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Projekte / Landwirtschaft
ELBWOLLE - Wir geben Wolle wieder einen Wert!
In Deutschland wird hauptsächlich Wolle aus Übersee verarbeitet. Deutsche Wolle geht entweder nach China oder landet vor allem bei geringen Mengen von kleineren Herden auf dem Müll. Das wollen wir ändern. Wir sammeln Wolle von Schafhaltern aus der Arche-Region Flusslandschaft Elbe und verarbeiten sie zu Kleidung, Softmöbeln und Dünger. Unser Ziel ist es, immer mehr Teile der Wertschöpfungskette in die Region zu holen.
Lüchow
6.592 €
6.000 € Fundingziel
92
Fans
111
Unterstützer
Projekt erfolgreich
20.04.17, 21:28 Ute Luft
Alle Dankeschöns verschickt, viel Wolle verarbeitet, viel gelernt, viel Unterstützung bekommen: wir sind glücklich, dass unser Traum-Projekt wahr geworden ist! Einige von euch werden wir diesen Sommer noch näher kennenlernen und auf den Spinn- und Färbeworkshops und den Schafkuschel-Wochenenden hoffentlich auch mit dem Wolle-Virus anstecken ;-) Wir freuen uns über das Erreichte und machen weiter: Unser Online-Shop ist endlich fertig: unter elbwolle.de könnt ihr sehen und kaufen, was wir sonst noch aus der letzten Wollernte produziert haben. Die nächste Wollernte steht an und wir planen schon fleißig, was wir diesmal machen werden. Lasst euch überraschen - im Sommer startet die nächste Crowdfunding-Kampage hier auf Startnext! Und pünktlich zu Ostern sind bei uns die ersten Lämmer geboren!
17.01.17, 11:55 Ute Luft
Wir sind fleißig dabei, Schafwoll-Düngepellets abzupacken, Adressetiketten zu drucken und alles gut zu verpacken. Ihr könnt euch also auf die Lieferung eurer Düngepellets-Dankeschöns freuen - sie sollten in den nächsten Tagen bei euch eintreffen. Die Filzfreunde müssen sich wie angekündigt noch etwas gedulden: unser Filz ist nun in der Produktion und geht im Februar in die Näherei. Im März dürft auch ihr euch über Post freuen!
21.12.16, 20:27 Ute Luft
Heute nacht endet unsere Crowdfunding-Kampagne und wir sagen hier noch einmal ganz herzlich DANKESCHÖN an alle Unterstützer! Wie geht es weiter? Im Januar kommt der erste eigene Filz und Loden. Wir warten ganz gespannt darauf, endlich unser eigenes Material in Händen zu halten! Mit unserem Filz im Gepäck geht es dann in die Nähwerkstatt des Integrationshauses in Lüchow. Dort werden wir noch einmal unsere Schnitte und Arbeitsabläufe checken, bevor es in die Produktion geht. Unterdessen arbeitet ein Team von jungen Designerinnen aus dem Starter Camp 2016 der Grünen Werkstatt Wendland an Entwürfen für die erste Kollektion, die ab Frühjahr 2017 in unserem Online-Shop erhältlich sein wird. Und was macht das Team von elbwolle? Wir organisieren die Logistik, bauen eine neue Website mit Online-Shop, besorgen Zubehör für unsere Dankeschöns, verpacken Düngepellets, sammeln Ideen für unsere Bekleidungskollektion, testen Prototypen und planen den nächsten Wolleinkauf, färben Loden und Filz mit Naturfarben, etikettieren Strickgarn und und und... Aber jetzt gönnen wir uns erst ein mal ein paar Tage Ruhe und genießen mit Familien und Freunden die Weihnachtsfeiertage. Wir wünschen euch eine gesegnete Zeit, lasst euch in diesen unruhigen Zeiten keine Angst machen. Die Botschaft des Weihnachtsfestes gilt auch heute: "Fürchtet euch nicht!"
12.12.16, 17:57 Ute Luft
Wir freuen uns riesig, dass das Fundingziel erreicht ist - dank eurer Hilfe! Und wir sagen auch DANKE an die Vielen, die uns bis hierher so toll unterstützt haben: mit Flyer verteilen, weitersagen, Werbung machen, die uns Tipps und Kontakte weitergegeben und Wolle abgegeben haben. Wir ihr euch denken könnt, ist dieses Projekt nicht mit der Fundingsumme vollständig finanziert. Da steckt nicht nur eine Menge Herzblut und Arbeitseinsatz drin, sondern auch ein großer Batzen Geld aus unseren eigenen Taschen. Das wussten wir vorher und das ist einkalkuliert. Trotzdem dürft ihr gerne noch mehr Werbung für uns machen, damit noch was dazu kommt. Jeder Euro, der mehr reinkommt, macht es uns leichter, nächstes Jahr wieder Schafwolle von den Schafhaltern aufzukaufen und zu verarbeiten. Und außerdem - die Dankeschöns gibt es nur hier und jetzt zum Crowdfunding-Sonderpreis!
08.12.16, 14:48 Ute Luft
Wir lieben nicht nur Schafwolle aus der Region, wir wollen sie auch möglichst in der Region verarbeiten. Textilverarbeitende Betriebe gibt es aber hier nicht mehr. Also haben wir unsere Kreise etwas weitergezogen: Unser Filz wird in Soltau hergestellt. Unser Strickgarn kommt aus dem Sauerland . Für unseren Loden wird das Garn in der Lausitz gesponnen und in der Oberpfalz der Stoff gewebt und ausgerüstet. Die Pellets werden in der Nähe von Celle gepresst. Und genäht wird direkt vor unserer Haustür: in Lüchow ! Wir freuen uns, dass wir mit dem Integrationshaus in Lüchow zusammenarbeiten können. Das Integrationshaus bietet neben Qualifizierungen für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge Begegnungsmöglichkeiten zum Beispiel in ihrem netten Café Dialog. Schaut doch mal vorbei auf einen leckeren Kaffee oder zum Mittagstisch!
03.12.16, 14:03 Ute Luft
Wir werden oft gefragt: "Wie kommt ihr denn an die Wolle? Oder ist das alles von euren Schafen?" Nein, das ist nicht alles von unseren Schafen. Elke und Ute haben zusammen 16 Schafe (und eine Mohair-Ziege) und sind damit die typischen "kleinen Schafhalter". Da wir geübte Handarbeiterinnen sind, verarbeiten wir davon auch schon eine große Menge selbst. Trotzdem bleibt noch ein Berg Wolle übrig - und dieser Berg war der Anlaß, sich mit dem Thema Wollverarbeitung "in Groß" zu beschäftigen. Und da wird es schwierig: "groß" heißt in der Textilindustrie Mengen im Tonnen-Maßstab. Zum Vergleich: von 16 Schafen erntet man knapp 50kg Wolle im Jahr. Also sammelten wir die Wolle von vielen Schafhaltern zusammen. Den anderen geht es ja genauso wie uns - und viele werfen tatsächlich ihre Wolle auf den Müll, weil sie sie nicht verarbeiten können. Wir kennen alle unsere "Zulieferer" persönlich und kennen ihre Herden. Wir wollen nur mit Schafhalter zusammenarbeiten, die ihre Tiere ordentlich und respektvoll halten. Wir wollen ja auch nur hochwertige Wolle aufkaufen. Selbst wenn wir die Tiere nicht zu sehen bekommen würden und man uns "einen vom Pferd" erzählt, spätestens beim Wolle sortieren, ist klar, was Sache ist. Denn man kann Haltungsbedingungen, Gesundheitszustand und Alter der Tiere direkt am geschorenen Wollvlies ablesen. Diesmal haben wir auch Wolle von einer größeren Herde dabei (400 Muttertiere). Die größeren Herden brauchen wir auch, sonst haben wir noch nicht genug Menge, um bei den professionellen Verarbeitern waschen oder z.B. filzen lassen zu können. Und auch die großen Schäfer sind froh, wenn ihre Wolle einen guten Preis erzielt und auch gut und möglichst regional verarbeitet wird.
16.11.16, 18:35 Ute Luft
Was ist das denn? Wolle zum Düngen? Ja, das ist Wolle zum Düngen! Bei jeder "Wollernte" gibt es Wolle, die nicht zur Weiterverarbeitung geeignet ist: Wolle vom Bauch und den Beinen und besonders Wolle von "hintenrum". Manche Vliese sind zu sehr verfilzt oder sehr mit Heu oder Stroh verunreinigt, dass sie "nur noch" zum Pellets pressen taugen. Ähnlich wie Hornspäne zersetzen sich Düngepellets ganz langsam und geben dabei Nährstoffe an den Boden ab. Sie saugen sich mit Wasser voll und lockern den Boden. Üppig um die Pflanzen gestreut taugen sie sogar zur Schneckenabwehr. Leicht angefeuchtet bleiben sie liegen und werden nicht vom Wind verweht und bilden eine Mulchschicht.
08.11.16, 21:32 Ute Luft
Unsere Crowdfunding-Kampagne ist gestartet! Bitte unterstützt uns und erzählt es fleißig weiter! Und unsere Wolle ist fertig gewaschen und macht sich morgen auf den Weg zur Filzfabrik. Ich halt euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht...
08.08.16, 13:00 Ute Luft
oder warum wir Wolle von alten Schafrassen verwenden. Einfach, weil es hier in der Region kaum Merinoschafe gibt. Hier sind andere Rassen heimisch und perfekt an die Landschaft angepasst: Leineschafe, Rauhwollige Pommersche Landschafe, Heidschnucken, Bentheimer Landschafe... Diese Rassen sind sehr robust und unkompliziert zu halten. Sie werden für die Landschaftspflege oder auf den Deichen eingesetzt. Auf den Deichen erfüllen sie eine wichtige Funktion: mit ihren Hufen verdichten sie den Deich, treten Mäusegänge wieder zu und helfen so gegen Unterspülungen. Für diese Rassen war die Wollproduktion immer nur Nebensache. Deshalb ist die Faserqualität nicht unbedingt mit Merionschafwolle zu vergleichen, die schon seit Jahrhunderten auf Wollqualität gezüchtet wurden. Die Wolle der Landschafrassen ist viel uneinheitlicher. Um trotzdem tolle Wolle für Bekleidung zu ernten, muss man halt sortieren: das Feine für Bekleidung, das Gröbere für Filz und "den Dreck" für Düngepellets.

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