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Projekte / Journalismus
Seit ein paar Monaten treffe ich die Vorbereitungen dafür, mich als freie Journalistin für den Themenkomplex Klimawandel/-ethik, Energiewende und Umweltschutz selbständig zu machen. Dazu habe ich bereits erste Artikel erfolgreich veröffentlicht.
Kiel
195 €
600 € 600 € Fundingziel
14
Fans
8
Unterstützer
Projekt beendet
18.03.17, 06:49 Claudia Ring
Der Blog-Artikel ist nur für Unterstützer.
11.03.17, 07:38 Claudia Ring
Wenn Verbraucher nach dem Kauf eines besonders energieeffizienten Haushaltsgerätes ihr Verhalten dahingehend verändern, dass der Verbrauch wieder steigt, statt Energie zu sparen, spricht man von einem Reboundeffekt. Familie Beyer hat vor kurzem sämtliche Glühbirnen im Haushalt durch effiziente LED Leuchtkörper ersetzt. Die Aktion brachte enorme Einsparungen. Von dem Erfolg wie befreit, vergaß die Familie aber ihren sparsamen Umgang mit Lichtquellen. Das Ergebnis: 0 KW Energieersparnis. Mit Rebound werden in der Energieökonomie Effekte bezeichnet, die dazu führen, dass das Einsparpotenzial von Effizienzsteigerungen nicht oder nur teilweise verwirklicht wird.. Die Effizienzsteigerung sorgt dafür, dass der Konsument weniger Ausgaben hat und deshalb weitere Produkte erwerben kann. Führt die Effizienzsteigerung gar zu erhöhtem Verbrauch (das heißt zu einem Reboundeffekt von über 100 Prozent), spricht man von einem Backfire. Der Rebound-Effekt ist also ein Anstieg des Energieverbrauchs aufgrund einer Effizienzsteigerung. Ein oft genanntes Beispiel ist die Entwicklung der Fernsehgeräte. Obwohl der Energieverbrauch pro Quadratzentimeter Bildfläche von 25 bis 45 Milliwatt im Jahr 2000 auf 17 Milliwatt im Jahr 2014 gefallen ist, nahm die Gesamtleistung der Geräte wegen größerer Bildschirme zu. Soweit größere Bildschirme öfter gekauft werden, weil die Technik effizienter geworden ist, handelt es sich hier um einen Rebound. Ein anderes Beispiel ist das Auto. Durch ein effizienteres Auto sinken die Kosten pro gefahrenen Kilometer für die Verbraucher. Deswegen nutzen Viele ihr Auto öfter und fahren mehr Kilometer. Die tatsächlichen Energieeinsparungen können bis zu einem Viertel kleiner als die technisch möglichen sein. Der genaue Umfang des Rebounds hängt jedoch von den konkreten Randbedingungen ab. 2015 untersuchten drei Institute im Auftrag des Umweltbundesamtes, wie die Politik Rebound-Effekten begegnen könnte. Die Forscher empfahlen in ihren Studien die Kopplung von Effizienz-Förderung und Abgaben auf die Nutzung von Ressourcen. Durch schrittweise Erhöhung der Abgaben könnten Rebound-Effekte teilweise bis vollständig vermieden werden. Neben der unmittelbaren Veränderung bei der Nutzung des betreffenden Produkts sind weitere umweltrelevante Änderungen des Nachfrageverhaltens möglich. Zum Beispiel dass das beim Pkw eingesparte Geld für Flugreisen ausgegeben wird und auf diese Weise ein Teil der Energieeinsparung kompensiert wird. Hier spricht man von einem indirekten Rebound. Eine große Bedeutung hat die Sättigung mit Gütern und Dienstleistungen. So zeigen Beobachtungen, dass in Ländern mit hohem Einkommen Rebound-Effekte wesentlich geringer sind als in Entwicklungsländern, wo noch erheblicher Nachholbedarf beim Konsum besteht. Text: Claudia Ring
08.03.17, 06:46 Claudia Ring
Über der Frage, ob die Energiewende eine Erfolgsgeschichte ist, oder unerträgliche Kostenbürde für die Bürger, zerfällt die Republik in diesen Tagen in zwei Lager. Die Mythen über zu teure EEG Umlagen, Netzausbaugebühren und rausgeworfenes Geld für ungenutzten Windstrom haben Hochkonjunktur.   Da hilft es nichts, darauf hinzuweisen, dass Subventionen für ausgediente Kohlekraftwerke und Sonderregelungen für Unternehmen bei der EEG Umlage die Kandidaten sind, die an den öffentlichen Pranger gehören. Aber noch eine weitere Erzählung verfängt sich hartnäckig in den Köpfen der Deutschen. Es ist die Geschichte von der Grundlast. Die geht so: Wind- und Sonnenstrom sind unzuverlässige Genossen. Wenn Flaute herrscht und die Sonne nicht  scheint, ist mit ihnen keine verlässliche Versorgung zu machen. Das erzeugt Unbehagen und rührt an der Mär über ausgehende Lichter in Deutschland.   Dass der gesamte Komplex dieser Geschichten von Problemen bei der Transformation des Energiesystems handelt, ist unbestritten. Die andere Wahrheit ist aber, dass diese Probleme lösbar sind und bereits gelöst werden. Nehmen wir ein Beispiel, das in Diskussionen zur Energiewende oft bemüht wird. Gas, zwar ein fossiler Brennstoff, aber längst nicht so gefährlich für das Klima wie Kohle, eignet sich als Garant eines sicheren Übergangs in eine regenerative Zukunft. Es bietet gegenüber den volatilen Energieformen Sonne und Wind die nötige Grundversorgungskapazität und sorgt auf diesem Weg für Versorgungssicherheit. Deshalb hält man an der Technologie fest.   In das öffentliche Stromnetz muss stets die selbe Menge an Strom eingespeist werden, wie in den Verbrauch fließt. Für die Aufrechterhaltung dieses Gleichgewichts wird Regelenergie benötigt.  Unter den Erneuerbaren gibt es aber eine Technologie, die bereits erfolgreich ist beim dem hierfür benötigten Ausgleich von Engpässen und Überschüssen. Biogasanlagen eignen sich nämlich hervorragend dazu,  für Flexibilität im Systems zu sorgen, und Schwankungen bei Wind- und Solarstrom auszugleichen. Das ist so, weil Biogasanlagen kontinuierlich verlässlich Strom und Wärme produzieren können, aber im Falle von Überschüssen oder Engpässen flexibel herunter geregelt oder zugeschaltet werden können. Sie erfüllen damit im Energiesystem eine sehr wichtige Aufgabe. In virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet mit Windrädern und Photovoltaikanlagen bilden sie das Potential, den Netzbetreibern die benötigte Flexibilität zu garantieren. Aber wir erzählen uns in Deutschland lieber Geschichten. Text: Claudia Ring
26.02.17, 21:52 Claudia Ring
Hallo, liebe Fans und Unterstützer meiner crowdfunding Kampagne. Ich bin noch nicht am Ziel. Deshalb geht die Kampagne nun noch einmal in die Verlängerung bis Mitte März. Liebe Grüße Claudia
02.02.17, 14:10 Claudia Ring
Kolumne Sie fordern und fordern, unsere Politiker. Und ich werde langsam böse. Denn: von wem fordern sie dieses oder jenes eigentlich? Ist es denn nicht so, dass sie ihren Job machen sollen? Eigentlich Forderungen anderer zu erfüllen haben? Also was soll dieses unsinnige Gefordere von Politikern auf öffentlichem Terrain? Eine mögliche Erklärung für den öffentlichen Forderungswahnsinn wäre, dass sie uns zum Mitmachen auffordern wollen. Aber das ist unwahrscheinlich. Oder sie wollen Nachbarländer mit einbeziehen. Nein. Vielmehr handelt es sich um eine neue Art der Selbstdarstellung, die im Subtext lautet: „Ich stehe für diesen Inhalt“ - und ja, also wer nun, die Gegnerpartei soll den Forderungen nachkommen? Nein, wenn de Maiziere fordert, xyz … dann heisst das für den politischen Gegner – dieses Terrain ist besetzt. Meine Forderung. Für außen Stehende nicht einnehmbar. So wird es sein. Es von der eigenen Fraktion zu fordern wäre ja auch sehr ineffizient, denn die könnte man per E-mail oder auf dem Flur oder in der Kantine auffordern, oder, naja, .. auf der Toilette in der Pause. Macht doch endlich mal xxx … . Aber, und das ist immens wichtig bei der ganzen Sache, es geht dabei um öffentliche Aufmerksamkeit. Klar, oder? Sonst hätten die Äußerungen keinen Zweck. So einfach ohne bewunderndes Publikum. Irgendwie jedenfalls, drehen sie uns den Spieß herum. Die Verhältnisse waren früher andersherum. Das Volk hat von der Politik gefordert. Oder sie sollen es im Bundestag machen, wenn sie unter sich sind. Aber dann haben wir wieder das gleiche Dilemma. Allseitiges öffentliches Gefordere. Irgendwer muss doch evaluieren, ob das alles zu etwas führt. Ich meine, führt man in den Parlamenten Buch darüber, wie viele von den Forderungen jeweils in einem Jahr umgesetzt wurden? Wäre keine schlechte Idee, hinterher nachzuschauen, was dabei rumgekommen ist. Vielleicht ist das Gefordere eine Rückversicherung, falls es in der beruflichen Karriere mal eng wird oder die Opposition einen an die Wand drückt. Schaut her, so kann man dann sagen: ich habe damals das und das gefordert, aber ihr … . Eine andere Interpretationsvariante könnte die sein: „Schaut, liebe Bürger, das sind die Inhalte, mit denen ich mich beschäftige.“ Die ist mir noch fast sympathisch, die Variante. Die allseits fordernden Politiker mit ihrem öffentlichen Gezeter erinnern jedenfalls an Witwe Bolte mit dem Kopftuch, die mit dem Schrubber an die Decke hämmert, damit der Nachbar seine Lärmbelästigung einstellt. Kann man das nicht anders kommunizieren? Ja, könnte doch auch sein, dass der Politiker von heute fordert, weil er uns weismachen will, die anderen machen es eben nicht, und uns so zu seinen Verbündeten machen will. Ohne Subtext ist die Politik der Gegenwart nicht mehr verständlich. Wir werden sie daher fragen müssen. Aber obwohl mir schon der eine oder andere versucht hat das Ganze zu erklären halte ich eisern an meiner Meinung fest – Politiker sollen die Probleme lösen und nicht fordern, schon gar nicht, wenn gar nicht klar ist, von wem. - So ein Zirkus. Versteh einer die Politiker. Text Claudia Ring meine Artikel gibt’s auf dem blog http://www.goforclimate.wordpress.com
29.01.17, 18:20 Claudia Ring
Nach der Enthüllung des VW Abgasbetruges begann eine riesige Presseschlacht. Die Medien hatten die Geschädigten schnell ausgemacht. Zwei davon waren an prominentester Position: die Reputation der Deutschen Wirtschaft in der Welt und der Ruf des VW Konzerns selbst. Natürlich war das nicht alles. Der Konzern hat enorme finanzielle Auswirkungen in Form von Entschädigungen und Strafzahlungen zu spüren bekommen. Und zu guter letzt darf man ja auch die VW Kunden, die mit der fehlgeleiteten Software ausgestatteten Autos wieder umrüsten lassen mussten, nicht vergessen. Doch verwundern tut es, dass genau das, was dieser Betrug für uns bedeutet hat - das, worum es eigentlich geht - nämlich die Emissionen, die durch den Abgasbetrug frei geworden sind in keiner Pressemeldung zu finden sind. Denn, die sind ja der eigentliche Skandal. Sie sind der Grund, warum Richter in den USA den VW Konzern zu hohen Strafzahlungen verdonnert haben. In der öffentlichen Diskussion und der darauffolgenden gesellschaftlichen Aufarbeitung kommt dieser Umwelt- oder Klimaskandal gar nicht vor. Auch Google und Co beziehungsweise deren Suchmaschinen schweigen sich zu dem Thema aus. Unabhängige Untersuchungen zum Klimaschaden - Fehlanzeige. Die Schadstoffbilanz des Abgasbetruges kommt in der öffentlichen Diskussion nicht vor. Die Emissionswerte deutscher Städte sind allgemein bekannt und werden deutschlandweit erneut an den Pranger gestellt, und so sollte es ein einfaches Rechenexempel sein, zu ermitteln, wie groß der Schaden durch die fehlgesteuerte Software der Autobauer insgesamt war und noch ist. In den Städten werden seit Langem viel zu hohe Stickdioxidwerte gemessen. Dass die Dieselfahrzeuge daran einen erheblichen Anteilhaben, wissen wir. Der eigentliche Skandal ist, dass bisher niemand auf diese Informationen reagiert hat, sagte Axel Friedrich, der ehemalige Leiter des Verkehrsressorts des Umweltbundesamtes, der maßgeblich an der Aufdeckung des Abgasskandals beteiligt war dem Online Magazin klimaretter.info in einem Interveiw. Im Umweltrecht kommt in einem solchen Fall das Verursacherprinzip zur Anwendung. Polluter Pays. Doch wer hat beizeiten errechnet, wie hoch der Schaden für das Weltklima zu veranschlagen ist? Statt den verantwortlichen Autobauerrn und ihren Führungspitzen anhand dieser Zahlen die Rechnung zu präsentieren, lässt man sie mit hohen Abfindungen von dannen ziehen. Der einzige Satz, der sich zu den Folgen des Betruges in der Presse finden ließ, handelt von exzessiver Luftverschmutzung, die es zu stoppen gelte. Nun muss aber auch vor allem diskutiert werden über Nachhaltigkeitsstandards im Ökonomischen System. Den motorisierten Individualverkehr auf Elektromobilität umzustellen wird die Schadensbilanz für das Klima zwar erheblich verbessern, doch der Punkt ist ein ganz anderer. Was wurde eigentlich nach der Entdeckung des Abgasbetruges gemacht? Man schob sich gegenseitig die Schuld für die Fahrlässigkeit zu bei der Überprüfung von Abgasnormen und stellte Kompensationen und Weiterentwicklungen in der Elektro Autobranche in Aussicht. Der Klimaschaden durch den Abgasbetrug hat nie zur Diskussion gestanden. Eines aber zeigt diese retrospektive Prresseschau sehr genau: sie gibt darüber Auskunft, welche Prioritäten wir setzen. Es geht da um Geld, um den guten Ruf, um Konzerne und Arbeitsplätze, um moralische Fragen eines solchen Betruges und um Verantwortlichkeiten bzw. Schuld. Es ist anscheinend für den Zeitungsleser enorm wichtig, wie hoch der finanzielle Schaden in Ziffern ist und wieviele Autos unentdeckt auf den Markt geraten konnten. Es ist enorm bedeutsam, wie hoch die Entschädigungen und Strafzahlungen ausfallen und vor allem, welcher Manager die Sache zu verantworten hat. Wie konnte das geschehen - lamentieren die Blätter. Die Menschen denken dabei gar nicht egoistisch, wie man meinen könnte. Nein, im Gegenteil, sie haben sich selbst völlig vergessen. Ihre eigenen Interessen: denn es geht uns anscheinend gar nicht darum, für unsere Lebensgrundlagen und die nachfolgender Generationen auf der gesamten Erde zu sorgen. Die Prioritäten die unserem Wirtschaften zugrundeliegen, sind die wirklichen Ursachen des Abgasskandals. Der Geschädigte: die Erdatmosphäre und das globale Klima. text: Claudia Ring more on: http://www.goforclimate.wordpress.com dieser text wurde eigens für den blog der startnext crowdfunding Kampagne für die Autorin geschrieben
24.01.17, 08:07 Claudia Ring
Kolumne: Fläche dringend gesucht Nördlichstes Bundesland bezeichnet Standortsuche bei der Windkraft als schwierig Von Claudia Ring Die Pläne der Landesregierung für die neuen Windvorrangflächen sind veröffentlicht. Weniger als 2% des Bundeslandes werden sie für sich beanspruchen. 98% bleiben also frei und verschont von den Windrädern oder-parks. Die Windkraft musste eingeschränkt werden, weil die Netze gen Süden zunächst fertiggestellt werden müssen. Immer wieder aber klagen Politiker, Schleswig-Holstein würde es an Fläche mangeln. Wo es doch in diesem schönsten Bundesland nichts anderes gibt. Man kommt ins Staunen angesichts dieser Beschwerden, denn wenn man sich in der Stadt ins Auto setzt und losfährt kommt erst einmal tagelang nichts und man fragt sich was die Herrschaften wohl meinen könnten. Es müsste demnach wuseln, brummen, tönen von überallher. Stattdessen Weite, wo das Auge weilt um nicht zu sagen Ödnis, Einöde, dann wieder nichts – Einöde- Nichts. Ich muss mich für diese Übertreibungen natürlich entschuldigen. Aber wenn die Staatslanzlei mitteilt, es sei sehr schwierig gewesen, die geeigneten Flächen für die erneuerbaren Parks zu finden und auszuweisen, kann man das eigentlich nur ulkig finden, wenn 98 % des Landes hinterher frei bleiben. Was befindet sich dort so spannendes, dass dort kein Platz für Windmüller ist? Woher also diese Einschätzung, es gäbe keinen Platz für Windkraftanlagen? Jaaaah, da wären zum Beispiel kleine Orte mit einem Adlerhorst auf dem Kirchendach und das Ausschlusskriterium an dieser Stelle bedeutet, dass weit über die Grenzen des Dorfes hinaus keine Windmühlen gebaut werden können. Dann gibt es Moore, Knicks, andere diverse Brutstätten und dergleichen mehr. Aber Lachen wird erlaubt sein angesichts dieses ernsten Problemes. Ich entschuldige mich dann auch. text für crowdfunding - startnext, see more on http://www.goforclimate.wordpress.com Text: Claudia Ring, Kiel Foto: Jennifer Timrott
10.01.17, 14:24 Claudia Ring
Der scharfe Wind des Klimaschutzes Wirtschaftsfunktioniären ist der Klimaschutz nur schwer zu vermitteln Von Claudia Ring Cem Özdemir reagiert gereizt auf Kritik von Familienunternehmer - Präsident Lutz Goebel. Dieser warnte vor Schwarz/Grün im Bund. Anlass: die Vermögenssteuerpläne Trittins vergifteten das Klima im Land - sowie der Wunsch der grünen Fraktion, das Tempo der Energiewende zu beschleunigen. Özdemir kontert per Brief: der Verband kämpfe immer für ordnungspolitische Grundsätze, aber den ordnungspolitisch gebotenen Abbau von wettbewerbsverzerrenden und umweltschädlichen Subventionen in Milliardenhöhe hätte die Marktwirtschaft, die der Verband einfordert, nicht auf dem Zettel. Hinter der Kritik vermutet Özdemir die Erkenntnis, dass von einer ökologischen Modernisierung nicht alle profitieren werden - nämlich diejenigen nicht, die an alten Geschäftsmodellen festhalten. (http://bit.ly/2ic3xbv) Am E.on Konzern wird das nur allzu deutlich. Die Gewinne haben sich im vergangenen Jahr halbiert. Chef Teyssen muss nicht nur seinen Konzern auf Ökoenergie umkrempeln, sondern auch bei sich selbst Innenrevision machen um diese 360 Grad Wende hinzubekommen. Nach außen gibt er sich gelassen. Aber an der Notwendigkeit von fossilen Kraftwerken hält er fest. (http://bit.ly/2jdHByt) Wie kommt es, dass die Wirtschaft zusammenzuckt, sobald der Wind des Umweltschutzes sie anweht? Genügend Beispiele zeigen doch, wie sehr die Wirtschaft von den neuen grünen Technologien profitieren kann, vor allem, wenn Sie selbst grüne Produkte anbieten, aber auch, wenn sie ihren Fuhrpark, ihre Energiegewinnung, die Transportketten oder ihren Materialverbrauch auf den ökologischen Prüfstand stellen. Gar nicht zu reden davon, wie sehr die Menschheit gesunden würde, wenn die Wirtschaft einer ökologischen Gesamtrevision unterzogen würde. Die Konzerne sind geimpft mit dem Serum des Wachstumszwanges, der unseren Planeten zerstört. Umwelt- und Klimaschutz lassen sich hierzulande fast gar nicht in die Hand nehmen, weil sofort die Riege der Wirtschaftslobby auf dem Baum ist und die Flagge der Standortgefährdung schwenkt. Die Wirschaftszeitungen sind voll mit dem Streben nach dem wirtschaftlichen und technologischen Optimum. Lieferung noch am selben Tag. Rückgabe jederzeit. Gelder einsammeln. Gewinnmargen erhöhen. Produktvielfalt. Firmenaquisition. Man fragt sich tatsächlich, wo die Herren eigentlich noch hinwollen. mehr Artikel auf: http://www.goforclimate.wordpress.org
09.01.17, 09:48 Claudia Ring
In der Klimaforschung gibt es die Strategien mitigation (dafür sorgen, dass keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden und damit die Erdüberhitzung abmildern) und adaptation (sich an den klimawandel anpassen). Dann wenn nichts mehr hilft, gibt es noch die Methoden des climate engineerings. Eine der Maßnahmen ist das sogenannte „solar radiation management“. Es geht darum, die Sonneneinstrahlung zu verringern und damit auch die globale Durchschnittstemperatur (GMT). Dafür werden Sulfat-Aerosole in die Stratosphäre eingebracht. Die Versuchung ist groß. Niemand braucht auf Komfort zu verzichten, die Wirtschaft kann ungehindert weiter wachsen, so scheint es. Es gibt aber neben anderen auch ethische Argumente gegen die Technologie. Denn unter dieser Maßnahme wäre der Himmel nicht länger blau. Und das Blau des Himmels oder eine klare Sternennacht sind doch irgendwie ein unantastbares Gut ... oder?
05.01.17, 08:54 Claudia Ring
Ostseesturmflut Heute Morgen telefonierte ich mit meinem Freund Jan. Er wohnt direkt an der Küste und bestätigte mir, was ich zuvor im Radio gehört hatte. Teile der Küsten von Schleswig-Holstein und Mc Pomm sind heute Nacht überschwemmt worden. Das Hochwasser war höher als man erwartet hatte. Mit verheerenden Folgen. Keller liefen voll, Autos mussten geborgen werden, Teile der Steilufer wurden weggerissen, Kioske und Imbissbuden waren überschwemmt. Jan berichtete atemlos davon. Ich konnte hören, wie sehr er im Stress war, nur kurz frühstücken und dann wieder zum aufräumen an den Strand. „Da gibt es jetzt wahnsinnig viel zu tun“, stöhnte er. „Ja“, antworte ich ihm: „Wärmedämmung, Autos stehen lassen, Heizung runterdrehen, Stecker raus statt Stand by, Energiesparlampen, weniger Flei …“ „Spinnst Du jetzt völlig?“ brüllte Jan, „Das ist eine absolut ernste Angelegenheit hier! Du weißt ja gar nicht, was das für uns bedeutet!“ „Doch“, setzte ich an, das weiß ich, aber Jan hatte schon aufgelegt. Jan wird sich an den nötigen Klimaanpassungsmaßnamen dort vor Ort beteiligen, hatte er mir zuvor erzählt. Adaptation – so der englische Begriff für Klimaanpassung – ist absolut wichtig für unsere Küsten, aber der Counterpart, Mitigation, also die Abmilderung der Erdüberhitzung ist natürlich vorrangig. Jede Kilowattstunde die gar nicht erst verbraucht wird und jedes Treibhausgaspartikelchen, dass nicht emittiert wird, bringt die Welt ein Stück weiter auf dem Ziel, der folgenden Generation die gleichen Lebenschancen zu hinterlassen, wie wir sie auf dem Planeten zu Beginn unseres Daseins vorgefunden haben. Tun wir´s. Jetzt.
02.01.17, 11:17 Claudia Ring
Wer etwas zum Klimawandel liest - sei es im Internet, auf facebook oder in einem Buch - meistens wird er/sie erst einmal über die neuesten Ereignisse oder Zahlen aufgeklärt. Dazu gibt es Bilder die erschüttern. Doch ist das der richtige Weg, die Menschen zu erreichen - sie für das Klimaproblem zu sensibilisieren? Viele meinen "Nein". Sie fühlen sich überschüttet von den senationsheischenden News, obwohl es ja wirklich eine Katastrophe ist. Und dann machen sie zu. Wenn ich mit Leuten diskutiere über die Art der Berichterstattung, kommt heraus, dass es effektiver sein kann, sich selbst auf den Weg zu machen und sich die Infos je nach eigenem Interessensschwerpunkt selbst zu suchen und sich zu informieren, um ein umfassenderes Bild zu erhalten von der Situation, in der sich, ja, unser blauer Planet, leider befindet. Wenn man möchte, kann man sich auf die Suche machen nach den Möglichkeiten, das Problem anzugehen. Ob es politisch, ehrenamtlich, privat, als Aktivis/In oder in Diskussionen ist. Eine gute Informationsbasis ist auf jeden Fall wichtig. Wichtig wäre auch neue frames für das Klimaproblem zu finden. Das sind Deutungsrahmen mit denen die Fakten interpretiert werden. "Es ist ein Unterschied, ob ich von Klimawandel oder Erdüberhitzung spreche", sagt die Linguistin Elisabeth Wehling. Wandel kann positiv und negativ sein. Globale Erwärmung - Erwärmung ist im Alltag positiv besetzt, - sich für etwas erwärmen können, zum Beispiel. Erdüberhitzung hingegen transportiert die Dringlichkeit des Problems. Wen es nun doch nach Zahlen und Fakten gelüstet, der schaut sich am besten mal die Seite des IPCC an, dem Intergovernal Panel on Climate Change. Der IPCC gibt regelmäßig Berichte zur neuesten Lage heraus. https://www.ipcc.ch/ Ich möchte gerne beitragen dazu, dass die Probleme des Klimawandels, der potentiellen Erdüberhitzung und der Klimafolgeschäden viele Menschen erreichen und so meinen Anteil leisten an der Aufgabe, die die Menschheit momentan wohl am meisten beschäftigt.
28.12.16, 10:41 Claudia Ring
Über die Feiertage habe ich an einem Artikel über Wasser geschrieben. Dass es da eine Krise gibt, hat wohl jeder irgendwie im Hinterkopf. Meistens assoziiert man aber damit die Länder in Afrika mit der landestypischen Dürre. Dieses Bild ist aber falsch. In Brasilien herrscht zum Beispiel Wassermangel, weil dort übermäßig viel Regenwald gerodet wurde. Viele untergegangenen Kulturen haben diesen Fehler gemacht. Doch auch in China sind seit 1990 mehr als die Hälfte der Flüsse verschwunden. Auch Nordamerika und Kanada geht das Wasser aus. In Europa haben Tausende von Menschen keinen Zugang zu Wasser. Eine Lösung auf die ich gestoßen bin, kommt aus dem Bereich der Technikfolgeabschätzung. Unternehmen können auf einem Onlinetool des WWF die Risiken ihrer Vorhaben abschätzen. Ob es Dürren, der Klimawandel, Überschwemmungen oder Umweltverschmutzung ist. der Water Risk Filter hilft Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen unter Berücksitigung internationaler Umweltstandards. Diese praktische Art der Folgeabschätzung sollte man auch auf andere Bereiche übertragen, wäre mein Vorschlag. mehr unter: http://waterriskfilter.panda.org/
20.12.16, 13:19 Claudia Ring
Meine Themen reichen von Berichten über die Energiewende vor Ort und deutschlandweit über umweltethische Themen wie die Bestimmung einer gerechten Kompensation klimageschädigter Länder im Süden bis hin zu Problemen wie dem Klimaskeptizismus. Über all das denke ich nach und schreibe fragend - und erhalte Antworten auf meiner Recherchereise für den Text. Diese neuen Erkenntnisse gemeinsam mit Anderen zu diskutieren, ist ein guter Weg für mich, mir im Umweltbereich Wissen anzueignen. Hilfreich ist dabei das Teilzeitstudium (Umwelt)philosophie an der Christian-Albrechts Universität, Kiel, denn von dort aus gibt es den aktuellsten Input, was den umwelt- und klimaethischen Diskurs angeht. In meinem Hintergrundartikel zum Klimagipfel in Marrakesch erklärte ich zum Beispiel die ethischen Positionen, die hinter der Frage stehen, warum die Industrienationen für Klimafolgeschäden in den Ländern des armen Südens bezahlen sollen. Diese Reise hat ein ganzes Jahr gedauert. In meiner Stadt in Schleswig-Holstein bin ich als Umweltjournalistin zu Gast bei den Workshops der Masterplaninitiative Kiel klimaneutral 2050, in deren Workshops Stellschrauben und Maßnahmen für einen effektiven Klimaschutz vor Ort erarbeitet werden. Es ist manchmal nicht einfach Scheinengagement zu Selbstmarketingzwecken von sinnvollen Co2 Reduktionsmaßnahmen zu unterscheiden. Ich berichte dazu regelmäßig auf meinem blog und auf facebook. Zudem interessiere ich mich für den Fortgang der Energiewende, besonders die Versorgung der flächenarmen Städte durch Wind- , Biomasse und Solarkraftwerke. Dort ist an den Stellen, wo die Bürgerenergie erfolgreich durchstarten konnte viel in Bewegung. Vergangene Woche habe ich einen Artikel zur weltweiten Wasserkrise fertiggestellt. Auch das ein Bereich in dem es gute Lösungsansätzte gibt. Die globale Wasserkrise ist keineswegs beschränkt auf Afika und Südamerika. Wir finden die Probleme auch in Kanada und Europa. Im Moment sitze ich gleichzeitig an einem neuen Artikel über Bodenschutz und Stadtbegrünung und an einem sehr interessanten Bericht über erneuerbare Versorgungskonzepte. Es gibt da viel Information zu verdauen, auch technische Fakten, die verstanden werden wollen, will man keinen Unsinn schreiben und ich werde sicher im Detail nicht allen Anforderungen gebildeter Leser gerecht werden können. Meine Zielgruppe soll auch die Allgemeinheit sein. Denn mehr über Klimawandel zu erfahren, möchte man in vertrauensvolle Hände geben. Desinformation gibt es genug. Auch die Katastrophenmeldungen von Nord- und Südpol über den Lifeticker helfen den Menschen nicht auf um mit dem Klimaschutz zu beginnen. Wenn du Lust hast, ein wenig zu schmökern, findest du meine artikel hier: https://goforclimate.wordpress.com . Gerne mit feedback, denn ich stehe noch am Anfang. Diese Startnext crowdfunding Kampagne läuft, weil mir kürzlich mitten in der Startphase mein netbook kaputt gegangen ist und ich ein Neues brauche, weil sonst nix weitergeht. Als Belohnung gibt es Texte und Artikel. Claudia
13.12.16, 12:36 Claudia Ring
herzlich willkommen zu meiner startnext kampagne ... natürlich möchtest du etwas über mich erfahren. warum also schreibe ich. seit langem habe ich überlegt, wie ich mich für die umwelt und das klima engagieren kann. aber es blieb immer bei absichtserklärungen und guten vorsätzen. irgendwann stolperte ich im netz über eine klimakampagne (fossil free), deren argumente und vorgehensweisen mich überzeugten. und so gründete ich die gruppe für meine stadt. auch bei dem problem der vielen to go becher habe ich mich in einem projekt engagiert. da eine berufliche entscheidung anstand und ich nicht in dem beruf arbeiten wollte, für den ich studiert hatte, entschied ich mich dafür, von nun an artikel zum themenkreis klimawandel zu schreiben. ich wollte klimajournalistin werden. da ich, nur so für mich, am philosophischen seminar meiner uni umweltehtik studiere, war es naheliegend, dies zu tun, denn, wo bekommt man sonst die aktuellsten fragen zum klimadiskurs derart auf dem tablett serviert. wir lernen dort dinge wie, warum bäume, pflanzen und tiere schützenswert ist, was nachhaltigkeit bedeutet oder warum die industrienationen für klimafolgeschäden zahlen müssen.and here we are. nun kann ich das alles zu papier bringen und anderen den unermesslichen fundus an wissen über ökologie ethik und klima weitergeben. es ist klar, dass es noch viel zu lernen gibt. und das feld ist ja auch riesig und faktenreich. aber ich bin schon ein gutes stück vorrangekommen und habe auch schon meinen ersten artikel veröffentlicht. wer lust hat, darf gerne auf meinem blog goforclimate oder auf meiner facebookseite schmökern.... blog: http://www.goforclimate.wordpress.com facebook seite: https://www.facebook.com/Claudia-Ring-Kiel-208858886213930/ schöne feiertage wünscht Euch allen claudia ring, kiel

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