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Projekte / Journalismus
Live aus der Favela
Live aus der Favela: Wir verfolgen den Wandel der brasilianischen Armenviertel vor den Mega-Events WM 2014 und Olympia 2016 seit einigen Jahren und leben selbst immer wieder in der Favela Rocinha, Rios größter Favela. Mit Eurer Unterstützung wollen wir nach der WM, wenn die meisten Journalisten wieder abgereist sind, weiter zeigen, was geschieht. Aus den Stimmen der Favelabewohner und unseren Langzeitbeobachtungen soll eine Multimediareportage und eine Doku entstehen.
Rio
5.120 €
5.000 € Fundingziel
87
Fans
65
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Live aus der Favela

Projekt

Finanzierungszeitraum 21.10.14 11:57 Uhr - 15.12.14 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 2014
Fundingziel 5.000 €
Stadt Rio
Kategorie Journalismus

Worum geht es in dem Projekt?

Armut, Waffen, Drogengangs und Polizei, wild aufeinandergestapelte Ziegelhäuser, Zusammenleben auf engstem Raum, Improvisation, Samba und Baile Funk: Die Favelas sind das zweite Gesicht von Rio de Janeiro, der Stadt der Schönen, der Strände, des Zuckerhuts. Ein Viertel der Bewohner von Rio de Janeiro lebt in Favelas, allein in Rio gibt es fast 1000 Armenviertel, die jahrzehntelang von Drogenbanden beherrscht wurden.

Vor den Großereignissen wandelt sich der Alltag in einigen Favelas – etwa 200 Favelas hat der Staat vor der WM besetzt, Befriedungspolizei und Infrastrukturmaßnahmen, Sport- und Bildungsangebote sollen die Favelas und die angrenzenden Viertel sicherer machen. Doch mit Polizeigewalt, Korruption, umstrittenen Infrastrukturprojekten, die Umsiedelungen erzwingen, treten neue Probleme auf. Und der Drogenhandel geht weiter, in manchen Favelas kommt es immer wieder zu Schießereien zwischen Drogengangs und Polizei, Favelabewohner geraten zwischen die Fronten.

Was verändert sich tatsächlich? Kann ein neues Verhältnis zu Regierung und Polizei entstehen oder sind die Bemühungen nur „Make-Up“, das nach der WM verschwinden wird? Protestieren die Favelabewohner, wie sieht gesellschaftlicher und politischer Widerstand und Engagement in den Favelas aus? Wieviel Potential, Kreativität und Unternehmergeist verbirgt sich in den Favelas von Rio, die bisher vor allem für Elend, Drogenhandel und Kriminalität bekannt waren; blinde Flecken auf der Landkarte von Rio de Janeiro? Wie könnten die Favelas in Zukunft aussehen? Uns interessieren die Stimmen der Bewohner und die komplexen Prozesse, die die Entwicklung der Favelas beeinflussen - wie Migration, Sicherheitspolitik und Militarisierung, Drogenhandel, Korruption, Digitalisierung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft oder Stadtentwicklung.

Wir haben zahlreiche Interviews mit Favelabewohnern, Favelareportern, Aktivisten, Experten, staatlichen Sicherheitskräften geführt. Den Wandel der Favelas möchten wir gerne mit einer Multimediareportage und einer Dokumentation darstellen

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir möchten ein vielfältigeres Bild der Favelas, der komplexen Prozesse und der sehr unterschiedlichen Meinungen und Positionen der Menschen zeichnen, die in den Favelas leben oder arbeiten - und richten uns an alle, die hinter Fassaden und Klischees blicken wollen, mehr Fragen haben.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir wollen mehr als Journalismus, der nur ein kurzer “Ausflug in die Realität” ist. Wir finden es problematisch, dass einzelne Korrespondenten ganze Kontinente erklären sollen, das Budget für Auslandsberichte sinkt, während Weltgeschehen gleichzeitig immer vernetzter wird. Wir möchten, dass Medien vielfältigere Stimmen abbilden, wollen von den Rändern berichten, die keine sind, aber oft als solche behandelt werden - urbane Labors wie die Favelas, die die Zukunft von Megacities weltweit sind. Deswegen haben wir unsere Aufenthalte in Brasilien, die Arbeit in den Favelas in den letzten Jahren oft mit freiem Journalismus querfinanziert. Vielleicht wollt Ihr uns unterstützen, weil Ihr glaubt, dass Auslandsjournalismus wichtig bleibt. Weil Euch unsere bisherige Arbeit gefällt (siehe http://favelawatchblog.com und http://BuzzingCities.net), Ihr wissen wollt, was wir sonst noch auf Festplatten und in Notizbüchern verborgen haben und wie es in Brasilien nach der WM abseits der Stadien und der Strände weitergeht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Vor und während der WM haben wir aus der Favela berichtet - und möchten nach dem Ende der WM nochmal nach Brasilien reisen. Im Herbst stehen die Präsidentschaftswahlen an, die Vorbereitungen für Olympia laufen bereits. Mit Crowdfunding wollen wir unsere Flugtickets finanzieren. Außerdem brauchen wir Lizenzen für Schnitt- und Multimediasoftware, Webseite, Speicherplatz und Unterstützung bei Schnitt und Tonfinetuning der Dokumentation, die entstehen soll. Wir haben schon viel in das Projekt, in unsere Technik investiert - Ton ist aber immer noch ein Schwachpunkt von uns. Gerade in den Favelas, wo immer Musik wummert, Kinder schreien, und viele Menschen auf engem Raum miteinanderleben, ist ein guter Ton wichtig. Damit unsere Videos in Zukunft ohne Hintergrundgeräusche auskommen, würden wir gerne eine Funkstrecke kaufen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Julia Jaroschewski kennt die Favelas noch aus den 90er Jahren, weil sie in Brasilien zur Schule gegangen ist. Sie hat immer wieder in Brasilien, aber auch anderen portugiesischsprachigen Ländern wie Portugal und Mosambik gelebt. Nach dem Studium in Berlin und Portugal hat sie multimedial gearbeitet – etwa für die WELT, Spiegel Online, Deutsche Welle oder N24. Mehr: http://jj-reports.com/ oder @_jaroschewski

Sonja Peteranderl berichtet als freie Auslandsreporterin für Medien wie Spiegel Online, das Impulse Magazin oder die Wochenzeitung der Freitag. Als Stipendiatin der Otto-Brenner-Stiftung recherchiert sie zum Themenfeld Kriminalität und Internet. Mehr: http://glocalreporting.com oder @glocalreporting

Sehen könnt Ihr uns aktuell bei ZAPP, dem Medienmagazin des NDR: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Favelas-Zur-WM-der-Blog-mit-anderem-Blick-,zapp7680.html
Live aus der Favela: http://favelawatchblog.com
Twitter: @buzzingcities

Impressum
Sonja Peteranderl
10437 Berlin Deutschland

http://favelawatchblog.com/impressum/

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