<% user.display_name %>
Die Lust zu malen ruht in jedem Menschen. Erziehung jedoch versucht zumeist, dieses natürliche Bedürfnis zur Kunst hinzuleiten. Wird dies vermieden, kann sich eine vollkommen andere Äußerung entfalten: Arno Stern spricht von der Spur. Sie ist für keinen Empfänger bestimmt und resultiert aus dem ur-eigenen Bedürfnis, sich auszudrücken. Entsteht die Spur unbeeinflusst von äußeren Faktoren, wird sich der Mensch des Potentials seiner Fähigkeiten und der Unabhängigkeit vom Urteil anderer bewusst.
6.740 €
6.500 € Fundingziel
56
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Ein Malort für Jena und Umgebung
 Ein Malort für Jena und Umgebung
 Ein Malort für Jena und Umgebung
 Ein Malort für Jena und Umgebung

Projekt

Finanzierungszeitraum 11.11.17 08:38 Uhr - 23.12.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Januar - März + Oktober 2018
Fundingziel 6.500 €

Gründung Malort Großschwabhausen

Kategorie Bildung
Stadt Jena
Worum geht es in dem Projekt?

• Personen jeden Alters einen von jeglicher Beeinflussung geschützten Raum für das Malspiel nach Arno Stern zu geben,
• das natürliche Spielbedürfnis zu wecken und keine Kunst im üblichen Sinn zu verfertigen - man spielt für sich und nicht für andere,
• durch das Malspiel eine Übereinstimmung mit sich selbst und seinem Tun zu finden, bis dies mit der Zeit selbstverständlich ist,
• die wohltuende Wirkung des Eigenen bewusst machen,
• in regelmäßigen Informationsveranstaltungen und wöchentlichen Sprechstunden über die spontane Veranlagung des Kindes und die Möglichkeiten einer Nachentfaltung des Erwachsenen zu informieren.

Der Raum
Der Malort ist ein von der Außenwelt geschützter Raum, hat eine spezielle, dem Tageslicht nachempfundene Beleuchtung, ist ungefähr 4 mal 5 Meter groß und ca. 3 Meter hoch.

Die Farben
Der Palettentisch steht in der Mitte des Raumes, enthält 18 wundervoll leuchtende, sehr hochwertige Farben mit 3 speziellen Fehaarpinseln pro Farbnapf, ist 2 Meter lang und 70 cm hoch.

Das Spiel
Das Malspiel dauert 90 Minuten, findet in altersgemischten Gruppen ab 3 bis x Jahren statt, sollte regelmäßig 1x in der Woche besucht werden und ist frei von Vorgaben, hat einfache klare Regeln und ermöglicht eine freie Entfaltung ohne Bewertung.
Gemalt wird, was man möchte, an den Wänden und im Stehen, nach Bedarf auf einem Hocker oder einer Leiter.

Die Zeit
Malstunden gibt es sowohl in der Woche als auch an den Wochenenden, damit Berufstätige diesem Spiel ebenso nachgehen können. Ausgenommen sind die Schulferien.
Eine Anmeldung für mindestens ein Jahr ist notwendig, weil nur über einen längeren Zeitraum alle die Formulation störenden, beigebrachten und fremden Bildgegenstände sowie Hemmungen überwunden werden können.

Zu sich selbst finden
Hier entsteht eine Spur. Sie ist eine spontane (sponte=selbst) Äußerung und geschieht aus einem tiefen Bedürfnis, auch das auszudrücken, was sich dem Verstand und den Worten entzieht. Es spielt nur die eigene Empfindung und der Augenblick eine Rolle.
Die unbewusste, vorgeburtliche organische Erinnerung, die jeder in sich trägt, kann so in einer bildlichen Sprache grenzenlos geäußert werden. Kinder erleben dabei andere Spuren als große Malspielende - und auch Spätbeginnende finden zu ihrer je eigenen natürlichen Äußerung, wenn sie regelmäßig in den Malort kommen.
Dies alles ermöglicht das Malspiel. Es ist ein sonst nirgends zu erlebendes, dabei aber völlig natürliches Geschehen und erfüllt jeden mit einer tiefen Zufriedenheit.

Closlieu - der verborgene Ort
Das Malspiel dient dem Prozess, nicht aber einem Werk oder Ergebnis. Deshalb verbleiben die bemalten Blätter im Malort. Es wird nicht über sie gesprochen, sie werden nicht bewertet, interpretiert oder gedeutet.
Die hier erlebte Spur bleibt für immer an diesem geschützten Ort und kann auf Wunsch von den Malspielenden eingesehen werden.
Auch werden keine Informationen über die Malspielenden nach außen gegeben. Der Dienende im Malspiel ist sich seiner Verantwortung bewusst und übt absolute Diskretion.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

• Schüler und Schülerinnen, die einen Ort außerhalb von Bewertung und Vorgabe suchen,
• Frauen und Männer, die einen Ort brauchen, um im Alltag regelmäßig Kraft im Spiel zu schöpfen,
• Menschen, die gemeinsam mit anderen ihre eigene Spur, ihr individuelles Malspiel erleben wollen,
• Kinder ab 3 Jahren, die mit der Selbstverständlichkeit aufwachsen sollen, dass das, was sie tun, nur ihnen gehört, jenseits von Richtig und Falsch, die sich auf diese Weise selbst erfahren – dies jedoch über sich selbst und nicht über andere,
• Kinder und Erwachsene von 3 bis 100 Jahren oder älter, die ihrer eigenen Spur folgen wollen.

Die Malenden haben hier ihren eigenen Spielraum. Sie erleben das so wichtige Bei-sich-Sein innerhalb einer Gemeinschaft unterschiedlichster Menschen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Es geht darum, etwas zu retten, was gefährdet ist: die spontane Veranlagung, der Ausdruck dessen, was sonst unsagbar wäre, jedoch geäußert werden will, unbeeinflusst von Beobachtung und Belehrung, Interpretation und Bewertung.

Wer einmal erfahren hat, dass es die natürliche Spur - die Formulation - beim Kind und beim Erwachsenen gibt, wird fortan mit Ehrfurcht jegliche bildliche Äußerung geschehen lassen und auch außerhalb des Malortes zunehmend von Interpretation, Bewertung und Beurteilung absehen.

Ein Mensch, der regelmäßig einen solchen von der Welt abgeschlossenen Raum betreten darf, steht mit dieser Erfahrung von Freiheit auch stabiler in seiner äußeren Lebenswelt.

Ein jeder sollte daher die Möglichkeit eines Malortbesuchs bekommen, regelmäßig – 90 Minuten pro Woche – und überall.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Eure Unterstützung wird in der 1. Phase zu 100% in die Einrichtung des Malortes fließen:

Ein Malspiel benötigt das “Instrument“, den Palettentisch, mit seinen 18 Farben sowie den je 3 Fehaarpinseln pro Farbe. Hinzu kommen Schemel, Leitern usw., um allen Malspielenden immer ein bequemes Spiel auf dem Papier zu gewährleisten und den Malfluss nicht zu unterbrechen. Die vier schützenden, raumhohen Wände sind aufgebaut aus einer Trägerkonstruktion, die belegt ist mit Weichfaserplatten, an denen die Papierbögen von 50 x 70 cm befestigt werden. Die gleichmäßige und neutrale Beleuchtung ermöglicht ein schattenfreies Malspiel an jeder Stelle des Raumes. Hinzu kommen ein Regal für Mischfarben mit Papierablage, Mappen für die Aufbewahrung und Archivierung der Blätter sowie diverse Kleinmaterialien.

Im ehemaligen Kuhstall, der vor Jahren bereits als Werkstatt diente und wo nun der Malort eingebaut werden soll, fehlt noch ein richtiger Fußboden, die Garderobe sowie eine Toilette. Die vorhandene Heizung muss an den Einbau des Malortes angepasst werden.

Phase 2

Neben eigenen Vorträgen und wöchentlichen Sprechstunden zum Malspiel soll Arno Stern selbst zu Wort kommen; dafür wurde er von uns nach Jena zum öffentlichen Vortrag eingeladen. Freie Termine dafür gibt es noch für Oktober bzw. November 2018; eine Zusage müssen wir bis Ende 2017 geben.
Durch Eure Unterstützung soll ein Grundstock für Honorar, Spesen und Saalmiete angelegt werden. Was darüber hinaus und von den Eintrittsgeldern übrig bleibt, wird in den Malort Jena investiert. Dafür muss ein Raum dauerhaft angemietet und als Malort eingerichtet werden. Wiederum ist hier die Grundausstattung zu bezahlen sowie die Monatsmiete für ca. ein halbes Jahr im Voraus zu sichern.
Nach dieser Startphase wird sich der Malort dann auch in Jena über die laufenden Kursgebühren selbst tragen können.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen:

• Stephan Wengler, Malspiel-Dienender
• Christine Werner, Malspiel-Dienende
• Sarah Lemke, Projektbegleitung

Stephan Wengler ist Initiator für die Gründung unseres ersten Malorts. Tätigkeiten als Steinmetz, Restaurator, Kunsthistoriker, Bildhauer sowie als Kunstlehrer gingen diesem Schritt voraus.
Erst die Kenntnis des Lebenswerks von Arno Stern ermöglichte es ihm, sich grundsätzliche Fragen zu Kunst und menschlichem Ausdruck zu beantworten, die im Zusammenhang mit all den vorangegangenen Tätigkeiten immer wieder aufkamen. Insbesondere die Erfahrungen aus fünf Jahren als Lehrer an einer Schule erfordern nun dringende Konsequenzen für das eigene Handeln.
Statt zu bewerten, zu beurteilen und zu interpretieren steht nun die Wiedererweckung des Spontanen im Mittelpunkt: das Dienen im Malspiel.

Christine Werner ist als Kunstlehrerin tätig und fördert soweit wie möglich an ihrer Schule die Formulation nach Arno Stern. Zusammen mit Christine soll noch 2018 in Jena der Malort Nr. 2 eröffnet werden.

Christine und Stephan haben sich 2016 bzw. 2017 bei Arno Stern in Paris zu Malspiel-Dienenden ausbilden lassen.

Sarah Lemke ist systemische Beraterin mit Schwerpunkt ganzheitliche Körperarbeit, Malerin sowie Bühnen- und Kostümbildnerin.

Weitere Informationen zum Malspiel:
www.arnostern.com

oder bei uns:
Tel. +49 170 96 56 068
[email protected]
demnächst auch: www.malspiel-jena.de

Website & Social Media
Impressum
Stephan Wengler
Am Anger 4b
99441 Großschwabhausen Deutschland

v.i.S.d.P.: Stephan Wengler
Steuernummer: 162/563/09371
Telefon: +49 170 965 60 68

Weitere Projekte entdecken

Miss Allies Online-Konzerte
Musik
DE
Miss Allies Online-Konzerte
Ich möchte gern ein Studio einrichten, aus dem ich für euch Online-Live-Konzerte geben kann während der Corona-Zeit.
16.599 € (302%) 38 Tage
SAVE THE DUCK! - Sisyphos Berlin
Event
DE
SAVE THE DUCK! - Sisyphos Berlin
Gib dem schlechten Film ein Happy Ent: Hilf mit, das Sisyphos zu erhalten, damit wir bald wieder zusammen tanzen können!
28.607 € (119%) 23 Tage