Projekte / Musik
Wir möchten ein besonderes Album fertigstellen, eine Kollaboration zwischen dem ghanaischen Xylophonisten Isaac Birituro und dem britischen Folktronica-Künstler The Rail Abandon – die musikalische Inkarnation des Grammy-nominierten Produzenten Sonny Johns. Durch das Zusammenbringen dieser Künstler glauben wir, ein Album produzieren zu können, mit dessen Erlös der Bau einer Schule in Kalba (Nordghana) möglich sein wird, um die Bildungsmöglichkeiten vor Ort zu verbessern.
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Projekt erfolgreich
28.01.18, 22:27 Isaac Birituro
Ich spiele seit meiner Kindheit Xylophon. Schon seitdem ich sehr klein bin. Ich wurde damals schon durch meinen Vater und meinen Onkel beeinflusst, da beide auch Xylophonisten sind. Mein Vater ist durch die Welt gereist, um die Menschen mit seiner Musik zu unterhalten und baute auch selber Musikinstrumente. Ich bin in seine Fußstapfen getreten. Das Xylophon ist mehr als nur ein Job für mich. Es zu spielen, mich selber und andere dabei zu unterhalten, ist meine Leidenschaft. Wenn mein Kopf voller Dinge ist, setze ich mich hin und spiele einfach für ein oder zwei Stunden und alle meine Sorgen sind wie weggefegt. Wenn ich mit der Musik aufhören müsste, wäre das ein großes Problem für mich. Musik ist wie Nahrung für die Seele, daher möchte ich mit meiner Musik die Seelen berühren. Ich stamme aus Accra, der Hauptstadt von Ghana. Dort gibt es Menschen aus den verschiedensten Schichten, die die unterschiedlichste Musik hören. Ghana ist mein Land. Ich habe keine Möglichkeit außer hier zu leben, und ja, ich würde auch gerne meine Musik über Ghanas Grenzen hinaus tragen. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gerne nach Europa reisen oder irgendwo in die Welt, wo die Menschen meiner Musik zuhören würden. Für mich gibt es keinen Zweifel daran, dass Xylophonspielen das Größte ist und ich glaube, dass die Menschen in Europa großen Respekt davor haben. Und Europa ist der Ort, wohin ich zuerst gehen möchte. Wenn diese Aufnahmen herauskommen, dann hoffe ich, dass es ein großes Interesse dafür geben wird. Aber mein aller größter Traum ist es, ein weltklasse Xylophon-Hersteller und Xylophonist zu sein. Ich möchte meinen Shop im „Art`s Center“, der abgerissen wurde, wieder aufbauen. Denn dort ist der einzige Ort, an dem traditionelle Handwerkskunst und kulturelle Instrumente ausgestellt und verkauft werden. Mit anderen Worten, das ist der beste Platz für meine Xylophone. Aber es wird 7.000 Cedis (ca. 1.200 Euro) kosten, ihn wieder aufzubauen. Das heißt neben dem, was ich heute schon habe, noch weitere 7 Xylophone zu bauen, um es bezahlen zu können. Die Chance für die Menschen zu spielen und die Schönheit des Xylophon-Spiels zu demonstrieren bedeutet alles für mich.
28.01.18, 22:27 Isaac Birituro
I’ve been playing xylophone since childhood. Since I was very small. I was influenced by my father and my uncle, who are both xylophone players. My father has travelled across the world entertaining people with his music and builds xylophones too. I’ve followed in his footsteps. The xylophone is more than a job though. Playing it is my passion and I play to entertain myself and others. When I have a lot on my mind I sit and play for an hour or two or three and my worries are gone. If I had to stop playing for some reason it would be a big concern for me. Music is food for the soul and so I want contribute in serving souls with my music. I’m from Accra, the capital of Ghana. And Ghana is my country. I have no option but to live in it, but I would love to take my music beyond Ghana. If I had the opportunity to, I would travel to Europe or anywhere in the world where people would listen. For me, there is no doubt that xylophone playing stands taller than the rest and there is a lot of respect for it in Europe too I believe. Europe is the place I want to go first. When this recording gets made I hope there will be a lot of interest for it. But my biggest dream is to become a world-class xylophone manufacturer and xylophonist. I want to rebuild my shop at the Arts Centre that was demolished, because it is the only place where traditional crafts and cultural instruments are displayed and sold. It is the best place for my xylophones. But it will cost me 7,000 Cedis [£1200/€1320] to rebuild it, or about [xx days / months] salary for me. I loved making this album and this opportunity to play for people and demonstrate the beauty of the xylophone would mean everything to me.
28.01.18, 22:22 Tim Becker
Selbst wenn man von Damon Alban und seinem Album “Mali Music“ noch nichts gehört hat, die Schlagworte Lead Sänger der britischen Rockbands „Blur“ und „Gorillaz“ oder „OBE“ bringen einiges an Renommee. Und man mag die „Boomtown Rats“ vielleicht nicht mögen, aber wenn Dir jemand erzählt, Bob Geldorf macht ein Charity Album, dann wird man zugeben müssen, dass das nicht ungewöhnlich erscheint. Also warum sollten wir die Musik des Ghanaischen Musikers Isaak Birituro in die Hände von Sonny Johns geben? Und... wer sind „The Rail Abandon“? “Erstens, The Rail Abandon bin ich, und zweitens ist es kein Charity Album”, sagt Johns. „Es ist ein eigenständiges Album, gleichwertig wie jedes andere Album auch und mit der gleichen Gründlichkeit ausgeführt. Wir haben uns lediglich dazu entschlossen, die Einnahmen aus dem Album dafür zu verwenden, eine Schule zu bauen. Ein glaubwürdiges Album zu machen, welches sich behauptet, ist der eigentliche Schlüssel für das, was wir tun.“ Johns sollte es wissen, denn er ist der Produzent von vielen ernstzunehmenden Platten. Seine Arbeit wurde bereits mit mehreren Grammy, MOBO und Mercury Award Nominierungen für die Musik belohnt, die er mit westafrikanischen Legenden wie Ali Farke Toure, Oumou Sangaré, Cheihk Lô und Fatoumata Diawara produziert hat. Wie kam eigentlich jemand aus dem Norden dazu mit solchen Stars aus Afrika zu arbeiten? „Ich habe ein Praktikum in den Livingston Studios mit Jerry Boys und Nick Gold gemacht“. Das Duo von World Circuit ist verantwortlich für den Buena Vista Social Club und hat Damon Albarn mit der Malischen Musik bekannt gemacht. „Meine erste Aufgabe war es bei dem Album „Savane´“ von Ali Farke Touré, welches posthum aufgenommen wurde, mitzuwirken und das endete damit, dass ich in einem Song den Bass gespielt habe. Das war eine ganz schöne Feuertaufe.“ Je mehr man in Johns Geschichte eintaucht, erscheinen die Namen Afro-Kubanischer Stars. Ibrhim Ferrer, Toumani Diabate, Hugh Masekela und niemand Geringeres als die Schlagzeug-Legende und der Mitbegründer des Afrobeat, Tony Allen. „Das war ein großartiges Album. Nick [Gold] spielte mir die Demos vor und ich liebte den Sound unmittelbar. Ich hatte Glück, dass Jerry mich vorschlug, um dies zu machen.“ Wie also unterscheidet sich dieses Album von allen anderen aus Johns Sicht? “Es ist eine wahre Kooperation, die auf gegenseitigem Respekt basiert – wir beide mögen, was der andere tut. Ich glaube, es ist ein wenig wie Ali`s Album „Timbuktu“ mit Ry Cooder. Aber anders als nur ein Album, um die traditionelle Musik zu fördern oder als eine gekünstelte Charity-Band, sind wir nur zwei Musiker, die etwas Ungewöhnliches aus etwas Gewöhnlichem machen wollen. Meiner Meinung nach ist unsere Musik gar nicht so unterschiedlich. Ich habe so etwas das erste Mal gespürt, als ich Ali Farke Toure gehört habe. Es ist eigentlich Folk-Musik mit vielen ungewöhnlichen Instrumenten. Ich meine, sie sind schon auf den ersten Blick unterschiedlich, aber es gibt auch so viele Gemeinsamkeiten, aus denen etwas ganz Neues entsteht, wenn man sie verbindet.“ Zusätzlich zu diesem Album mit Isaac Birituro arbeitet Sonny gerade sowohl an dem zweiten Solo Album unter dem Namen “The Rail Abandon“ als auch an der Komposition und den Aufnahmen des Debüt-Albums von PicaPica – dem allerneusten Mitglied von „Rough Trade“ – wo er Bass und andere Perkussion spielt.
28.01.18, 22:20 Tim Becker
Even if you haven’t heard of Damon Alban and his album Mali Music, the tags ‘Lead singer of British rock bands Blur and Gorrilaz,’ or ‘OBE,’ brings undeniable kudos. And you may not like The Boomtown Rats, but if Geldof revealed he was making a charity album, you’d have to admit there’s a track record there. So why should we trust the music of Ghanaian xylophonist Isaac Birituro in the hands of Sonny Johns? Who are The Rail Abandon? “Firstly, The Rail Abandon is me, and B it’s not a charity album,” Johns states. “It’s an album in its own right, worthy of the same credit and held under the same scrutiny as any other release. We just happen to be using the proceeds from the album to build a school. Making a credible record that will last is key to what we’re doing.” Johns should know as he is the producer of many, many credible records. His work has received multiple Grammy, MOBO and Mercury Award nominations for the music he has produced with West African legends including Ali Farke Toure, Oumou Sangaré, Cheihk Lô and Fatoumata Diawara. So how did a guy from the North come to work with such stars from Africa? “I did an internship at Livingston [studios] with Jerry [Boys] and Nick [Gold],” of World Circuit fame, the duo responsible for The Buena Vista Social Club and who introduced Damon Albarn to Malian music. “My first job was assisting on Ali Farke Touré’s posthumous album ‘Savane’, and I ended up play bass on one track. Quite a trial by fire.” And the Afro Cuban Star names just keen coming as you delve into Johns’ history, Ibrhim Ferrer, Toumani Diabate, Hugh Masekela and none other than legendary drummer and co-inventor of Afrobeat, Tony Allen. “That was a great album. Nick [Gold] played me the demos and I loved the sound instantly. I was lucky enough that Jerry suggested I do it.” So how does Johns see this album being different from any other? “Its true collaboration based on mutual musical respect - we both like what each other does. I guess, a little bit like Ali’s album with Ry Cooder, Timbuktu. But rather than being a ‘record’ to ‘preserve traditional music’, or some gimmick charity band, we’re just two musicians trying to create something unusual from the usual. For me, our music isn’t all that different. I felt that the first time I heard Ali Farke Toure. It’s just folk music on funny instruments. I mean they are obviously different, but there are so many similarities that tie it together the differences make it new.” Along with working on the album with Isaac Birituro, Sonny is currently producing a second solo album under the name The Rail Abandon as well as in the process of writing and recording the debut album from latest Rough Trade signing PicaPica, with whom he plays bass and other noise.
28.01.18, 22:16 Sonny Johns
„Glaubst du, dass du etwas Brauchbares hast?“, fragte Tim nach dem ersten Aufnahmetag. „Ich denke, wir haben ein Album. Ein großes!“ Am Tag zuvor saßen wir unter der Wellblechdach-Veranda mit durch den ungewöhnlich starken Regen nass herunterhängender Kleidung und einer durchhängenden Stimmung, da wir seit nun mehr drei Tagen auf Musiker warteten, die einfach nicht erschienen. Doch dann – mit dem Xylophon als Regenschutz auf dem Kopf durch das Tor rennend – kam die Rettung. „Edmund!“, rief Tim beim Aufstehen, um ihn mit dem simplen, aber doch irgendwie komplizierten ghanaischen Handschlag zu begrüßen. „Sonny, das ist der Xylophonist, von dem ich dir erzählt hatte.“, sagte er, überrascht seinen alten Freund wiederzusehen. „Was machst du denn hier?“ Edmund, ursprünglich aus Saru, einem kleinen Dorf 4 km entfernt vom Zentrum Kalbas, lebt nun in Accra, um dort zusammen mit seinem Sohn Isaac Xylophone zu bauen und zu verkaufen. Sie kamen an jenem Tag von der Hauptstadt in den Norden, um ein Xylophon auszuliefern und Materialien abzuholen, die es nur hier im Norden gibt. Angestachelt das Instrument zu sehen, fragte ich: „Spielst du?“ Als sich Isaac hinsetzte, um zu spielen und ich die tiefen, surrenden Basstöne hörte, lief ich los um meine Gitarre zu holen. Unglaublicherweise war die offene Gitarrenstimmung, die ich kürzlich eingestellt hatte, in den gleichen Tönen wie die des Xylophons. Als wir begannen zu spielen, versammelte sich eine Gruppe Schulkinder neugierig durch das Tor kommend. Tim konnte die Freude darüber, einen so extrem guten Musiker zu finden, in meinen Augen sehen und Isaac und sein Vater waren ebenso überrascht, wie gut meine Gitarre in Isaacs ‚moderne Art‘ des Xylphonspiels passte. Wir spielten für mehr als eine Stunde, tauschten Ideen, Lieder und Riffs aus und genossen es genauso wie das Publikum, das sich um uns versammelt hatte. Es fühlte sich irgendwie falsch an, dass wir all dies spielten, ohne es aufzunehmen, aber auf Grund des Stromausfalls durch das – selbst für die Regenzeit – ungewöhnlich starke Gewitter, konnte ich schlichtweg nichts machen. Um den Zauber für die späteren Aufnahmen zu erhalten und da Edmund das Xylophon ausliefern musste, hörten wir auf. „Morgen dann um zehn?“, fragte ich.
28.01.18, 22:16 Sonny Johns
We were sitting beneath the corrugated tin roof veranda, clothes dampened by the unusually heavy rains, spirits dampened by the fact we’d spend three days waiting for musicians, for no one to turn up. Then, rushing through the gate using a xylophone as an umbrella, came our lifeline. “Edmund!” Tim called, standing to perform the simple but deceptively difficult Ghanaian handshake. “Sonny, this is the xylophone player I told you about.” he said, surprised to see his old friend. “What are you doing here?” Edmund, originally from Saru, a small village about 4 km from Kalba, now lived in Accra, building and selling xylophones with his son, Isaac. They had travelled up from the capital that day, to deliver a xylophone and pick up supplies found only in the North. Excited by the sight of this instrument I asked, “Do you play?” As Isaac sat to play, hearing those familiar deep buzzing bass notes, I ran to grab my guitar. Amazingly, the open tuning I had recently taken to playing in was the same key as the xylophone. As we jammed, a crowd of school children gathered, peering through the gate. Tim could see the delight on my face at finding this extremely proficient musician and Isaac and his father were equally surprised at how well my guitar playing fitted Isaac’s ‘modern approach’ to the xylophone. We played for easily an hour, just trading ideas and songs and riffs from each other, both of us enjoying it as much as the audience we’d gathered. In the back of my mind it seemed wrong to be playing this without capturing it, but with the power being cut off due to the unusually heavy storms – even during the rainy season – there was nothing I could do. Wanting to save the magic for recording and because Edmund had to delivery the xylophone, we stopped. “Tomorrow at 10 then?” I asked.
25.01.18, 01:41 Sonny Johns
Nichts an uns ist gleich: Unsere Herkunft, unsere Kultur, unsere Berufswege, geschweige denn unser äußeres Erscheinungsbild. Man könnte genauso gut Isaac Birituro bei Spotify unter ‘English Folktronica’ kategorisieren, wie man mich oder meine Musik mit ghanaischer verwechseln könnte. Aber wie sagt man so schön: Gegensätze ziehen sich an. Als wir uns das erste Mal trafen, hatte ich zuvor noch nie mit einem „Balaphonisten“ gespielt (obwohl ich schon Erfahrungen durch Aufnahmen hatte) und Isaac hatte, überraschenderweise, noch nie mit einem Gitarristen gespielt – und sicherlich mit keinem, der einen langen roten Bart hatte. Doch als ich seine kolossalen, summenden Bassabfolgen hörte und sich meine Rhythmusgitarre damit verflocht, bemerkten wir, dass hier etwas Besonderes entstand. Mir wurde klar, dass – obwohl er ein traditionelles Instrument in einer ebenfalls traditionellen Art spielte – Isaac durch westlich klingende Musik, die die Straßen Accras füllt, beeinflusst wurde. In der Tat hatte sein Vater Edmund ihn, halb herablassend und halb stolz, mit den Worten „Er spielt in einem modernen Stil…“ vorgestellt. Und obwohl die Vorstellung, dass dieser Wikinger, der vor ihm saß und sich so anhörte als wäre er über Burkina Faso nach Ghana gekommen, sich wohl irgendwie nicht richtig anfühlte, gab es keinen Zweifel daran, dass ich meine Gitarre zu sehr wie Saiteninstrumente aus Mali spielte, als dass es nur aus Zufall war. Und darum geht es bei diesem Album: eine Kombination von Unterschieden; ein Vergrößerungsglas über die Schnittmengendiagramme unser Lebenserfahrungen; das unergründliche Sich-Treffen paralleler Linien. Es ist weder mein Album, noch seins, noch das unserer Band. Es gibt zwei unterschiedliche Bestandteile: Isaac und mich; Xylophon und Gitarre; Ghana und Großbritannien. Aber da wir den Einfluss fremder Musikstile und das Verlangen danach, das Gewöhnliche ungewöhnlich zu machen gemein haben…, passen wir zusammen. In dem Moment, als wir uns die Aufnahmen des ersten Tages anhörten, empfanden wir viel mehr als das, was die Mikrophone aufgenommen hatten. Vor meinem „geistigen Ohr“ konnte ich Kit Drums, Streichinstrumente und Holzbläser hören sowie Refrains und Ngonis. Und das steht nun vor uns. Das ist es, was es nun umzusetzen gilt. Unsere Vorstellungskraft. Wir brauchen lediglich etwas Unterstützung, um diese Vorstellungskraft aufzunehmen.
25.01.18, 01:39 Sonny Johns
Nothing about us is the same: our countries, our culture, our careers, never mind the glaring visual contrast. You could categorise Isaac Birituro under ‘English Folktronica’ on Spotify as easily as you could confuse me or my music for being Ghanaian. But like they say: opposites attract. The day we met, I’d never played with a balaphonist (though I’d recorded them) and Isaac, surprisingly, had never played with a guitarist – especially not one with an enormous ginger beard. But as soon as I heard those thumping, buzzing bass lines and he heard my percussive guitar playing intertwine, we knew this was something special. It was clear to me that, though he played a traditional instrument in a traditional way, Isaac was influenced by the Western tinged music that filled the streets of Accra – in fact his father, Edmund introduced him with “He plays the modern way!” Partly dismissive, mostly proud. And though it jarred, the idea that this Viking who sat before him sounded like he had arrived in Ghana via Burkina Faso, there was no mistaking that I played the guitar too much like the stringed instruments of Mali for it to be just a coincidence. And that’s what this album is; a combination of difference; a magnifying glass over the Venn diagram of our lives; the unfathomable meeting of parallel lines. It’s not my album, nor is it his album, nor is it our band’s. There are two distinct parts: Isaac and me; xylophone and guitar: Ghana and Great Britain. But because we have that one thing in common, that influence of music from afar, that desire to hear the usual done unusually… we fit. The moment we sat down to listen to the first days recordings, we both could hear far more than had been picked up by those microphones. I could hear kit drums and strings and woodwind and he could hear gome drum and choruses and ngonis. And that is what’s next. That is what we have left to realise: our imaginations. We just need help to record our imaginations.
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
Früh geweckt durch meine etwas verwirrte körpereigene Uhr und, um ehrlich zu sein, meine Aufregung, frühstückte ich schnell und fragte nach den Schlüsseln. Father Eugene hatte die Kirche zur Verfügung gestellt, da keine Messe geplant und sie der einzige Raum mit zuverlässiger Elektrizität war. Am Abend zuvor bat er zu meinem Unmut einen der kleineren Jungen, der in der Kirche auf den Trommeln spielte, bei uns mitzumachen. (Ich hatte nun endlich einen guten Musiker gefunden und wollte nicht, dass es irgendein kleiner Junge gleich wieder vermasselt). Ich nahm mein Equipment und einen Kaffee mit hinüber und begann aufzubauen. Ziemlich pünktlich kam Bernard dazu und half mir. Um sicherzugehen, dass er mich nicht durch ein unermüdliches Getrommel aus der Ruhe brächte, bat ich ihn, die Ventilatorständer aus den Schlafzimmern zu holen, um sie als Mikrofonständer zu nutzen. Um kurz nach 10 Uhr und mit der Hilfe meines stillen Assistenten waren wir fertig. Fertig, hätten wir einen Xylophonisten bei uns gehabt oder zumindest ein Xylophon… Bernards Pünktlichkeit zunichtemachend und ja… es war nun mal Afrika, kam Isaac ‚zu spät‘. Am Tag zuvor hatten wir 10 Uhr morgens vereinbart. Um genau zu sein zwischen 10 und 12 Uhr, was schon ein unglaublich großes Zeitfenster war und das wohl in Wirklichkeit bedeutete „Komm‘ gerne um 10 Uhr, wenn du magst. Wir werden ab 12 Uhr hier sein.“ Schließlich bat ich Bernard ein wenig zu trommeln, um die Zeit vergehen zu lassen und ihm die Chance zu geben etwas vorzuspielen. Doch die Trommeln waren zu laut und auch zu klapprig, weshalb ich ihn bat auf ein paar Metall-Congas zu spielen, die so mit Paketband verklebt waren, als würden sie ohne kaum noch existieren. Er war gut, richtig gut. Es war nicht nur sein Groove, sondern die Art wie er den Sound aus diesem Bausatz zu holen vermochte. Während wir spielten kam sein Kumpel dazu und bot auf noch heruntergekommeneren Trommeln einen der Besten brodelnden und ineinandergreifenden Rhythmen dar, die ich bisher gehört hatte. Plötzlich, um 12:04 Uhr – also offiziell nur 4 Minuten zu spät – hörten wir ein „Sounds good!“. Spät, zugegebener Weise, war Isaac nun da. Am Abend zuvor waren er und Edmund auf der Fahrt durch die Dunkelheit nach Hause mit dem von Father Eugene ausgeborgten Moped gestürzt und Edmund hatte sein Knie verletzt. Die nächsten drei Tage spielten wir, mal zu viert, mal zu dritt oder auch nur wir beide – wenn die Jungs zu Schule mussten – und nahmen das Album auf. Als ich nach dem ersten Tag die Tür schloss, konnte ich es kaum glauben. Dies war schon etwas sehr Besonderes.
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
Up early from my messed up body clock and if I’m honest, excitement, I grabbed breakfast and ask for the keys. Father Eugene had offered the church as it wasn’t in use and was the only building with reliable electricity. The night before, to my dislike, he’d asked one of the young boys who drummed in church to join us (I’d just found a decent musician, I didn’t want some kid spoiling it.) I took my equipment and coffee over and set up. Rather punctually, Bernard turned up and set up. Making sure he didn’t bother me with relentless bashing, I put him to work gathering the bedroom fans to use as mic stands. And by just after ten, with my silent assistant’s help, we were ready. Ready that is, if we had a xylophonist… or xylophone, even. Redressing Bernard’s punctuality, and it just being Africa, Isaac was ‘late’. The day before we’d agreed to meet at ten. Between ten and twelve actually, which seemed an unduly large window, but what I realised meant “Get here at ten if you want. We’ll be here at 12.” So to pass the time and to give Bernard a chance I ask him to play. The kit was too loud and tired, so I ask him to have a go on a pair of metal congas parcel taped to within an inch of existence. He was good. Really good. Not only did he groove he made a nice sound from these glorified tins. As we played his friend joined in with some even more rattley drums making one of the best bubbling, intertwining rhythms I’ve heard. When, all of a sudden, at 12:04 – technically only 4 minutes late – we hear, “Sounds good!” Isaac had arrived. For the next three days, we played, sometimes four, sometimes three, sometimes two of us when the boys were at school, and recorded the album. As I locked up after the first day I didn’t quite believe it. This was something special.
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
„Ihr baut Schulen in Ghana, ich war ein Lehrer und produziere Westafrikanische Musik… Da sollte es doch einen Weg geben, wie wir das kombinieren können, oder?“ war so ungefähr, was ich mich Tim und Svenja sagen hörte. Es war nach Mitternacht; nachdem wir den ganzen Tag einen Vulkan bestiegen hatten; nach dem vierten… wahrscheinlich fünften ‚Nica‘ Libre beim nachträglichen Feiern unserer Geburtstage. Dort war es – an einem wackeligen Tisch, die Gesichter halb im Schatten einer niedrighängenden Lampe, in der El Indio Viejo Bar auf der Insel Ometepe mitten im See Nicaragua – wo ich zum ersten Mal diese Idee meinen neugefunden deutschen Freunden erzählte. „Erzähl mir mehr!“ Wir hatten uns weniger als einen Monat zuvor in der Unterkunft einer Spanischschule in Antigua, Guatemala getroffen; Svenja und Tim gerade mit dem Flugzeug angereist; ich soeben von einer Vulkanbesteigung zurückgekehrt. Es mag an der Höhe gelegen haben oder an der hohen Konzentration des Schwefelgases, der ich ausgesetzt war – irgendetwas in mir vertraute den beiden. Vollumfänglich. Unmittelbar. Sogar an dem Punkt, an dem wir Mopeds ausliehen (und ich damit hinfiel und es zerstörte). Glücklicherweise waren nur mein Stolz und mein Portemonnaie leicht angeknackst, womit ich meine doch recht verrückte Idee nicht einmal auf Kopfverletzungen schieben konnte. “Das heißt du willst mit uns nach Ghana kommen, ein mobiles Studio mitbringen, ohne eine Ahnung, ob es dort überhaupt Musiker gibt, die gut genug für Aufnahmen sind, um damit eine CD zu produzieren und mit dem Geld eine Schule in Ghana bauen…?“vergewisserte sich Tim. Ich dachte einen Moment nach, um zu reflektieren, was ich zuvor gesagt hatte. „Glaub‘ schon?“ „Abgefahr‘n!“ Drei Monate später, zurück in England, sitze ich gerade an meinem Mischpult als ich einen Anruf aus Deutschland erhalte. „Ich brauche deine Reisepassdaten für das Visum!“ „Welches Visum?“ Es gab keinen Zweifel daran. Diese Sätze, die ich angetrunken in Nicaragua ‚laut gedacht‘ hatte, hatten etwas ins Rollen gebracht, das ich nicht mehr stoppen konnte – Tim. Ob ich wollte oder nicht (und ich wollte wirklich), würde ich nach Ghana reisen, ein Album aufnehmen und versuchen dadurch eine Schule zu bauen. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ich vertraute einfach Tim. “Und du hast einen Gig in Hamburg!”
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
“You build schools in Ghana, I was a teacher and I produce West African music… there must be some way we can combine the three, no?” was roughly how my thoughts fell from my head in front of Tim and Svenja. It was after midnight; after a day climbing a volcano; after the 4th… probably 5th ‘Nica’ Libre to celebrate our belated birthdays. It was there, sitting at a rickety table, faces half in shadow from a low-hanging lamp, in El Indio Viejo bar, on the island of Ometepe in the middle of Lake Nicaragua, that I first offered my idea to my new-found German friends. “Tell me more!” We’d met less than a month prior in the hostel of our Spanish school, in Antigua, Guatemala; Tim and Svenja fresh off the plane; me fresh off a volcano. It may have been the altitude, or the exposure to high levels of sulphuric gasses, but something led me to trust the two of them. Completely. Instantly. Even to the point of hiring (and subsequently falling off and destroying) a moped. Thankfully, only my pride and wallet were dented, so I couldn’t even blame the madness on a head injury. “So, you want to come to Ghana, with us, with a mobile studio, not knowing if there are any musicians good enough to record, to produce a CD, to sell and raise money to build a school… in Ghana?” Tim confirmed. I thought for a moment to check that was what I had just said. “I guess?” “I like it!” Three months later, back in England, sitting at my mixing desk, I received a call from Germany. “I need your passport details for the Visa!” “What visa?” There was no question about it. Those words I had drunkenly thought aloud in Nicaragua had started something I couldn’t stop – Tim. Whether I wanted to or not (and I really wanted to), I was going to Ghana to make a record and build a school. I didn’t know what would happen. I just trusted Tim. “And you’ve got a gig in Hamburg!”
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
„Bildung ist das stärkste Instrument, das Länder haben, um wirtschaftliches Wachstum, steigenden Wohlstand und gerechtere, friedliche und gleichberechtigte Gesellschaften zu schaffen.“ Wendy Kopp, CEO der Firma “Tech for All . Ghana, als eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika, hat in der letzten Zeit große Fortschritte in der Infrastruktur, dem Gesundheitssystem und auch der Bildung des Landes gemacht. Allerdings, wie man es oft in Entwicklungsländern beobachten kann, gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Wirtschaftszentren des Landes und den ländlichen Gegenden. Oder um es mit anderen Worten für Ghana zu sagen – zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. Kalba im Nordwesten des Landes ist eine dieser ländlichen Gegenden. Nahe dem Länderdreieck zwischen Ghana, Burkina Faso und der Elfenbeinküste, wurde es im Jahr 2013 an das elektrische Netz angeschlossen. Trotzdem kann auch heute nur ein kleiner Teil der 64 Dörfer und rund 32.000 Einwohnern die Vorzüge der Elektrizität genießen. Und in Kalba fehlt es nicht nur an Elektrizität, sondern auch an Schulen und Lehrern. Lehrer werden im ganzen Land gebraucht und entscheiden sich sehr selten für Kalba als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt – im Gegensatz zu anderen Optionen, die sie haben. Die Regierung und die Industrie des Landes sind auf den Süden Ghanas fokussiert, weshalb es dort auch die meisten Schulen und Lehrer gibt. Genau hier können Organisationen und Vereine wie “Rüt`n‘Rock“ helfen. Sie bauen Schulen in den ländlichen Gegenden, Häuser für die Lehrer an Orten, wo es sonst nur Hütten aus Lehm gibt und finanzieren „Hilfslehrerprogramme“. All das wird oft von der Regierung erweitert, allerdings erst, wenn die initiale Entwicklung geschehen ist. Das Hilfslehrerprogramm kämpft gegen zwei sehr verbreitete Probleme im Norden von Ghana. Zum einen haben junge Leute mit entsprechendem Schulabschluss kein Geld um ihr Studium zu finanzieren. Zum anderen ist der Bedarf an Lehrern in den ländlichen Gegenden sehr hoch. Diese beiden Probleme werden gelöst, indem sie mit dem Programm adressiert werden: Schulabgänger mit Abschluss werden bezahlt, um als Hilfslehrer – größtenteils in Grundschulen – zu arbeiten. Somit kann der Bedarf an Lehrern gedeckt und diese so unterstützt werden, dass sie ihr Studium finanzieren und weiter vorantreiben können. In 2017 wurden im Rahmen der Partnerschaft des Rüt’n’Rock e.V. 32 Lehrer unterstützt, welche tausende Schüler der 64 Dörfer der Gemeinde unterrichtet haben. Die Erlöse des Albums und somit auch dieses Crowdfunding-Projekts, werden uns helfen dieses Programm weiterzuführen, indem wir eine Schule in Kalba errichten werden. Dies wird Bildung für ca. 250 Kinder bedeuten – umgeben von der Savanne Ghanas.
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
“Education is the most powerful tool countries have for boosting economic growth, increasing prosperity and forging more just, peaceful and equitable societies,” Wendy Kopp, CEO of Teach for All. Ghana, being one of the strongest growing economies in Africa, has recently seen large improvements in infrastructure, health and also education. However, and as often seen in development countries, there’s a significant schism between the business centre of the country and the more rural areas. Or to say it in other words for Ghana, between North and South. Kalba, located in the Northwestern part of Ghana, is one of these Northern, rural places. Close to the triangle of Bukina Faso, Ivory Coast and Ghana it was connected to the electrical grid in 2013. However, even today only a tiny share of its 64 villages and 32,000 inhabitants actually enjoy the benefits of electrical power. And Kalba isn’t just lacking in electricity, but in schools and teachers too. Teachers are hugely in demand across the country and rarely choose Kalba as a place to live and work over other options. Government and industry is focused in the South of the country and therefore so are most of the schools and teachers. This is where associations like Rüt’n’Rock can help. We build schools in rural areas, construct teachers’s accommodation in villages that are characterised by mud and stick huts and finance a “Support teacher program”. All of which is often extended by the government, but only once the initial development has happened. Our program targets two very common issues in the North of Ghana. Firstly, young, skilled high school graduates do not have the funds to finance their university studies. Secondly, the demand for teachers in these rural areas is very high. We solve both of these issues by combining them into one program. We pay high school graduates to be supporting teachers, mainly in primary schools, In this way we cover the demand for teachers, but also help the teachers to further their own education. In 2017 we funded 32 teachers who taught thousands of pupils in the 64 villages of the community. The profits of the album and therefore the crowdfunding project itself will continue to support this program by building a school in Kalba in the Northwest of Ghana. This will bring education to over 250 children in this village, surrounded by the Ghana’s Savanna
22.01.18, 20:18 Sonny Johns
Auf der roten Sandpiste aus Richtung Tuna fahrend gibt es nichts, das den Anschein erweckt, man sei bald angekommen: kein Straßenschild, keine geografische Besonderheit. Die Landschaft ist flach und soweit das Auge reicht, gibt es zwischen den Bäumen der Savanne nur ungewöhnliche, aus Lehm gebaute Farmhäuser mit Wellblechdächern. Es scheint kein natürliches Motiv zu existieren, warum Kalba genau dort liegt, wo es ist. Es vermag keinen ursprünglichen Siedlungsgrund zu geben; kein Steinbruch, keine Mine und der nächste Bach – einen Kilometer vor der Ortsgrenze – ist offenbar nicht der Anziehungspunkt der Bewohner Kalbas. In der Tat könnte man es einem nachsehen, geglaubt zu haben, dass es eines der Satelliten-Dörfer entlang der Straße sei, würde nicht die Hauptstraße schmaler werden und gleichzeitig einen rauen, steinigen Untergrund aufweisen, während die Lehmhütten nun mit Beton verschmelzen und immer dichter zusammen stehen. Die Straße nach Süden in Richtung Saru ist zwischen Bäumen versteckt und die Straße Richtung Norden nach Wa, der Hauptstadt der Region des Nordwestens, ist für das ungeübte Auge fast nicht von den von Ziegen ausgetretenen Wegen zu unterscheiden, die die Häuser verbinden. Doch wenn man anfängt sich auf den kleinen Pfaden zu orientieren und sich von Baum zu Baum hangelt, um sich vor der Mittags-Sonne zu schützen, beginnt man zu realisieren, dass – wenn auch anders als in Europäischen Siedlungen, die aufgrund von geografischen Gegebenheiten oder ehemaligen, militärischen Festungen gebaut wurden – mehr an Kalba dran ist, als auf den ersten Blick erkennbar. Es ist ein Zentrum. Ein Zentrum für alles. Und im Zentrum von Kalba, physisch, metaphysisch und wortwörtlich am Ende der Straße liegt der Markt. Alle 5 Tage wird dieser Mischmasch aus krummen Baumstamm-Pfosten-Verkaufsläden und den mit großen, leuchtenden Decken ausgelegten Verkaufsflächen nicht nur zu hörbarem, sondern zu fast sichtbarem Lärm. Die Menschen verkaufen hier alles, von alten Schuhen bis zur Kräutermedizin. Sie sitzen Schulter an Schulter mit Metzgern, Stoffverkäufern und an Pito-Ständen – den lokalen Bier-Bars – wo immer sich Platz finden lässt. Während man sich durch die schmalen Gassen schlängelt, laden die Händler ein, ihre Waren zu betrachten, während andere lachen und in der typischen, überschwänglichen ghanaischen Art Witze machen. Dann, wenn die Straßen sich öffnen, das Gelächter und die Geräusche leiser werden und die Häuser mehr und mehr Platz zwischen sich lassen, findet man sich im Außenbereich wieder. Weniger geschäftig, aber nicht weniger wichtig ist Kalba von dem umgeben, was es ausmacht. Im Osten die Kirche, ein großes Gebäude in einem ruhigen Teil des Ortes, ein Zentrum für sich selber, für Hochzeiten und Todesfeiern, aber auch für das Zusammenkommen, die Gemeinschaft, für Feierlichkeiten… und Fußball. Südöstlich der großen Kreuzung sind die Schulen mit vier Schulgebäuden für Kinder von 4-16 Jahren mit zwei großen Plätzen nackter Erde als Trainingsplatz für das lokale Fußballteam. Im Süden liegt die Klinik und von dort zurück zur Kirche liegen die Farmen, welche die Menschen versorgen, nur geteilt durch die Straßen, die vom Zentrum in die umliegenden Dörfer führen. Was Kalba so wichtigmacht, ist nicht das, was man an der Oberfläche sieht. Es sind die Menschen und deren Leben. Es ist der Markt, auf dem sie kaufen und verkaufen, und dies mit einem Termin in der Krankenstation kombinieren, um den Tag bestmöglich zu nutzen. Es ist eine Außenstelle des Krankenhauses in Wa und ein Weg in eine bessere Ausbildung. Es ist ein Ort um zu arbeiten, um zu spielen, ein Platz des Schmerzes, des Glücks, ein Ort der Hoffnung und des Leids, des Lebens und des Todes. Es ist alles, was man kennt. Und es ist nichts, was man bisher erlebt hat. All‘ das ist Kalba.
22.01.18, 20:17 Sonny Johns
Driving the red dirt track from Tuna, there is nothing to signify that you’re close; no sign, no geographic feature. The landscape is quite flat and for as far as the eye can see between savannah trees and the odd mud-built, tin-roofed farmhouse. There’s no natural fortification, no visible quarry or mine and the nearest river, a kilometre back the way you came, is obviously not the centre of attraction for Kalba’s inhabitants. In fact you’d be forgiven for believing it was one of it’s satellite villages along the route here, had it not been for the fact that the main road peters out to rough stony ground as the mud huts merge into concrete and sit closer and closer together. The road south to Saru is hidden among trees and the road north to Wa, the capital of Upper West Region, is, to the untrained eye, almost indistinguishable from the trodden tracks joining houses. But as you start to orientate yourself, down passages, hopping from tree to shadow hiding from the mid-day sun, you begin to realise that unlike European settlements, built on geographic features or military strong holds, there is more to Kalba than meets the eye. It is a centre. A centre for so many things. And at it’s centre, physically and metaphysically, and literally at the end of the road, lies the market. Held once every 5 days this hotchpotch of crooked tree-trunk-post stalls and bare patches covered with large brightly coloured cloths, is a visual noise as much as an aural one. People sell their wares, from old shoes, to herbal medicines, sitting cheek by jowl with butchers, cloth sellers and pito stands – the local beer – wherever they can find space. As you negotiate the narrow tracks between stalls, sellers gently and kindly encourage you to browse their goods, while others laugh and joke in the typical exuberant Ghanaian manner. Then as the tracks open, and the laughter and noise, gets faint and the houses more distant from one another, you find yourself on the outskirts. Less busy but no less important, Kalba is encircled by what makes it what it is. To the East the Church, a large building in a serene part of town, a centre itself, for marriage and death but for also socialisation, community, celebration… and football. Southeast to the main crossroads, the schools with four schoolhouses for children from 4-16 and two large bare patches of earth which doubles as the local football team’s training ground. To the south the clinic and from there back round to the church, the farms, which provide for its people, cut by the roads which fan from its centre the satellite towns beyond. What makes Kalba so important is not what you see on the surface. It’s the people and their lives. The Market they buy and sell at, while making a stop to the clinic on market day to save time. It’s a place of work, of play, of pain, of joy, of hope and of sorrow, of life and of death. It is everything you have ever known. And nothing you have ever experienced. That is Kalba.

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