Projekte / Film / Video
Die Gerüchte, er als Pfarrer würde Frauenkleider tragen, zwingen Hans-Gerd Spörkel nach 27 Jahren seine Gemeinde für eine Auszeit zu verlassen, seine Frau trennt sich von ihm, die Gemeinde wendet sich ab. Ein halbes Jahr später kehrt sie als Elke Spörkel zurück und hält ihren ersten Gottesdienst als Frau. Die Gemeinde nimmt sie wieder auf, doch als Elke einige Jahre später eine neue Beziehung zu einer Frau eingeht, ist für die Kirche endgültig eine Grenze erreicht.
Ludwigsburg
1.750 €
1.000 € 2. Fundingziel
47
Fans
70
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 21.03.18 21:48 Uhr - 29.04.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Ende April bis August 2018
Fundingziel erreicht 700 €
Mit diesem Fundingziehl könnten wir den Dreh durchführen.
2. Fundingziel erreicht 1.000 €
Mit diesem Fundingziel wären auch die Produktionskosten für die Musik im Film abgedeckt und der Film wäre komplett finanziert.
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Der Film "Pfarrer Hans-Gerd heißt jetzt Elke" portraitiert die transidente Pfarrerin Elke Spörkel. Nachdem Elke Spörkel 2011 als Pfarrerin in ihre Gemeinde zurückgekehrt ist, in der sie 25 Jahre als Mann gepredigt hatte, arbeitete sie dort noch bis 2016. Kurz vor der Hochzeit mit ihrer neuen Lebenspartnerin musste Elke ihre Stelle als Dorfpfarrerin schließlich aufgeben.

Wir begleiten eine starke Transfrau, die zwar nach 30 Jahren Gemeindearbeit ihre Stelle als Dorfpfarrerin verliert, gleichzeitig aber neue Liebe und Anerkennung gewinnt.

Der Dokumentarfilm erzählt authentisch, ohne den Einsatz eines Sprechers und mit einer Länge von 60 bis 70 Minuten die eindrückliche Geschichte von Elke Spörkel.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der Film richtet sich an Menschen, die sich für das Thema Transidentität und Kirche interessieren und darüber hinaus an alle, die sich mit Fragen zu gesellschaftlicher Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung aber auch Liebe, Akzeptanz und Toleranz beschäftigen möchten. Zudem kann in unserem Film eine außergewöhnliche Persönlichkeit kennengelernt und begleitet werden, die sehr ehrlich über ihre Schicksalsschläge spricht und dabei immer mutig und konsequent ihren Weg geht.

Der Film soll auf internationalen Filmfestivals und Veranstaltungen zum Thema Transidentität gezeigt werden. Zusätzlich ist ein Einsatz zu Unterrichtszwecken geplant.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

In Zeiten des Erstarkens konservativer Wertvorstellungen und herkömmlicher Rollenbilder, von Trump, Afd und Le Pen sind Persönlichkeiten wie Elke Spörkel, die für die Rechte transidenter Menschen eintreten, ungemein wichtig. Elke Spörkel kämpft heute für die Akzeptanz und Gleichberechtigung dieser Minderheit, gerade auch in der evangelischen Kirche, einem Teil der Gesellschaft also, in deren Umfeld ein traditionelles Körper- und Familienbild immer noch eine große Rolle spielt. Jedes Jahr verlassen tausende Menschen die Institution Kirche, die sie als nicht mehr zeitgemäß empfinden. Menschen wie Elke Spörkel wagen die Transformation der Kirche von innen heraus und treiben sie voran.

Wir denken, dass Elke Spörkels Geschichte eine sehr spannende und erzählenswerte Geschichte ist, denn die Suche nach der eigenen Identität und das Ringen um Akzeptanz sind Grundthemen der menschlichen Existenz. Ihre Geschichte ist ein Beispiel dafür was es heißt, seine eigene Identität zu erkennen und bereit zu sein dieses Sosein zu verteidigen, auch wenn das bedeuten kann aus seinem sozialen Umfeld ausgeschlossen zu werden. Der für Elke Spörkel existentielle Kampf mit sich selbst, mit ihrem Umfeld und mit Teilen der evangelischen Kirche, ist beispielhaft für viele Menschen in der Gesellschaft, egal ob trans, homo oder hetero.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Der Hauptdrehblock ist bereits letztes Jahr im Juni abgeschlossen worden. Mit diesem Crowdfunding Projekt soll der letzte Drehblock für diesen Film und die GEMA-Rechte der Musik finanziert werden.
Im Hauptdrehblock haben wir Elke bei ihrer beruflichen und privaten Neuorientierung begleitet, nachdem sie ihre Stelle als Dorfpfarrerin verloren hatte. Außerdem haben wir die Hochzeitsvorbereitungen und die Hochzeit mit ihrer neuen Liebe Kirstin gefilmt. Jetzt, ein Jahr später, werden Elke und Kirstin aus ihrem Dorf ausziehen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Diesen Umzug möchten wir als letztes Kapitel gerne in den Film einbauen. Dafür brauchen wir noch etwas Unterstützung, um die Fahrtkosten und die Unterkunft bezahlen zu können.

Ein weiteres Anliegen, bei dem diese Produktion unterstützt werden kann, stellt die Lizenzierung der Filmmusik da. Bei dem Hochzeitstanz von Elke und Kirstin läuft ein GEMA-pflichtiges Lied im Hintergrund, für das wir die Nutzungsrechte kaufen müssen.

Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich, das gespendete Geld wird ausschließlich zur Erstellung des Films genutzt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Manuel Rees (Regie)
Manuel Rees studiert seit 2014 Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Im Alter von 19 Jahren drehte er in Afrika seinen ersten Dokumentarfilm „Chipiliro, die Fähre und das Leben“, mit dem er in seiner Heimatstadt den „Förderpreis junge Ulmer Kunst“ gewann. In den folgenden Jahren arbeitete er an diversen Dokumentarfilmprojekten, unter anderem mit dem Münchner Dokumentarfilmer Peter Heller und im Auftrag der Stadt Ulm. Sein letzter Film „Sabine`s Nursery“ lief auf verschiedenen internationalen Festivals und wurde 2017 auf dem International Tourfilmfestival in Rom mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Manuel Meinhardt (Bildgestaltung)
Manuel Meinhardt wurde 1991 in Dresden geboren. Von 2011 bis 2014 arbeitete er national und international für verschiedene Filmproduktionsfirmen als Kamera- und Schnittassistent und realisierte eigene Kurzfilm-Projekte, teils im Kollektiv und teils auch als Regisseur. Seit 2014 ist er Student an der Filmakademie Baden-Württemberg mit Schwerpunkt Bildgestaltung/Kamera. Bis heute hat er in diesem Rahmen eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte begleiten und gestalten können. Inspiration findet er dabei immer wieder in seinen beiden Leidenschaften, der Fotografie und der Musik. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und prämiert.

Maximilian Merth (Schnitt)
An der Fachhochschule Salzburg schloss Maximilian 2012 das Studium (in) MultiMediaArt (Schwerpunkt Film) mit dem Bachelor ab. Während seiner Studienzeit war er an der Realisation verschiedener Kurzfilme beteiligt, wobei zwei Projekte auf Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Erste Erfahrungen als Cutter machte er bei der französischen Firma „Desillusion“. Seit 2014 studiert Maximilian Merth Montage/Schnitt an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2017 erhielt er für die Montage von „Sarah the dancer“ den deutschen Filmplus Förderpreis Schnitt.

Projektupdates

27.03.18

Vielen, vielen, vielen Dank an alle Unterstützer, das Fundingziel ist erreicht, wir sind überglücklich!

Es darf trotzdem noch weiter gespendet werden, denn jeden zusätzlichen Euro können wir dazu benutzen die Einreichgebühren bei Filmfestivals zu bezahlen. Auf diese Weise bekommt der Film ein möglichst großes Publikum und wird mit eurer Hilfe die Welt ein bisschen besser machen.

Wer den Film exklusiv sehen möchte, kann gerne weiterhin einen Link oder eine DVD bestellen.

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