Projekte / Theater
menschMITmensch e.V. präsentiert DEM MENSCHEN EIN WOLF. Mit den Augen eines Geflüchteten, in dessen Heimat seit Jahren ein erbitterter Bürgerkrieg herrscht, wirft der Choreograf Saeed Hani einen sehr persönlichen und zugleich analytischen Blick auf die Gesellschaft hier und in seiner Heimat Syrien. Wie sehen in der heutigen Zeit die Perspektiven und Motive des menschlichen Zusammenlebens aus? Diesem Fragekomplex näheren wir uns mit künstlerischen Herangehensweisen.
1.885 €
2. Fundingziel 3.000 €
38
Fans
45
Unterstützer
6Stunden

Projekt

Finanzierungszeitraum 08.09.18 15:26 Uhr - 15.10.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.10.2018 - 03.12.2018
Fundingziel erreicht 1.500 €
2. Fundingziel 3.000 €
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

„Dem Menschen ein Wolf"- ein integratives Projekt mit besonderem Augenmerk für junge Menschen aller Nationen. Wie sehen in der heutigen Zeit die Perspektiven und Motive des menschlichen Zusammenlebens aus? Das Aufeinandertreffen verschiedener Perspektiven soll Raum zu eigenen Positionierungen schaffen.

Inhaltlicher Bezug
„Lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit“- so schrieb der römische Dichter Titus Maccius Plautus im 3. Jahrhundert vor Christus in seiner Komödie „Asinaria“. Ein Kaufmann begründet darin mit diesen Worten seine Weigerung, einem ihm Unbekannten eine größere Geldsumme auszuhändigen. Demnach ist der Mensch dem Menschen kein Mensch, sondern vielmehr ein Wolf, wenn er nicht weiß wie dieser geartet ist – anders gesagt, wenn dieser ihm fremd ist.
Im 17. Jahrhundert griff der englische Philosoph und Staatstheoretiker Thomas Hobbes in der Widmung seines Werkes „De Cive“ an William Cavendish dieses negative Menschenbild auf, jedoch nicht um das Verhältnis der Menschen zueinander zu charakterisieren, sondern um das Verhältnis zwischen den Staaten zu beschreiben.

Auch im Jahre 2018 hat dieses Bildnis nichts an seiner Bedeutung verloren. Die Auseinandersetzung mit dem Weltbild von Plautus und Hobbes, projiziert auf die aktuellen gesellschaftlichen Ereignisse, bildet das zentrale Thema des Tanzprojektes „Dem Menschen ein Wolf“ unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Saeed Hani, der im Herbst 2015 als Geflüchteter von Syrien nach Deutschland kam.

Sehen wir den Fremden wirklich nicht als Mitmenschen an oder unterstellen wir ihm basierend auf seiner Andersartigkeit Eigenschaften wie Argwohn, Gier und die Gefährlichkeit eines Raubtieres? Entgegen der misanthropischen Denkweise erfuhr Saeed Hani viel Unterstützung und Anteilnahme bei seiner Ankunft in Deutschland, obwohl er seinen Helfern anfangs ein völlig Fremder war. Kann also Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit doch bestehen in einer Zeit voller Egoismus und Selbstsucht?
Über diese Frage hinaus will „Dem Menschen ein Wolf“ Motive und Perspektiven des menschlichen Zusammenlebens beleuchten.

Umsetzung/Realisierung
Workshop mit Studierenden
„Talk to the wolf“ – des syrischen Choreografen und Tänzer Saeed Hani fand am 15.06.2018 an der Hochschule für Gestaltung in Trier statt. Hierbei wurde das Projekt vorgestellt, und die Mitwirkenden erprobten verschiedene Herangehensweisen an die Thematik.

Semesterkurs (WiSe18) und Ausstellung
In Zusammenarbeit mit Alexander Harry Morrison (Lehrbeauftragter Hochschule Trier, Fachbereich Gestaltung) werden von den Studierenden eigene künstlerische Herangehensweisen an Hobbes´ Aussage „Der Mensch ist des Menschen Wolf“ entwickelt.“ Parallel zu den Aufführungen werden diese Werke der Workshopteilnehmer*innen ausgestellt.

Contemporary Dance
Der Zeitgenössische Tanz als Ausdrucksmittel für gesellschaftliche Themen dient als Mittler zwischen Nationalitäten und Kulturen jenseits sprachlicher Barrieren. Unter der künstlerischen Leitung von Saeed Hani werden sieben Tänzer*innen verschiedener Nationen eine Reflexionsfläche für den Zuschauer bieten.

Podiumsdiskussionen
Im Anschluss an die Aufführungen hat das interessierte Publikum an allen vier Abenden Gelegenheit, mit den Künstler*innen und Studierenden ins Gespräch zu kommen. In den Diskussionen werden auch Ausblicke eröffnet.

Ort
Trier TUFA – Kultur & Kommunikationszentrum www.tufa-trier.de
Premiere und Premierenfeier
29.11.2018
Aufführungen
30.11./01.12./02.12.2018

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel ist von Anfang an, Menschen aller Nationen – insbesondere junge (angehende) Kulturschaffende – an dem Projekt zu beteiligen und dadurch zu vernetzen. Auch wird der Zugang – unabhängig von finanzieller Lage, ethnischer und sozialer Herkunft – zu kulturellen Angeboten erleichtert. Kulturelle Bildung und Integration werden durch diese Teilhabe verstärkt gefördert. Damit junge Menschen vermehrt die Chance erhalten, künstlerisch zu agieren und ihre Fähigkeiten anzuwenden, werden bei diesem Projekt gezielt Studierende, Geflüchtete und Interessierte in der künstlerischen Projektdurchführung eingesetzt.

Das Zusammenkommen von AkteurInnen und Zuschauern mit verschiedenen Standpunkten öffnet einen erfrischenden und neuen Blick auf „das Fremde".


>>No Racism<<

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit den Augen eines Geflüchteten, in dessen Heimat seit Jahren ein erbitterter Bürgerkrieg herrscht, wirft der Choreograf Saeed Hani einen sehr persönlichen und zugleich analytischen Blick auf die Gesellschaft hier und in seiner Heimat Syrien.

Dargestellt wird das Wechselspiel zwischen einem unbeugsamen Glauben an Humanität, bestärkt durch die Hilfsbereitschaft, die ihm in Deutschland zu Teil wurde, und totaler Ernüchterung infolge des Blicks auf die Situation in seiner Heimat und auf Nationalismus, Rassismus, Terror, Krieg, Hunger und Armut weltweit. Saeed Hani möchte seine Gedanken über Gemeinschaft, interkulturelle Teilhabe und Solidarität auf die Bühne bringen und in einen Dialog treten.

In einer Zeit zunehmender Unsicherheit, in der rechtspopulistische Bewegungen mit ihren Hass-Parolen immer mehr Anhänger gewinnen und sogenannte „Wutbürger“ rekrutieren, stellen sich wichtige Fragen an die Gesellschaft: Ist der menschliche Egoismus grenzenlos? Müssen wir uns vor Andersartigkeit und dem Fremden fürchten? Warum folgen so viele Menschen den einfachen Parolen von Demagogen? Sind nationalistische, egoistische Interessen seit jeher eigentlich stärker als das kollektive, humanistische Weltmodell eines vereinten Europas? Gehören Konflikte und Streit gar zu den menschlichen Grundbedürfnissen? Ist Frieden nur ein ideales (un- oder über-)menschliches Konstrukt?

Unterstütze uns dabei, künstlerische Perspektiven zu schaffen und Antworten auf drängende Zeitfragen zu finden. Wir wollen Fragen auf die Bühne bringen und Zeit und Raum zum Denken/Reflektieren bieten.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir konnten über öffentliche Mittel schon einen Teilbetrag unseres Projektes finanzieren und wollen Crowdfunding sowie Sponsoring als weitere Finanzierungsquellen nutzen, um unseren Projektstart am 01.10.2018 endgültig zu sichern!

Speziell über Crowdfunding wollen wir die Kostüme und das Bühnenbild finanzieren, die bis Mitte November für die Proben entworfen werden sollen.

  • Wir wollen weitere Bestellungen Mitte Oktober für unser Bühnenbild und für die Kostüme in Auftrag geben, können aber nicht in Vorkasse gehen.
  • Des Weiteren möchten wir die französische Marionettenspielerin Pascale Toniazzo beauftragen, für „DEM MENSCHEN EIN WOLF" Masken zu entwerfen.

Wir haben allerdings auch noch kleine weitere offene Posten, vor allem die Unterkunft und Reisekosten für die Künstler*innen (28.10. - 03.12.2018)

Eine Überfinanzierung wäre nicht nur höchst erfreulich, sondern auch sehr hilfreich. Wir sagen jetzt schon DANKE für Eure Zeit!

Wer steht hinter dem Projekt?

Der Träger des Projektes ist der Verein www.menschMITmensch.de , mit seinen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer*innen für das Projekt:
1. Marion Poma (ehemalige EU-Beamtin) ist die 1. Vorsitzende des im Jahr 2016 gegründeten Vereins. (Deutschland)
2. Barbara Dubus (Marketingleiterin) ist die 2. Vorsitzende. (Frankreich)
3. Oliver Möller (Eventmanager), freiwilliger Helfer. (Deutschland)
4. Jill Biebricher, (Kommunikationsdesignerin & Illustratorin), freiwillige Helferin. (Deutschland)

Projektbezogen:
Projektleitung
1. Larissa Koch, MA Kulturmanagement Studierende (Deutschland)
Künstlerische Leitung
2. Saeed Hani, Choreograf & Tänzer (Geflüchteter aus Syrien) www.hanidance.de
Internationales Tanzensemble
3. Dominik Feistmantl (Österreich)
4. Valentina Zappa (Italien)
5. Anna Schneider (Deutschland)
6. Edoardo Ramirez Ehlinger (Mexiko)
7. Melanie Lopez (Spanien)
8. Itxasai Mediavilla Jimenez (Spanien)
Bühnenbild
9. Alexander Harry Morrison, Künstler & Lehrbeauftragter. (Schottland)
10. Designstudierende der Hochschule Trier, Fachbereich für Gestaltung. (Deutschland/Ukraine)
11. Chiyar Matini (Geflüchteter aus Syrien)
Kostüm
12. Gruppe „Flinke Nadel“
Leitung: Hiltrud Weyand
Bürgerhaus Trier Nord e.V.

Impressum
menschMITmensch
Marion Poma
Argritiusstraße 12
54295 Trier Deutschland

Marion Poma, ist die erste Vorsitzende von dem, im Jahr 2016 gegründeten, Verein www.menschMITmensch.de

Kuratiert von

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