Projekte / Film / Video
Recherchereise für eine Film-Dokumentation über das ärmste Land der westlichen Hemisphäre - Haiti
Trier
95 €
9.330 € Fundingziel
3
Fans
3
Unterstützer
16Tage

Projekt

Finanzierungszeitraum 01.10.18 13:14 Uhr - 31.10.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum November 2018 bis Januar 2019
Fundingziel 9.330 €
Gesamten Reise- und Flugkosten für vier Personen
2. Fundingziel 13.030 €
Mit Equipment für Filmaufnahmen für die Vorproduktionsphase
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Haiti ist bekannt als eines der ärmsten Länder der Welt, obwohl es vermutlich kein anderes Land gibt, in dem sich so viele internationale Hilfsorganisationen engagieren.
Für Deutschland als einen der weltweit größten Förderer und Spender in der Entwicklungszusammenarbeit ist diese Problematik von großem öffentlichen Interesse. Denn oft sind es genau solche Probleme wie in Haiti, die die Sinnhaftigkeit von "Entwicklungshilfe" in der internationalen Zusammenarbeit aus Sicht mancher Kritiker grundsätzlich infrage stellen.

In einem Dokumentarfilm über Haiti möchten wir dieser Frage auf den Grund gehen und die aktuellen Herausforderungen des Landes der deutschen Öffentlichkeit bewusst machen. Wir wollen aber auch ein Haiti jenseits des Scheiterns, der Katastrophen und Probleme zeigen, ein Land, in dem es eben auch viele positive Entwicklungen und Ansätze zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt. Der Film versteht sich als entwicklungspolitische Aufklärung und Entertainment-Education, die den Zuschauer nicht nur informiert, sondern auf eine emotionale Reise in eines der spannendsten und kontrastreichsten Länder der Karibik einlädt. Durch eine ethnografisch-filmische Herangehensweise sollen Perspektiven aufgezeigt werden, die in den klassischen Dokumentarfilmen verdeckt bleiben.

Hierfür planen wir eine Recherchereise, um Drehorte, relevante Themen und Protagonisten für unseren Film auszuwählen. Diese Sondierungsreise nach Haiti ist für November 2018 geplant. In fast allen Regionen des Landes werden wir das Gespräch mit Haitianer*innen über ihren Alltag suchen, internationale Projekte besuchen und Interviews mit wichtigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens führen. Die Ergebnisse dieser Recherchereise bilden das Fundament für die 2019 folgende Produktion des Dokumentarfilms.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Im Rahmen unserer 14-tägigen Recherche werden wir fast das ganze Land bereisen, um Gesprächspartner*innen aus möglichst allen gesellschaftlichen Gruppen zu treffen. Dazu gehört die Welt der karibischen High Society ebenso wie der Überlebenskampf im Slum, die Arbeit in Hilfsprojekten oder das Leben in Fischerdörfern. Wir werden haitianische Wissenschaftler der Universität Port-au-Prince, einheimische Künstler und Autoren treffen, die uns ihre Sicht auf „ihr“ Haiti zeigen. In unserer Dokumentation wollen wir aus den unterschiedlichen Perspektiven sprachlich und bildlich die Antwort herausschälen, warum Haiti sich trotz seiner beeindruckenden Geschichte in dieser heute sehr prekären Lage befindet.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Haiti steht als Inbegriff einer gescheiterten Entwicklungshilfe. Die internationale Presse berichtet immer wieder negativ. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump zählt das Land zu den von ihm so benannten „shithole countries“ und auch der kürzlich bekannt gewordene Oxfam-Skandal, der Mitarbeiter*innen der Hilfsorganisation sexuellen Missbrauch und Ausbeutung vorwirft, hat Haiti abermals ins schlechte Licht gerückt. Obwohl es einst die wohlhabendste französische Kolonie war und das einzige Land der Welt ist, in dem die afrikanischen Sklav*innen erfolgreich gegen ihre Unterdrücker revoltierten und eine eigene Nation gegründet haben, wird Haiti heute zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt gezählt.

Haiti liegt im westlichen Teil der Insel Hispaniola, die es sich mit der Dominikanischen Republik teilt, und ist heute vor allem dafür bekannt, regelmäßig von schweren Naturkatastrophen heimgesucht zu werden. Aus der jüngeren Vergangenheit sind das schwere Erdbeben zusammen mit dem Hurrikan Tomas 2010 und der Hurrikan Matthew 2016 in Erinnerung geblieben.

Zur Unterstützung der Haitianer*innen sind nach diesen Naturkatastrophen noch mehr ausländische Hilfsorganisationen, begleitet von UN-Blauhelmsoldaten, ins Land gekommen. Die Einheiten der Friedenstruppen lösten durch grobe Fahrlässigkeit eine Cholera-Epidemie aus, an der mehr als 6.600 Menschen starben.

Mit deiner Unterstützung wirst du Teil eines Filmprojekts, das als Brücke zwischen Deutschland und Haiti angelegt ist. Es soll vor allem denjenigen Menschen in Haiti, die für ein besseres Leben und eine bessere Zukunft kämpfen, eine Stimme geben. Der Film soll mehr Aufmerksamkeit für die vielschichtigen Probleme Haitis schaffen und dazu beitragen, dass bestehende Missstände in der "Entwicklungshilfe" hierzulande zur Kenntnis genommen werden.

Du kannst persönlich einen Teil dazu beitragen, die in Haiti und global bestehenden Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und auf die politische Agenda zu setzen. Wir verstehen die Entwicklungszusammenarbeit als wirkungsvolles und wichtigstes Mittel zur Bekämpfung von weltweiter Armut und Fluchtursachen und um globale Gerechtigkeit zu erreichen. Wir sind aber auch der Meinung, dass erst Transparenz eine funktionierende Entwicklungszusammenarbeit ermöglicht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Geld, das wir durch dieses Crowdfunding sammeln, sollen die Reisekosten für unsere Recherche abgedeckt werden. Dazu zählt auch zusätzliches Equipment, um unsere Unternehmung bildlich festzuhalten und zu dokumentieren. Teile dieses Materials werden in der Vorproduktionsphase verwendet und veröffentlicht werden.

Diese Recherchereise ist außerdem erforderlich, um auf ihrer Basis das Treatment zu erarbeiten, das für die Bewilligung von Fördermitteln notwendig ist. Der vollendete Film soll in mindestens neun deutschen Kinos mehr als 20.000 Zuschauer*innen gezeigt und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Route

Unsere Reise beginnt mit der Fahrt von Santo Domingo in der Dominikanischen Republik nach Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis. In der Metropole des Landes werden wir Märkte, Museen und die Universität besuchen und die verschiedenen Stadtteile erkunden. Dabei finden auch die ersten Treffen mit Kontaktpersonen vor Ort statt.

Weiter geht es in den Süden Haitis, wo wir lokale Hilfsprojekte kennenlernen sowie die ländlichen Regionen des Landes, deren teils wunderschöne Natur im starken Gegensatz zum negativ behafteten Bild Haitis steht.

Durch das Inselinnere führt uns unsere Route vorbei an tropischen Wasserfällen zu Wallfahrtsorten des Voodoo (Vodoun), dessen Rituale von ca. 75 Prozent der Bevölkerung praktiziert werden, bis in den Norden des Landes nach Labadee. Labadee ist ein von einem Reiseunternehmen gepachtetes Stück Land, ein riesiges abgeriegeltes Gebiet, das dem ungestörten Vergnügen reicher Tourist*innen vorbehalten und für die Einheimischen unzugänglich ist. Wir wollen uns Zugang zu diesem künstlichen Eldorado verschaffen, um die Konflikte bzw. Probleme und Chancen, die durch diese Art von Tourismus entstanden sind, zu erkunden. Außerdem werden wir Cap-Haïtien, die größte und wichtigste Stadt im Norden, besuchen, und die Hafenstadt Port-de-Paix, um von dort aus zur ehemaligen Pirateninsel Tortuga überzufahren. In den kleinen Küstendörfern Tortugas treten wir mit den heutigen Inselbewohnern und Fischern in Kontakt, um ihren Lebensalltag kennenzulernen.

Die letzte Etappe der Recherchereise ist der Grenzübertritt zurück in die Dominikanische Republik, wo die Auswirkungen des wirtschaftlichen Raubbaus an der Natur Haitis im starken Kontrast zur grünen und üppigen Landschaft der Dominikanischen Republik mit ihrer florierenden Tourismusbranche eklatant ins Auge springen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen vier engagierte Köpfe in Zusammenarbeit mit dem Verein Trier bewegt e.V. Wir sind Michael-Ron Stallwood (NPO-Projektmanager), Dr. Claudia Böhme (Filmethnologin), Linda Kläser (Wirtschaftssoziologin) und Inken Janßen (Psychologin).

www.trierbewegt.de

Fotos:
Haiti Care e.V.
Pixabay
FreeImage, Künstler: Archbob

Impressum
Trier bewegt e.V.
Michael-Ron Stallwood
Pfützenstraße 1
54290 Trier Deutschland

Trier bewegt e.V. ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein, der sich der Förderung des demokratischen Staatswesens, dem bürgerlichen Engagement zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke, dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und der Unterstützung von Kunst und Kultur verschrieben hat. Dabei organisiert der Verein politische, kulturelle und soziale Veranstaltungen und betreibt Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit im Sinne seiner demokratischen und humanitären Zielsetzungen.
Dazu zählt unter anderem der Einsatz für obdachlose Menschen und Menschen mit Behinderungen sowie die Unterstützung von engagierten Bürgern bei der Planung, Koordination und Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Kampagnen und Aktionen.
Mit Sitz im Friedens- und Umweltzentrum Trier in der Pfützenstraße stellt der Verein u.a. eine Schnittstelle für das Netzwerk und die Zusammenarbeit verschiedener Vereine dar.
Seit seiner Gründung im November 2008 hat der nunmehr 25 Mitglieder zählende Verein eine Reihe von Kampagnen und Projekte auf den Weg gebracht.
Unter den ehemaligen und laufenden Projekten sind unter anderem:
• Info Trier – Internet-Bürgerjournal
• Wahlkrampf 2009 – Aktion gegen Politikverdrossenheit
• Forschungsmobil zum Krebsregister
• EinTritt – Kampagne zur Re-Integration obdachloser Menschen
• ProKS – Kunst- und Kulturaktionen
• Steter Tropfen – Flüchtlingshilfe im In- und Ausland

www.trierbewegt.de

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gründer, Erfinder und Kreative stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

58.492.815 € von der Crowd finanziert
6.489 erfolgreiche Projekte
1.050.000 Nutzer

Sicherheit

Ist uns wichtig, deshalb halten wir uns an diese Standards:

  • Datenschutz nach europäischem Recht
  • Sichere Bezahlung mit SSL
  • Sichere Transaktionen über unseren Treuhänder secupay AG
  • Legitimation der Starter nach deutschem Recht

Bezahlmethoden

Die Zukunft gehört den Mutigen - entdecke neue Ideen oder starte dein Projekt!

© 2010 - 2018 Startnext Crowdfunding GmbH