn sie die moderne Technik einsetzen würden? Diese denken ist ihnen fremd. Sie sind ehrgeizig, sie wollen besser werden. Doch sie wollen nicht in unsere Art des Denkens verfallen. Man muss nicht alles tun, was möglich wäre. Und vielleicht macht genau dies den Wert des Kaffees aus. Er könnte noch besser sein. Er könnte viel teurer werden. Er könnte ein exklusives Produkt für asiatische Kenner sein. Aber warum?
12.10.14, 22:33 Oliver Driver
Tja, was soll ich zu Medellin sagen? Wir landen im Regen, ein winziger Flughafen mitten im Grünen. Das ist aber auch schon nahezu alles. Medellin ist ein Moloch. Ein riesiges Industriegebiet, viele Hochhäuser und nichts, was den farbigen, malerischen Touch einer lateinamerikanischen Stadt ausmacht. Die Stadtverwaltung in einem riesigen Hochhaus, das wie aus einem Roboter-Science-Fiction-Film aussieht. Der Taxifahrer erzählt stolz, dass es sich um ein intelligentes Gebäude handelt. Ökologisch. Für meinen Geschmack fehlte allerdings die Intelligenz beim Architekten... fehlt nur noch Chuck Norris als Taxifahrer. Ich suche an der Plaza Mayor das CAFÉ de los Andes, dort soll eine kooperative von Alleinerziehenden Müttern aus Kaffeebohnen hergestellten Schmuck verkaufen. Das Café existiert, der Schmuck nicht. Ich versuche zu Fuß zum Hotel zu gehen und Kämpfe mich durch ein Viertel, wo nur Autowerkstätten sind. Die Männer Sinn ölverschmiert, schwarzer Schweiß läuft ihnen in die Augen. Überall liegen alle Motoren. Die Straße selbst glänzt in allen RegenbogenFarben. Eine Umweltkatastrophe. Medellin hat ganze Viertel, in denen es sich immer nur um ein Thema dreht. Hier sind es die Werkstätten, abends bin ich auf der Suche nach einem Ladegerät für das Tablet im Handy&Co-Viertel. Dazwischen verlaufen breite autobahnähnliche Straßen, die teilweise unüberquerbar sind. Nicht mein Ding. Das jonglierende Pärchen tut mir leid. Mitten auf der Kreuzung bieten die ein liebevolles Schauspiel, verbeugen sich nachdem sie immer wieder die gleiche Nummer vorgeführt haben - und bekommen kein Geld. Ich finde nicht mal ein nettes café, wo ich ein wenig dem Treiben der Menschen zusehen könnte.
12.10.14, 22:02 Oliver Driver
Man muss vertrauen können - und zugleich entspannt wachsam. Da kommt ein Mann in das Hotel und will mich zum Flughafen bringen. Der von gestern, der eigentlich kommen sollte, ist nicht da. Einsteigen? Klar, wird schon passen. Er bringt mich zum Flughafen - und will nicht mal Geld. Im Hotelpreis inklusive. Mir neu. Die ersten Tage sind schwierig, weil die gewohnten, normalen Maßstäbe aus Deutschland nicht greifen. Dort, wo ich mich bewege, sehen die Menschen eher arm aus. nicht wirklich bettelarm, aber arm. Jeder Halbstarke könnte ein Gangster sein. Dumm, aber notwendig, so zu denken. Kolumbien ist ein heißes Pflaster und ich habe kein Interesse daran zu testen, wie heiß. Am Flughafen dann der totale Kontrast. Wer etwas auf sich hält, der hat als Mann iPad oder iPhone dabei. Mal gut, dass ich auch mein iPad-Fake dabei habe... Die kolumbianischen Frauen geben alles. Auch ohne heiße Rhythmen. Das Decolltee muss tief sein und alles darin hoch - mit Wucht. Der Geschmack ist so anders, dass jeder Maßstab fehlt, was geschmacklos und billig ist und was nicht. Der Taxifahrer hatte bereits angekündigt, dass in Medellin die schönsten Frauen Kolumbiens leben.
12.10.14, 21:51 Oliver Driver
Hier gibt es ab sofort einen fortlaufenden Bericht über meine Reise. Sehr selbst, wo ich gerade bin. Gestern ging es mit dem Zug von Köln nach Frankfurt. Nach 30 Jahren des Reisens um die Welt, habe ich ich es mir mal erlaubt, die Boardkarte zu vergessen. Ich saß im Zug ohne Fahrkarte. Die Dame war gnädig und ließ mich mit. Und dann ging es mit Lufthansa weiter nach Bogota. 11 Stunden Flug inmitten einer Truppe trinkfreudiger älterer Damen mit rötlich-blond gefärbten Haaren aus Kolumbien. Offensichtlich hat Lufthansa sich dem Kunden angepasst. Alle sprachen spanisch und waren absolut locker und für jedes Foto zu haben... Gezwungenermaßen muss ich mich mit der Frau vor mir anlegen, die sich mit ihrem Sitz auf meine Knie zu legen droht. Sie erklärt mir, dass ich mich ja auch woanders hinsetzen könnte. Nicht mit mir. Ich spanne die Waden an und sie hat keine Chance. In Bogota gibt es dann die übliche Verzögerung mit dem Gepäck. Erst eine Stunde warten und dann mit 500 Leuten in der Schlange anstehen um das Einreiseformular loszuwerden. Am Ausgang wartet bereits ein Taxifahrer und ein Schild mit meinem Namen. VIP-Service, der hier zu jedem billigen Hotel gehört. Er liefert mich nach einigem fluchen über dass Verkehrs Chaos in der 9 Millionen-Stadt an einem Hotel ab, allerdings nicht an meinem. Das sei voll, man habe getauscht. Da kann ich mit dann überlegen, ist das jetzt besonders guter Service oder werde ich gleich überfallen und ausgeraubt... ich bin müde und habe keine Lust zu diskutieren. Glauben wir mal an das Gute im Menschen. Und die haben mich nicht enttäuscht. Ich lebe noch. Der erste chic des Hotels entpuppt sich als eher oberflächlich. Türen aus Pappe, einfachverglaste Fenster, die man besser nicht berührt. Aber sauber und ein gutes Bett, was will man mehr in einem billigen Flughafenhotel mitten in einer wüsten Gegend aus Gewerbe und Wohnen. Abends gehe ich zwar eine Runde um den Block, aber ob das hier sicher ist oder nicht, dafür fehlt mir das Gefühl. Früher hieß es in Kolumbien nachts immer, das man schön in seinem Hotel bleiben solle. Gerade klingelt der Fahrer zum Flughafen, ich muss los. Nachher berichte ich mehr.
10.10.14, 14:43 Oliver Driver
Ich möchte Euch heute erklären, wofür das Logo von CAFÉ KOGI steht. Zunächst ist da der Kreis. Er steht für die Erde. Die Kogi sehen ihr Gebirge, die Sierra Nevada de Santa Marta als "El corazon del mundo", das Herz der Welt an. Dies wird symbolisiert durch das Herz. Wenn du genau hinschaust, erkennst du, dass die kleinen Figuren Männchen sind. Es sind die vier Götter, die in der Mythologie der Kogi die Erde auf ihren Schultern tragen, dies tun sie mithilfe der vier Stangen, auf denen die Erde liegt. Jeder Gott steht wiederum für einen der vier Stämme der Sierra, die Kogi, die Arhuaco, die Wiwa und die Kuankamo. Und wenn einer der Götter seine Last auf die andere Schulter umlagert, bebt die Erde...
07.10.14, 09:36 Oliver Driver
Seit gestern habe ich die Freigabe des Startnext-Teams für mein Projekt CAFÈ KOGI! Danke! Nun brauche ich Unterstützer, die dafür sorgen, dass wir das Fundingziel erreichen. Du trinkt feinsten Kaffee - und die Kogi können bis zu 1.000.000 qm Land von den Einnehmen des ersten Container Kaffees wieder zurückkaufen. Am Donnerstag geht es dann los. Ich fliege nach Kolumbien, mache eine kleine Weiterbildung in Sachen Kaffeeanbau, helfe bei der Ernte und besuche für Euch die Kogi-Familien, die den Kaffee anbauen, den wir kaufen. An dieser Stelle und auf facebook werde ich regelmäßig darüber berichten - wenn ich dann mal WLAN oder Netz habe. Das Foto zeigt das Ziel meiner Reise mitten im Land der Kogi. Wenn Dir das Projekkt gefällt, werde Fan. Das allein genügt aber noch nicht. Wenn Du geklickt hast, teile dies bitte auf Facebook und Co. Oder sprich gezielt Freunde an, die zu CAFÈ KOHI passen. Und dann: Sei dabei, wenn die Fundingphase startet! Trage Dich auf www.cafe-kogi.com in den Newsletter ein. Begeistere andere Menschen davon. Kontaktiere mich, wenn Du die Möglichkeit hast, Flyer auszulegen. Ich freue mich über Deine Idee! Liebe Grüße, Oliver Driver Urwaldkaffee