Projekte / Social Business
„Creation, not frustration” ist ein Projekt, welches Flüchtlinge trotz der Widrigkeiten des europäischen Asylrechts bei der beruflichen Integration in Deutschland/Europa unterstützt. Wir vermitteln handwerkliche Fähigkeiten im Bereich Siebdruck. Dabei geht es zum einen natürlich um die Generierung von Jobs, zum anderen darum selbstbestimmt und kreativ Produkte herzustellen, welche auf dem freien Markt angeboten werden können. Dazu bieten wir eine Plattform.
Berlin
265 €
5.000 € Fundingziel
8
Fans
3
Unterstützer
Projekt beendet

Projekt

Finanzierungszeitraum 22.03.18 18:51 Uhr - 30.04.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Ende März - Mitte Mai 2018
Fundingziel 5.000 €
Mit dem Betrag von 5000 € können wir uns die Basics für professionelles Siebdruck-Equipment anschaffen: Siebdruckkarussell, Belichtungsstation und Zubehör.
2. Fundingziel 20.000 €
Mietausgaben für das erste Jahr werden gesichert. Anwalts- und Steuerberaterkosten zur Gründung einer gGmbH sind gesichert. Personalkosten für die Workshops.
Kategorie Social Business

Worum geht es in dem Projekt?

In unserem Projekt geht es darum geflüchteten Menschen eine Möglichkeit zu bieten aus der Sinnlosigkeit des Wartens und der Isolation in Flüchtlingsheimen herauszutreten und vorhandene künstlerische und handwerkliche Potentiale zu nutzen. Unser Team aus eherenamtlich engagierten Bürger*innen offeriert geflüchteten Menchen Workshops zum Erlernen der Siebdrucktechnik in mehren Schritten: Gerätebau, Drucktechnik, Mehrfarbdruck, Motiventwicklung und Bildbearbeitung, Präsentation und Vertrieb der eigenen Produkte. Mittels der relativ einfach zu erlernenden Technik des Siebdrucks ist es möglich, sich nicht nur kreativ handwerklich zu betätigen sondern auch marktfähige Produkte herzustellen.
Gemeinsam soll ein soziales Unternehmen gestaltet werden, in welchem Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Auftragsdruck, Design und Workshopleitung entstehen.
Nach dem Erlernen der Basistechniken vermitteln die Teilnehmer*innen ihr erlerntes Wissen als Multiplikatoren an andere Interessierte, so dass das Projekt im weiteren Verlauf von den geflüchteten Menschen selbst mitgestaltet und umgesetzt wird.
In offenen Workshops für alle am Siebdruck Interessierten (von Schulklassen bis zum Kieznachbarn) sind die Teilnehmer*innen als Lehrer*innen integriert. Hier begnet man sich auf einer Ebene jenseits von Politik und Flüchtlingsheimen und kann direkt in Kontakt zueinander kommen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser vorrangiges Ziel ist die Gründung einer gGmbH im Siebdruckbereich, in welcher geflüchtete Menschen nicht nur die Möglichkeit haben, selbst zum eigenen Lebensunterhalt beizutragen, sondern auch mitgestalten und Verantwortung übernehmen.
Unser Projekt hat aber nicht nur die geflüchteten Menschen selbst im Fokus. Wir möchten durch unser Konzept vor allem auch zum Abbau von Vorurteilen in der Bevölkerung beitragen. Leider ist das Thema Asyl und Flucht nach Europe nach wie vor mit starken Vorurteilen wie Einladung für Sozialschmarotzer, Kriminielle oder gar Terroristen besetzt. Sicherlich mögen Einzelbeispiele diese Vorurteile bestätigen, die meisten Menschen jedoch, die es auf sich nehmen bzw. auf sich nehmen müssen aus ihrer Heimat zu fliehen, haben aber etwas ganz anderes im Sinn: Überleben! Und existieren dürfen! Und dies mit ihrer Hautfarbe, Ethnie, Religion oder sexueller Orientierung. In Freiheit und Würde.
In unserem Projekt schaffen wir einen Rahmen dafür und laden Menschen aus allen Bevölkerungsschichten dazu ein, in persönlichen Kontakt mit den geflüchteten Menschen in unserem Team zu treten: entweder als Teilnehmer*innen an einem unserer offenen Workshops, als Kunden, die sich bei der Gestaltung, Auswahl und Umsetzung Ihrer Siebdruckmotive beraten lassen oder als ehrenamtlich Engagierte, die bei der Umsetzung unserer Ziele mithelfen. In unserem Projekt soll eine Begegnung auf Augenhöhe und ein gemeinsamens Arbeiten stattfinden.
Eine dritte Zielgruppe besteht aus Künstlern und Handwerkern, die nach wie vor in Krisengebieten leben und durch uns durch den Vertrieb ihrer Produkte in unserem Onlineshop gefördert werden.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Nomen est omen - Creation! Not frustration!
Gemeinsam in einem interkulturellem Rahmen Neues und Schönes Erschaffen statt Frustration und Resignation auf allen Seiten.

Wir können nicht länger so tun, als wäre die "Flüchtlingskrise" gelöst, nur weil nun weniger Menschen als noch 2015 in Deutschland ankommen. Wer sich traut hinzusehen, kommt nicht umhin zu erkennen, dass sich die Problematik an den europäischen Außergranzen Tag für Tag dramatisch verschärft (siehe der jüngsten Enthüllungen über den Sklavenhandel mit geflüchteten Menschen in Libyen oder die stetig steigende Zahl der im Mittelmeer auf der Flucht Ertrinkenden).
Vorurteile, Ignoranz oder einfach Weggucken lösen nicht das Problem, dass Menschen aus Kriegsgebieten sich und ihre Familie in Sicherheit bringen wollen, und ebenfalls nicht, dass mehr und mehr Menschen sich auf den Weg machen, um nach Möglichkeiten zu suchen, Ihre Familien zu ernähren.

We are one - oder mit anderen Worten: wir sitzen alle im gleichen Boot. Keiner, ob in Afrika oder Skandinavien, Australien oder China kann sich über kurz oder lang den Folgen von Klimawandel, Krieg und Globalisierung entziehen. Wir haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung eine Welt zu gestalten, die all unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft ermöglicht.

Fakt ist, dass viele geflüchtete Menschen für Monate und Jahre in der Abschottung von Flüchtlingsheimen zum Warten und Nichtstun verbannt sind. Wir kreieren Chancen und Räume, so dass geflüchtete Menschen hier bei uns eine würdige Existenz haben, ob übergangsweise oder langfristig.
Genauso sollten wir auch uns selbst eine Chance geben, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und diese Menschen persönlich kennen zu lernen und wer weiß, vielleicht sogar eine ganze Menge dazu zu lernen. Denn wenn wir die Menschen, die zu uns kommen, weiterhin auf größtmögliche Distanz halten und ihnen mit Misstrauen und Angst begegnen, kreieren wir exakt das, wovor wir uns fürchten und schaffen einen Nährboden für Gewalt, Hass und Kriminalität.

Wir sind davon überzeugt, dass es auch anders geht.
Creation! Not frustration! We are one!

Auch können wir uns nicht den Ursachen verschließen und wollen - gleich der Behandlung von Krankheiten - nicht nur versuchen die Symptome zu lindern, sondern an die Wurzel der Probleme gehen, nämlich dort, wo wir Teil der Problemursachen sind. Deshalb haben wir uns für ökölogisch nachhaltige und verantwotungsvoll produzierte Textilien entschieden und beziehen unsere Ware von Continental Clothig Company.

Mit unserem Projekt gehen wir genau diese Themen an: Nachhaltige Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland durch Lernen, Lehren und Gestalten sowie Förderung von Potentialen von Menschen in Krisengebieten. Dabei hoffen wir auf Ihre Mithilfe.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Betrag von 5000 € schaffen wir uns grundlegendes Equipment für den professionelles Siebdruck an: Siebdruckkarussell, Belichtungsstation und Zubehör.

Mit der zweiten Etappe und dem Bertrag von 20.000 € erhalten wir unseren Standort und gründen eine gGmbH. Die Mietausgaben für das erste Jahr wären gesichert. Dazu die Anwalts- und Steuerberaterkosten, die bei Gründung einer gGmbH anfallen. Weiter können wir qualifiziertes Personal für die Workshops bezahlen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Team Creation! Not Frustration! setzt sich aus unabhängigen Ehrenamtlichen zusammen, die sich dafür engagieren, anderen, die nicht haben, was für uns selbstverständlich ist, eine würdige Existenz zu ermöglichen.

2014 haben Diana Wahl und Mouhamed Tanko das Projekt gemeinsam in der Flüchtlingsunterkunft Gürtelstarße in Berlin gegründet und viele dort untergebrachte geflüchtete Menschen in Näh- und Siebdruckarbeiten angeleitet. Im August 2014 wurden die meisten der Teilnehmer*innen mittellos auf die Straße gesetzt. Die Ihnen vom Senat gemachten Versprechungen waren haltlos geblieben und sie wurden alle zusammen von einem auf den anderen Tag aus dem Heim vertrieben. Auch unser Projekt, in dem wir uns für die geflüchteten Menschen einsetzen wollten, musste sich eine neue Unterkunft suchen.
Frau Esther Ohse, Betreiberin des Näh- und Werkstudios in Neukölln, gewährte uns ab Frühjahr 2015 die kostenfreie Nutzung der Ihr zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in der Braunschweiger Straße 8 in Neukölln. Seither haben wir vor Ort in verschiedenen Workshops geflüchteten Menschen die Design- und Siebdrucktechnik beigebebracht. Im Designbereich konnten wir hierfür eine Kooperation mit dem Verein be able auf die Beine stellen, mit dem wir im Sommer 2015 das Projekt we are one and able initiiert haben. Hierbei konnten Dank einer Vorfinanzierung durch die Firma museumsgoods eine erste Kollektion der von unserer Projektteilnehmern designten und selbst gedruckten T-Shirts und Taschen hergestellt werden. Über den Online-Shop von museumsgoods können Teile der Kollektion nach wie vor bestellt werden: http://museumgoods.de/products-page/beable/
In 2016 konnten wir zudem den aus Martinique stammenden Produktdesigner Loris Craspag gewinnen unser Projekt durch seine Mitarbeit zu unterstützen.
Im Siebdruckbereich unterstützte uns von Anfang an und immer noch Mathias Schmidt. Er arbeitet seit vielen Jahren in der Siebdruckwerkstatt Neukölln in freier Mitarbeit.
Geimeinsam mit Mathias haben wir noch in der Flüchtlingsunterkunft Gürtelstraße unsere ersten mobilen Siebdruckmaschinen gebaut, welche Mathias selbst entworfen hat. Seine kostenlose Bauanleitung stellt er auf youtube allen Interessierten zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?list=PL2EB4122F5B634CC1&time_continue=670&v=XGkMhWSX8xM
Er unterstützt Creation! Not frustration! sowohl durch Technik und Know-how im Siedruckverfahren als auch im Gerätebau. Selbst ein mobiles 2-Farbdruckkarusell hat er für unsere Arbeit mit den geflüchteten Menschen entworfen und hergestellt.
Die Siebdruckwerkstatt Neukölln selbst unterstützte uns ebenso beim Aufbau des Projekts - sowohl mit Materialien als auch der Nutzung Ihrer Räumlichkeiten zum Lernen von Belichtungstechnik und Mehrfarbdruck am Karusell.
Weitere Engagierte im Projekt sind Ilka Klose, hauptberuftlich Archäologin, die sich im Projekt sowohl um Bildbearbeitung als auch um Finanzen kümmert sowie Cassie Seo, ebenfalls Designerin und Siebdruckkünstlerin.

Seit 2017 kooperieren wir und drucken wir für den Kinderzircus Cabuwazi, der sich in seinem Projekt: Beyond Bordes (http://cabuwazi.de/Projekte/cabuwazi-beyond-borders.php) in den Flüchtlingsunterkünften in ganz Berlin engagiert. Zusammen mit Cabuwazi Beyond Borders haben wir in verschiedenen Flüchtlingnotunterkünften Druckworkshops mit den Kindern geflüchteter Menschen unternommen und bedrucken T-Shirts und Taschen für Veranstaltungen des Zirkus.

Zusammen mit dem JFF - Institut für Medienpädagogik teilen wir uns nicht nur die Räumlichkeiten in der Braunschweiger Straße 8, sondern arbeiten auch an der visuellen Präsentation und Dokumentation unseres Projektes zusammen sowie in medienpädagogischen Projekten, in denen sich Siebdruck und Film verbinden lassen.
Das Quartiersmanagement Richardplatz Süd unterstützt uns ebenso durch Veröffentlichungen von Informationen und Veranstaltungen auf der Webseite des Quartiersmanagement und Printmedien aus dem Kiez.

Damit wir im Rahmen des Auftragsdrucks überhaupt tätig werden konnten, haben wir im Januar 2017 provisorisch die Firma We are one - Print & Design als simples Einzelunternehmen gegründet. Mit dieser Kampagne hier bei startnext soll es nun weg vom Provisorium hin zum sozialen Unternehmen in Form einer gGmbH gehen.

Wir hoffen auf eure Unterstützung.

Impressum
We are one - Print & Design
Diana Wahl
Braunschweiger Straße 8
12055 Berlin Deutschland

Steuernummer: 36/577/01852

Kooperationen

"Das JFF - Institut Jugend Film Fernsehen Berlin-Brandenburg beschäftigt sich in einer besonderen Verbindung aus Theorie, Forschung und Praxis mit Medienpädagogik und Medienaneignung."

Hauptaufgabe des QM ist eine Intervention auf Stadtteilebene, um benachteiligte Quartiere zu stabilisieren. Dieses Ziel verfolgen wir über die Förderung des sozialen Zusammenhalts, der solidarischen Nachbarschaft und der Chancengleichheit.

"ChAotisch BUnter WAnder ZIrkus"
In Kursen, Projekten und Ferienworkshops fördert CABUWAZI individuelle Ausdrucksformen, soziale Kompetenz und gestalterische Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 19 Jahren.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gründer, Erfinder und Kreative stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

57.880.389 € von der Crowd finanziert
6.418 erfolgreiche Projekte
900.000 Nutzer

Sicherheit

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