Crowdfunding beendet
Vor nunmehr knapp einem Jahr ließ ich meinen Gedanken freien Lauf & schenkte ihnen im Rahmen eines Textdokumentes ihren verdienten Raum zur Entfaltung. Nun träume ich, wie du das ließt. Natürlich hübsch gestriegelt & illustriert von meinem Schulfreund Andrej. Weil wir Bauchweh haben, wenn Bäume wegen uns sterben, soll das Buch astrein sein. & hier kommst du ins Spiel. Wir brauchen zum Schein etwas Geld. Ich schätze mit 8000€ kann ich den Traum zu Ende träumen ...
225 €
Fundingsumme
4
Unterstütz­er:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt Projektberatung "Brillante Crowd-Finanzierungsrunde, ich bin gespannt wie es mit diesem Projekt weitergeht."
29.09.2021

Es geht los ...

Ricardo Zückert
Ricardo Zückert3 min Lesezeit

So leisten wir uns, nicht wir selbst zu sein. Wir warten. Wir glauben, wir hätten noch Zeit. Irgendwann wollen wir glücklich sein. Doch wenn wir mit dem Sein nie beginnen, wird das glücklich Sein wohl niemals eintreten.

Wer wartet, verdrängt die Gegenwart. Man wünscht, die Zukunft sei bereits da & vergisst das Hier & Jetzt. Dies führt dazu, dass alles so bleibt, wie es ist. Es will wahrgenommen werden. Es ist Donnerstag 08:47 & ich stehe im Wald. Heute Nacht plagten mich wieder die Geister, die schreien, ich müsste etwas tun. Produktiv sein. Ich nahm es an. Woher das wohl kommt?

Du bist, was du tust. Doch ist es nicht besser zu tun, weil es aus dem Herzen kommt & nicht nur, weil man sich einredet, man müsste? Man macht alles, weil man es will & nicht, weil man muss. Das ändert alles. Pablo jagt Rehe. Ich schlendere geräuschlos hinterher. Jeden Tag werde ich entspannter.

Ich sitze & hab Tee eingegossen. Weder studiere ich, noch geh ich „auf Arbeit“, trotzdem verschwand die Stimme, die mich ein schlechtes Gewissen haben ließ. Doch vielleicht nur weil ich den Scheiß hier geschrieben hab. Aber nein, so ist es nicht. Es ist viel mehr … Aber ich wollte mich schon immer in meinem Text über meinen Text auslassen. Als ich das schrieb war Dezember, nun sitz ich, ein halbes Jahr später, bei dir in der Wohnung. Ich hab euch kurz vorgelesen. Ihr kocht & ich hab das Tablett auf dem Arm & dass mein Kopf nickt, will ich schon die ganze, sogenannte Zeit, loswerden. Übermorgen wird das ganze Projekt den nächsten Schritt in Richtung Welt setzen. Mal sehen, ob wir ein paar Dollars zusammen kratzen können. Ich würde gern all denen, die mir richtig hart ans Bein versucht haben zu pissen, das Scheißteil in ihren verschissenen & alltäglich besuchten Briefkasten stecken. Hast das verstanden? Ich glaub nicht. Ich hab Herzschlag & ich spüre ihn. Diese Mucke ist mein Pflaster, denn ich blute beim Texten …

- Bitte entschuldigt. Aber das musste mal raus ... -

Noch größer aber war das schlechte Gewissen, als ich mich noch Student nannte & mich in einem Strudel aus Angst & Sorgen totkämpfte. Nur war dieser Teil der Reise notwendig, um jetzt hier zu sitzen & der zu sein, der ich bin. Also alles gut. Ich liebe mich. Ich liebe dich. Ich liebe alles. Ich bemerke, dass sich die Zeiträume zwischen den Gedanken ausdehnen. Mein Atem wird freier ...

Eine weitere Angewohnheit war, den Tag bereits mit dem Aufwachen zu strukturieren. Planen & Festlegen. So kann sich Leben schwer entfalten. Ich war meist schon in der Vorstellung des nächsten Schrittes, statt den gegenwärtigen zu schätzen, zu kosten & zu nutzen. Was wiederum auf dem Glauben fußt, nicht genug zu tun, wenn man sich nicht auch noch um die Zukunft sorgt. Nur ist das absolut nicht notwendig. Oder doch, dann aber auf einer anderen Ebene. Mit klarem Verstand.

Ich sitze vor einem dicht bewachsenen Waldstück, während Pablo darin Rehe sucht. Er kommt in regelmäßigen Abständen zu mir zurück, um sich zu vergewissern, dass ich noch da bin. Es herrscht wunderbare Stille.

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