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Projekte / Kunst
Im Rhythmus der Zeit - Uhr mit Temperaturdifferenzantrieb
Wie Wellen an die Küste spülen, steht die Uhr für die unerschütterliche Beständigkeit der Zeit. Die 4,5m hohe Uhr wird durch Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht über die unterschiedliche thermische Ausdehnung einer Karbon- und einer Aluminiumsäule angetrieben. Die Konstruktion zieht das Uhrwerk sowohl bei Erwärmung als auch bei Abkühlung auf.
Tallinn
Startphase
Beantworte drei kurze Fragen und hilf dem Starter.

Projekt

Finanzierungszeitraum 15.09.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Mai 2016 ist die Uhr fertig
Fundingziel 50.000 €
Stadt Tallinn
Kategorie Kunst

Worum geht es in dem Projekt?

Im Rhythmus der Zeit

Ich freue mich dir ein Kunstprojekt anzubieten. Sämtliche Bilder sind aus AutoCAD Konstruktionszeichnungen extrahiert.

Die Funktionsweise der Uhr

Bei dem Objekt handelt es sich um eine 4,5m hohe Standuhr. Die maximale mögliche Höhe wäre ca. 10m. Tatsächlich funktioniert die Uhr besser je höher sie ist, aber ich bin mit 4,5m bis 6m sehr zufrieden.

Die Uhr ist üblicherweise angetrieben durch den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, was sie weltweit einzigartig macht. Der Antrieb erzeugt Energie in beide Richtungen, sowohl bei einem Temperaturanstieg als auch bei einer Abkühlung. Temperaturstürze sorgen also für zusätzliche Energie. Jedoch sind 850kg Aluminium zu erwärmen oder abzukühlen. Zehn Minuten Sonnenschein bei einem sonst wolkigen Himmel haben auf die Längenausdehnung keinen großen Einfluss.

Die tägliche Erwärmung oder die nächtliche Abkühlung führt zu einer unterschiedlichen thermischen Ausdehnung der beiden Säulen in der Mitte der Uhr. Eine der Säulen ist aus Aluminium, die andere aus Kohlefaser. Der temperaturbedingte Längenunterschied ist durch vier 570mm lange Hebel bei 5 Grad Temperaturunterschied auf jeweils 4,7mm an den Enden der Hebel vergrößert.

Dort ist die Bewegung auf 20fach- Präzisionsflaschenzüge übertragen, die mit jeweils zwei Hebeln verbunden sind und die Zugstrecke auf 6cm verlängern. Die beiden Zugseile in den Flaschenzügen links und rechts der Mittelsäule führen in die hintere Säule aus Edelstahl. Dort laufen sie über jeweils ein Gesperr, das ein Huygensches Endlosseil permanent aufzieht.

Am Ende der Zugseile ist jeweils ein Gewicht aufgehängt, das das Zugseil spannt. Dadurch wird unter anderem das Elastizitätsproblem der Zugsseile behoben. Dennoch sind die Zugseile wegen der Haltbarkeit und der hohen Zugkraft aus Stahl.
Die Seilrolle des Endlosseils ist dreimal so groß wie die Seilrolle des Geperrs mit dem Zugseil, sodass die Zugstrecke am eigentlichen Gewicht für das Antriebsrad der Uhr bei 5 Grad Temperaturunterschied zweimal täglich 18cm beträgt.

Die Idee zu der Uhr

trage ich schon seit einigen Jahren mit mir herum.
In Tallinn bin ich nun wegen der Altstadt auf die Idee mit den Flaschenzügen gekommen.

Historisch verbindet die Uhr zwei große Uhrmacher und Erfinder. Den Niederländer Christiaan Huygens, der den Endlosantrieb erfunden hat und den Engländer John Harrison mit der Erfindung des Gegengesperrs. Beide Systeme verhindern ein Stehenbleiben der Uhr während des Aufziehens und konkurrieren noch heute in Uhren mit Gewichtsantrieb. Meine Uhr wird permanent aufgezogen und nutzt dazu beide Systeme mit einigen kleinen Veränderungen. Damit dürfte die Uhr neben dem einzigartigen Temperaturdifferenzantrieb wohl auch die einzige Uhr mit permanentem Gewichtsaufzug sein.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Uhren faszinieren und bestimmen die Menschheit seit tausenden von Jahren. Von Sonnenkalendern bis zum manchmal lästigen Wecker. Diese weltweit einzigartige Uhr ist für die Öffentlichkeit gebaut, für Technikfans, die mechanische Werke zu schätzen wissen genauso wie Jugendliche, um sie zu für Technik zu begeistern oder eben "nur um die Uhrzeit abzulesen". Sie öffnet neue Wege und stellt Herausforderungen an höchste Präzisionsarbeit. Jeder, der sich etwas für Uhren oder Mechanik im Allgemeinen interessiert, wird sich an der Uhr erfreuen. Meiner Meinung regt die Uhr zu Kreativität und eigenständigem Denken an, da beim Betrachten die Funktionsweise hinterfragt wird.

Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, geht die Uhr für 10 Jahre auf Wanderausstellung in Museen und Skulpturengärten, bevor sie einen festen Platz gefunden hat. Ansprechende Kunstwerke sind dort sehr gefragt.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Die Uhr ist einzigartig und wird Aufsehen nicht nur in der Welt der Uhrmacher erregen. Hier bietet sich die Möglichkeit an etwas einmaligem Teil zu haben, ohne dass kommerzielle Absichten verfolgt werden.
Im Wissen der Unterstützung gibt es ein zufriedenes Gefühl, dass die Uhr viele Besucher anzieht. Stell dir vor du liest, dass die Uhr da und dort ist, und schaust in deine Schrankvitrine oder auf das Küchenregal, wo ein Teil von ihr steht. Das ist dann doch ein gutes Gefühl.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Konstruktionszeichnungen sind fertig. Die Berechnungen sind gemacht. Die Uhr ist wetterfest. Anfragen an Skulpturengärten und städtische Kunst- und Kulturabteilungen finden Interesse. Es kann also losgehen mit dem Bau.

Viele Teile der Uhr sind Normteile wie die über 60 Kugellager oder das handelsübliche Präzisionspendeluhrwerk. Andere Teile müssen laminiert, gebohrt, gesägt und gefräst werden wie die Säulen, Hebel, Seilrollen, Backen, Flansche, etc.

Die Materialkosten belaufen sich auf rund 30.000 € (+-10%)
•Aluminium 2000 €
•Kohlefaser 14000 €
•Edelstahl 3000 €
•Kugellager 1800 €
•Sockel (Granit poliert) 1000 €
•Epoxidharz 3000 €
•Präzisionspendeluhrwerk umgearbeitet 1000 €

sind die größten Posten. Hinzu kommen die Transportkosten für rund 4,5 Tonnen Material und Kleinteile.

Günstigen Platz zum Bauen gibt es hier genug. Der Rest des Fundings geht für Werkzeug und Elektrizität drauf. Eigentlich kann ich gleich anfangen. Die Arbeiten an der Uhr dauern 6 bis 8 Monate.

Wer steht hinter dem Projekt?

Gute Ideen sind nur gut, wenn sie verwirklicht werden.
Ich hoffe, dass möglichst viele Unterstützer dabei helfen.

Impressum
Bernd Rickert
via Antonio Chiesa 10
6830 Chiasso Schweiz

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