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Projekte / Fotografie
Unser Ziel: Alternative Medien durch passende und emotionalere Fotos überzeugender machen. Unser Mittel: Wir schaffen eine Web-Plattform, auf der FotografInnen ihre Bilder von Demos oder Aktionen hochladen können – oder Fotos, die allgemein gesellschaftliche Zusammenhänge thematisieren. Die Wirkung: Die Bilder stehen AktivistInnen der Bewegungen zur Verfügung, um überzeugender für ihre Ziele zu werben. Alle Inhalte sollen progressiv, schnell zugänglich, kostenlos, frei und gut auffindbar sei
1.519 €
10.000 € Fundingziel
28
Unterstützer*innen
Projekt beendet
Gefördert von Crowdfunding Berlin
05.01.19, 19:25 Laines Rumpff
Unser Crowdfunding für fotopia lief sechs Wochen. Das Ziel haben wir leider nicht erreicht. Trotzdem war die Kampagne wertvoll für uns, denn wir haben viel Feedback von euch erhalten und so in der Zeit einiges gelernt. Wie es nun weiter geht. Zu erst möchten wir uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken, die von Anfang November bis Mitte Dezember insgesamt 1519 Euro eingezahlt haben. Da wir eine Alles-oder-Nichts-Kampagne gestartet hatten, ist das Geld in den letzten Tagen an alle zurück geflossen. Jede Unterstützung ob finanziell oder mündlich hat uns während der Kampagne enorm motiviert. Wir haben viele linke und emanzipatorische Medienprojekte angeschrieben. Einige haben unsere Unterstützungsanzeigen geschaltet, Texte über uns veröffentlicht oder uns viel Erfolg gewünscht. Wir haben mit vielen Menschen persönlich oder via social media über das Projekt gesprochen. Das hat unsere Bekanntheit und die Sensibilität für das Problem enorm vergrößert. Uns erreichten Verbesserungsvorschläge und kritische Hinweise oder wir bekamen einfach Zuspruch. Was für uns am erstaunlichsten war: Ganz oft sind Menschen an uns herangetreten und haben uns eigene Fotos als Unterstützung angeboten. Das zeigt, viele sind bereit, für eine progressive Fotoplattform aus der Bewegung für die Bewegung Fotos zu spenden. Auch konkrete Unterstützung bei der Umsetzung wurde uns angeboten. Zum Beispiel in Form von Programmier- oder Konzeptionserfahrung. Damit hat uns die Kampagne eine positive Antwort auf die Frage geliefert, ob ein konkreter Bedarf für unser Projekt besteht. Was wir gelernt haben Professionell arbeitende Fotograf*innen haben uns während der Kampagne auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die eine Veröffentlichung von Fotos unter der Creative Commons Lizenz mit sich bringt. Immer wieder wurde genannt, dass CC-Lizenzen keine hinlängliche Kontrolle darüber bieten, wer die Fotos nutzt. Es sei schlecht möglich, einen rassistischen oder sexistischen Kontext bei der Nutzung auszuschließen. Außerdem wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass das Modul „nicht-kommerziell“ (nc) nicht trennscharf genug sei. Große Medien, wie etwa der öffentlich-rechtliche Rundfunk wären per gesetzlicher Definition ohne Gewinnerzielungsabsicht, hätten aber viel Budget um Fotograf*innen zu bezahlen. Für diese Hinweise sind wir dankbar und mit diesen Themen beschäftigen wir uns bereits seit längerem. Nur durch den Austausch mit euch können wir diese Herausforderungen bewältigen und dafür sorgen, dass alle bei der Umsetzung der Projektidee gewinnen. Wir werden in Zukunft unser Konzept dahingehend anpassen, eine eigene fotopia-Lizenz anzubieten. Erste Gedanken von uns sind, diese an die Creative Commons anzulehnen und durch Modifikation unter anderem die oben genannten Probleme zu beheben. Für uns ist größtmögliche Kontrolle der Nutzer*innen über die Verwendung ihrer Fotos eine der wichtigsten Ziele von fotopia. Was als nächstes passiert Natürlich hatten wir gehofft das Fundingziel zu erreichen. Das hätte uns viel weitere organisatorische Arbeit erspart und mehr Flexibilität gewährt. Wir sind aber noch nicht am Ende unserer Ideen, wie wir fotopia verwirklichen können. Vor unserem Crowdfunding hatten wir bereits Stiftungen angeschrieben, die mit Absagen reagiert haben. Den Grund sehen wir vor allem in deren Förderkonzeption. Stiftungen fördern nur zeitlich klar abgrenzbare Projekte. Dazu gehören zum Beispiel Workshops, Seminare, Ausstellungen, Reisen, oder auch Veranstaltungen. Ein Infrastrukturaufbau im Sinne von fotopia fällt in der derzeitigen Förderungslandschaft durchs Raster. Wir haben zwei Stiftungen im Blick, bei denen das anders sein könnte. Mit dem medialen Zuspruch der Kampagne im Rücken treten wir nun an diese heran. Auf der zweiten Schiene werden wir den Ansatz von fotopia in Entwickler*innen-Communities wie codeberg.org tragen. Auf solchen Webplattformen versammeln sich viele Programmierer*innen, um frei einsehbaren Code weiterzuentwickeln. Die Open-Source bzw. Freie-Software Gemeinde ist groß und kann sehr wirkungsvoll sein. Sie hat viele heute unverzichtbare digitaler Infrastrukturen geschaffen, darunter das freie Betriebssystem Linux, das bekannte Textverarbeitungsprogramm LibreOffice (ehemals OpenOffice) oder das mächtige Web-Content-Management-System Wordpress. Mit ihrer Hilfe hoffen wir fotopia entwickeln zu können. Wie ihr mit uns in Kontakt bleiben könnt Auf unserer Seite fotopia.cc habt ihr weiterhin die Möglichkeit mit uns in Kontakt zu bleiben. Folgt uns in den sozialen Netzwerken, besucht unseren Blog oder tragt euch in den Newsletter ein. Wenn es Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr es auf diesen Wegen am ehesten. Wir wünschen euch und fotopia ein maximal erfolgreiches 2019! Euer Fotopia-Team
29.11.18, 15:10 Laines Rumpff
Für unsere unkommerzielle Fotoplattform für gesellschaftskritische Bilder läuft die Crowdfunding-Kampagne noch bis 16. Dezember 2018! Die Fotos, die auf fotopia zu finden sein werden, laufen dann unter anderem unter der nichtkommerziellen Creative Commons Lizenz (CC). Viele von euch werden sich fragen: was bedeutet das eigentlich? Im Folgenden wollen wir euch einen kleinen Einblick in die Welt der CC-Lizenzen geben. Wenn FotografInnen Bilder im Netz hochladen, sind diese in der Regel urheberrechtlich geschützt. Das heißt, sie dürfen nicht ohne Erlaubnis von anderen genutzt, geteilt oder verwendet werden. Wenn aber der oder die FotografIn eigene Bilder mit einer Creative-Commons-Lizenz versieht, kann er oder sie damit Nutzungsrechte für die Bilder erteilen, die abseits der klassischen Lizenzvarianten liegen und über das Urheberrecht hinausgehen. Das heißt im Klartext, der oder die FotografIn kann z.B die kommerzielle Nutzung der eigenen Bilder untersagen, aber gleichzeitig diese für nicht-kommerzielle Zwecke frei verfügbar anbieten. So können FotografInnen z.B. die Arbeit von ehrenamtlich arbeitenden Gruppen unterstützen. Der Grundgedanke der Creative Commons Creative Commons wurde als eine gemeinnützige Organisation 2001 in den USA gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt für das freie Zirkulieren von Wissen zu sorgen. Dazu haben die GründerInnen spezielle Lizenzierungen geschaffen, mit denen das möglich werden soll: die Creative Commons. Was übersetzt so viel heißt wie „schöpferische Gemeingüter“. Es gibt insgesamt sechs verschiedene CC-Lizenzen, die sich derzeit zwischen einem Copyright, das die Nutzung nur mit Einwilligung des Urhebers erlaubt, und der Gemeinfreiheit für eine uneingeschränkte Nutzung zu jedem Zweck bewegen. Die CC-Lizenzen können für alle Werke genutzt werden, die eineN UrheberIn haben. Das heißt, bei uns soll es zwar um Fotos gehen, aber im Grunde gelten diese Lizenzen für alle (künstlerischen) Werke, damit sind auch Videos, Texte, Musik etc. gemeint. Die Texte der Wikipedia stehen z.B. auch unter den CC Lizenzen. Eine vollständige Übersicht der verschiedenen CC-Lizenzen findet ihr hier: https://creativecommons.org/licenses Einfache Lizenzen, auf einen Blick transparent Der große Vorteil dieser Lizenzen ist, das alle auf einen Blick die Freiheiten und Einschränkungen der Bilder erkennen können und nicht erst in Kontakt zueinander treten müssen. Für alle bedeutet dies eine hohe Rechtssicherheit, denn die Lizenzen sind untereinander kombinierbar. So können sich alle wie aus einem Baukasten ihre gewünschte Lizenz selbst zusammenstellen. Das erspart juristischen Aufwand. Die UrheberInnen müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, dass eine CC-Lizenzierung endgültig ist. Einmal dafür entschieden, kann sie nicht mehr widerrufen werden. Trotzdem können sich CC-Lizenzen am Ort der Veröffentlichung ändern, dürfen aber nie restriktiver werden. Das heißt, UrheberInnen können den NutzerInnen immer mehr, aber nie weniger Rechte einräumen. Wie man Creative Commons Material mit einer richtigen Quellenangabe versieht Bei allen Freiheiten, die CC Lizenzen einräumen, ist anderseits ganz genau vorgeschrieben, wie ihr solche Werke kennzeichnen müsst, wenn ihr sie verwendet. Deshalb solltet ihr eine große Sensibilität bei der Nutzung bzw. Einbindung CC-lizenzierter Bilder haben. Ihr müsst auf korrekte Angaben achten. Um CC-Bilder richtig einzubinden, solltet ihr die folgenden 5 Regeln beherzigen: Nennt den/die FotografIn beim vollen Namen. Habt ihr nur den Profilnamen (z.B aus einem Bildportal), reicht dieser. Verlinkt zur Bildquelle, also dem Ort, wo ihr das Bild her habt. Der Link muss genau auf das Foto verweisen. Diese Verpflichtung gilt übrigens auch für Printmedien. Manchmal werden am Veröffentlichungsort daher auch Kurzlinks angeboten. Gebt den Bildtitel an, der dort genannt ist. Existiert keiner, könnt ihr ihn weglassen. Aber selbst unsinnige Titel wie „DCIM_20181129.jpg“ müsst ihr nennen. Gebt die genaue Creative Commons Lizenz inkl. der Versionsnummer an, unter der das Foto veröffentlicht wurde. Verlinkt auf die passende Lizenzurkunde und achtet dabei auch auf die korrekte Versionsnummer. Die Urkunden findet ihr am Ort der Veröffentlichung oder auf creativecommons.org/licenses Falls der oder die NutzerIn eine nachträgliche Bildbearbeitung vorgenommen hat, sollte diese ebenfalls ausgewiesen werden. Die Nutzung von CC-Lizenzen vereinfacht die Verbreitung und Verwendung von Bildern. Dabei profitieren NutzerInnen sowie FotografInnen gleichermaßen. Mit Fotopia wollen wir FotografInnen mehr Kontrolle über die Verwendung Ihrer Fotos ermöglichen und MacherInnen von alternativen und unkommerziellen Medien davor bewahren, ihre Zeit und Kraft bei der endlosen Suche nach passenden Fotos zu vergeuden oder in existenzbedrohende Urheberrechtsstreits zu geraten. Unterstütze Fotopia Durch Fotopia sollen Creative-Commons-Bilder für sozial engagierte, journalistische Fotografie im Netz für alle leicht zugänglich und gut verschlagwortet zu finden sein. Unterstütze uns dabei, alternative MedienmacherInnen zu einer Crowd-Fotoagentur zusammen zu bringen! Hier findet ihr unsere Crowdfunding Kampagne: https://www.startnext.com/fotopiacc . Mitmachen, weitersagen, spenden.
14.11.18, 11:03 Laines Rumpff
Liebe Unterstützer*innen, wir freuen uns riesig über jeden Euro, mit dem ihr uns unterstützt! Wir haben uns die Zugriffszahlen unserer Seite genauer angeschaut. Da liegen wir gar nicht so schlecht. Das Team von Startnext hat uns gesagt, durchschnittlich wird pro Klick auf eine erfolgreiche Projektseite ein Euro gespendet. Bisher haben 368 Personen unsere Projektseite angeklickt. Wir liegen also mit der bisherigen Spendensumme von 362 Euro voll im Durchschnitt. Das freut uns erst mal. Man kann sagen, die Menschen, die sich die Seite anschauen, sind nicht weniger begeistert von unserer Idee als bei anderen erfolgreichen Projekten. Es müssen halt mehr Menschen von der Idee einer unkommerziellen Fotoplattform für gesellschaftskritische Bilder erfahren. Wir bitten euch also: Macht euer Netzwerk, euer Umfeld, eure Freunde, eure Follower auf fotopia aufmerksam. In einem Monat kann viel passieren! Wir sind zur Zeit sehr intensiv auf Twitter, Instagram und Facebook unterwegs. Wir haben bis jetzt jeden Woche mindestens einen Live-Feed pro Kanal gesendet und posten überall mindestens eine Nachricht täglich. Wir haben bis jetzt viele Gruppen und Einzelpersonen angeschrieben und auch schon mit Medienvertreter*innen gesprochen. Wir haben am letzten Wochenende 400 Fotopia-Flyer mit dem Link zu dieser Seite auf einer Demo gegen die Verschärfung des Brandenburgischen Polizeigesetzes verteilt und dort mit Leuten auch persönlich über das Projekt geredet. Die Resonanz ist durchaus positiv. Wir haben sogar schon mehre Male von Fotograf*innen Fotos angeboten bekommen. Das motiviert uns sehr. Also, wir bleiben dran! Das Foto unten zeigt übrigens Lotta und Laines beim Präparieren der Flyer für die Demo. Der Link zeigt auf unser Livevideo, das wir am 4. November über Twitter gesendet haben.