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Wenn Erinnerung ins Leben eingreift! Eigentlich soll auf der Schlachthof-Bühne ein Hip Hop-Konzert stattfinden. Doch der Rapper Romeo hat die Stimme seines Opas im Kopf, der ihm vor Jahren erzählt hat, wie er einst von hier mit 274 anderen Sinti und Roma nach Auschwitz deportiert wurde. Während die Managerin ihn zum Auftritt drängt, bringt Romeo keinen Ton heraus. Beide lassen die wahre Geschichte dieses Ortes über die Musik und Original-Texte immer näher an sich heran. Und blicken nach vorn.
338 €
800 € Fundingziel
7
Unterstützer*innen
Projekt beendet
 Drei Tage im März - vom Bremer Schlachthof nach Auschwitz
 Drei Tage im März - vom Bremer Schlachthof nach Auschwitz
 Drei Tage im März - vom Bremer Schlachthof nach Auschwitz
 Drei Tage im März - vom Bremer Schlachthof nach Auschwitz
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Projekt

Finanzierungszeitraum 17.02.20 14:06 Uhr - 18.03.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 20.03.2020 bis 31.05.2020
Fundingziel 800 €

Finanzierung der externen Ton- und Lichtanlage incl. externem Technik - und Hallenpersonal für die Aufführung.

2. Fundingziel 2.500 €

Finanzierung sämtlicher Kosten für externe Technik, externes Personal und Öffentlichkeitsarbeit (Flyer/Programmhefte) für vier Probentage und zwei Aufführungen.

Kategorie Theater
Stadt Bremen
Worum geht es in dem Projekt?

„Drei Tage im März“ ist ein dokumentarisches Musiktheaterstück über die Deportation von 275 Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland vom Bremer Schlachthof im März 1943. Dort steht heute ein Kulturzentrum, auf dessen Bühne das Stück gespielt wird. Ort der Aufführung und Ort der historischen Handlung sind also identisch. Selten wird Geschichte so greifbar.
Das Stück hatte im März 2019 erfolgreich Premiere und soll nun auf vielfältigen Wunsch noch zweimal aufgeführt werden.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 11köpfige Familie des Kraftfahrers und Musikers Wilhelm Schwarz, die zum Zeitpunkt der Deportation direkt neben dem Schlachthof wohnte und von der nur eine Tochter Auschwitz überlebte. Mehrere Kinder der Familie besuchten zum Zeitpunkt der Deportation die Schule an der Gothaer Straße. Der Chor dieser Schule wirkt im Stück mit.
Diese Geschichte steht stellvertretend für den Rassenwahn der Nationalsozialisten, für die Verdrängung der Schuld nach dem Krieg und für die bis heute tief in den Familien wirkenden Folgen des Völkermordes. Erzählt wird sie mit überlieferten Zeitzeugenberichten, Tondokumenten und der eigens hierfür komponierten Musik des Dardo Balke Ensembles.
Über die in der Jetztzeit angesiedelte Rahmenhandlung wird die historische Perspektive mit den Fragestellungen der Enkelgeneration an Gegenwart und Zukunft des Zusammenlebens zwischen Sinti und Roma sowie den Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft verbunden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Stück richtet sich an alle Menschen ab 14 Jahren. Für die Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma schafft es die Gelegenheit eines Erinnerns, das die Generationen ins Gespräch darüber bringt, was ihre Vorfahren erlebt haben und wie sich das Erlebte und Erinnerte auf ihr heutiges Leben auswirkt.
Für die Angehörigen der Mehrheitsbevölkerung schafft es die Gelegenheit, die kaum bekannte Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma anhand tatsächlicher Begebenheiten an konkreten Orten kennenzulernen, sich mit der Schuld der Tätergeneration auseinanderzusetzen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, welche Auswirkungen der Völkermord bis heute auf die Nachkommen der Opfer und Täter hat. Und schließlich schafft das Stück die Grundlage für Verständigungen und Gespräch über kulturelle Grenzen hinweg - so wie es die Mitwirkenden in der intensiven Probenphase und bei der Premiere für sich und das Publikum erarbeitet haben.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie einem in dieser Form einzigartigen, künstlerisch anspruchsvollen Erinnerungs- und Verständigungs-Projekt noch einmal auf die Bühne! Unter den insgesamt etwa 800 Zuschauer*innen, die die ersten beiden Aufführungen im März 2019 erlebten, waren viele Sinti und Roma aus dem ganzen Nordwesten, die sich tief berührt davon zeigten, wie dieses Stück ihre Vorfahren ehrt, aber auch danach fragt, wie junge Sinti und Nicht-Sinti heute mit dieser Geschichte umgehen.
Immer wieder wurde gefragt, wann das Stück noch einmal aufgeführt wird. Viele möchten ihre Familien aus anderen Teilen Deutschlands dazu einladen, und auch bei den Organisationen der Sinti und Roma sowie bei erinnerungspolitischen Initiativen hat die Produktion bundesweit Interesse geweckt. Dazu kommen zahlreiche Bremer*innen der Mehrheitsbevölkerung, die das Stück beim ersten Mal verpasst haben. Über die Hälfte der Besucher*innen waren Schüler*innen der 10. Klassen in Bremen, bei denen der Nationalsozialismus auf dem Stundenplan steht und für die es die einzige Möglichkeit ist, sich auch mit der Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma zu beschäftigen.
So haben wir uns entschlossen, das Stück auch in diesem Jahr zweimal aufzuführen, in einer Schüler- und einer Abend-Vorstellung.
Dabei können wir zwar eine auf ausgearbeitete Produktion zurückgreifen, aber das erneute Zusammenbringen des Ensembles aus verschiedenen Städten für die Weiterentwicklung des Stückes, die Proben und Aufführungen sowie die Veranstaltungskosten für Technik, Personal und Öffentlichkeitsarbeit erfordern einen Finanzbedarf, der durch die Eintrittsgelder nicht gedeckt ist. Außerdem wollen wir wieder zu Vor- und Nachbereitungen persönlich in die teilnehmenden Schulen gehen, was mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem ersten Finanzierungsziel werden die Kosten für die externe Ton- und Lichtanlage inkl. externem technischem Personal bei den Aufführungen bezahlt. Mit dem zweiten Finanzierungsziel werden sämtliche Kosten für die externe Technik, das externe Personal sowie die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer/Programmhefte) für vier Probentage und zwei Aufführungen bezahlt.
Das würde dem Projekt die Möglichkeit verschaffen, dem Ensemble (7 Musiker*innen, 3 Schauspieler*innen, 1 musikalischer Leiter, 1 Dramaturgin, 1 Regisseur) von den Eintrittseinnahmen eine bescheidene Aufwandentschädigung (inkl. Reisekosten) für die Proben und Aufführungen zu zahlen. Mögliche Überschüsse investieren wir in ein Folgeprojekt in Bremerhaven, wo wir im Herbst 2020 eine Version erarbeiten, in der es vor allem um die Deportation der Bremerhavener Sinti und Roma im Jahr 1940 geht.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter der Initiative "Drei Tage im März" stehen neben dem Ensemble vor allem der Landesverband deutscher Sinti und Roma in Bremen und Bremerhaven, das Kulturzentrum Schlachthof e.V., der Arbeitskreis "Erinnern an den März 1943" (ein Zusammenschluss mehrerer erinnerungspolitischer Initiativen und engagierter Einzelpersonen) sowie der Chor der Oberschule Findorff.
Das Ensemble besteht aus: Rolf Becker (Erzähler), Romano Hanstein (Romeo Gitano), Sissi Zängerle (Jule), Dardo Balke Ensemble (Musik), Dany Handschuh (Dramaturgie), Ralf Lorenzen (Regie).

Website & Social Media
Impressum
Initiative "Drei Tage im März"
Ralf-Peter Lorenzen
Claussenstraße 13
28209 Bremen Deutschland

Kooperationen

Landesverband Deutscher Sinti und Roma

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma besteht aus den Sinti-Vereinen in Bremen und Bremerhaven. Er berät die Angehörigen der Minderheit in allen sozialen Fragen und vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Arbeitskreis Erinnern an den März 1943

Zur Erinnerung an das Geschehene, zum Gedenken an die Opfer, zur Benennung der Täter, zur Information für die Nachgeborenen hat sich dieser Arbeitskreis gegründet, in dem zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen zusammenarbeiten.

Kulturzentrum Schlachthof e.V.

Das Kulturzentrum Schlachthof in Bremen steht auf dem Areal des ehemaligen städtischen Schlachthofs am Rand der Bürgerweide. Im März 1943 wurden von hier 275 Sinti und Roma aus dem Nordwesten ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

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