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Projekte / Kunst
Die Geschichte beginnt mit einem Arbeiter, der in einer Staubsaugerfabrik angestellt ist. Jeden Tag nach Feierabend nimmt er ein Einzelteil mit nach Hause. Wie er die Teile auch zusammensetzt, es wird jedes Mal eine Maschinenpistole daraus. Ein Student, der in der Firma arbeitet, hat den Verdacht, dass dort Waffen produziert werden. Um es zu beweisen, nimmt er jeden Tag ein Einzelteil mit. Wie er die Teile zu Hause auch zusammensetzt, es wird jedes Mal ein Staubsauger daraus. (Harun Farocki)
1.890 €
9.000 € Fundingziel
25
Fans
25
Unterstützer
7 Tage
 DUAL-USE :: Film und Buch

Projekt

Finanzierungszeitraum 02.01.18 11:45 Uhr - 01.03.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Bis Ende 2018
Fundingziel 9.000 €
2. Fundingziel 12.000 €
Grafische Gestaltung des Buchs, Bindung und Druckkosten; Honorierung einer professionellen Sprecherin, Filmschnitt, DVD-Produktion;
Film erhält englische Untertitel, Texte im Buch erscheinen parallel auf Deutsch und Englisch; höherwertige Produktion des Buchs und des Films, höhere Auflage
Stadt München
Kategorie Kunst

Worum geht es in dem Projekt?

Unter „Dual-Use“ versteht man Produkte und Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können. Tatsächlich wird der Begriff oft für Kampfstoffe und militärische Waffensysteme verwendet, die aber nicht als solche deklariert werden, etwa um Exportverordnungen einfach und wirksam zu umgehen.

In den letzten drei Jahren bin ich zusammen mit einem Team diesem Tarnbegriff nachgegangen. Wir haben ihn durch Deutschland verfolgt und versucht ihn mit künstlerischen Methoden zu fassen zu bekommen. Dabei fragten wir uns, woran es liegt, dass die meisten Deutschen sich nicht als Waffenhändler verstehen, das Land als Ganzes aber dennoch einer massiven Militarisierung unterliegt und von deregulierten Rüstungsgeschäften profitiert.

Entgegen einer mehrheitlichen Absicht beteiligt sich Deutschland expansiv und dauerhaft am globalen Rüstungshandel. Jede neue Regierung verspricht deshalb, die Exporte zu reduzieren. Tatsächlich steigen diese und lassen sich scheinbar nicht wirksam regulieren.

Auf die Frage, welche deutschen Konzerne Chemikalien nach Syrien liefern und von dortigen Giftgaseinsätzen profitieren, antwortet die Bundesregierung, diese Geschäfte müssten aufgrund des Staatswohls geheim bleiben. Ist es diese Art von Gemeinwohl, das wir uns vorstellen? Woran liegt es, dass sich Deutschland auf demokratische Grundwerte bezieht und sich gleichzeitig an obskuren Produktions- und Vertriebspraktiken von Kampfmitteln beteiligt?

Hinter dem Begriff Dual-Use, wie ihn Unternehmen und Behörden als Tarnbezeichnung verwenden, verbirgt sich die Absicht, Fragen wie diese zu vermeiden. Das Projekt DUAL-USE stellt sie und entwirft durch künstlerische Methoden unerwartete Perspektiven auf gegenwärtige Formen von Realitätsproduktion.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel besteht darin, die dreijährigen Recherchen und Dreharbeiten transparent zu machen und auf zwei medialen Ebenen zu veröffentlichen – in einem Bildband mit Texten (ca. 80 Seiten) und als dokumentarischer Film (ca. 45 Min.).

Interessant ist das Projekt für diejenigen, die uniformierten Mythen nicht bedingungslos glauben und andere Interessen verfolgen, als die einer passiven Teilnahme am globalen Rüstungsgeschäft. Detailliert und weitläufig recherchiert eröffnen der Film und das Buch luzide Einblicke in Prozesse einer gesellschaftlichen Militärisierung.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Die Tradierung militärischer Produktion reicht weiter zurück als die demokratischer Strukturen. Die Fassade des ökonomischen Erfolgs versucht sich demokratisch zu zeigen. Um sie zu durchleuchten und die Hintergründe sichtbar zu machen, haben wir drei Jahre lang recherchiert, Texte formuliert und in Hochschulen, Rüstungsunternehmen und öffentlichen Forschungsinstituten in Bonn, Wachtberg, Bremen, Karlsruhe, München und anderen Orten in Deutschland gedreht und fotografiert.

Die kritische Untersuchung von staatlicher Militarisierung wird durch offizielle Mittel kaum gefördert. Eine Unterstützung ermöglicht die umfassende Veröffentlichung einer Auseinandersetzung, die Alltagsinszenierungen mit künstlerischen Mitteln durchdringt und ihre Strukturen sichtbar macht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Unterstützung ermöglicht die grafische Gestaltung des Bildbands und den Buchdruck.
Mit dem Geld werden der Filmschnitt und die DVD-Produktion finanziert, sowie die Kosten für die Honorierung einer professionellen Sprecherin getragen, deren Erzählstimme die Inhalte des Films vermitteln wird.

Wird auch das zweite Fundingziel erreicht, kann die deutsche Originalfassung des Films englische Untertitel erhalten und alle Texte im Buch werden parallel auf Deutsch und Englisch erscheinen. Das zweite Fundingziel ermöglicht eine höherwertige Produktion des Buchs und des Films und eine höhere Auflage.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt steht der Künstler Franz Wanner, der für die Arbeit an dem Projekt DUAL-USE seit 2015 eine interdisziplinäre Gruppe aus Filmemachern, Autoren, Künstlern und Wissenschaftlern wie Radmila Krstajic, Nando Schneider, Claire Schleeger, Catherine Steiner und andere zusammengebracht hat.

Einzelne Teile der Arbeit wurden im Lenbachhaus und in der Platform in München gezeigt, deren Interesse den Beginn und die Entwicklung des Projekts bis zum aktuellen Stand ermöglichte. Den Abschluss der Auseinandersetzung bildet die umfassende Veröffentlichung.

Im Projekt DUAL-USE arbeiten zusammen:
Imagination und Realisation: Franz Wanner
Recherche: Claire Schleeger, Catherine Steiner
Kamera: Laura Kansy, Dino Osmanovic, Tobias Tempel, Matthias Kind
Ton: Kilian Blees, Kristina Kilian, Viktor Schimpf, Jakob Sepp
Fotos: Ken Tan, Christian Schmieder, Franz Wanner
Rechtliche Beratung: Florian Breimesser, Claire Schleeger
Mitwirkende: Babylonia Constantinides, Stephanie Weber, Monika Bayer-Wehrmuth, Sebastian Schneider, Martina Oberprantacher, Monika Schuck, Res Ingold, Karina Ressler, Janna Jung-Irrgang, Martina Shanna Haider, Christoph Marischka, Jaqueline Andres, Hans-Jörg Kreowski, Dietrich Schulze, Renate Bayer, Martin Bohsung, Anna Koch, Björn Günzel, Andreas Menn

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#kreativmuenchen Crowdfunding ist die Crowdfunding-Plattform des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München. Wir sind die zentrale Anlaufstelle für alle Kultur- und Kreativschaffenden in München und der Metropolregion. Mit der Kompetenz aus drei Referaten und s...

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