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Projekte / Erfindung
Neuer Herd für Entwicklungsländer - sauberer und effizienter!
Frauen und Kinder in weniger entwickelten Ländern sind häufig Opfer von ineffizienten und schmutzigen Herden. In den letzten Jahren gab es auf diesem Gebiet keine Innovationen die sowohl günstig als auch effizient sind. Deshalb haben wir einen Herd entwickelt, den die Menschen in Entwicklungsländern anhand von einfachen Bauplänen und günstigen Materialien nachbauen können.
Oberaula
1.315 €
1.000 € Fundingziel
75
Fans
17
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Neuer Herd für Entwicklungsländer - sauberer und effizienter!

Projekt

Finanzierungszeitraum 09.10.13 09:50 Uhr - 08.12.13 23:59 Uhr
Fundingziel erreicht 1.000 €
Stadt Oberaula
Kategorie Erfindung

Worum geht es in dem Projekt?

Ausgangslage: Unser erstes Herdprojekt: Gasifier:
Nach einem Lehrgang am weltweit führenden Zentrum für Herdentwicklung, Effizienz- und Emissionsmessungen, Approvecho Research Center in Eugene, Oregon haben wir begonnen für ein Projekt in Madagaskar einen Gasifier (Sampada) und eine Art Rocket Stove (Safe 80) im Hinblick auf Energieverbrauch zu testen. Der Gasifier wurde von uns weiterentwickelt und mit einem neuen Oberteil versehen. Ein funktionsfähiges Miniaturmodell eines Gasifiers können Sie als Dankeschön erhalten. Er kann prinzipiell mit jeder Art Biomasse betrieben werden und kann vielfach eingesetzt werden. Als Campingkocher oder auch als gemütliche Licht- und Wärmespender auf der eigenen Terrasse (inkl. Nachbauanleitung).

Unser neues Projekt:
Wir möchten einen Herd entwickeln, der effizient, emissionsarm und praktisch in der Anwendung ist. Als Brennstoff soll bei unserem Herd Biomasse verwendet werden. Biomasse gibt es in vielen verschiedenen Formen. Der Herd soll mit möglichst vielen Formen umgehen können, aber als Haupttreibstoff sollen Hackschnitzel und kleine Holzstückchen dienen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Gegenüber Baumstämmen oder großen Stücken lassen sich kleine Stückchen sehr gut transportieren und können ohne Maschinen gesammelt werden. Hackschnitzel (oder Holzchips) lassen sich ebenso gut transportieren, fallen oft als Abfallprodukt in der Holzproduktion an und können mit einem Herd noch effizient genutzt werden. Gegenüber Holzkohle, die sich genauso leicht transportieren lässt, fallen bei Chips oder Stückchen keine Verluste bei der Herstellung an.
Bei einem Projekt in Madagaskar sind auf stark degradiertem Boden neue, schnellwachsende Baumarten, die einzigen, die dort überhaupt noch gewachsen sind, angepflanzt worden. Die umliegende Bevölkerung hat nun die Möglichkeit ein effektives Waldmanagement zu betreiben und so zugleich Aufforstung zu verbessern und ihre Familien mit Energie zu versorgen. Eine Komponente effizienter Energieversorgung sind gute Herde. Durch Vorstellung der Herde bei der Bevölkerung bekommt man Zugang zum vermutlichsten wichtigsten Punkt: der Akzeptanz. Herde können effizienter und gesünder als alle bisherigen sein, aber ihr Wert steht und fällt mit der Akzeptanz in der Bevölkerung. Durch unsere gute Vernetzung haben wir beim Produktions- und Optimierungsprozess jederzeit die Möglichkeit Erfahrungen der Bevölkerung vor Ort zu verarbeiten.
Inspiriert worden sind wir einerseits von unseren heimischen Säulengrills und einem Safe80. Der Herd soll die Kamintechnik des Säulengrills verwenden und dabei jedoch gleichzeitig so regulierbar sein, dass auch bei geringem "Zug" gegart werden kann. Bei Bedarf kann die Energiezufuhr durch Veränderung des Kamins erhöht werden. Das Oberteil soll dem eines Safe80 gleichen, jedoch u.U. noch stark optimiert werden, damit er sich besser den Bedürfnissen der Bevölkerung anpassen kann.
Die Größe des Herdes wird den kulturellen Kochbedürfnissen angepasst. Für unser Projekt in Madagaskar bedeutet das, dass der Herd in etwa eine Höhe von 30 - 60 cm haben, je nachdem ob der Kamin bzw. die Säule minimiert oder maximiert wird.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt einen effizienteren, umwelt- und gesundheitsfreundlichen Herd zu bauen bei dem es realistisch ist, dass die Menschen in Entwicklungsländern ihn sich auch wirklich leisten und ihn auch zusammenbauen können.
Durch ECO Consult haben wir die Möglichkeit den entwickelten Herd direkt in weniger entwickelten Ländern einzusetzen. Eine Vielzahl von Projekten im Bereich Waldmanagement und Energieversorgung gibt uns direkten Zugang zu den Menschen vor Ort (mehr Infos zu den Projekten findet ihr auf unserer Homepage). Durch unser ausgeprägtes Netzwerk, was seit über zwanzig Jahren aufgebaut wird, haben wir die Möglichkeit die Baupläne für den Herd direkt an lokale Herdproduzenten oder Multiplikatoren zu verteilen.
Besonders profitieren würden davon die Frauen und Kinder, da die Frauen hauptsächlich für das Kochen und behüten der Kinder, die sich in den gleichen verqualmten Räumen aufhalten, zuständig sind.
Würde man saubere Herde flächendeckend einführen, würde das fünf von acht Millennium-Entwicklungsziele positiv beeinflussen:
• Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
• Gleichstellung der Geschlechter
• Senkung der Kindersterblichkeit
• Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter
• Ökologische Nachaltigkeit
Im Folgenden Abschitt beschreiben wir etwas genauer, was für gravierende Folgen einfach Herde oder gar Lagerfeuer für Mensch und Umwelt haben können.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Hintergrundinformationen : Ineffiziente Energienutzung und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

„Indoor air pollution“:
„Indoor air pollution“ ist eine Verunreinigung der Innenraumlauft durch Rauch, der kleinste Schadstoffpartikel enthält. Laut „Global Health Risks“ sind 2,7% aller Erkrankungen auf „indoor air pollution“ zurückzuführen. Mit dem speziellen Herd verfolgen wir das Ziel, diese Schadstoffbelastung einzudämmen und gehen hier deshalb etwas näher auf das Thema ein.
Der durch die Verwendung von Biobrennstoffen erzeugte Rauch enthält kleinste Partikel gesundheitsgefährdender Stoffe, wie z.B.
• Kohlenmonoxid
• Stickstoffoxid (Lachgas)
• Schwefeloxid
• Formaldehyd
• Krebserregende Stoffe
Aufgrund der Schadstoffe erleiden die betroffenen Menschen oft Atemwegserkrankungen, wobei auch andere gesundheitliche Folgen möglich sind.

Hier eine Auflistung der häufigsten Folgen der „indoor air pollution“:
• Akute Infektionen der Atemwege (Bspw. Lungenentzündung)
-Die häufigste Todesursache von Kindern unter fünf Jahren (mind. 2 Mio/Jahr)
• Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen
• Lungenkrebs
• Niedriges Gewicht bei der Geburt und Perinatalsterblichkeit
• Grauer Star
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Betroffen sind vor allem Frauen und Kleinkinder, da die Frauen in der Regel für das Kochen und Heizen zuständig sind und währenddessen auf die Kinder aufpassen.
Es ist zwar möglich Bioenergie relativ „sauber“ zu verbrennen, sodass hauptsächlich Kohlendioxid (Indikator für saubere Verbrennung) und Wasser produziert wird, doch dies lässt sich nur schwer mit einfachen, günstigen Herden in die Tat umsetzen. Aus diesem Grund versuchen wir in diesem Bereich eine bessere Alternative zu produzieren.

Abholzung und Erderwärmung:
Neben den gesundheitlichen Folgen der ineffizienten Energienutzung, lassen sich auch andere Auswirkungen beobachten: Die Wälder, vor allem rund um Ballungsgebiete, werden mehr und mehr abgeholzt. Holz ist die wohl günstigste, unmittelbar vorhandene Energiequelle und wird aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums in immer größeren Mengen benötigt. Ein Beispiel hierfür ist Kinshasa, Kongo. Dort befindet sich rund um die Stadt hauptsächlich nur noch Grünfläche - der Wald wurde wegen des hohen Energiebedarfs abgeholzt. Regenwälder sind jedoch die größten CO2-Speicher der Erde, da sie das Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und in den Bäumen speichern. Der Amazonasregenwald kann bspw. 80 Milliarden Tonnen CO2 speichern- so viel wie Menschen innerhalb von 10 Jahren produzieren. Doch täglich werden etwa 550 Millionen Quadratmeter abgeholzt oder verbrannt (-> 35 Fußballfelder pro Minute). Auch die kleinen Dörfer gehen ähnlichen vor. Dort wird das Holz zwar in der Regel nicht gekauft, sondern selbst gesammelt, doch das Resultat ist ähnlich: Statt der erhöhten finanziellen Ausgaben aufgrund der ineffizienten Energienutzung, müssen die Menschen mehr Zeit zum Sammeln hergeben. In beiden Fällen könnte man durch effizientere Herde Opportunitätskosten sparen, die z.B. für Bildung, Kleidung oder Nahrung genutzt werden könnten. Dadurch hätten die Menschen vor Ort einen großen Anreiz, die neuen Herde auch wirklich zu nutzen. Bei diesem Projekt können Sie mit einer kleinen Hilfe großes bewirken, da von einer erfolgreichen Realisierung sehr viele hilfsbedürftige Menschen profitieren würden.

(Quellen: http://www.who.int/indoorair/en/
http://www.greenpeace.de/
http://www.abenteuer-regenwald.de/wissen/abholzung)

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei einer erfolgreichen Finanzierung würden wir uns mit unserem Kooperationspartner (Metallbauer) in Verbindung setzen und anhand der Konstruktionsskizze einen Prototyp bauen lassen. Diesen würden wir nach der Fertigstellung testen und - wenn nötig - weiter verfeinern.
Via Homepage, LinkedIn und Google+ halten wir die Geldgeber auf dem Laufenden bezüglich Bauentwicklung und Tests.
Wenn die Endversion unseren Ansprüchen genügt, werden wir bei möglichst vielen Projekten die einfache Bauweise des Herdes aufzeigen.
Natürlich werden die Baupläne zur freien Verfügung für Menschen in weniger entwickelten Ländern gestellt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, die ECO Consulting Group, betreiben seit ca. 20 Jahren erfolgreich entwicklungspolitische Zusammenarbeit sowohl mit staatlichen als auch mit Nichtregierungsorganisationen. Dabei behandeln wir verschiedenste Problemfelder wie z.B. Umweltpolitik, Biodiversität und Bildung. Wichtig ist es vor allem an alltäglichen Problemquellen zu arbeiten. Dazu gehören unter anderem Herde und Öfen, die ständig benutzt werden, jedoch auf einem viel zu alten Stand sind und den Menschen schaden. Auf diesem Gebiet hat sich allerdings innerhalb der letzten Jahre wenig getan, obwohl es einen so großen Einfluss auf Mensch und Umwelt hat.

Impressum
ECO Consulting Group GmbH & Co. KG
Steve Sepp
Hersfelder Str. 17
36280 Oberaula Germany

USt - IdNr. DE246197616
Trade register: Marburg, Germany, HRA 4169.
Tax number: 042 314 00163.
Tax office: Schwalm-Eder, Germany

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