Crowdfunding beendet
Ausgedient, ausrangiert, teildefekt und veraltet. Alles absolut unbrauchbar? Definitiv nicht. Im Studio Goldfeld wird Computertechnik aus den 1990ern zusammengetragen, instandgesetzt und auf kreative Einsatzmöglichkeiten hin geprüft. Über ein YouTube-Archiv wird die Sammlung dokumentiert und das “Erzählen” alter Technik ermöglicht. In seiner retrospektiven Aufstellung kann das Studio Goldfeld eine Inspiration im philosophischen Diskurs über die Kunst und die Maschine sein.
2.500 €
Fundingsumme
47
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 Studio Goldfeld
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 13.07.21 09:40 Uhr - 10.08.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Herbst 2021
Startlevel 2.000 €

Euer Geld fließt direkt in die bestehende Sammlung und das Labor. Mit dem gesammelten Geld werde ich in Hardware und Software investieren.

Kategorie Kunst
Stadt Leipzig

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Worum geht es in dem Projekt?

Studio Goldfeld - Atelier für maschinengenerierte Kunst.
Heute nicht mehr relevante Computertechnik aus den 90ern; verstaubte ausgemusterte Bürodrucker, Stiftplotter und veraltete Scanner wirken unnütz und absolut unbrauchbar. Genau diese ausgedienten, ausrangierten, teildefekten und wieder instandgesetzten Gerätschaften sind maßgeblich an dem Entstehungsprozess meiner Kunstwerke beteiligt. Dabei fließen die Schönheit des Druckfehlers, die ästhetischen Qualitäten eines 9-Nadel-Matrix Druckes und die kühle Eleganz einer maschinengezogenen Linie in meine Arbeiten mit ein. Was 2013 abseits aller künstlerischen Ambitionen mit einer Sammelleidenschaft für Computerperipherie begann, ist jetzt Studio Goldfeld - das Atelier für maschinengenerierte Kunst.

die Kunstwerke

Das was entsteht und auch hätte damals schon entstehen können sind grafische künstlerische Arbeiten. Was einst zum Ausdrucken von Rechnungen, Daten und Bilanzen diente, wird zur Kunst generierenden Technik. Es entstehen grafische Arbeiten auf Papier.

das Archiv

Alte und nicht mehr zeitgemäße Computertechnik wird zusammengetragen und aufbewahrt, ein YouTube-Archiv soll angelegt werden und die ausgemusterten Apparate werden weit weg von ihrer ehemaligen Wirkungsstätte, dem Büro und Heimbüro, wieder nutzbar gemacht und produzieren Kunst. Das Archiv ermöglicht außerdem eine Dokumentation, das Erzählen alter Technik und das Hinterfragen der kurzweiligen Nutzung. Daneben werden über die Retrospektive aktuelle Fragestellungen zur Nachhaltigkeit und zum Upcycling ebenso mit aufgegriffen wie das Verschwinden grafischer Erscheinungsbilder und Erscheinungsformen.

das Labor

Neben den bereits angeführten inhaltlichen Schwerpunkten, der Kunst und dem Archiv, vervollständigt das Labor die Vision. Hier werden die kreativen Einsatzmöglichkeiten der vorhandenen Geräte experimentell ausgelotet. Aktuell experimentiere ich mit einem Ultraschallgerät, einem 3D-Scanner und einem Großformatplotter.

Ich suche Unterstützer:innen für meine Vision von einem retro-reprografischen Labor, dass ich gern auch für Schulen und Interessierte öffnen möchte.
Bei einer erfolgreichen Kampagne kann ich wichtige Treibersoftware kaufen, die mir hilft, weitere alte Geräte zu neuen Kunst generierenden Maschinen werden zu lassen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ich will mit meiner Kampagne für Nischenkunst und Repro-Technik begeistern. Ihr seid also HIER genau richtig, wenn ihr Euch für künstlerische Grafiken interessiert und/oder Begeisterung für alte Maschinen und Druckertechnik mitbringt. Mit meiner Marke Studio Goldfeld will ich inspirieren und für den Gebrauch alter Technik interessieren. Ich freue mich über alle Unterstützer:innen der maschinengenerierten Kunst.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit deiner Unterstützung ermöglichst du den Erhalt und die Umsetzung der Vision der maschinengenerierten Kunst des Studio Goldfeld. Das Studio Goldfeld positioniert sich nicht hinter einer Galerie, sondern vermarktet die eigenen grafischen Produkte (Kunstdrucke, Druckgrafiken etc.) selbst. Die aktuellen Grafiken sind die ersten, die unter dem Label Studio Goldfeld produziert wurden. Angefertigt in Dokumententinte u.a. mit einem HP7440A.

Das Thema maschinengenerierte Kunst wird selten diskutiert und oftmals nur am Rande erwähnt. An der Schwelle zur künstlichen Intelligenz ist das Thema der maschinengenerierten Kunst aber aktuell wie nie zuvor. Ein philosophischer Diskurs über die Kunst und die Maschine scheint mir in dieser Situation unausweichlich. Diesem Diskurs kann das Studio Goldfeld in seiner retrospektiven Aufstellung eine Inspiration sein. In einer Gegenüberstellung von bereits Gewesenem und dem Aktuellen finden wir doch oftmals eine Vision über das Zukünftige. Mit dem Ausbau des Studio Goldfelds soll einem Randbereich in der Kunst eine entsprechende Bühne gegeben werden, damit sich die Lücke in der öffentlichen Wahrnehmung verkleinert.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Euer Geld fließt direkt in die bestehende Sammlung und das Labor. Mit dem gesammelten Geld werde ich in Hardware und Software investieren.

Neben weiteren Nadeldruckern sollen s/w Großformatdrucker vom Typ HP DesignJet 430/450 die Sammlung ergänzen und erweitern. Ein kleinerer Anteil fließt in Verbrauchsmaterial wie Papier, Farbbänder und Tintenpatronen. Um zwei alte Profi-Scanner, einen Agfa Arcus2 und einen Saphir Ultra, wieder nutzbar zu machen, benötige ich die passende Treibersoftware. Ein weiteres “must have” ist eine Treibersammlung für beinahe alle Plotter aus den 1980ern und 1990ern. In beiden Fällen gibt es die Software nicht frei im Internet zum Download, sondern ich muss sie käuflich erwerben.

Bei einer Überfinanzierung werde ich außerdem ein Schwerlastregal, eine Hebelschere und weitere Hardware kaufen. Sogenannte Mikrocontroller (z.B. Arduinos als Plattform) sollen künftig für mehr Maschinenautonomie sorgen und den experimentellen Raum des Studio Goldfeld erweitern.

Wer steht hinter dem Projekt?

Mein Name ist Karl-Heinz Bernhardt. Ich bin in Dresden geboren und studierter Diplom Medienkünstler der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In Leipzig lebe und arbeite ich seit 2007. Künstlerisch mäandere ich zwischen den Polen. Lag für lange Zeit das Objekt/die Skulptur im Zentrum meines künstlerischen Schaffens, hat sich in den letzten Jahren die Grafik als gleichwertig dazugesellt.

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Studio Goldfeld
www.startnext.com

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