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Ausgestattet mit Skiern, Schlitten und moderner Satellitenmesstechnik und 700 km vor uns: Im Sommer 2020 wollen wir als Team von 6 Personen, darunter 3 Studenten, wissenschaftliche Daten auswerten, die bei einer Durchquerung von West nach Ost gesammelt werden. Eiskappen wie das grönländische Inlandeis sind „Sensoren“ für globale Klimaänderungen. Moderne Satellitentechnik ermöglichen hochpräzise Eishöhenmessungen, die mit den Daten des Langzeitprojektes "Spurensuche" verglichen werden können.
8.749 €
5.000 € 2. Fundingziel
36
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Grönlanddurchquerung 2020
 Grönlanddurchquerung 2020
 Grönlanddurchquerung 2020

Projekt

Finanzierungszeitraum 08.02.20 20:09 Uhr - 08.03.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Juli 2020 - September 2020
Fundingziel 3.000 €

Finanzierung der Studenten

2. Fundingziel 5.000 €

Finanzierung eines Helikopterfluges zum Ausrüstungstransport auf das Eis.

Kategorie Wissenschaft
Stadt Potsdam
Worum geht es in dem Projekt?

Im Sommer 1912 haben zwei Schweizer und zwei Deutsche die grönländische Eiskappe mit Hundeschlitten von West nach Ost überquert.
Es war ein Jahr vor Wegener und Koch (1913) die erste rein geowissenschaftliche Eisüberquerung und nach Nansen (1888) die zweite erfolgreiche überhaupt.
2002 haben wir die historische Route über das Inlandeis auf Skiern erstmals bewältigt und ein glaziologisch-geodätisches Messprogramm realisiert. Wiederholungsmessungen fanden 2006, 2010, teilweise 2012, 2015 und ebenfalls teilweise 2017 statt.
Auf den Spuren von Alfred de Quervain, dem Leiter der Expedition von 1912, haben wir 2002 begonnen, Höhen und Höhenänderungen zu messen. Ziel ist ein Monitoring des Gletscherrückgangs im südlichen Grönland. Mit moderner, satellitengestützter Messtechnik kann dies mit wenigen Zentimetern Genauigkeit erfolgen. Aus den Höhenänderungen kann der Massenverlust des Gletschers bestimmt werden. Das Besondere dabei ist, dass wir möglichst nur auf Sportlogistik, also Ski und selbst gezogene Pulkas (bootförmiger Schlitten, der zum Transportieren von Gepäck benutzt wird), zurückgreifen. Die Schneebeschaffenheit und die extremen Verhältnisse in den Randzonen lassen den Einsatz schwerer Technik meist nicht zu.

Das Projekt wird von dem gemeinnützigen Verein "Iceploration e.V." getragen, der die Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Expeditionen in Polarregionen unterstützt, sowie die Ergebnisse der Expedition und Aktivitäten in wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Medien und auf entsprechenden Veranstaltungen veröffentlicht und präsentiert.
Im engen Kontakt mit diversen Hochschulen, wie der BTU Cottbus, der Beuth Hochschule Berlin und der CTU Prag, werden die Messdaten verarbeitet und analysiert.

Weitere Infos unter: www.iceploration.de

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel ist die Bestimmung von Höhen und Höhenänderungen entlang der Traverse mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern. Diese lassen sich mit Satellitenmessungen und mit den Daten der vergangenen Überquerungen vergleichen und analysieren.
Die erwarteten jährlichen Höhenänderungen liegen zwischen wenigen Dezimetern im Zentralbereich des Eises (über 2000 m hoch) und mehreren Metern im Randbereich. Daneben sollen Eisbewegungen und weitere glaziologische Parameter, wie Dichte, Eishorizont und jährliche Zu-/Abnahme bestimmt werden.
Dies stellt die Grundlage für mehrere wissenschaftliche Arbeiten dar, darunter zwei Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Klimaschutz ist ein topaktuelles und sehr wichtiges Thema, welches alle Menschen betrifft.
Die Eiskappe Grönlands dient als „Anzeiger“ für globale Klimaveränderungen. Wer die aktuelle Presse verfolgt, ist vermutlich mehrfach auf die vehementen und kritischen Veränderungen in arktischen Regionen gestoßen.
Genaue Messungen und Datenauswertungen sind notwendig, um aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Weiterhin dienen die Bodenmessungen als Kontrolle für Satellitendaten, die flächendeckend die Gesamtbilanz der Massenveränderungen wiederspiegeln.
Es erfolgen bei der Überquerung zudem Dichtemessungen, um Massenbilanzen festzustellen und nicht nur vom „Verschwinden des Eises“ im Kontext des Volumens zu reden.
Es wird mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln ein wichtiges und spannendes Forschungsprojekt fortgesetzt.

Ein Teil der finanziellen Mittel muss jedoch aus Spendengeldern erwirtschaftet werden und ist notwendig, um das Forschungsprojekt erfolgreich durchzuführen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld soll in der Feldkampagne im Juli-September 2020 für die Finanzierung der Reise von drei Studenten und für den Ausrüstungstransport (ca.500 kg) an den Startpunkt in Ostgrönland und die Bergung der Ausrüstung in Westgrönland mit jeweils einem Hubschrauberflug verwendet werden.

Überblick über die Gesamtkosten (geschätzt für 5 Personen, 40-45 Tage Eisquerung):

  • Verschiffung der Ausrüstung 1.500 €
  • Flüge nach Grönland und zurück (ca. 2100 €/Person) 10.500 €
  • Transportkosten in Grönland (Bootstransfers) 2.500 €
  • Transportkosten (Helikoptercharter) 8.000 €
  • Pflichtversicherung 5.000 €
  • Genehmigungen durch die grönländischen Behörden 1.000 €
  • Verpflegungsaufwand (30 € pro Tag und Person) 6.750 €
  • Übernachtung / Essen 3-5 Tage vor und nach Eisüberquerung 2.500 €
  • Ausrüstung Kauf / Reparatur 15.000 €
  • Kommunikation (Satellitentelefon) 1.500 €
  • Trainingstour Hardangervidda 2.500 €


Gesamtaufwand geschätzt: 56.450 €

Für die erforderliche Ausrüstung (Zelte, Schlitten, Bergsicherheitsausrüstung, usw.) kann z.T. auf den „Expeditionsfundus“ zurückgegriffen werden. Fehlende Positionen werden gekauft oder durch Unterstützer und Sponsoren bereitgestellt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Durchquerungsteam

Frank Polte - Expeditionsleiter (Ingenieur, Molde NOR/GER)

  • Elektromechaniker / Elektriker
  • nach Studium 6 Jahre Vermessungsingenieur
  • seit 2007 in Norwegen, Sen. Inspektions-Ingenieur / Projektleiter Oil/Gas/Wind installationen On/offshore
  • Aufgewachsen in Dresden, wohnt nun in Molde /Norwegen.
  • Leidenschaftlicher Bergsteiger/Kletterer und Skifahrer in allen Disziplinen mit Schnee, Eis und Fels.
  • War bereits Teil mehrerer Expeditionen in Grönland sowie bei der Überquerung 2006 dabei
  • Trainer Skilanglauf für Kinder/Jugendgruppen in Molde.

Steffen Welsch - stellv. Expeditionsleiter (Bergführer, El Calafate ARG/GER)

  • Gelernter Steinmetz / Steinbildhauer
  • Aufgewachsen in Erfurt, Thüringen
  • Seit 1998 Wohnsitz in Südamerika, erst Chile und nun in Argentinien, seit 2013 in El Calafate, Patagonien
  • Teil mehrerer Expeditionen, darunter in der Antarktis, Patagonien sowie in Ostgrönland

Dipl.-Math. Thomas Hitziger - fachliche Leitung (Dozent BTU Cottbus-Senftenberg)

  • aufgewachsen in Halle/Saale, Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Beruf: Akademischer Mitarbeiter an der BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Baumechanik und Numerische Methoden
  • Hobbies: Laufsport, Bergtouren, Radfahren, Wandern, Gitarre
  • Aufgabe während der Expedition: Küche, organisatorische Aufgaben, wissenschaftliche Leitung
  • Vorsitzender des Vereins „Iceploration e.V.“
  • Touren:
  • Berge: Karpaten, Kaukasus, Pamir, Pyrenäen, Alpen
  • Gipfel: Elbrus (Ost,West), Mont Blanc, Pik Lenin
  • Rad: Projekt Europa per Rad (u.a. Cottbus-Istanbul, Cottbus-Nordkap, Cottbus-Faro)
  • Faltboot: Donaudelta, Masuren, Mecklenburger Seen und Märkische Gewässer
  • Grönland:
  • 2015 Teilnehmer der 5. Grönlanddurchquerung „Spurensuche 2015“
  • 2017 dreiwöchige klimawissenschaftliche Expedition in Ostgrönland (ca 200km)
  • 2019 Ostgrönland (Hundefjord, Ficks Bjerg, Sermilik, Knud-Rasmussen Gletscher)

Luisa Näke - Messungen (Studentin BTU Cottbus-Senftenberg)

  • Studium: Bauingenieurwesen (Studentin)
  • Hobbies: Fahrrad fahren, Wandern, Tenorhorn spielen, Klettern (Unisport)
  • 2020 wird erste Durchquerung
  • Aufgabe während der Expedition: Messungen durchführen
  • Bachelorarbeit bereitet die Auswertung der kinematischen GNSS-Daten vor
  • Vorstandsmitglied des Vereins „Iceploration e.V.“ (stellv. Vorsitzende)
  • sonstige Erfahrungen:
  • 2019: Ostküste Grönland (z.T. mit Arved Fuchs und der Expedition „Ocean Change“)
  • Mehrtägige ausgedehnte Radtouren mit Zelt
  • Mehrtägige Treckingtouren mit Gepäck
  • 100km-Wanderungen
  • Skiwettkampf Miriquidi als Team in Altenberg


Marco Schütze - Messungen (Student Beuth Hochschule für Technik Berlin)

  • Bachelorabschluss im Vermessungswesen
  • Kurz vor Abschluss als M. Sc. in der Geoinformation
  • Neben den Studium Werkstudent in einem Laserscanning-Vermessungsbüro (Messungen mit Laserscannern, Bestandsplanfertigung, Deformationsanalysen…)
  • Vorstandsmitglied des Vereins „Iceploration e.V.“ (Schatzmeister)
  • Freizeit:
  • Metalband Bassgitarre sowie in einer Herrenmanschaft Tischtennis
  • Im Winter Tourenski in den Alpen (Besteigung mehrerer 4000er
  • Im Sommer Klettern in der Sächsischen Schweiz
  • Über meinen ehemaligen Prof. Wilfried Korth bin ich auf das geodätische Projekt aufmerksam geworden und konnte mich in das Team integrieren.
  • „Spurensuche 2020“ erste Überquerung und erster Kontakt zu Grönland.

Team an der Ostküste

Fabian Fohler - Messungen an der Ostküste (Student BTU Cottbus-Senftenberg)
Prof. Dr.-Ing. Karel Pavelka - Radargeodätische und photogrammetrische Arbeiten an der Ostküste (CTU Prag)

Projektupdates

08.02.20

Leider hat sich in der Beschreibung ein Fehler eingeschlichen. Die Überquerung findet im Gegensatz zu der von Quervain von Ost nach West statt.

Website & Social Media
Impressum
iceploration e.V.
Marco Schütze
Deutschland

Registriert beim Vereinsregister Potsdam VR 8709 P

Kooperationen

Iceploration

Der Verein mit Menschen, die sich für Klimaforschung, Klimawandel und für Eis und Schnee interessieren