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Schwule Männer haben eine ganz besondere Beziehung zur Oper. Für dieses Stammpublikum des Musiktheaterbetriebs soll es nun endlich ein eigenes Lexikon geben – mit Artikeln zu rund 100 Komponisten und mehr als 150 Werken des Repertoires, in denen die schwulen Aspekte detailliert dargestellt werden. Um das Buch seinem Anspruch und Umfang gemäß gestalten zu können – als Hardcover, farbig bebildert und mit veredelter Umschlaggestaltung –, brauchen wir Eure Hilfe.
16.160 €
16.000 € 2. Fundingziel
173
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Casta Diva
 Casta Diva

Projekt

Finanzierungszeitraum 21.05.19 18:43 Uhr - 30.06.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum September 2019
Fundingziel 11.000 €

Die Herstellungskosten für den 4-Farbdruck im großen Format auf Bilderdruckpapier und einem Softcover und Klebebindung mit Matt-Kaschierung werden gesichert.

2. Fundingziel 16.000 €

Die Ausstattung steigt auf hochwertigen Hardcover mit Fadenheftung, Beflockung, Goldfolie, Lese- sowie Kapitalbändchen. Eine Prachtausgabe!

Kategorie Literatur
Stadt Berlin
Worum geht es in dem Projekt?

"Casta Diva" ist der erste schwule Opernführer weltweit.
Schwule Männer haben eine ganz besondere Beziehung zur Oper. Es gibt wahrscheinlich keine eindeutige Antwort auf die Frage, warum das so ist, aber es hat zweifelsohne etwas mit Mitfühlen und Mitleiden zu tun, sich für die Dauer einer Vorstellung wiederfinden und hineinfühlen in übergroße Heldinnen und Helden und damit, dass Oper eine schräge und widerständige Kunstform ist, für die homosexuelle Menschen wahrscheinlich ein besonderes Sensorium haben. Jedenfalls sind überdurchschnittlich viele schwule Männer passionierte Operngänger und für dieses Stammpublikum des Musiktheaterbetriebs soll es nun erstmals ein eigenes Lexikon geben.
Die Herausgeber und über 30 weitere Autorinnen und Autoren, die zum Teil als Journalisten, Dramaturgen oder Wissenschaftler professionell mit dem Musiktheater zu tun haben, zum Teil aber auch aus ganz anderen Bereichen stammen, sind allesamt leidenschaftliche Opernfans. Aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln wird in "Casta Diva" ergründet, was es im Opernrepertoire und im Leben von Opernkomponisten an manifest Schwulem, latent Homoerotischem, Transigem, Campigem und Queerem zu entdecken gibt: Opern, die von schwulen Komponisten oder schwulen Librettisten geschaffen wurden; Opern, die eine schwule Geschichte erzählen oder in denen schwule Figuren auftauchen; Opern, in denen sich Männer als Frauen verkleiden, in die sich dann Männer verlieben (und umgekehrt); Opern, in denen Frauenpartien von Männern gesungen werden (ebenfalls: und umgekehrt) … oder einfach nur Opern, die schwule Fans zur Identifikation mit Lieben und Leiden ihrer Heldin oder ihres Helden einladen.
"Casta Diva" ist kein Kuriositätenkabinett und kein Führer zum Abseitigen, sondern ein Nachschlagewerk mit sachlich fundierten Artikeln zu rund 100 Komponisten und zu mehr als 150 Werken – von Händel, Mozart, Rossini, Donizetti, Verdi, Wagner, Strauss, Puccini, Britten, Henze … Wie in konventionellen Opernführern gibt es Informationen zu Besetzung, Handlung, Werkentstehung und Musik, aber darüber hinaus wird nach den einschlägigen schwulen oder queeren Identifikationsangeboten in jeder Oper gefragt – was hat sie in der Rezeption für schwule Künstler und ein schwules Publikum so attraktiv gemacht? Subjektivität ist für uns kein Tabu.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der Band, den wir geplant haben und an dem viele mitgearbeitet haben, ist in Anspruch, Umfang und Ausstattung sehr großzügig konzipiert. Als lesbisch-schwuler Zielgruppenverlag hat der Querverlag sich bereiterklärt, dieses Projekt zu schultern. Wirtschaftlich rentabel ist für den Verlag aber nur eine schlichte Ausstattung, Broschur und Schwarz-Weiß-Abbildungen. Deshalb wollen wir jetzt Geld sammeln, um "Casta Diva" auch ansprechend drucken zu können: als Hardcover und farbig bebildert.
Die Zielgruppe von "Casta Diva" sind natürlich schwule Opernfans, die um den Besuch einer Vorstellung herum nach Informationen und Anregungen suchen. Worum geht es eigentlich in dem Stück? Und warum geht mich das besonders an, wenn eine Frau an Schwindsucht stirbt oder eine Nonne aufs Schafott steigt? Was steckt hinter der Freundschaft zwischen Carlo und Rodrigo? Und was passiert mit meinen Haarwurzeln und Zehenspitzen, wenn die Diva zu stimmlichen Höhenflügen ansetzt? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich in "Casta Diva".
Aber auch für Freunde und Verwandte, die noch nie so richtig verstanden haben, was mit dem Jungen, der lieber in die Oper als ins Stadion geht, nicht stimmt, und die endlich herausfinden wollen, was an dieser Musik und diesen Geschichten eigentlich so faszinierend ist, ist "Casta Diva" der einschlägige Ratgeber.
Und überhaupt für alle, die open minded genug sind, Oper nicht nur als Kulturkonsum, sondern als transgressive Kunst zu begreifen und neugierig darauf sind, was diese mit ihnen macht – jenseits der Geschlechternormen und sexuellen Orientierung.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil dadurch eine Sache ermöglicht wird, die es noch nicht gibt und von der doch die meisten, die davon hören, glauben, dass es sie eigentlich geben müsste.
Das enge Verhältnis von Schwulen zu Oper scheint sogar derart selbstverständlich zu sein, dass viele fraglos davon ausgehen, einen schwulen Opernführer würde es schon längst geben. Gemacht hat ihn trotzdem noch niemand. Und das bleibt auch immer noch ein Risiko.
"Casta Diva" ist nicht das Projekt eines großen Medienkonzerns. Die Unterstützung für das Projekt gilt einem unabhängigen Unternehmen, das die Inhalte für die Zielgruppe über das finanzielle Risiko stellt.
Die Unterstützung für "Casta Diva" ist aber auch ein Beitrag dazu, eine Lücke auf dem schwulen Büchermarkt zu schließen und (noch) mehr Lust auf Oper zu wecken.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Herstellung eines solchen opulenten, durchgängig farbig gedruckten Werkes mit veredelter Umschlaggestaltung stellt den wesentliche Kostenfaktor in der Kalkulation dar. Das Geld sämtlicher Unterstützer und Unterstützerinnen wird daher zur Deckung der erhöhten Produktionskosten verwendet (z.B. Grafik, Satz, Layout, Bildrechte sowie Druck und Weiterverarbeitung). So erhält das aufwendige Buchprojekt die ihm angemessene Gestaltung.

Mit dem ersten Fundingziel werden sämtliche Herstellungskosten für den aufwändigen Vierfarbdruck im großen Format auf Bilderdruckpapier (115 g/m2, matt, MultiArtSilk) und einem Chromokoarton-Softcover-Umschlag (240 g/m2 Invercote) und Klebebindung mit Matt-Folienkaschierung gewährleistet.

Gelingt es uns, das zweite Ziel zu erreichen, steigen wir in der Ausstattung des Bandes auf eine hochwertigere Hardcover-Version mit Fadenheftung, Prägung, Samtbezug und Goldfolie, Lese- sowie Kapitalbändchen. Also eine Prachtausgabe, die das Herz eines jeden Opernliebhabers wird höher schlagen lassen!

Wer steht hinter dem Projekt?

1995 gegründet, ist der Querverlag Deutschlands erster und einziger lesbisch-schwuler Buchverlag und hat sich auf die Förderung deutschsprachiger Autoren und Autorinnen spezialisiert. Der Verlag mit Sitz in Berlin wurde von Ilona Bubeck und Jim Baker ins Leben gerufen, die das Unternehmen nach wie vor führen. Unterstützt wird die Arbeit durch Marc Lippuner, der in seiner Rolle als Berater und Social-Media-Experte (u.a. bei den Kulturfritzen, Projektbüro für kulturelle Angelegenheiten im sozialen Netz) dieses Projekt medial begleitet.

Inhaltlich wird "Casta Diva" von den beiden Herausgebern Rainer Falk und Sven Limbeck verantwortet:

Rainer Falk wurde erst vor knapp 15 Jahren zur Oper bekehrt und ist seitdem (wie alle Spätberufenen) ein umso eifrigerer Adept. Wenn er gerade nicht in einer Vorstellung sitzt oder ein Libretto liest, arbeitet der Literatur- und Editionswissenschaftler am Potsdamer Theodor-Fontane-Archiv und verübelt Fontane, keinerlei Begeisterung für die Oper an den Tag gelegt zu haben. Lieblingsopern: Georg Friedrich Händels "Giulio Cesare in Egitto" und Richard Strauss’ "Salome".

Sven Limbeck ist als Bibliothekar für die Musiksammlung der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel zuständig. Schon als Schüler ging er ungefähr einmal die Woche ins Theater. Und seit er gemerkt hat, dass es mit Gesang noch besser ist, ist er der Oper verfallen. Seine musikalischen Interessen reichen vom deutschen Kirchenlied bis zu Kurt Cobain. In der Oper hat es ihm die Barockoper, die deutsche romantische Oper und die klassische Moderne besonders angetan. Lieblingsopern: Giuseppe Verdis "Don Carlo" und Claude Debussys "Pelléas et Mélisande“.

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