Projekte / Literatur
Hanover's Blind ist eine Novelle, die Hannover detailgetreu aus der Sicht eines Sehbehinderten zeigt, die Blindheit der Sehenden beklagt und sich für ein Miteinander auf Augenhöhe stark macht. Die geplante Veröffentlichung von Hanover's Blind soll im September 2018 stattfinden.
2.124 €
3.170 € 2. Fundingziel
61
Unterstützer
Projekt erfolgreich
06.10.18, 18:06 Kia Kahawa
Hallo Unterstützer! Lange ist es her, dass das Crowdfunding erfolgreich war. Lange ist es her, dass ich mich hier gemeldet habe. Lange ist es her, dass ich eure Dankeschöns habe anfertigen lassen. Wait, what? Jap. Seit dem 15. August sind sämtliche Dankeschöns (Postkarten, Tassen, Softcover, Hardcover, Komplettpakete...) fertig. Zur Veröffentlichung von Hanover's Blind am 27. September hätte alles fertig sein können. Ich dachte, ich hätte großzügig geplant: 6 Wochen sind doch genug Zeit, um alles zusammenzuraufen. Doch es ist so, ich zähle es mal nach den Dankeschöns auf: Postkarten liegen bereit und sind geschrieben. Tassen sind designed und gedruckt, seit fast einem Monat fertig und verpackt. Das Hardcover kommt am 8. Oktober bei mir an. Das Softcover kommt am 18. Oktober bei mir an. Das E-Book braucht noch 14 Tage, danach muss ich ein Leseexemplar bei TWENTYSIX per Mail anfordern. Ich möchte nicht, dass ihr bis November warten müsst. Deshalb habe ich mir folgendes überlegt: Alle, die ein Taschenbuch, Taschenbuch + Tasse oder Komplettpaket geordert haben, kriegen ihre Lieferung bis zum 20. Oktober. Gleiches gilt für die Bibliotheken-Titel. Alle, die ein Hardcover, das Hardcover-Verschenkpaket, die Postkarte oder eine Tasse als einzige Bestellung haben, werden bis zum 11. Oktober beliefert. Alle, die das E-Book bestellt haben, müssen vermutlich bis Anfang November warten. Ich hoffe, das ist eine überwiegend gute Nachricht für euch, auch wenn ich es lieber gehabt hätte, alles an einem Tag (am Release-Tag!) zu verschicken. Damit ihr nicht noch länger warten müsst, habe ich mich entschieden, diesen Split vorzunehmen und drei Versende-Tage zu machen, an denen ich euch stufenweise beliefere. Ich hoffe sehr, das ist okay für euch! Schon jetzt ist Hanover's Blind erhältlich. Für alle, die kein Buch im Crowdfunding bekommen haben, gibt es also die Möglichkeit, ultra schnell an ein Exemplar zu kommen: Amazon: https://amzn.to/2Rx01eX TWENTYSIX: https://www.twentysix.de/shop/hanovers-blind-kia-kahawa-9783740735555
25.06.18, 18:41 Kia Kahawa
Meine Coverdesignerin kann es mir bestätigen: Ich bin eine ganz normale Kundin. In meinem Gefühl bin ich nervig, aufdringlich und will, was ich will. In freundlichen Nebensätzen bat ich meine Designerin Esther, immer auf Markttauglichkeit, goldener Schnitt und Verkaufsrelevanz des Buchcovers zu achten. Aber ich empfand es als hilfreich, ihr meinen eigenen Entwurf des Covers von Hanover’s Blind zu schicken, da Bilder mehr sagen als tausend Worte. Bevor ich ihr das Buchcover geschickt habe, beschrieb ich es ihr in Worten. Der Hintergrund sollte weiß sein. Vielleicht mit Struktur, also gerne auch gräulich. Denn ich habe gelernt: Man soll weiß nie mit reinem Weiß und Schwarz nie mit reinem Schwarz darstellen. Natürlich habe ich das in meiner Tinten-Illustration des Neuen Rathauses in Hannover versäumt. Aber darum ging es nicht. Mit Worten teilte ich Esther mit, dass die Hauptfarbe ein kräftiges Blau sein soll. Das Blinden-Zeichen in gelb mit den drei schwarzen Punkten sollte verspielt “irgendwie” im Bild auftauchen. Ich empfand es als gute Idee, das Symbol mit dem Wort “blind” zu kombinieren und daraus eine Spielerei zu machen. Ob die Illustration und der Titel ihren Platz tauschen, oder welche Schriftart wir konkret wählen, war mir egal. Wichtig war mir nur: Auf gar keinen Fall eine verschnörkelte Schrift wie die “beloved”-Schrift sollte es sein. Letztlich wollte ich Esther Arbeit abnehmen und so klar wie möglich kommunizieren. Daher habe ich den ersten Entwurf für das Cover von Hanover’s Blind angefertigt und ihn meiner Designerin geschickt. Was wirkt am Nicht-Cover schlecht? Es gibt einiges, was ich schon zu Beginn an meinem Entwurf zum Buchcover von Hanover’s Blind kritisiert habe. Zum Beispiel ist das Wort “blind” nicht lesbar, da das auffällige Symbol den Rahmen ausfüllt und “blind” nur die Auslassung ist. Dennoch wollte ich, dass es gewissermaßen verspielt rüberkommt. Als schlecht empfinde ich auch den freien Platz. Der Titel ist nicht prominent genug, es gibt viel leeren Platz, der mit ein paar Photoshop-Effekten zu einer Struktur gebastelt wurde. Außerdem hätte ich mir mehr “Wasserfarbe” gewünscht. Das habe ich schlichtweg nicht hinbekommen, da ich weder Grafikerin bin, noch professionell gelernt habe, mit den Adobe-Programmen umzugehen. Alles, was ich kann, stammt aus circa 25 Minuten Youtube-Tutorial-Material. Außerdem nicht gelungen ist die Illustration. Sie ist gar keine Illustration. Ich bin in die Innenstadt gefahren und habe ein Foto vom Rathaus gemacht. Vom üblichen Neues-Rathaus-Fotografier-Punkt (den gibt es wirklich! Ist sogar ein Geländer drumherum!). Das Foto habe ich ausgeschnitten und so weit verfremdet, dass es wie eine Illustration aussieht. Damit wollte ich mir Arbeit nehmen und ausprobieren, wie es in diesem Punkt-Druck-Comic-Stil rüberkommt. Das sollte eine Anspielung auf die Blindenschrift werden, ist aber schlichtweg nicht gelungen. Zumal die Blindenschrift für die Geschichte von Hanover’s Blind eher nebenrangig ist. Wieso ist es gut, dass ich das Nicht-Cover zu Hanover’s Blind erstellt habe? Esther hat genau meinen Geschmack getroffen. Gleichzeitig ist sie ihren Grundsätzen als Coverdesignerin treu geblieben. Sie wusste, dass ich Blau als Hauptfarbe wollte und zu ein bisschen Gelb-Kontrast bereit bin. Das abendliche Dämmerungsrot habe ich ihr im Laufe unseres Mailverkehrs erlaubt und darum gebeten, dass sie es einmal ausprobiert. Darauf antwortete sie sinngemäß “Yay!”. Vorher glaubte sie, ich würde bei zu viel Farbvariation rumjammern. Es war sehr gut, dass ich ihr geschrieben habe, dass ich auch für Rot zu haben bin. Woher ihre Zweifel kamen? Nun gut, in einer meiner ersten Mails habe ich ihr meine persönlichen Vorlieben geschrieben. Dazu gehörte: “Ich hasse Rot-Blau-Kontraste!” – Hach… Kia! Außerdem ist gut daran, dass ich das Buchcover zu Hanover’s Blind im Vorfeld erstellt habe, dass ich die Form bestimmt habe. Das Rathaus sollte frei bestehen, möglichst pastellartige Farbstriche als “Ausmalung” bestehen. Das hat Esther besser umgesetzt als ich es jemals erwartet hätte. Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass sie es so gut umsetzt. Im Laufe unseres Mailverkehrs kam mir der Entwurf ziemlich leer vor, also sprach ich mit ihr über die Kröpcke-Uhr, die in der Novelle recht prominent vorkommt. Dann sah es leer aus und ich schlug ihr einige weitere Wahrzeichen vor, von denen wir einstimmig das Ernst-August-Denkmal (“Pferd”) wählten. Schließlich wurde das Cover zu dem, was es heute ist. Ich schätze, ohne meinen Erstentwurf wäre es auch so genial geworden, wie ich das Ergebnis heute finde. Doch das verspielte Umsetzen des Blindensymbols in Form von I-Punkten beispielsweise fußt mit Sicherheit auf meinen ersten Entwurf, in dem ich diese Spielerei gewagt habe. Mit einer anderen Coverdesignerin habe ich zeitgleich einen neuen Entwurf für “Die Krankheitensammlerin” angefertigt. Im ersten Entwurf verfehlte sie völlig meine Farbvorstellungen – einfach, weil wir nicht konkret gesprochen haben und ich keinen Erstentwurf geschickt habe. Ich wollte ihr völlig freie Hand lassen. Nun sieht das Buchcover im Entwurf der Designerin ziemlich grün aus, was mir schon viel mehr zusagt. Ich denke, diese kleine Hürde in der Kommunikation (was nun wirklich kein Beinbruch und absoluter Alltag in der Kommunikation zwischen Coverdesignern und Autoren ist), wäre durch einen eigenen Erstentwurf von vornhinein genommen worden. Wie sieht das Ergebnis aus? Jetzt bist du gefragt. Ich bin begeistert vom Ergebnis. Ich würde mich sehr freuen, wenn du dir die Freiheit nimmst, Esthers Werk zu loben und meines einzustampfen. Ich versprche dir hoch und heilig: Ich werde 0,0000 pikiert sein. Liste mir alles Negative auf, das du an meinem Erstentwurf zum Buchcover von Hanover’s Blind entdeckst. Würdest du mein Buch mit diesem Cover kaufen? Warum nicht? Was daran wirkt billig? Was schreckt dich ab? Und schließlich würden Esther und ich uns freuen, wenn du zum neuen, echten Cover zu Hanover’s Blind äußern würdest: Was gefällt dir daran? Give us compliments <3 Natürlich freue ich mich auch über Fragen und Anregungen zum Thema “Austausch zwischen Coverdesigner und Autor”. Ich habe, wie du gelesen hast, eine Methode gefunden, wie ich mit meiner Designerin kommuniziere und schnellstmöglich auf einen grünen Zweig komme. Esther hat mich nicht als besonders nervige Kundin wahrgenommen, was für mich ein großer Erfolg ist. Denn Künstler haben häufig das Problem: Sie wissen, wie etwas funktioniert, der Kunde hat aber seinen eigenen Kopf. Das kenne ich durch meine zehnjährige Freundschaft mit dem Künstler Sleepyheadphone. Ich hoffe wirklich, eine Balance gefunden zu haben und jedem gerecht zu werden: Der Designerin, euch Lesern und mir selbst. Wie gesagt: Schreib’ mir alles in die Kommentare, was du denkst! Heute ist free-hate-day, was meinen Erstentwurf angeht! Die Kosten für das Coverdesign durch Esther Wagner sowie die Kosten für Lektorat, Korrektorat, Satz und ggfs. Illustrationen werden durch das Crowdfunding bei startnext.com finanziert. Bitte teile diesen Link, erzähl es weiter und unterstütz mein Projekt durch eine kleine Spende!
09.06.18, 10:10 Kia Kahawa
Hauptbahnhof Nein. Das war das erste Wort, das ich von mir gegeben habe. Zehn Monate, nachdem ich das Licht der Welt erblickt hatte. Natürlich erinnere ich mich nicht daran. Das Thema Licht ist für mich ohnehin etwas kompliziert, aber ich greife vor. Meine Eltern haben mich immer gut behütet. In der Schule glänzte ich mit meinen Leistungen in den geisteswissenschaftlichen Fächern. Naturwissenschaften waren nicht meins, bis auf Mathe. Mathematik ist in allen Sprachen gleich, und das gefällt mir daran. Ich mag Dinge, die genormt sind. Verlässlichkeit ist mir sehr wichtig, und Zahlen und Gleichungen sind definitiv verlässlich. Doch wie in der Mathematik gibt es auch im richtigen Leben Variablen. Mein Leben ist eine davon, aber ich kann sie nicht berechnen. Wie ich auch die Formel umstelle, die Gleichung meines Lebens hat keine eindeutige Lösung für mich. Deswegen mag ich Musik. Eigentlich würde ich gerne tanzen. Es nimmt mich immer mit, wenn ich meine Lieblingsmusik höre. Sie schwingt in mir, bringt etwas in Bewegung, was sonst im alltäglichen Leben ruht. Aber ich tanze nie. Da ist wieder diese Sache. Licht. Also habe ich unter Betteln und Flehen durchgesetzt, Klavierunterricht zu bekommen. Als Teenager wünschte ich mir, Kontrabass zu spielen. Aber das Instrument sei anstrengender zu lernen und der Koffer des Instruments zu groß für jemanden wie mich. »Jemand wie ich«, das ist eine der Normen, die mir zwar begreiflich sind, aber tief in mir auf Ablehnung stoßen. Vielleicht liegt das daran, dass ich niemanden kenne, der wie ich ist. Alle Menschen haben ihre Besonderheiten, die sie einzigartig machen. Aber zurück zum Klavier. Mein Klavierlehrer war zufällig ein Angestellter meines Vaters. Ich nahm also Privatunterricht bei ihm zu Hause und lernte das Instrument und die Musik lieben. Nach den ersten Sonaten war meine Technik in Ordnung und ich hätte etwas aus meinem Talent machen können. Aber ich wollte lieber improvisieren. Jazz-Klavier hat erstaunlich wenig mit klassischen Sonaten zu tun. Für mich haben Mathematik und Musik viel gemeinsam. Beim Improvisieren setzen sich die gelernten Harmoniemuster in meinem Kopf zusammen wie die Grundkompetenzen der Mathematik, die ich in den vergangenen Jahren gelernt habe. Dann kam das Abitur. Während der Klausuren war alles still. Nur das Knacken von Schokolade, kurze Hustenanfälle und das Stöhnen meiner Mitschüler füllte den Raum. Ach, und mein ekstatisches Tippen. Man könnte meinen, ich hätte die Tastatur verprügelt, so energisch hämmerte ich auf die blöden Tasten ein. Muss ich die anderen genervt haben! Und nun, was soll ich sagen. Jetzt habe ich Abitur, gerade mein Studium kurz nach Beginn des vierten Semesters geschmissen und stehe an irgendeinem Gleis in Hannover. Vielleicht Gleis 8, aber ich meine, mich erinnern zu können, dass es eine Fahrplanänderung gab. Richtig zugehört habe ich nicht, weil ich gerade Sigur Rós auf den Ohren hatte. Fantastische Musik für einen Neuanfang! Meine Eltern haben mir immer verboten, in Bussen und Bahnen Kopfhörer zu tragen. Ich bräuchte mein Gehör für den Notfall. Ein paar Minuten vergingen. Vielleicht auch nur langgezogene Sekunden. Ich hatte keine Lust, meine Uhr aufzumachen und nachzufühlen. Lieber genoss ich, wie sich die Menschentraube, die sich vor der Tür des ICE gebildet hatte, Stück für Stück auflöste. Die Gesprächsfetzen sollte man mal aufzeichnen! Hinter mir beschwerte sich eine Frau mittleren Alters, dass sie keine Lust hätte, die gesamte Zugfahrt zu stehen. Bis Berlin seien es gute drei Stunden. Der Zug sei überfüllt. Eine junge Osteuropäerin motzte lautstark über ihren Freund. Oder Exfreund. So, wie die blökte, war sie am Telefonieren. Nicht weit von ihr gab ein Mann seinen Koffer an jemanden ab und machte einen Vorschlag. Seine Begleitung sollte das Gepäck beider Personen nehmen und er zwänge sich durch die Menschenansammlung, um einen Sitzplatz zu ergattern. Cleveres Vordrängeln nenne ich das. Manchmal genoss ich das Leid der anderen. Aber auch nur, weil ich noch nie im Zug stehen musste. Ein stämmiger Mann, locker anderthalb Köpfe größer als ich, rempelte mich an. »Kannst du nicht aufpassen?«, raunte er und beschleunigte seine Schritte. Mir war nicht nach Konversation. Ich schenkte ihm ein schiefes Lächeln. Seinem entnervten Raunen nach zu urteilen rollte er mit den Augen und verschwand. Oder war schon längst verschwunden. Ja, ich glaube, er war bereits weg. Er hatte es schließlich eilig. Für einen Tag im Spätfrühling war es ziemlich kühl. Der Wind fegte über das Gleis. Der ICE, der mich in meine neue Heimat entlassen hatte, fuhr ab. Ich stand noch immer gedankenverloren am Gleis. War der einzige Mensch an diesem Ort. Mein Handy vibrierte kurz. Ich zückte das iPhone, freute mich, dass ich keine neidischen Blicke erntete. Eigentlich konnte ich Apple nicht leiden. Was für eine Prestige-Marke! Die Blicke der Neider entgingen mir nicht immer, oder vielleicht bildete ich sie mir ein. So ein teures Gerät sollte man sich nicht leisten können, wenn man mit dem letzten Ersparten seines Ausbildungsgeldes in einen Flieger stieg und in einer fremden Stadt Fuß fassen wollte. »Wo bist du Fragezeichen vor Angst schreiendes Gesicht.« »Wenn ich das wüsste«, sandte ich als Sprachnachricht. Meine Tante antwortete sofort. »Ich kann keine Sprachnachrichten hören. Gesicht mit rollenden Augen.« »Idiot.« Ich stöhnte unmerklich. Dann diktierte ich, was ich per Copy & Paste an meine Tante weiterleitete. »Wir treffen uns unterm Schwanz.« Behinderte sind nicht dumm, im Gegenteil. Ich glaube, wenn man nur vier von fünf Sinnen zur Verfügung hat, wird man ziemlich geschickt im Umgang mit dem Leben. Zumindest dann, wenn einem keiner diktiert, wie man zu leben hat. Ich hatte meine Recherchen über Hannover gemacht. Unterm Schwanz nannte man den beliebtesten Treffpunkt direkt vorm Hauptbahnhof. Da steht eine große Statue, die irgendeinen Typen auf einem Pferd darstellt. Unter dem Schweif des Pferdes treffen sich die Hannoveraner mit Externen. Leute, die in der Stadt wohnen, wählen dafür die Kröpcke-Uhr. Ich konnte es kaum erwarten, sie zu sehen. »Du kannst ja doch schreiben Punkt«, sagte mir das Prestige-Telefon. »Sicher Komma dass du den Weg findest Fragezeichen« Ich hielt meinen Daumen kurz auf die untere rechten Bildschirmkante und ließ sie wieder los. WhatsApp bestätigte mir, dass die Sprachnachricht gesendet wurde. Sollte meine Tante doch denken, ich hätte etwas zu ihrer Aussage zu sagen! Das Gesicht, das sie machte, wenn sie dreizehn Sekunden Umgebungsgeräusche und Bahnansagen hörte, hätte ich zu gerne gesehen. War aber nicht möglich. Also zog ich den nervigen Stock aus der Jackentasche, seine Faltmechanik verlängerte ihn und mein Rolli teilte mir sofort mit, dass ich an einem Aufmerksamkeitsfeld stand. Hier ging es also lang. Klasse. Rolli ist der weiße Ball am Ende des Blindenstocks. Ich konnte ihn noch nie leiden, weder Stock noch Ball. Das ist wie bei diesen kannibalischen Spinnen, die ihre Eltern nach der Geburt auffressen. Eine Hand, die einen füttert, sollte man nicht beißen, aber ich tat es. Schon in der Grundschule hatte ich »nein« zum Stock gesagt. Wahrscheinlich, weil ich nicht herausstechen wollte. Als Grundschüler, der weder ein gewöhnliches Schulbuch lesen noch einen Aufsatz über seinen schönsten Tag in den Ferien schreiben konnte, fiel man allerdings zwangsläufig auf. Whatever. Jedenfalls hatte meine Mutter mir vorgeschlagen, dem Ball einen Namen zu geben. Ich nannte ihn Rolli, und seitdem war der Stock für mich kein entblößendes Instrument mehr, sondern ein nerviges Hilfsmittel mit einem Namen.
06.06.18, 11:14 Kia Kahawa
Hallo du! ich habe mir etwas überlegt. Wir haben jetzt schon ein Drittel der angestrebten Summe erreicht! Ich bin glücklich. Ihr seid super! WAHNSINN ! Danke! Wenn wir die 1.000,00 € Marke knacken , veröffentliche ich meinen Coverentwurf, mit dem ich auf Esther Wagner, meine Coverdesignerin ursprünglich zuegangen bin. Ich werde versuchen, meine ursprüngliche Idee mit meinem Entwurf zu erklären, das mit Esthers Umsetzung zu vergleichen und neben der ganzen seriösen Worte könnt ihr hoffentlich ein bisschen lachen über das, was ich mir da zusammengebastelt habe. Was haltet ihr davon? Erzählt Freunden, Kollegen, Familie, der Oma von nebenan, der Katze und irgendwelchen Passanten von diesem Crowdfunding, damit wir die 50 % erreichen! Alles Liebe, Kia
31.05.18, 23:18 Kia Kahawa
Leute! Das Crowdfunding sollte um 24:00 Uhr online gehen. Ich habe es so semi-heimlich schon um 22:00 Uhr am 31.5. hochgeladen und ihr habt in der ersten Stunde des Crowdfundings einen dreistelligen Betrag gespendet! Bei Twitter wird sich gerade gestritten, wer der dritte Supporter ist. Wahnsinn! Ich kann das kaum glauben und das ganze Feedback zu unserem Trailer zu Hanover's Blind kaum in Worte fassen. Erstmal an dieser Stelle ein fettes DANKE! Benehmt euch über die Nacht, ja? Morgen früh gegen 8 wird es auf Twitter publik gemacht. Woop woop! <3

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