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Projekte / Film / Video
"Das faktische Gefühl"
„Das faktische Gefühl“ ist ein Dokumentarfilm von den eigentlichen Opfern von Kriegen: Den Menschen, die aus ihrem Land fliehen müssen, um Tod, Vergewaltigung, Folter und Unterdrückung zu entkommen. Der Film portraitiert die alltäglichen Erfahrungen der syrischen Flüchtlinge, die aus Syrien in den benachbarten Libanon flohen — in der Hoffnung, dort zu überleben. Welche Hürden müssen sie bewältigen und welche Lebensperspektiven haben sie?
Berlin
8.068 €
8.000 € Fundingziel
118
Fans
50
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 30.06.14 14:33 Uhr - 04.08.14 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Jetzt bis September 2014
Fundingziel erreicht 8.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Syrien — ca. 10. Millionen Flüchtlinge! Wir kennen die grausamen Bilder: Vom Krieg und Elend, von Armut und Flüchtlingslagern. „Das faktische Gefühl“ will diesen Bildern, die uns immer wieder aus Asien und Afrika gezeigt werden, Namen, Gesichter und Stimmen geben. Die leblosen Zahlen und Fakten sollen am Beispiel von Menschen konkretisiert, erfahrbar und auf schonungslose Weise anschaulich gemacht werden. 2013 als spontanes Projekt gestartet, soll nun ein dokumentarischer Film entstehen; von Menschen für Menschen.

Wie es dazu kam — Die Geschichte dahinter
Letztes Jahr reiste ich wie schon öfters während meiner Semesterferien in den Libanon, um wieder einmal das Land zu bereisen, zu entspannen, bei libanesischen Freunden eine gute Zeit zu verbringen. Doch vor Ort, im Libanon, konnte ich nicht einfach den Fernseher ausschalten und mich wegdenken von all dem Elend. Es war so greifbar und spürbar. Einfach zusehen ging nicht.
Ohne Mittel und ohne Plan, aber mit einer Kamera in der Hand, habe ich mich gemeinsam mit einem Freund, der auch Hobby Kameramann ist, mitten hinein in all die Zahlen und Fakten gestürzt, die ich aus dem Fernseher kannte. Wir fingen an, Kontakt zu Hilfsorganisationen wie der UNHCR und WARCHILD /Holland aufzunehmen und uns einen Eindruck von den örtlichen Bedingungen, aber auch den Bemühungen der zahlreichen Hilfsorganisation und ihrer Zusammenarbeit mit der libanesischen Regierung zu machen. Dafür reisten wir an die syrisch-libanesische Grenze, in die Bekaa-Ebene, nach Beirut und Tripoli. Nur so konnten wir ein klares und unverfälschtes Bild von der verheerenden Lebenssituation der syrischen Flüchtlinge erhalten.
Nach einem Ausflug an die Grenze haben wir in der Bekaa-Ebene spontan an einer Straße angehalten und, nach einigen sprachlichen Komplikationen, angefangen, zu filmen. Von da an sind wir täglich dorthin gefahren, um mit den Flüchtlingen, den Helfern, den Bauern, Vorstehern und Dorfbewohnern zu sprechen und sie besser kennenzulernen. Da wir keine Journalisten sind und dank meiner libanesischen Herkunft konnten wir schnell Vertrauen aufbauen. Unsere Gesprächspartner luden uns oft auf einen Tee ein und behandelten uns wie gute Freunde.
Während dieser Reise habe ich unter anderem Ahmed und seine Familie, Layha und ihre Eltern sowie die drei alten Damen kennengelernt. Sie haben ihre Geschichten erzählt und uns an ihrem Leben teilhaben lassen. Sie sind aus Angst geflohen, sie haben mit Mut die Grenze in den Libanon überquert und sind mit Hoffnung auf Sicherheit und Freiheit angekommen. Ich habe gesehen, was es bedeuten kann, nichts mehr zu besitzen, alles verloren zu haben und nicht zu wissen, wie es weiter geht.
Bei den Dreharbeiten geht es um die großen Themen wie Arbeitslosigkeit, Bildung, Armut und Einsamkeit. Probleme, die in den Flüchtlingslagern eine ganz neue Bedeutung erlangen. Um diese Geschichten erzählen zu dürfen, bin ich dieses Jahr wieder gemeinsam mit einem Kameramann im Libanon, um eine ca. 20-minütigen Dokumentation zu erstellen, die die einzelnen Schicksale vorstellt. Die Drehphase soll drei bis sechs Wochen dauern. Wir werden zu zweit die Protagonisten jeweils mehrere Tage am Stück begleiten, um ehrliche Antworten und einen authentischen Einblick in ihr Leben zu bekommen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Während des Drehs soll ein „Flüchtlingstagebuch“ entstehen. Bei diesem Dreh soll es um die Gegenwart, die Zukunft, die Hoffnung gehen und die Lebensperspektiven. Alle drei Geschichten erzählen, wie es den Menschen nach der Flucht geht. Wenn Sie alles hinter sich gelassen haben und jetzt nach vorne schauen müssen. Welche Probleme müssen sie überwältigen um für sich und ihre Familien wirklich einen Alltag zu schaffen. Was sind ihre Ängste, welche Hoffnung haben sie? Wieviel Mut müssen sie aufbringen, das alles so gut wie möglich zu bewältigen?
Jede einzelne Geschichte zwingt uns durch seine Authentizität, auf die Probleme zu schauen und uns damit auseinanderzusetzen. Wir lassen die Protagonisten ihre Geschichten selber erzählen. Dadurch wollen wir erreichen, dass zwischen den Protagnisten und dem einzelnen Zuschauer eine emotionale Nähe entstehen, die beide verbindet.
Der Film soll Flüchtlingen eine Stimme geben, um auf sich und ihre Probleme aufmerksam zu machen. Von Europa aus erscheint das Schicksal von Flüchtlingen oft noch zu weit weg. Dieser Film dient keinem Sensationsjournalismus, sondern möchte schlicht und einfach die Realität darstellen. So können die Schicksale unserer Protagonisten auch Denkanstöße geben — vor allem für uns in Europa, wo vieles oft sehr schwer erscheint.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit diesem Filmprojekt sollen nicht nur bewegende Geschichten erzählt werden sondern auch auf eine internationale Krise aufmerksam machen. Syrien ist nun schon fast im vierten Jahr im Bürgerkrieg und täglich gibt es weitere unzählige Opfer. Die internationale Staatengemeinschaft findet keine gemeinsame Linie und das Problem der Humanitären Hilfe und die große Anzahl von Flüchtlingen in die Nachbarstaaten sorgen für weitere Instabilität.
Nicht zuletzt werden wir bei der zweiten Drehphase im Auftrag von euch, unseren Unterstützern, unterwegs sein. Schreibt uns, welche Fragen euch bewegen - und wir nehmen sie mit in den Libanon!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird für die unvermeidbaren Kosten einer professionellen Filmproduktion genutzt.
Wir bezahlen davon die Reisekosten, die Filmtechnik, den Schnitt, Titel und Effekte, die Tonmischung, anfallende Kosten für Musik, Sprecher und Übersetzung und natürlich auch die Produktion der DVDs.
Nach dem Dreh werden wir uns mit unserem Materialien auch bei verschiedenen Filmförderungsinstitutionen bewerben. Das Ziel ist ein Dokumentarfilm, der das Format fürs Programmkino hat oder für einen Sendeplatz bei einem Kultursender wie "ARTE".
Der Zuspruch von vielen Crowdfunding-Unterstützern kann mit zu den stärksten Argumenten gehören, mit denen sich dieses Filmvorhaben durchsetzen wird. Vor allem werden es eure Beiträge möglich machen, dass wir einen unabhängigen Film produzieren können. Natürlich werden wir euch über alle unsere Schritte, im Libanon sowie in Deutschland, auf dem Laufenden halten - hier und auf unserer Facebook-Seite.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter diesem Projekt stehe ich, Lara, 27 Jahre jung. Nachdem ich im Libanon geboren wurde, bin ich von einer deutschen Familie adoptiert worden. Der Libanon hat für mich schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Deshalb war ich auch schon vielzählige Male dort, so auch während der Semesterferien 2013, als die ersten Aufnahmen entstanden. Trotz einiger Hindernisse bin ich überzeugt diesen Film zu machen, um einen Beitrag zu leisten, damit das Thema der syrischen Flüchtlinge nicht in Vergessenheit gerät.
Unterstützt werde ich dieses Mal von einem motivierten Kameramann, der mit viel Überzeugung an diesen Film rangeht. Überdies werden wir im Libanon von einem Ton und Lichttechniker begleitet und einem Übersetzer. Alle beteiligten, die mit mir gemeinsam an diesem Film arbeiten machen dies ehrenamtlich. Zudem werden wir vor Ort auch dieses mal von verschiedenen UN-Agenturen, internationalen NGOs sowie lokalen NGOs unterstützt, so dass wir direkten Zugang zu den offiziellen Anlaufstellen und „Safespaces“ haben. Außerdem haben wir während unseres letzten Aufenthalts Kontakt zu einer lokalen Großfamilie in der Bekaa-Ebene geknüpft und haben bereits die Erlaubnis, auf ihren Feldern zu drehen.

Impressum
Larissa Wegener
Winterfeldtstr.97
10777 Berlin Deutschland

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