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Mach Dir ein Bild -Neue Bilder von Afrika
100 Kinder mit Kameras. 15000 neue Bilder aus Ruanda. Die Herner Fotografin Marie Köhler tritt an, um das westlich geprägte Bild Ruandas zu verändern.
 Kinder in Ruanda erhalten die Möglichkeit, das Land, in dem sie leben so zu zeigen, wie es ist: nicht als Krisengebiet, nicht als von Armut und Unglück gezeichnet. 
Sie machen den Alltag sichtbar, wie er tatsächlich ist: fröhlich, anstrengend, ergiebig. Geprägt von Gemeinschaft und Zusammenhalt, den Blick fest nach vorn gewandt.

15.111 €
15.000 € Fundingziel
107
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
23.07.14, 16:22 Marie Köhler
Nach einem Herzschlagfinale haben wird es geschafft: die Unterstützerkampagne bei Startnext ist Sonntagnacht um 24:00 Uhr erfolgreich zuende gegangen. Wir haben nun unglaubliche 15.111,00 € zur Verfügung, um ‚Mach dir ein Bild‘ in Ruanda fortzuführen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützern, bei allen, die mit uns an das Projekt geglaubt und es so großzügig gefördert haben. Nun können wir weiterdenken und weitermachen. In den kommenden Wochen werden wir mit unseren Partnern in Ruanda alle notwendigen Schritte in de Wege leiten, damit jeder Euro, jede Unterstützung exakt dem Zwecke zu Gute kommt, für den er vorgesehen ist. Danke! Die einhundert Kinder der Root Foundation und die Kinder der Twa, dem Pygmäenstamm aus Ruhengenie, können nun selbstbestimmt an einer Zukunftsperspektive arbeiten. Und wir werden reich belohnt dafür; wir erhalten die einzigartige Möglichkeit, ihnen dabei zuzuschauen. Auf diese Weise bekommen wir einen Einblick in die afrikanische Kultur Ruandas. Ein Einblick, der uns sonst verwehrt bliebe und von dem wir nun profitieren können. Indem wir von Afrika lernen. Wer das Projekt über den Ablauf der Kampagne unterstützen möchte, kann hierzu gern unser Projektkonto nutzen. Vor sind dankbar für jegliche Form der Unterstützung. Mach Dir ein Bild Konto: 11031242 BLZ: 432 500 30 IBAN: DE39432500300011031242 BIC: WELADED1HRN Herner Sparkasse Mit hocherfreuten Grüßen aus Herne Marie Köhler
20.07.14, 11:50 Marie Köhler
Es wird wirklich sehr knapp. Es fehlen noch 2000 Euro und wir haben noch 12 Stunden Zeit. Wir bitten euch ein letztes Mal, dieses wunderbare Projekt zu unterstützen. „Es gibt so viel Großartiges in Rwanda zu entdecken, es gibt tolle Filmemacher, Musiker, Tänzer. Es gibt so viele Kinder mit unglaublich kreativem Potential. Ich wünsche mir, dass Rwanda das erkennt und seine Kinder fördert und ich wünsche mir, das die westliche Welt ihre Sicht auf Rwanda verändert und bereit ist, von den Menschen aus Rwanda zu lernen.“ Marie Köhler „Ein paar Euros noch und Ruanda macht weiter Fotos, die wir hier dann sehen können. Sehen sollten. Damit wir mal checken, wie's da unten ist. Schwierig, ja. Aber gut vor allem, die Menschen. Das Land. Die Art, mit dem, was man vorfindet, umzugehen und etwas damit zu unternehmen. Das geht da mehr als hier. Finde ich.“ Chris Wawrzyniak „Mach dir ein Bild“ ist ein solidarisches Projekt, aber in erster Linie aus dem Grund, dass es keine hierarchische Struktur hat und somit Menschen auf Augenhöhe begegnen kann. Es zu unterstützen heißt nicht, zu schenken. Es heißt, und hier ist vielleicht die Schnittstelle von Solidarität und Augenhöhe, zu kaufen. Liebe Leute, es ist fast geschafft. Bitte, kauft etwas Schönes aus der Liste rechts von hier und freut euch auf mehr.“ Jens Steinmann „Ich wünsche mir, das die Kinder mit ihrem unverstellten Blick mehr Menschen erreichen und den oftmals vorurteilsreichen Blick eines ganzen Kontinentes auflösen und wir von Afrika und Menschen lernen können und auch verstehen, dass dieser Kontinent mehr Vielfalt und Unterschiede hat, als es Farben auf dieser Welt.
“ Sabine Meyer-Sow „Mach dir ein Bild“ führt die Idee der Sozialen Plastik konsequent fort. Durch das eigene Festhalten an der Idee, dass Kunst auch gesellschaftlich etwas verändern kann, schafft Marie für andere eine Basis für Kreativität und Offenheit." Patrick Praschma
19.07.14, 22:27 Marie Köhler
In einer Diskussionsrunde mit dem „Mach Dir ein Bild“-Team entwickelte der Herner Jens Steinmann, der das Projekt seit langem begleitet, interessanten Gedanken, die er im weiteren Verlauf dieser Mail beschreibt. Herzlichst, Marie Köhler Es verbleibt noch ein Tag, an denen Sie das Projekt bei Startnext unterstützen können. Helfen Sie mit! Die Wichtigkeit, nicht helfen zu wollen Nichts könnte den global verbreiteten kulturellen Chauvinismus gegenüber einem ganzen Kontinent besser veranschaulichen als das obige Bild. Hier wird deutlich, dass wir, die wir uns als Menschen der westlichen Welt begreifen, in unbekümmert guter Absicht weite Teile Afrikas mit inhaltslosem Wohlstandsüberschuss überfluten und so wichtigen Raum für kulturelle Identität – im wahrsten Sinne des Wortes – verschenken. Es gibt sicher einige Möglichkeiten, „Mach dir ein Bild“ falsch zu verstehen. Es als soziales Projekt zu bezeichnen, vernachlässigt den künstlerischen Ansatz, und auch politische Perspektiven liegen nicht im Kern des Konzepts. Am Weitesten aber verfehlt man nach meiner Meinung die Intention des Projekts, indem man es mit dem Entwicklungshilfe-Stempel markiert. Warum ist es wichtig, nicht helfen zu wollen? Die intuitive Solidarität, könnte man entgegnen, fordere Großzügigkeit denen gegenüber, die weniger haben. Das hat natürlich seine Berechtigung, aber leer stehende Schulen und Krankenhäuser und in trockenen Brunnen versickerte Gelder haben gezeigt, dass der Preis dafür nicht die Abhängigkeit ganzer Völker sein darf. „Mach dir ein Bild“ ist ein solidarisches Projekt, aber in erster Linie aus dem Grund, dass es keine hierarchische Struktur hat und somit Menschen auf Augenhöhe begegnen kann. Es zu unterstützen heißt nicht, zu schenken. Es heißt, und hier ist vielleicht die Schnittstelle von Solidarität und Augenhöhe, zu kaufen. Liebe Leute, es ist fast geschafft. Bitte, kauft etwas Schönes aus der Liste rechts von hier und freut euch auf mehr. Mit den besten Grüßen Jens Steinmann
18.07.14, 16:15 Marie Köhler
Die deutsche und die ruandische UNESCO-Kommissionen haben entschieden. Für das Projekt „Mach dir ein Bild / Rwanda Image Update“, erhalten wir die Schirmherrschaft der UNESCO. Es verbleiben noch zwei Tage, an denen Sie das Projekt bei Startnext unterstützen können. Helfen Sie mit! Damit haben die UNESCO-Kommissionen befunden, dass die von „Mach dir ein Bild“ verfolgten Ziele in besonderer Weise im Dienste ihrer eigenen Ideale stehen. So werden in der Verfassung der UNESCO die Wichtigkeit von gleichen Bildungsmöglichkeiten für alle sowie die Notwendigkeit von internationaler Zusammenarbeit und interkultureller Verständigung betont. Für „Mach dir ein Bild“ bedeutet diese Unterstützung zunächst einmal ein großes Kompliment; außerdem sind wir gespannt auf einen regen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven. Die UNESCO unterstützt uns Ideell. Das ist großartig. So bitten wir euch noch mal bei unserer Kampagne vorbeizuschauen. Es fehlt nicht mehr viel. Gemeinsam schaffen wir das. Beste Grüße Marie Köhler
16.07.14, 19:03 Marie Köhler
Eine wichtige Frage: wofür genau wird eigentlich noch Geld benötigt, wenn Marie Köhler schon wieder zurück in Deutschland ist? Ist das Projekt schon vorbei? Im Grunde beginnt nun die wichtigste Phase des Projektes: die Verstetigung. Genau hier liegt der große Unterschied in der Idee, der 'Mach Dir ein Bild' so besonders macht. Die geschaffenen Strukturen sollen erhalten bleiben, der Workshop eigenverantwortlich weitergehen, die Perspektive für die Kinder in Ruanda auf Dauer angelegt werden. Und nicht nur für den Moment. Marie Köhler beschreibt im Verlaufe dieser Mail sehr anschaulich, wie die Mittel verwendet werden sollen und auch, wo wie sie nicht verwendet werden: für Personalkosten und Honorare der Macher. Das gesamte Projekt ist von Beginn an Ehrenamtlich und mit hohem persönlichen Einsatz realisiert worden. Es verbleiben noch vier Tage, an denen Sie das Projekt bei Startnext unterstützen können. Helfen Sie mit, ermöglichen sie die Verstetigung von 'Mach Dir ein Bild' in Ruanda! Marie Köhler: Wofür brauchen wir eigentlich 15.000 Euro? Wir befinden uns jetzt in der dritten und somit letzten Projektphase. In der ersten Projektphase im Dezember 2013 unternahm ich eine Recherche- reise nach Ruanda, um vor Ort zu schauen, wie und mit wem ich das Projekt realisieren könnte. Die Kosten für Flug und Unterbringung übernahm damals das Goethe Institut in Ruanda. Für Vorbereitung und Durchführung des Projektes habe ich bis heute unentgeltlich gearbeitet, und so wird es bis zum Ende des Projektes auch weitergehen. In der zweiten Projektphase, der Durchführung in Ruanda, erhielt ich für Filmentwicklung und Transporte eine kleine Unterstützung vom Goethe-Institut in Rwanda und eine kleine Unterstützung von der Jumelage Rheinland-Pfalz/Ruanda. Auch in dieser Zeit arbeitete ich unentgeltlich. Meine Wohnung in Deutschland vermietete ich für diese Zeit unter. Jetzt, in der dritten Projektphase, unterstützt das Auswärtige Amt zu einem Teil die Projektverstetigung. Anteilig können wir somit die Ausstellungsproduktion, die Erstellung eines Bildbandes und die Filmdokumentation bezahlen. Alle Menschen die bei diesen Projekten mitarbeiten, also unsere Grafikerin, das Filmteam, Praktikanten, Assistenten und andere Helfer, arbeiten ehrenamtlich. Das Projekt soll in Ruanda verstetigt werden, da „Mach dir ein Bild“ auf die Nachhaltigkeit von künstlerischer Bildung zielt. Die Organisationen „Root Foundation“ aus Kigali und „Soeur Floride“ aus Musanze, die karitative Hilfe vor Ort leisten, arbeiten ebenfalls ehrenamtlich und können die Weiterführung des Projekts bis Oktober diesen Jahres aus eigenen Mitteln gewährleisten. Um das Projektbüro für „Mach dir ein Bild“ in der Root Foundation in Kigali einzurichten, für Filmentwicklung, Transporte und Equipment, sowie für ein längerfristiges Angebot an Fotoworkshops für Kinder, brauchen wir jedoch noch dringend finanzielle Unterstützung. Konkret fehlen uns folgende Beträge: Bildband: 4000 Euro Dokumentation: 5000 Euro Ausstellung in Rwanda: 3000 Euro Verstetigung des Projektes in Rwanda: 3000 Euro Dieses Geld deckt nur die Produktionskosten. Alle Mitarbeiter und Helfer von „Mach dir ein Bild“ arbeiten weiter unentgeltlich. Und das machen wir auch weiterhin gern. Obwohl es viel Energie kostet, sind wir mit Herzblut dabei. Aber wir brauchen dazu eure Hilfe. Ohne Geld geht es einfach nicht. Vielen Dank für Eure Unterstützung Marie Köhler
12.07.14, 12:01 Marie Köhler
Heide Prange war vier Wochen in Rwanda vor Ort und unterstütze mit allen Kräften das Projekt „Mach dir ein Bild“ Unterstützt uns jetzt bei StartNext! Liebe Freunde, liebe Kunstinteressierte, liebe Weltverbesserer, Die Idee hinter dem Projekt Mach dir ein Bild ist von meiner sehr guten Freundin und Kollegin Marie Köhler, die sich mit diesem Projekt einen lang gehegten Traum erfüllt: ein Fotoworkshop mit Kindern in Afrika, die mit einer eigenen analogen Kamera ihre Welt, ihr Afrika fotografieren, für sich selbst, für uns. Bilder unmittelbar aus Afrika, nicht über Organisationen, die für eigene Zwecke fotografieren, keine Dritte-Welt-Kampagnen-Fotos, keine Safari-Urlaubsfotos. Mach dir ein Bild - Make a photo yourself Es sind Bilder aus Kindersicht, neugierig und aufgeregt über die neue Möglichkeit mit der Kamera in der Hand zu fotografieren, ihre unmittelbare Umgebung, ihre Familien, ihre Freunde, ihr Leben. Alle Kinder haben fast ausschließlich zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kamera in der Hand. Nach einem erfolgreichen Auftakt von Mach dir ein Bild im Operndorf von Christoph Schlingensief in Burkina Faso im vergangenen Jahr, ist das Projekt in diesem Jahr nach Ruanda gezogen. Ich bin seit zwei Wochen im Land, um das großartige Projekt meiner Freundin hier vor Ort zu unterstützen. Mach dir ein Bild in Ruanda Unser Bild von Ruanda, diesem kleinen dichtbevölkerten Binnenstaat in Ostafrika, mit Landesgrenzen zu Uganda, dem Kongo, Burundi und Tansania, mit nur knapp 11 Millionen Einwohnern, ist auch heute noch geprägt durch die schrecklichen Bilder des Genozids, der nun genau 20 Jahre zurück liegt. Der ethnische Konflikt der beiden Volksgruppen Hutu und Tutsi gipfelte 1994 im Völkermord der Hutu-Mehrheit an der Tutsi-Minderheit, bei dem zwischen April und Juli in annähernd 100 Tagen etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi durch Angehörige der Hutu und insgesamt knapp 1 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Aktuelle Bilder vom Leben in Ruanda findet man kaum. Ruanda ist gemäß des Human Developement Index der Vereinten Nationen auf Platz 167 von 186 aufgeführt, zählt damit zu den Ländern mit „niedriger menschlicher Entwicklung“ und gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. 50% der Landbevölkerung unter 18 Jahre Der ruandische Bevölkerungsanteil der unter-14-Jährigen beträgt knapp 42%, über 50 Prozent der Landbevölkerung sind unter 18 Jahre. Es ist die neue Generation Ruandas, über die wir nichts wissen, die Generation, die noch immer die Lasten von vor 20 Jahren zu tragen hat, die Generation, die den Genozid noch immer nicht vergessen kann, aber die mit neuen Perspektiven und einer eigenen kritischen Nachbereitung der Vergangenheit nach vorne zu schauen versucht. Ich selbst hatte vor der Abreise auch nur eine wage Vorstellung von Land Ruanda. Die Arbeit die Marie und das gesamte Team von Mach dir ein Bild in dem halben Jahr Vorbereitung geleistet hat und hier in Ruanda leistet ist erst richtig zu spüren, wenn man hier vor Ort mitarbeitet, einen Workshop in der abgelegenen Nordprovinz realisiert, die Nächte durcharbeitet, für die am Tag drauf folgende Präsentation, bei der alle Kinder ihre gemachten Bilder der Woche Workshop zum ersten Mal sehen. Die Präsentation, die in einem einfachen Klassenzimmer unter einfachsten Bedingungen stattfindet, zu der sich die Kinder mit ihren Familien und Freunden mit oft langen Fußmärschen auf den Weg gemacht haben, bei der die Kinder so sehr aufgeregt sind, dass es sie kaum noch auf den Stühlen hält. Diese Stimmung und Spannung im Klassenzimmer miterleben zu dürfen ist ein solches Erlebnis, ein solches Glücksgefühl, unbezahlbar und unvergesslich. In nur einem Moment spürt man das, was das Projekt ausmacht, die starke Kraft des Projektes, all die Energie und Liebe, die Marie in dieses Projekt gesteckt hat und wie wertvoll diese Arbeit mit den Kindern ist. Sie bringt nicht nur den Kindern eine neue Sichtweise auf ihre Welt, eine neue Möglichkeit sich auszudrücken, zu verständigen und zu reflektieren, sondern auch uns und das vielleicht auch mehr. Um das zu spüren reicht ein Moment aus, bei dem sich ein kleiner Pygmäen Junge zum ersten Mal in seinem Leben auf einem Foto sieht und erkennt und das, was es mit ihm macht. Startnext - Kampagne Involviert bin ich in das Projekt von Beginn an, viel Zeit in Vor- und Nachbereitungen habe ich schon für die Workshop-Monaten in Burkina Faso im letzten Jahr investiert, richtig erleben darf ich Mach dir ein Bild gerade zum ersten Mal. Dieses Projekt ist nicht alleine zu realisieren. Zu Anfang habe ich geholfen, um meiner Freundin zu helfen, weil ich von Anfang an an ihr Projekt geglaubt habe, jetzt bitte ich euch, uns und den Kindern hier zu helfen das Projekt hier in Ruanda zu verstetigen, die Kindern und alle Beteiligten Künstler, Lehrer und Helfer hier vor Ort zu unterstützen das Projekt und die künstlerische Arbeit mit der Fotografie fortzuführen. Ausstellungen hier vor Ort und in Kooperation in Deutschland zu finanzieren und zudem ein Bildband einer Auswahl aller entstandenen Bilder zu ermöglichen, die uns allen eine neue Sicht auf Afrika, auf Ruanda ermöglicht, die es so bisher noch nicht gegeben hat. Liebe Freunde, unterstützt mit uns Mach dir ein Bild, dass diese wunderbare Arbeit mit den Kindern in Ruanda fortgeführt werden kann! www.startnext.de/machdireinbild Weitere Infos zum Projekt: www.machdireinbild.com www.facebook.com/machdireinbild Vielen Dank oder murakoze, wie man hier in Ruanda sagt. Ganz liebe Grüße aus Kigali, Heide Prange
09.07.14, 11:44 Marie Köhler
Liebe Freunde, liebe „Mach dir ein Bild“-Wegbegleiter, ich bin wieder zurück in Deutschland und wir brauchen jetzt dringend eure Hilfe. Viel Arbeit liegt hinter mir und all den Helfern von „Mach dir ein Bild“. Wir schaffen den Rest des Weges nicht ohne euch! Die Zeit in Rwanda war großartig, überwältigend, traurig, spannend und wunderschön. Es fällt mir sehr schwer mal eben kurz zu beschreiben, was ich in den letzten drei Monaten erlebt habe. Von Afrika lernen war mein eigenes Ziel. Mit zurück nach Deutschland habe ich einen Rucksack voll Erfahrungen gebracht, die es mir ermöglichen, das Land Rwanda und seine Bewohner nun besser zu kennen. Ich möchte euch nun von Herzen daran teilhaben lassen. Vor 20 Jahren erlebte Rwanda den schrecklichen Genozid. Sehr viel hat sich seither verändert, sehr viel wurde aufgearbeitet, Rwanda ist eines der sich am schnellsten entwickelnden Ländern Afrikas. Ziel des Projektes von „Mach dir ein Bild“ war es, neue Bilder zu schaffen, die die Sicht auf Rwanda verändern. Dies stellte für mich in den gesamten drei Monaten eine große Herausforderung dar. Wie lernt man ein Land kennen, das durch sein Erlebtes sehr in sich gekehrt ist, wie schafft man einen Zugang zu den Menschen, die alle ihre eigenen schrecklichen Geschichten mit sich tragen? Wie wird man Teil einer Gesellschaft die nicht vergessen kann und will? Wir lernt man eine Kultur kennen, die der Eigenen so fremd ist? In den ersten Tagen nach meiner Ankunft schaute ich mir das Land an und war fasziniert von seiner unglaublichen Schönheit. Grüne Hügel, Wälder und Seen. Menschen die emsig daran arbeiten, ihr eigenes Land zu gestalten, um nach Außen mit aller Kraft zu zeigen, wie sich dieses Land so wunderbar entwickelt hat. Geprägt hat mich die Schönheit des Landes, aber auch die allgegenwärtige Paranoia die in den Köpfen der Rwanda festsitzt. In vielen Gesprächen mit Künstlern kristallisierte sich der dringende Wunsch heraus, mittels der Kunst frei denken und handeln zu dürfen. Doch einzig und allein das große Thema der Aufarbeitung des Genozids und der Vergebung der beiden Volksgruppen Hutu und Tutsi erlangen Aufmerksamkeit außerhalb des Landes. Programme und Projekte zur Versöhnung untereinander liegen hoch im Kurs. Diese Themen werden aber oft von Außen an die Rwanda herangetragen. Viele westliche Religionsgruppen haben sich nach 1994 in Rwanda niedergelassen, um genau diese Thematik immer wieder aufs Neue zu fokussieren. Der dringende Wunsch der Rwanda ist meiner Meinung nach, nicht immer auf den Genozid und auf das 'Danach' reduziert zu werden. Sich zu versöhnen ist wahrscheinlich ein guter Weg, doch niemand kann meiner Meinung nach einen Menschen dazu zwingen, zu verzeihen. Und wenn ein Mensch nicht verzeihen kann, macht es diesen nicht zu einem schlechten Menschen. Der Rwanda ist nicht nur ein Opfer oder ein Täter, der Rwanda ist ein Mensch mit all den Bedürfnissen, Wünschen, Hoffnungen und Träumen, die wir alle haben. Ich habe großartige Menschen kennenlernen dürfen, ich habe von 120 Kindern über 30.000 neue Bilder geschenkt bekommen, ich habe persönlichen Geschichten und Schicksalen lauschen dürfen, habe mit den Menschen gemeinsam getanzt, gelacht, geweint und habe miterleben dürfen, wie Kreativität durch Gemeinsamkeiten, durch Vertrauen und freies Denken, alles zum Leuchten bringen kann. Doch auch jetzt beim Schreiben fällt es mir schwer, euch mein Bild über Rwanda näher zu bringen. Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie es den Menschen in Rwanda wirklich geht und was sie sich wünschen. Die Sicht auf Rwanda hat sich in den meisten Köpfen seit 20 Jahre nicht verändert. Aus Ruanda kommt kaum einer aus eigener Kraft raus. An einer Hand kann man Künstler abzählen, die es mit ihren künstlerischen Arbeit raus aus Ruanda geschafft haben. Kinder hier denken in Rwanda ist immer noch Krieg und Kinder in Rwanda denken immer noch, dass wir die weißen Götter sind. Wie also ein Bild verändern, das so festgefahren ist? Wie ein Bild verändern, wenn man das Gefühl hat, das kaum jemand aus der westlichen Welt Interesse daran hat? Ruanda ist der Sündenbock für alles was in Ost-Afrika schief läuft, Rwanda kommt von seinem Image nicht los und an uns heftet das Image des Weißen Gottes. Wer und was muss sich also verändern, damit wir unser Bild verändern, damit wir gemeinsam etwas schaffen können, damit wir von einander lernen können, ohne an den Stereotypen heften zu bleiben? Und genau diese Thematik hat mich in den letzten drei Monaten an den Rand der Verzweiflung gebracht. Solange westliche Menschen nach Rwanda reisen, in Safari-Autos durch die Dörfer fahren und Haribos und Reis verteilen, wenn weiße Menschen nicht aufhören, Gott zu spielen, werden die nächsten rwandischen Generationen ihren Kindern weiter erzählen, dass man versuchen muss, den weißen Menschen so oft wie möglich anzufassen, um selbst weiß zu werden. Wenn wir nicht aufhören, immer gut sein zu wollen, immer helfen zu wollen, immer besser sein zu wollen, wird sich aus meiner Sicht nichts verändern. Muzungu (Sprache: Suaheli, bezeichnug einer weißen Person) The God of Africa is the white Man, because he changed everything. Her changed our Religion, changed our live, changed our food, he build schools, so we always try to make this God happy. But this God don’t like us, because we can not make it right for him. I can promise you, that before the Muzungu came, we had our own God, we had our own way of Live. Now we don’t now how we have to be, to make it right. (K.Castello, Rwanda 2014) Es gibt so viel Großartiges in Rwanda zu entdecken, es gibt tolle Filmemacher, Musiker, Tänzer. Es gibt so viele Kinder mit unglaublich kreativem Potential. Ich wünsche mir, dass Rwanda das erkennt und seine Kinder fördert und ich wünsche mir, das die westliche Welt ihre Sicht auf Rwanda verändert und bereit ist, von den Menschen aus Rwanda zu lernen. Ich denke, dass wir in der westlichen Welt mit unserer Kreativität langsam an unsere Grenzen kommen. Künstler hier erlebe ich oft haltlos, überfordert, ruhelos, überreizt, muselos, leer. Ich wünsche mir einen Raum, in dem wir uns gemeinsam begegnen, in dem es wieder eine Muse gibt, in dem alle frei denken, frei handeln und frei leben können, um von einander zu lernen. Wie können wir sonst der Frage nach unserer eigenen Identität näher kommen? Immer höre ich „Die Afrikaner können doch nicht ohne uns“, können wir denn ohne die Afrikaner? Gemeinsam mit den Rwanda möchten wir jetzt einen Bildband mit den Bildern der Kinder aus Rwanda gestalten, wir möchten eine Ausstellung in Rwanda machen, die dann auch in Deutschland gezeigt werden soll, wir möchten diesen Prozess dokumentieren, um euch an all dem teilhaben lassen zu können. Die Rwanda versuchen jetzt aus eigener Kraft das Projekt zu verstetigen. Das überwältigt mich und doch weiß ich, dass dies nur für einige Wochen möglich ist. Wir wollen aber alle mehr. Wir wollen, dass die Kinder mit der Fotografie groß werden. Wir wollen nicht nur heute daran teilnehmen, sondern auch noch in fünf Jahren. Wir haben alle sehr viel Energie in dieses Projekt investiert, haben viel Energie zurückbekommen, aber das Geld um weiterzumachen können wir nicht aus eigener Kraft aufbringen. Wir bekommen so viel gute Resonanz. Das tut gut. Um wirklich weiter machen zu können, brauchen wir jedoch dringend eure Hilfe. Unterstützt uns jetzt bei StartNext! Ich danke euch für eure Hilfe. Zurück in Deutschland Marie Köhler
12.06.14, 15:39 Marie Köhler
Genau jetzt geht es los: Die Finanzierungsphase läuft an. Ab sofort könnt ihr euch auf der Startnext-Projektseite sehr feine Dankeschöns aussuchen. www.startnext.de/machdireinbild Macht mit, unterstützt uns! Informiert Freunde, Verwandte und alle Interessierten, die mit uns gemeinsam von Afrika lernen wollen. 100 Kinder mit Kameras, 15.000 neue Bilder von Ruanda! Teilt die Kampagne bei Facebook, berichtet in Euren Blogs, erzählt es weiter. Dann kann das so wichtige Projekt wachsen. Murakoze Cane! -so sagt man in Ruanda: Danke! Marie Köhler aus Kigali und ihr Team
09.06.14, 23:20 Marie Köhler
Die größte Tageszeitung Ruandas berichtete in Ihrer Ausgabe vom 06.Juni 2014 über das Projekt. Ein sehr schönes Zitat von Peninnah ist dort zu lesen: “I used to think cameras were just mirrors but after I held one and used it, I couldn’t believe how something so nice existed. I am so happy to take pictures and I will narrate my life through photography" Der Artikel ist online derzeit nicht mehr verfügbar. Ein pdf des Artikels finden Sie hier: http://bit.ly/TIYhAu
09.06.14, 23:15 Marie Köhler
Die beiden Filmemacher Patrick Praschma und Chris Wawrzyniak waren in Kigali und haben den Workshop mit der Kamera begleitet. In knapp fünf Minuten wird so ein guter Eindruck davon vermittelt, wie sich die Arbeit mit den Kindern anfühlt und worum es geht. Im Oktober soll eine 45 minütige Dokumentation erscheinen. Unterstützen Sie uns dabei, die Dokumentation als Teil des Gesamtprojektes zu realisieren.