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Projekte / Community
Deutschland, deine Hebammen sterben aus!
Wir wollen, dass Geburtshilfe in Deutschland menschlicher wird und Frauen eine gute Betreuung bekommen, die ihnen eine sicherere Geburt ermöglichen. Wir glauben, dass dies ohne Hebammen nicht machbar ist. Deswegen kämpfen wir dafür, den Hebammenberuf zu sichern, indem wir Bewegung und frischen Wind in die politischen Prozesse bringen.
Berlin
3.150 €
3.000 € Fundingziel
66
Fans
80
Unterstützer
Projekt erfolgreich
25.12.16, 09:59 Peter Wolf
Meine erste Schwangerschaft ist gerade seit knapp fünf Monaten vorbei. Das ist noch keine lange Zeit, und trotzdem kann ich mich an viele Details gar nicht mehr genau erinnern. Wann habe ich den Wurm das erste Mal gespürt? In welchen Phasen war ich besonders müde? Kann ich heute nicht mehr sagen. Was ich aber noch ganz genau weiß, ist wie ich meine beiden Hebammen kennengelernt habe (wir wurden die ganze Schwangerschaft hindurch von zwei Hebammen im Wechsel betreut, zusätzlich zu den Ultraschallterminen beim Frauenarzt). Ich meine nicht den ersten Moment, die Begrüßung beim ersten Termin. Sondern wie ich von Mal zu Mal das Gefühl hatte, sie besser zu kennen. Oder nein, falsch: ich hatte das Gefühl, dass sie mich immer besser kennen. Mich und das Baby, denn das Tasten und Horchen am Bauch war jedes Mal wie eine Kontaktaufnahme. Niemandem haben wir den Namen des ungeborenen Kindes verraten – außer unseren Hebammen. Denn sie gehörten mit mir, meinem Mann und dem Kind zu einer Art „inner circle“, es fühlte sich an wie ein kleiner vertrauter Kreis, zu dem sonst niemand Zugang hat. Mein Mann war anfangs überrascht, wie schnell ich mich den Hebammen gegenüber öffnete, über jede Gefühlsregung sprach und jedes noch so private Zipperlein auspackte. Aber ich hatte nie das Gefühl dass es unpassend gewesen wäre, ich habe meinen Hebammen einfach völlig vertraut. Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor in so kurzer Zeit ein so starkes Vertrauen in eine Person aufgebaut zu haben. Doch genau das war von Anfang an meine Hoffnung, schon als ich mich für genau dieses Geburtshaus entschied. Anders als in vielen anderen Einrichtungen konnte ich hier nämlich sicher sein, dass „meine“ Hebammen (auf jeden Fall eine von beiden) auch bei der Geburt dabei sein würden, und nicht irgendeine, die gerade Schicht hat. Ich ahnte, dass mir dieses Vertrauen wichtig sein würde, obwohl ich gar nicht besonders ängstlich war während der Schwangerschaft. Alles verlief reibungslos und ich war entspannt. Aber ich bin mir sicher, ich war so entspannt, weil ich mich und das Baby in den besten Händen wusste. Und bei der Geburt war es dann dieses Vertrauen, was mich durch die Nacht und meinen Sohn in meine Arme gebracht hat. Diese vertraute Person, die mir immer wieder vorschlug was ich als nächstes tun könnte, um es meinem Kind leichter zu machen. Die mir immer wieder diesen viel zu süßen Tee mit Honig und sonstige kleine Happen vor die Nase hielt, damit ich bei Kräften blieb. Die mich immer wieder motivierte, obwohl ich nach vielen anstrengenden Stunden sicher war, dass Kind würde dort niemals durchpassen. Die immer an meiner Seite war, aber nie genervt hat, nie gedrängt hat, mir nie das Gefühl gegeben hat, das etwas nicht perfekt laufen würde. Im Moment der Geburt, als es endlich geschafft war, war ich unglaublich froh, dass genau diese Hebamme dabei gewesen war. Wir waren den ganzen Weg bis dahin zusammen gegangen, und jetzt waren wir gemeinsam am Ziel. Ich hatte das Gefühl, die Geburt meines Kindes sei auch für meine Hebamme etwas ganz besonderes. Rational betrachtet ist das natürlich Quatsch, denn von all den vielen Kindern, die sie schon auf die Welt begleitet hat, war und ist keines wichtiger als das andere. Oder eben anders herum: ALLE Kinder sind besonders. Und jede Frau sollte das Gefühl haben, sie sei besonders wichtig. Ich bin mir ganz sicher: wenn alle Frauen so eine Betreuung gehabt hätten wie ich, vor und während der Geburt, dann hätten wir mehr Kinder in Deutschland. Ich hätte mir diese wichtigste Zeit in meinem Leben nicht besser wünschen können. Danke, meine Hebamme! Vera
24.12.16, 11:49 Peter Wolf
Endlich war es so weit und ich hielt meinen positiven Schwangerschaftstest in den Händen und der Traum sollte endlich Wirklichkeit werden. Ich bekomme ein Baby! Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mein Baby im Geburtshaus bekommen wollte, in geborgener, selbstbestimmter und ruhiger Atmosphäre. Früh ließen wir uns auf Listen setzen, denn wir wussten, die Hebammen sind heiß begehrt! Und wir hatten Glück und lernten die beiden tollsten Hebammen kennen, die ich mir je hätte erträumen können ???? Je weiter meine Schwangerschaft voranschritt, desto mehr war ich schockiert von den Ärzten, und im gleichen Maße begeistert von meinen Hebammen. Den fünf minütigen Gesprächen beim Arzt, die eher einer Verkaufsveranstaltung für Sonderleistungen entsprachen als allem anderen, standen stundenlange Gespräche, Aufklärungen, Vorbereitung und Kennenlernen bei den Hebammen gegenüber. Und ich lernte nicht nur sie kennen, sondern auch mich selbst. Sie gaben mir ein Vertrauen in mich selbst, meinen Körper, meine Instinkte und mein Baby mit auf den Weg, welches so wichtig für die Geburt und das Leben ist. Sie beruhigten mich und nahmen mir meine Ängste und Sorgen. Meine Tochter ließ sich Zeit. Bei der Kontrolluntersuchung eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin drängten mich die Ärzte aufgrund falscher Messwerte zur Einleitung der Geburt und verhängten quasi ein “Verbot” der Geburt im Geburtshaus und schürten meine Angst. Während der langen und kräftezehrenden Geburt, in der wir den kompletten Schichtwechsel der Hebammen im Krankenhaus mit machten, habe ich zu spüren bekommen, wie wichtig eine vertraute Hebamme gewesen wäre, die an meiner Seite bleibt. Die Krankenhaushebammen unterstützen mich toll, aber der ständige Wechsel machte mir zu schaffen und auch den Hebammen, die uns gerne bis zum Schluss begleitet hätten. Während der Geburt war die Hebamme die einzige, die bemerkte, dass meine Tochter ein Sternengucker war, die Ärztin hatte dies nach einer Untersuchung eigentlich ausgeschlossen. Während meiner gesamten Schwangerschaft und sogar der Geburt war ich ziemlich schockiert von der Betreuung der Ärzte und Ärztinnen und verblüfft von den überall unterschätzten Fähigkeiten der Hebammen! Sie leisten jeden Tag und zu jeder Zeit so unfassbar viel, für soviele Frauen und ihre Kinder. Ihnen dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden, ihr Platz ist an der Seite der Frauen in der empfindlichsten Zeit ihres Lebens. Ihnen sollte für die Ausübung Ihres Berufes sämtliche Türen geöffnet und sogar ein roter Teppich ausgerollt werden, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen! Doch nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Zeit danach wusste ich unsere Hebammen sehr zu schätzen, die immer mit Rat und Tat an unserer Seite waren und sich liebevoll um uns kümmerten. Jede Frau und jedes Baby sollten die Möglichkeit haben, so wundervoll von einer Hebamme betreut zu werden. Bitte helft mit, damit die Hebammen weiter helfen können! Tina
23.12.16, 00:26 Peter Wolf
Im Mai 2015 habe ich meine erste Tochter 10 Tage nach dem ursprünglich errechneten Geburtstermin geboren. Wegen der Terminüberschreitung war ich ein paar mal Gast im Krankenhaus, um die Fruchtwassermenge kontrollieren zu lassen. Ich wollte mein Baby lieber nicht in der Klinik bekommen, hatte aber mit meiner Hebamme vorher schon festgelegt, dass es im Falle einer Verlegung während der Geburt dieses Krankenhaus sein sollte. So habe ich bei diesen Routinekontrollen bereits alles mit den Hebammen dort vor Ort klären können. Als dann die Geburt los ging, war es leider tatsächlich so, dass wir nach einigen Stunden doch in den Kreißsaal gewechselt sind, um deren klinische Möglichkeiten zu nutzen. Vorher kam noch eine andere Hebamme zu Hilfe, die bei einer anderen Geburt im Geburtshaus war, und versuchte mich mit Akkupunktur zu unterstützen. Gemeinsam mit meiner Begleitung haben sie alles versucht, mich auf die Beine zu kriegen – halbe Mandeln und schlückchenweise Tee… mehr habe ich nicht zugelassen. Trotzdem haben sie bis zuletzt Zuversicht ausgestrahlt und ich hatte den Eindruck: wir schaffen das! Meine Hebamme hat mich bis in den Kreißsaal des Krankenhauses gebracht. Auf jeden Fall habe ich mich immer gut betreut gefühlt. Gestresst haben mich nur diese doofen Wehen… Auch wenn ich mich gefühlt habe, dass die Welt nun untergeht, konnte ich meiner Hebamme vertrauen: wenn sie ruhig ist, ist alles okay. Im Krankenhaus selbst war ich noch eine ganze Weile bis mein Kind dann endlich kam… Ich hatte zwischenzeitig eine PDA und Wehenhemmer bekommen, um mal wieder etwas durchschnaufen zu können. Drei Hebammenschichten habe ich mitbekommen und eine ganz liebe Hebammenschülerin kennengelernt. Leider war es jedoch sehr sehr voll, und so war ich froh, dass meine Freundin dabei war, und das CTG zurechtrückte, wenn mein Baby sich bewegte und keine Herztöne mehr zu hören waren. Auch einige unschöne Hygienearbeiten hat sie übernommen. Trotz der eindeutigen Überlastung der Station (meine Begleitung erzählte von Frauen mit Wehen im Flur – weil alle Kreißsäle belegt waren…) wurde ich weder gehetzt noch gedrängt zu irgendetwas, das ich nicht wollte. Schlussendlich wurde es eine Geburt mit Saugglocke (aufgeklärt) und Kristeller (nicht aufgeklärt!), ich durfte den Kopf des Babys fühlen bevor sie ganz da war, die Nabelschnur durfte ausbluten und wir haben viiiiiiel Zeit fürs Bonding und das erste Stillen bekommen. Die Geburt war also nicht ganz so wie erhofft. Und ich war traurig war, dass "meine" Hebamme, mit der ich die Zeit davor und das Wochenbett verlebt habe, den Geburtstagskuchen bekam. Ich habe sie als wichtige Stütze erlebt und bin sehr froh, von ihr so gut vorbereitet geworden zu sein. Es hat mir – trotz des Verlaufes – Sicherheit gegeben. Ich möchte noch ein Kind haben, und ich möchte es noch einmal im Geburtshaus probieren. Die Vorstellung, diese Möglichkeit evtl. nicht mehr zu haben, weil keine Hebamme mehr in der Lage ist, ihre Profession so durchzuführen wie das gut wäre, bereitet mir große Sorge. Lasst uns dafür kämpfen, dass weiterhin selbstbestimmte Geburten mit enger Betreuung möglich sind – auch wenn es manchmal dann doch anders läuft. Gerade dann! Denn nur mit guter Vorfeldbetreuung kann man auch dann noch in diesem System größtmöglich mitbestimmen.
21.12.16, 23:34 Peter Wolf
Meine Schwangerschaft ist zwei Jahre her, doch dieser Satz brachte mich damals und auch immer noch zum Kopfschütteln. Da ich bei Schmerzen eine sehr leidende Person bin, dachte ich nicht an eine Hausgeburt oder ein Geburtshaus und ging davon aus, mein Kind in einem Krankenhaus zu gebären. Also waren wir offen für Besichtigungen und nahmen an einer Infoveranstaltung teil. Ich hatte von diesem Krankenhaus schon gute Berichte gehört und war gespannt. Allerdings hatte ich ab dem Betreten ein komisches Gefühl. Während der Veranstaltung wurden wir überhäuft mit Infos und eines war den Vortragenden wohl sehr wichtig: wenn etwas nicht gut läuft, können Mutter und/oder Kind ganz schnell auf der Intensivstation sein. Dies wurde mehrfach betont. Aber ich hatte eine wunderbare Schwangerschaft und ein gutes Gefühl zu mir und meinem Baby – wo waren die aufbauenden Worte? Mir fehlte der Fokus auf gut verlaufende Geburten. Von da an wusste ich, was ich nicht will. Tage später gingen wir zur Infoveranstaltung im Geburtshaus. Hier fand ich, was ich suchte. Der eine Raum sprach mich gleich an und mein Bauchgefühl sagte dieses Mal ganz laut Ja. Eine Woche später hatte ich meine Hebamme. Ich war eine penible Fragerin, wollte in alle Schränke geschaut haben und genau wissen, was die Hebammen können und vor allem dürfen. Wunderbar! Das war genau richtig. Ich brauche für mein Sicherheitsgefühl keine Intensivstation! Und Schmerzmittel? PDA und Co.? Das wurde nun ein Experiment für mich, aber ich war guter Dinge. Von meiner Hebamme rundum betreut und ausführlich informiert, hatte ich immer weniger Angst vor den Schmerzen. Vier Tage vor dem errechneten Geburtstermin machte sich unsere Tochter auf den Weg. Die ersten 10 Stunden blieb ich noch zu Hause – die Geburt ging voran. Ganz in Ruhe lag der Fokus immer bei mir und unserer Tochter. Dank einiger Konzentrationsübungen und Massagen waren die Wehen für mich ertragbar. Natürlich kam meine Hebamme vorbei und war selbst in den Zeiten der Abwesenheit telefonisch erreichbar. Die letzten zwei Stunden verbrachte ich im Geburtshaus. Mit liebevoller Hilfestellung, mentaler Stärkung und Professionalität begleiteten mich zwei Hebammen dabei, unsere Tochter zu gebären. Ich lag dabei in der Badewanne – angelehnt an meinen Mann. Dies war das allerschönste Erlebnis meines Lebens! Es ist wichtig, dass es Krankenhäuser gibt. Sollten jedoch Hebammen eines Tages keine außerklinischen Geburten mehr begleiten dürfen, kann ich für mich nur hoffen, mit der Familienplanung abgeschlossen zu haben. Und für alle anderen Frauen wäre es ein herber Verlust, diese Möglichkeit nicht mehr zur Wahl zu haben. Vera
20.12.16, 17:34 Peter Wolf
Hebamme - die wertvolle Begleitung im besonderen Lebensabschnitt Wer noch nicht schwanger war, kann vielleicht nicht verstehen, wie gut es sich anfühlt, wenn die Hebamme den Bauch abtastet und horcht und sagt „Alles gut“ und man ihr tausend Fragen stellen kann, weil sie sich Zeit für die Antworten nimmt. Wie toll sie in Vorsorgen und Kursen auf die Geburt vorbereitet, Ängste nimmt, Vertrauen und Selbstbestimmtheit stärkt. Wieviel Sicherheit die Hebamme vermittelt, wenn ich sie nachts in meiner Fruchtwasserpfütze sitzend anrufen kann, weil sie für mich rufbereit ist. Welch eine Kraft in mir entfacht wird, wenn sie in den schweren Momenten unter der Geburt zu mir sagt „Du machst das toll!“. Wie wertvoll es ist, dass sie nach Hause ins Wochenbett kommt mit Tipps für jedes Wehwehchen und die Hand auf die Schulter der übernächtigten Mutter im Babyblues legt und vermittelt, dass alles total normal und okay so ist wie es ist. An alle Frauen und Paare, die Eltern werden wollen: Unterstützt die Hebammen, damit sie zu gegebener Zeit Euch unterstützen und Ihr diese wertvolle Begleitung in dem besonderen Lebensabschnitt genießen könnt! Katharina
20.12.16, 17:12 Peter Wolf
Auch nach mehr als einem halben Jahr ertappe ich mich regelmäßig dabei wie ich an die Geburt meines Sohnes und die Wochen davor und danach denke. Manchmal werde ich selbst jetzt noch ganz sentimental und es kullert auch mal ein Tränchen. Nicht aus Kummer, sondern aus purer Freude! Ich habe das unglaubliche Glück sagen zu können: die Geburt meines Sohnes war ein wunderschönes Erlebnis! Das erzähle ich auch jedem der es hören möchte mit Stolz. Im selben Atemzug schwärme ich von meinen Hebammen ohne die, da bin ich mir absolut sicher, dass ganze nicht so gut gelaufen wäre. Für mich stand früh fest, dass mein Kind im Geburtshaus zur Welt kommen soll, falls möglich. Ich sah die Geburtsräume und hatte direkt dieses Gefühl von Geborgenheit. Die lange Warteliste machte mir zum ersten mal bewusst, dass es scheinbar keine Selbstverständlichkeit ist, diese Möglichkeit zu bekommen. Denn zu einem Geburtshaus gehören nun mal Hebammen. Aber ich hatte Glück und bekam die Möglichkeit. Und mit ihr auch 2 Hebammen, die mich fortan begleiten würden. Als die Vorsorge-Termine häufiger wurden merkte ich immer deutlicher wie viel es wert ist, eine gute Hebamme zu haben. Beim Arzt hatte ich stets das Gefühl so ein ungeborenes Baby existiert nur als Messwert. Ich erinnere mich vor allem an lange Wartezeiten, unpersönliche, kurze Gespräche und viel zu viele unnötige Untersuchungen. Und daran, wie leicht man sich gerade während der ersten Schwangerschaft verunsichern lassen kann. Bei den Untersuchungen meiner Hebammen erinnere ich mich vorallem an den liebevollen Umgang mit mir und meinem ungeborenen Kind. Stets wurde es herzlichst begrüßt, sanft ertastet und vorallem wurde mir jedesmal erklärt was gemacht wird und warum. Mir wurde geholfen mein Baby noch besser zu fühlen und seine Entwicklung zu verstehen. Zusätzlich dazu fand ich in ihnen immer eine Person die sich auch für mich interessiert und um mein Wohlergehen genauso sorgt, wie um das meines Kindes. Mein Sohn machte es sehr spannend, erst 13 Tage nach dem errechneten Termin (ET) entschied er sich, die Welt zu begrüßen. Die Wochen vor der Geburt waren unglaublich nervenaufreibend und frustrierend für mich. Schon wenige Tage nach dem ET riet man mir beim Arzt dazu, die Geburt künstlich einzuleiten. Ich würde unnötig die Gesundheit meines Kindes riskieren, wenn ich noch warte, hieß es. Ich fragte mich, ob ein ungeborenes Baby einen Kalender im Bauch hängen hat mit großem roten X am ET und sagte ich wolle bis mindestens ET+14 warten. Die Forschungslage war auf meiner Seit und bis dahin darf man im Geburtshaus gebären. Trotzdem zehrt es an einem, wenn man sowas gesagt bekommt... Ich glaube, wenn ich nicht so tolle Hebammen an meiner Seite gehabt hätte, wo ich regelmäßig bei Kontrollen war und die mir immer wieder versicherten, dass mein Sohn weiß, wann es Zeit ist...ich wäre verzweifelt. Ich sah mich schon im Krankenhaus, am Wehentropf hängend... Aber sie hatten vollkommen Recht! Mein Sohn spürte, dass es eng wurde und kam genau zum für ihn bestimmten Zeitpunkt. Ohne medizinische Eingriffe von außen, ohne großes Trara und übermäßige Aufregung. Wunderbar geborgen, komplett selbstbestimmt. Meine Hebamme war die ganze Zeit bei mir, gab mir die Sicherheit die ich brauchte, ohne dabei viel zu sagen oder einzugreifen. Die Tatsache, dass die Geburt auch den Abschied von meinen Geburtshaushebammen bedeutete, stimmte mich tagelang zutiefst traurig. Ich denke, dass sagt unglaublich viel darüber aus wie wichtig es ist, dass es sie gibt! Jede Frau verdient es, diese ganz spezielle Bezugsperson, diese Freundin, während der Schwangerschaft zu haben. Die Möglichkeit, komplett selbstbestimmt ein Kind zu bekommen und sich trotzdem sicher unterstützt zu fühlen. Hilfe in der ersten Zeit mit dem neuen Erdenbürger zu bekommen, von jemandem der Erfahrungen en masse hat und gleichzeitig professionell-mitfühlend betreut und für seinen Beruf brennt. Der Tag an dem es für Hebammen unmöglich wird ihrem Beruf, ihrer Leidenschaft nachzugehen darf nicht kommen! Bitte helft mit! Luise
19.12.16, 08:19 Peter Wolf
„Sie sind schwanger“ – dies ist eine Nachricht der Freude und des Glücks. Sie lässt uns Teil haben am größten Wunder überhaupt – dem Wunder des Lebens. Schwangerschaft ist eine Zeit in der wir Frauen unsere ganze Kraft und Stärke besonders spüren können, aber auch unsere Verletzlichkeit. Eine Zeit der Vorfreude, aber oft auch eine Zeit der Sorge und manchmal Ängste. Und dabei ist es egal die wievielte Schwangerschaft es ist, denn jede ist anders, individuell – ebenso wie die Kinder, die während ihr heranreifen. In jedem Fall sind Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett Zeiten, die eine gute, individuelle Begleitung brauchen und verdienen! Eine Begleitung, die eben nicht rein fachkompetent und medizinisch ist, sondern vielmehr einfühlsam, zuhörend, hinspürend... Ich durfte in den letzten beiden Jahren gleich zweimal erleben wie wichtig, wundervoll und wertvoll die qualifizierte und individuelle Begleitung von Hebammen in Schwangerschaft, unter der Geburt, im Wochenbett und in der Stillzeit ist. Wie viele Sorgen diese Begleitung nimmt. Wie sehr sie Sicherheit gibt und hilft, in die eigene Kraft zu kommen. Wie sie ermöglicht, den ganz eigenen Weg zu finden in Würde und Selbstbestimmung. Mit der Unterstützung meiner Hebammen durfte ich in Würde, Frieden und Geborgenheit meinen ersten Sohn – dessen Herz noch in der Schwangerschaft einfach aufgehört hatte, zu schlagen – zur Welt bringen, ihn halten und gemeinsam mit meiner Familie die ersten Schritte des Abschieds gehen… Und nicht ganz ein Jahr später durfte ich in der gleichen Geborgenheit und in ebenso liebevoller und kompetenter Begleitung meinen zweiten Sohn ins Leben begrüßen. Beide meine Söhne durften selbstbestimmt und in ihrem eigenen Tempo geboren werden. Ohne Druck, Angst und unnötige Interventionen durfte ich meinen eigenen Weg finden, meine Kinder zu gebären. In Ehrfurcht und Achtung vor dem Leben und der Anerkennung, dass jeder Mensch anders ist und Anderes braucht. In den Wochen nach der Geburt haben die Besuche meiner Hebammen uns einfühlsam in unser neues Leben begleitet. Egal ob Milchstau, entzündete Brustwarzen, Stillpositionen, Rückbildungsübungen oder Neugeborenengelbsucht – meine Hebammen wussten immer Rat, Mittel und Lösungen und hatten dabei immer unsere Einzigartigkeit im Blick. Und auch jetzt – weit über das Wochenbett hinaus – steht mir meine Hebamme bei Fragen und Problemen zur Seite. Diese einfühlsame und individuelle Begleitung durch Hebammen ist in Gefahr. Und so ist es an der Zeit, dass wir uns als Gesellschaft grundlegend fragen, wie wir unsere Kinder auf der Erde begrüßen wollen. Schließlich ist die Geburt eines Menschen einer der Momente für die es keine zweite Chance gibt. Und dieses Fragen sollte maßgeblich von der Würde und nicht von wirtschaftlichen Faktoren geleitet sein. Denn es ist ganz und gar nicht egal, wie wir geboren werden! Und es ist auch nicht egal wie wir gebären dürfen! Wir brauchen unsere Hebammen! Unsere Hebammen brauchen unsere Unterstützung! Claire
08.12.16, 13:57 Peter Wolf
Das Privatfernsehen (ja, lasst uns den Sender nennen: Sat 1) hat am Dienstag Abendn einen wirklich schönen Report über die Hebammenbetreuung gezeigt und die Frage gestellt, wie es gehen soll ohne Hebammen. Unsere Emine war dabei. Wir sind stolz und freuen uns über den schönen Beitrag. http://www.sat1.de/tv/akte/video/2016-hebammen-im-einsatz-clip Übrigens, wer Emine kontaktieren möchte, betone ihren Namen lieber auf der ersten und letzten Silbe, nicht der Zweiten wie im Fernsehen (also Éminé, nicht Emiene). :-D
03.12.16, 22:54 Peter Wolf
Hach, es war einfach zu schön... die süßen Klänge von "Amazing Birth" im Feierabend-Trubel am Berliner Hauptbahnhof letzte Woche. Vera hat uns einen sehr schönen Clip zusammengeschnitten, den ich euch einfach zeigen muss. Und ein paar Fotos gibt es auch dazu…
26.11.16, 00:35 Peter Wolf
Die Midwife Rebels protestieren singend für eine sichere Geburtshilfe. Berlin, 26.11.2016 Die Midwife Rebels hatten zu gestern einen Flashmob ausgerufen, an dem sich mehr als 100 singende Hebammen, Eltern, Bahnhofsbesucher*innen und Unterstützer*innen der Hebammen-Initiative am Berliner Hauptbahnhof beteiligten. Zur Melodie von „Amazing Grace“ sangen sie „Amazing Birth“, um ein positives Zeichen zu setzen und gleichzeitig auf die schwierigen Arbeitsbedingungen von Hebammen in Deutschland aufmerksam zu machen. Der Missstand in der aktuellen Geburtshilfe wird immer größer. Die Situation der Geburtshilfe in Deutschland ist problematisch: Nach wie vor gibt es keine langfristige Lösung für Hebammen und werdende Eltern. Viele Hebammen müssen ihren Beruf wegen hoher Versicherungskosten, schlechter Bezahlung und schwierigen Arbeitsbedingungen in Freiberuflichkeit und Klinik an den Nagel hängen. Immer mehr Kliniken und Geburtshäuser schließen. Schwangere finden keine sichere und wohnortnahe Möglichkeit, ihre Kinder zu gebären. Die freie Wahl des Geburtsortes, ein Grundrecht, ist nicht mehr garantiert. In der Schwangerschaft und Stillzeit sind immer mehr Frauen ohne Hebammenbetreuung und allein mit vielen Fragen und Sorgen, mit teilweise langfristigen gesundheitlichen Problemen. Schaut, wir sind auch auf… - Facebook: Midwife Rebels - Twitter: midwife_rebels

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