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Projekte / Bildung
Im September kommen uns Ramkesh, Arun and Sujin - Indiens Barefoot Skateboarders - aus Janwaar-Castle besuchen. Gemeinsam gehen wir in unserem Bus auf Entdeckungsreise. Von Heidelberg nach Berlin. Nach Paris und an den Atlantik... bis nach Barcelona, dem Mekka für Skateboarding. Unterwegs lernen wir Englisch mit den Jungs, bemalen Skateboards und Wände, besuchen Klassiker wie die Berliner Mauer, den Louvre, Macba; Wachsen zusammen und wachsen zusammen Curbs ein, die wir dann skaten...
Heidelberg
1.115 €
3.790 € Fundingziel
11
Fans
21
Unterstützer
20 Tage
 Chalo Janwaar

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.06.17 12:00 Uhr - 13.08.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum September 2017
Fundingziel 3.790 €
Stadt Heidelberg
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Skateboard fahren bildet. Skateboard fahren ist eine Auseinandersetzung mit mir, mit Andern, mit Dingen. Beim Skateboardfahren, wie im Spiel, sammelt man Erfahrung im Umgang mit sich und der Welt, die einen umgibt.
Auf den Skateparks, die wir besuchen werden, können Ramkesh, Arun und Sujin, in einer ihnen fremden Umgebung

  • ihr Verhalten erproben und dessen Wirkung auf die Umwelt kennenlernen
  • Zusammenhänge erkennen und begreifen
  • Erklärungsmuster für die (neue) Umwelt finden
  • Sich Orientierung verschaffen

Chalo ist Hindi und heißt so viel wie "los gehts".
Unsere Skatetour ist jedoch nur ein Schritt im Projekt Janwaar-Castle.
Vor 2 Jahren hat Ulrike Reinhard dieses Projekt ins Leben gerufen. Janwaar ist ein Dorf in Madhya Pradesh, in dessen Zentrum ein Skatepark gebaut wurde.
Dieser entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem fundamentalen Ort für Wandel - sozialen, kulturellen und ökonomischen Wandel.
Die Teilnahme am Schulunterricht stieg, die Kinder begannen mit Leichtigkeit Englisch zu lernen, die Grenzen des Kastensystems verschwinden nach und nach. Wir lösten das Trinkwasserproblem und reparierten Wasserpumpen. Für Besucher entstanden Herbergen, die Kinder bekamen zahlreiche Stipendien..
Und das ganze Dorf lacht, oder freut sich :)
Die Kinder haben ihre Zukunft in die eigenen Hände genommen und sind nun selbst Auslöser für einen weitreichenden Wandel!

Ein Link zur Website:
http://janwaar-castle.org/

Laut dem 2011er Census gibt es 649 481 Dörfer in Indien. Janwaar ist eines davon.
Im nächsten Winter reisen wir nach Indien, um weitere Skateparks zu bauen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel der Reise ist es spielerisch - mit dem Skateboard als Medium - die physischen und kognitiven, die personalen und sozialen, sowie die motivationalen Kompetenzen unserer drei Besucher nachhaltig zu fördern.

Ramkesh (10) und Arun (14) kommen aus Janwaar. Sujjin (16) kommt aus Kovalam in Kerala, einer Kleinstadt an der südwestlichen Küste Indiens.

Kovalam, Kerala:
https://www.facebook.com/kovalamskateclub/

Und ein Portrait von Ramkesh (sehr lesenswert):
http://leher.org/blog/littlehumans-janwaar-castle-hi-name-ramkesh/

Kennengelernt haben sie sich auf der ersten Janwaar Skateboarding Challenge im letzten Sommer. Und nun kommen sie zu uns nach Europa.

Wir werden Skateboards bemalen mit den Dreien, plus die dazugehörigen Wände in den Skateparks, die wir besuchen.
Wir machen Yoga zusammen, kochen, und bringen ihnen Englisch bei.
Die Skateboardingkultur ist nicht institutionalisiert, es gibt keine hierarchischen Strukturen - sie ist frei. Diesen Geist wollen wir Ramkesh, Arun and Rajin vermitteln. Dabei bauen wir auf dem auf, was wir - und was sie selbst schon darüber wissen.

Ferner werden wir mit Sicherheit, in und um unser fahrendes Klassenzimmer, auf fremde kulturelle Eigenheiten stoßen. Sie
ermöglichen es, die Welt aus Sicht unseres Gegenübers wahrzunehmen, und bergen somit das Potential, unser aller Wahrnehmung reicher zu machen.

#zusammenwachsenundzusammenwachsen

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Skateparks sind Plätze der Begegnung.
Es ist hier, wo oben genanntes passiert. Wo man die Angst vor dem Anderen verliert, anfängt von ihm zu lernen. Wo man kulturelle Grenzen überwinden kann, Freundschaft schließt, seine Kreativität freilegen und sie leben kann.

"Ours is a battle not for power or wealth. It is a battle for freedom, it is a battle for the reclamation of the human personality!" - B. R. Ambedkar

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld brauchen wir für:

  • 3 Tablets 200 €
  • 4 Yogamatten 200 €
  • 4* Reisekrankenversicherung a 200 € 800 €
  • Posca Farben Set 1 160 €
  • Posca Farben Set 2 160 €
  • Spraydosen 150 €
  • 5 x Wochenkarten für Berlin S+U Bahn 190 €
  • Theater- und Musicalkarten in Berlin 300 €
  • Eiffelturm Eintritt 60 €
  • Louvre Eintritt 30 €
  • 500 Stickers Janwaar Castle 1 60 €
  • 500 Stickers Janwaar Castle 2 60 €
  • 500 Stickers Janwaar Castle 3 60 €
  • 500 Stickers Janwaar Castle 4 60 €
  • 100 qualitativ hochwertige Printouts (5€ Stk.) von Fotos für einen Fundraiser in Barcelona: 500 €
  • 3 Pakete mit gebrauchten Decks nach Janwaar 300 €
  • Sonstiges (Versand, Verpackung, Produktion von Dankeschöns) 500 €

Macht also unterm Strich: 3790 €

Die Reisekosten von Sujin, Arun und Ramkesh holen wir im Vorfeld als auch auf Fundraising-Events en Route ein. z.B. am ... in der Philharmonie in Berlin. Auf https://www.facebook.com/JanwaarCastle/ halten wir Euch hierüber auf dem Laufenden.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind Julian Sroczinski (26) und Nikolai Schuchna (29).
Beide studieren wir an der Uni Heidelberg Ethnologie.
Als Nikolai noch in der Plöck gewohnt hat, kam eine Freundin auf ihn zu und erzählte ihm von Janwaar - diesem Skatepark in Indien..ist doch genau dein Thema oder?
Im letzten Winter haben wir dann, wieder aus der Plöck, dieser Straße die verkehrstechnisch eine Katastrophe ist, ein erstes Paket an gebrauchten Skateboards nach Janwaar geschickt. So kam der Kontakt zu Ulrike zustande.
Ulrike ist gerade in Deutschland und kuriert sich aus von einer Erkrankung die sie aus Indien mitgebracht hatte. Ja und wie es der Zufall so will, wohnt sie (wie sie es die meisten ihrer Heidelberger Jahre getan hat) wieder in der Plöck. Wir sind also Nachbarn.
Und so kam es dass wir viel Zeit hatten uns kennenzulernen und uns zu besprechen.
Julian und Nikolai sind also jetzt mehr und mehr involviert im Projekt Janwaar-Castle, beide sprechen wir Hindi und beide fahren wir Skateboard ...

Nikolai hat sich in seinem Studium beschäftigt mit Begriffen wie Adivasi, Tribal oder Indigen im Gegensatz zu Kaste; und dabei herausgefunden, dass diese Termina nicht im luftleeren Raum entstanden sind, sondern in Herrschaftsdiskursen ihren Ursprung finden. Ferner wurden und werden sie von allen Seiten instrumentalisiert, um politische wie ökonomische Ziele zu verfolgen.
Daraus entstanden ist eine BA-Arbeit um ein Praktikum bei AKHRA-Films im indischen Bundesstaat Jharkhand.
Akhra kommt aus dem Mundari, einer lokalen Sprache, und steht für Dorfplatz.
Nun - scheinen auf einem Akhra wie jenem in Janwaar, diese Kategorien - plus Indiens größtenteils unterdrückerischen Genderrollen - zunehmend an Relevanz zu verlieren.
Und das ist fantastisch.

Selber haben wir uns auf einem Skatepark in unserer Heimat an der Donau kennengelernt.

Julian konzipiert gerade seine Arbeit. Dabei bedient er sich Konzepten aus der Ethnologie, der Geographie und der Architektur und verschafft sich einen Überblick über den Diskurs um den öffentlichen Raum - was ist er? Gibt es ihn in seiner Reinform? Wie wird er gestaltet und wie genutzt? Wie kann man ihn in Zukunft gestalten?

Ein Jahr lang war Julian in indonesischen Großstädten und im ländlichen Java unterwegs, lernte die traditionelle Kultur und die junge Kultur der Region kennen.
Natürlich war das Skateboard mit dabei...

https://www.youtube.com/watch?v=ubEX0fBghnY

Schnell wurde klar, dass die Praxis des Skateboardings auch der dortigen Jugend hilft, soziokulturelle Unterschiede zu überwinden, dass "Skateboarder [haben] andere Bewegungsmuster im städtischen Raum [haben], aufgrund ihrer Nutzungspräferenzen, welche sich in allen Bereichen der Stadt verorten lassen. So ist die Ausübung ihrer Sportart nicht an bestimmte Milieus der Stadt gebunden, sondern führt sie durch alle sozialen Schichten des städtischen Raums" (2015 Julian Paijo).

Genau.
Und das wollen wir nun zusammen führen. Und dafür hoffen wir auf Eure Unterstützung, weil alleine kriegen wir das nicht hin.

#growtogetherandgrowtogether

Bis baldo!
Dem lebendigen Geist

https://vimeo.com/221883576

Nikolai und Julian

Impressum
Nikolai Schuchna
Am EIchbühl 31
78532 Tuttlingen Deutschland

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