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Belina galt mit ihrem folkloristischen Repertoire als Brückenbauerin zwischen den Völkern und Kulturen. Mit dem Gitarristen Siegfried Behrend reiste sie in den 60er-Jahren um die Welt und setzte sich trotz traumatischer Erlebnisse in der NS-Zeit für Toleranz und Gleichberechtigung zwischen Deutschen, Juden und den anderen Völkern ein. Ihr Bestreben, zu verbinden und zu vermitteln, war vorbildlich und mutig und ist heute mit Kriegen, Rassismus und Flüchtlingsströmen von brennender Aktualität.
31.820 €
60.000 € 2. Fundingziel
118
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 BELINA - Music for peace (Filmdokumentation)
 BELINA - Music for peace (Filmdokumentation)
 BELINA - Music for peace (Filmdokumentation)
 BELINA - Music for peace (Filmdokumentation)

Projekt

Finanzierungszeitraum 24.06.19 15:00 Uhr - 23.09.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Ende 2019/Anfang 2020
Fundingziel 30.000 €

Bei Erreichen des 1. Fundingziels wird der Film auf jeden Fall produziert und ihr erhaltet bis zur ersten Filmpräsentation eure „Dankeschöns".

2. Fundingziel 60.000 €

Es können zusätzliches Archivmaterial lizenziert, die Postproduktion erweitert, Rückstellungen bezahlt und eine mehrsprachige DVD produziert werden.

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin
Worum geht es in dem Projekt?

Weltweit sind nach Angaben des UNHCR mehr als 68 Millionen Menschen auf der Flucht, das entspricht der Einwohnerzahl Frankreichs, Tendenz steigend. Heute gibt es mehr Kriegs- und Krisenherde als je zuvor. In der gegenwärtigen Lage mit Drohgebärden, Rassismus und Flüchtlingsströmen, ist es wichtig, wenn die Welle der Folklore wieder die Menschen erreicht. Denn Musik schlägt Brücken, ähnlich wie der Sport, und kann maßgeblich zur Völkerverständigung, zur Toleranz und zum Frieden beitragen. Ein Wiegenlied aus Nordkorea z. B. berührt emotional genauso wie ein afrikanisches oder amerikanisches Lullaby. Schon Folk-Ikone Joan Baez und die musikalischen UNICEF-Botschafter Harry Belafonte und Nana Mouskouri wandten sich früh der Weltmusik zu und kämpfen seither für Menschenrechte und Frieden.

Porträtiert wird die von Krieg und Verfolgung traumatisierte Polin BELINA (1925-2006), die in Frankreich und Deutschland eine neue Heimat fand und die ihre Vision lebte, mit Musik die Menschen und deren Herzen zu erreichen. Sie haderte nicht mit ihrem Schicksal, sondern verstand es, zu vergeben und dem vermeintlichen „Feind“ die Hand zu reichen. Doch der Weg der Sängerin, die als Jüdin nach dem 2. Weltkrieg Deutschland als „musikalische Diplomatin“ repräsentierte, war oft von Unverständnis und kommerziellen Ambitionen der Produzenten begleitet, denen sie sich widersetzte.

BELINA verlor zu Beginn des 2. Weltkriegs fast ihre gesamte Familie, unter falschen Namen gelang ihr die Flucht nach Hamburg, von polnischen Landsleuten denunziert kam sie ins KZ, ein Pastor verhalf ihr zur Flucht. Nach dem Krieg erhielt BELINA die franz. Staatsbürgerschaft. 1963 brachte ihr das von Truck Branns gedrehte TV-Porträt den internationalen Durchbruch, es folgten zwei Welttourneen während des Vietnams-Krieges, mitunter in Regionen, an denen es nie zuvor Konzerte gegeben hatte oder die vom Krieg erschüttert wurden. Die langersehnte Rückkehr in ihre Heimat Polen erlebte BELINA jedoch als persönliche Katastrophe. Sie hatte diese endgültig verloren, sie zog zu ihrem Sohn nach Hamburg. Nach der Trennung von ihrem Gitarristen versuchte die Plattenindustrie BELINA wieder - wie am Anfang ihrer Karriere - auf billige Schlager zu reduzieren. Doch aus dem einstigen Flüchtlingsmädchen war inzwischen eine selbstbewusste, weltgewandte Frau geworden, die nun offen sagte, was ihr missfiel, und sich damit nicht immer Freunde machte.

BELINA singt in dem weltberühmten Song Exodus:…Ein Land ist mein, in dem ich je geliebt, ein Land, das mir die Freiheit gibt.“ - Was ist Heimat? - Können Flüchtlinge und Verfolgte anderswo Wurzeln schlagen? (BELINA 1969: „Ich bin überall zu Haus!“) - Was für eine Wirkung hat Musik, insbesondere die Folklore als überliefertes Kulturgut der Völker? - Kann eine Wiederbelebung der erfolgreichen Folkwelle der 1960er-Jahre heute erneut die Menschen zusammenführen und zu einem besseren Miteinander beitragen?

Das Oscar prämierte Lied Exodus aus dem gleichnamigen Filmepos spannt einen Bogen von den Verfolgten und Vertriebenen des Nationalsozialismus, unter denen auch viele Deutsche waren, bis hin zur heutigen Flüchtlingskrise und dem wieder aufgeflammten Antisemitismus und Rechtspopulismus. Am Beispiel des einstigen Flüchtlingsmädchens Nina, die in den 1960er-Jahren zur gefeierten Sängerin BELINA wurde, wird klar, dass wir Menschen im Grunde alle gleich sind und niemand uns gefragt hat, wo wir geboren werden und leben möchten. Musik befriedet, wie 1914 das gemeinsame Singen von Stille Nacht im Schützengraben an der Westfront oder die aktuellen Konzerte von Daniel Barenboim im Gaza-Streifen und an der innerkoreanischen Grenze. Am Ende des Films singen Frauen aller Kontinente und Glaubensrichtungen den Song Exodus in einer aktuellen, mehrsprachigen Version und reichen sich die Hände.

Filmlänge 60-90 Minuten
English Version "Support the filmproject BELINA":
www.boettcher-film.de

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Die Zuschauer*innen erwartet eine musikalische und kulturhistorische Zeitreise von der Vorkriegszeit bis heute mit dem Augenmerk darauf, dass Musik die wohl einzig verbindende Sprache zwischen uns Menschen ist. Sie wird überall auf der Welt verstanden, unabhängig vom Alter, von der Religion und der kulturellen Prägung.

Es entsteht ein Film mit teils avantgardistischen Archivaufnahmen, seltenen Originalinterviews, aktuellen Statements von Zeitzeugen wie die Journalist*innen SHARON ADLER und MICHEL RODZYNEK und die Künstler*innen NANA MOUSKOURI, KATHARINE MEHRLING, SHARON BRAUNER, ALEXANDRA MARISA WILCKE, JOANA EMETZ, JOCELYN B. SMITH, DJATOU TOURÉ und GIORA FEIDMAN mit Reflexionen zur heutigen (Flüchtlings)problematik, zu Antisemitismus und Völkerverständigung sowie zeitlos schöner Weltmusik! Sodass die Älteren unter uns zurückdenken, diskutieren und vermitteln und die Jüngeren womöglich einen Weg für ein gemeinsames Begegnen wie auch einen friedvollen Umgang miteinander entdecken können.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Der weltbekannte argentinische Klarinettist GIORA FEIDMAN beantwortet diese Frage überaus treffend in einem schon für uns vorab gedrehten Interview: „Love your enemy – Liebe Deinen Feind! Wie können wir Bomben werfen und das zerstören, was uns wichtig ist? Wie können wir Menschen töten, die so sind wie wir selbst?“

Unser Team ist bekannt für Filme und Biografien über Menschen, die nicht dem Mainstream angehören und das schnelle Geld versprechen. Unsere Produktionen sollen aufhorchen lassen, zum Nachdenken anregen und dennoch eine gute Stimmung erzeugen - kurzum: nachhaltig sein!

Es wird immer schwieriger, heutzutage mit so einem Thema Redaktionen, Plattenfirmen, Filmförderer zu finden. Immer wieder hören wir: "das Thema sei nicht kommerziell genug", "die Protagonisten kennt niemand mehr", "damit wären keine Quoten zu erzielen". Trotz aller Widerstände haben wir unsere Herzensprojekte am Ende realisieren können und stets ein ergriffenes und mitunter auch überraschtes Publikum gefunden, das uns Anerkennung und Dank zollte, weil es solche Filme noch gibt. Um unabhängig arbeiten zu können, möchten wir Euch involvieren und versuchen es nun erstmals mit Crowdfunding . Eure Unterstützung bringt uns nicht nur der Produktion näher, sie gibt uns auch den nötigen Impuls, Investoren zu zeigen, dass sich viele Menschen für dieses Filmprojekt interessieren! Es ist also auch ein sehr wichtiges Zeichen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Filmproduktionen mit archiviertem Musik- und Filmmaterial kosten viel Geld. Und deshalb ist der Film trotz Crowdfunding ein sogenannter Low-Budget-Film. Wir versuchen, alle anfallenden Kosten so gering wie nur möglich zu halten. Zudem hat das Produktionsteam die Gagen für Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Kameramann, Produktionsleiterin und Cutter zunächst zurückgestellt. Außerdem sind bereits Eigenmittel z. B. für anfallende Vorkosten in den Film mit eingeflossen.

Wir freuen uns über jede „Finanzspritze“ mit oder ohne Gegenleistung in Form eines "Dankeschöns“.

Fundingziel 1
Archivrecherche (Kopien von Ansichtsmaterial, Besuche vor Ort im In- und Ausland)
Vorgespräche mit potentiellen Interviewpartnern, Redakteuren, etc.
Dreharbeiten (Interviews verbunden mit Reisen, Spesen etc.)
Miete Kamera-Equipment (Licht, Mikros, zweifache Kameraausrüstung, Stative, Chipkarten etc.)
Lizenzerwerb des Film- und Tonmaterials von Rundfunk- und Filmarchiven im In- und Ausland
Filmschnitt mit Cutter
Postproduktion:
Digitalisierung und Remastern von Tonmaterial und Anpassung von Filmmaterial in HD-Qualität und 16:9
Schnitt (Miete Schnittplatz, Festplatten, etc.)
Tonmischung (externes Honorar Sounddesigner, Miete Tonstudio, Anlegen von Geräuschen)
Aufnahme Kommentar und Voice over (externe Gagen und Studiomiete)
Startnext-Gebühren + „Dankeschöns“ inkl. Steuern und deren Versand
insgesamt 30.000 €

Fundingziel 2
Farbkorrektur, Grafiken, Titelgestaltung (plus externe Honorare)
Honorare für Kameramann, Cutter und Produktionsleitung
Honorare (Produzent, Regisseur, Autor)
Archivmaterial (zusätzlicher Lizenzerwerb)
Erwerb von DVD-Rechten plus Herstellung und Vertrieb
Rückerstattung der aufgelaufenen Vorkosten
Übersetzungen und Pressearbeit
Untertitelung des Filmes auf Englisch für Festivalteilnahme, ggf. auf Hebräisch und Französisch
insgesamt 60.000 €

Wenn wir das 1. Fundingziel erreichen, wird der Film auf jeden Fall produziert und ihr erhaltet bis zur ersten Filmpräsentation eure „Dankeschöns“.

Wenn wir die 2. Fundingschwelle überschreiten, werden wir die DVD-Version um den Bonus eines BELINA-BEHREND Konzertmitschnittes erweitern, für den wir dann die Veröffentlichungsrechte erwerben. Zudem wird auch Geld für die Herstellung eines Soundtracks verwandt (Titelerwerb bei der Universal, Gema-Lizenzen, Digitalisierung und Remastering, Boolklet etc.). Und es käme zum Filmdreh und der Aufnahme einer aktuellen Version von EXODUS (Honorare von vier bis fünf Sängerinnen, die die Weltreligionen und Kontinente vertreten und schon als Interviewpartner zugesagt haben. (inkl. Kosten für Band, Arrangeur, Tonmeister, Location- und Studiomiete, etc.) In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die DVDs und CDs unserer Projekte sich stets großer Beliebtheit erfreuten!

Sollten wir das Fundingziel nicht erreichen, fallen selbstverständlich keinerlei Kosten für Dich an. Das Geld erreicht uns auch gar nicht, sondern wird von Startnext zurückerstattet. In diesem Fall gibt es auch keine Produkte von uns.

Wer steht hinter dem Projekt?

Marc Boettcher (Produktion, Drehbuch, Regie)
In Berlin geboren, studierte Marc neben seiner Schauspielausbildung, Theaterwissenschaft und Germanistik. Er arbeitet seit 1988 als Dramaturg, Regisseur und Autor. Er leitete ein Theater und war auf der Bühne und im Film zu sehen. Hunderte deutscher Synchronfassungen entstanden unter seiner Federführung. Neben zahlreichen Essays veröffentlichte er Biografien über die Sängerin Alexandra, den Komponisten Bert Kaempfert und die Jazzikone Inge Brandenburg. Seine Fernsehporträts über Alexandra, Bert Kaempfert, Gitte Haenning und Rosenstolz machten Furore und wurden von einem Millionenpublikum gesehen. Mit der Wiederentdeckung von Inge Brandenburg gelang ihm ein weiterer Coup. Kinofilm und CD erhielten u. a. den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. (weitere Infos: https://www.facebook.com/marc.boettcher.9)

Oliver Staack (Kamera)
In Kiel geboren, begann Oliver als Kameraassistent beim Privatfernsehen, bevor er als Kameramann zahlreiche Folgen von „Alarm für Cobra 11“, „Verschollen“ und „Pfarrer Braun“, aber auch Musikvideos, Reportagen, Werbefilme und Filmdokumentationen wie „150 Jahre Marine“ drehte. Seit 1999 arbeitet er als erster Kameramann für Marc Boettcher. Auch machte er sich als Fotograf für Zeitungen, Magazine und Bücher einen Namen. (weitere Infos unter: www.kielphoto.de)

Marian Piper (Schnitt)
In München geboren, ist Marian seit 1995 in Deutschland und Spanien als freier Regisseur, Drehbuchautor und Filmeditor tätig. Er war maßgeblich an der Realisierung von Imagefilmen, Musikvideos, Reportagen und Dokumentationen beteiligt. Sein Spielfilm „Ni fácil ni dificil“ wurde 2005 international ausgezeichnet, und auch der Filmschnitt für alle Filme von Marc Boettcher gehen auf sein Konto. (weitere Infos: https://www.facebook.com/marian.piper.14)

Weitere Infos unter: www.boettcher-film.de
English Version "Support the filmproject BELINA":
www.boettcher-film.de

Website & Social Media
Impressum
MB-Film
Marc Boettcher
Gütergotzer Str. 59
14165 Berlin Deutschland

English Version "Support the filmproject BELINA":
www.boettcher-film.de
Umsatzsteuer-ID: 65819217306

Kooperationen

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Bei AVIVA, gegründet 2000 von Sharon Adler, steht die Sichtbarmachung von Frauen im Fokus, wir schreiben über Erfolge, Engagement und Veranstaltungen zu Literatur, Kultur & Politik und Jüdischem Leben

Auszeichnungen für SING! INGE, SING!

Für den Film und die CD SING! INGE, SING! - der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg erhielten wir den PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK, das Prädikat WERTVOLL und waren zudem für den GRIMME-PREIS nominiert.

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Für den Film und die CD SING! INGE, SING! - der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg erhielten wir 2012 den PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK und wurden zudem 2019 für die Folge-CD I LOVE JAZZ nochmals nominiert.

FORTSETZUNG: FOLGT.
Film / Video
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