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Projekte / Musik
Kennst du das Land der Musikerlchen? Dort tummeln sich nicht nur die Musikobra, das Musikamel oder das Musikaninchen, dort gibt es auch sonst viel an Klängen und Reimen, an Tönen und Spielen zu entdecken. Komm und steig mit ein, denn gleich legen wir los... mit fetzig beschwingten Liedern für Allerkleinste. Du magst nicht Noten lesen und selber singen? Kein Problem, lausche der CD und tauche ein in die bunten Bilder des Liederbuches, die dich mitnehmen ins Land der Musikerlchen!
6.460 €
10.500 € 2. Fundingziel
132
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
10.02.20, 17:40 Michaela Kyllönen
10. Februar zeigt mein Kalender, als vor der Türe unseres kleinen blauen Hauses ein richtig grosses, sehr leichtes Paket steht, zu wuchtig, um darüber zu stolpern und zu wuchtig, um daran einfach vorbei zu laufen. Vorfreude, die Musikerlchen sind angekommen und zwar all diese, die meine Fans, Gönner und Unterstützer bestellt haben. Und es sind ganz schön viele, frech und bunt getupft, wie das in dem Lied auch so drin steht. Das ist ein Geschnatter, als sie aus der vollgestopften Schachtel wieder Licht erblicken. Letzte Woche sind auch die Flyer gekommen für die Buchpräsentation, denn dieser Termin ist nun ebenso fixiert, am 12.3.2020 um 17.00 Uhr im Theater am Saumarkt. Seit 14 Tagen sind die Buchdateien beim Drucker und wer immer später noch Fehler finden wird, möge es uns rückmelden und sich am Detailauge freuen. Aber alles in allem sollten wir gefunden haben, was noch zu verbessern war. Und so warten wir alle auf den Moment, wo das Paket mit den Büchern kommt. Bis dahin gibt es das Programm für die Buchpräsentation zu erstellen, die gleichzeitig ein Mitmachkonzert sein soll für Eltern und Kinder, denn es ist ja Musik für Kinder und die lebt einfach davon, dass man/frau/kind sie mitmacht. Mit Lisa Suitner, einer Clownfrau und Schauspielerin, habe ich eine tolle Moderatorin für die Buchpräsentation gefunden und ich freu mich sehr, mit EUCH da draussen auf Tuchfühlung gehen zu können und das Buchbaby dann zu taufen....auch wenn ich mich dann von den Musikerlchen aus der Schachtel wieder verabschiede, weil sie weiterziehen und bei Euch einziehen. "Mit der rechten, mit der linken, mit beiden kann man winken und zum Schluss einen dicken Kuss!! Auf bald!
21.01.20, 00:03 Michaela Kyllönen
20.1.20... was für ein schönes Datum. Meine finnische Schwägerin, die mich immer unterstützt hat bei meinen musikalischen Eskapaden hätte heute Geburtstag. Hätte. Sie schaut nun aus anderen Sphären zu, leider. Aber umso schöner, dass an diesem schönen Datum nun alle Musikdateien, die seit Freitag, dem 17.1. fertig sind und am Wochenende gleich zweifach beschriftet wurden (auf i-Tunes und als mp3 files) HEUTE vom Verlag im Empfang genommen wurden. Jetzt geht es nämlich mit Volldampf an die CD-Produktion und das ist wahrlich ein Grund zur FREUDE! Auch für Euch treue Fans und Unterstützer, denn ohne Euch gäbe es diesen Schritt nun gar nicht. Auch das Buch gedeiht, der letzte Korrekturdurchgang war intensiv und eine akribische Fehlersuche, vor allem eine Fehlerchensuche, z.B. Notenhälse in die falsche Richtung waren noch zu ändern oder ein verrutschtes Akkordzeichen oder eine verschwundene Strophe wieder hinzufügen. Da und dort natürlich noch Beistrichfehler oder sprachliche Verschönerungsversuche. Ich kann euch verraten, man kann mit dem Material Tage verbringen und wird immer noch etwas finden, das nicht ganz perfekt ist.So sind letztlich auch die Musikdateien nicht perfekt aber dennoch wunderschön! Ich dürft euch bei den Liedern auf einen Streifzug durch die Jahreszeiten freuen und auf die komischen Wege, die die Musikerlchen in ihrem Land beschreiten, in dem sie auf allerhand Tiere treffen. 29 Lieder sind es geworden und 16 Gedichte werden auch auf der CD zu hören sein, insgesamt 45 Tracks, zu bunt und vielfältig, wie es uns möglich war. Und das Warten ist nun absehbar - Juchuuu!
24.12.19, 09:48 Michaela Kyllönen
Das Jahr 2019 neigt sich in die letzte Kurve und mit Weihnachten kommt der von Kindern immer so ersehnte Moment nach diesem Fest. Für die Crew von "Im Land der Musikerlchen" ist Weihnacht 2019 auch ein besonderer Moment, denn das Projekt geht in die Endphase, das letzte Layout liegt auf für ein Korrektur lesen, unsere geschätzte Technikfrau arbeitet mit Hochdruck nun daran, die Musikdaten fertig zu stellen, damit sie ohrgefällig werden und durch die Unterstützung von einer grossen Gruppe Menschen können wir ab Mitte Jänner dann die Produktion anwerfen, Buchdruck und CD-Pressung. Ein wunderbarerer Gedanke, weil 2019 das Jahr der Musikerlchen war, die Schwangerschaft dazu. Den Geburtstag feiern wir dann mit allen, die Lust dazu haben, um März, wenn der Frühling sich meldet. Und mit dem Wunsch von Theo, irgendwann mal am Weihnachtsbaume zu hängen und ihn zu schmücken wünsche ich Gesegnete Weihnachten aus dem Musikerlchenlager
20.12.19, 01:39 Michaela Kyllönen
Sonntag, 15.12.2019 Der Countdown für das Finale hat längst begonnen, nun brauche ich nur noch eine Hand, um die Tage zu zählen. Endlich wird der Druck und die Nervosität weniger, jetzt, als absehbar ist, dass wir es schaffen werden. Für die verbleibenden sechs Tage sind es nur noch ca 18% Es ist eine Wohltat, den grünen Balken fast schon durchgezogen zu sehen und nicht mehr ständig das eigene Adressbuch zu scannen nach der Suche nach Menschen, die sich noch für das Projekt interessieren könnten. Samstag und Sonntag verstreichen, als ich abends eine Nachricht erhalte mit einer Gratulation, dass es nun fast geschafft ist. Wie schön, wenn sich Menschen mitfreuen. Es ist schon spät, als ich aus dem Auto aussteige, der Marktabend hat lange gedauert. Dann ploppt mein Handy.... der Klingelton ist noch immer gewöhnungsbedürftig, aber lockt trotzdem, nachzuschauen, warum es denn geploppt hat. Wer antwortet noch auf die whatsapp Nachricht? Aber welch Erstaunen, als es eine Mail ist und welch noch viel grösseres Erstaunen, als die Meldung kommt, dass das Fundingziel erreicht ist. Ja sowas! Wer hat denn zu so später Stunde noch was gebucht. Mit zwei Euro Überschuss sind wir am 15.12. über die Schallmauer gehüpft, mit 93 Unterstützer! Oh all ihr Lieben da draussen, welche Freude, welche Dankbarkeit, welche Erleichterung! Und ein lautes Juchuuuuuu in die Welt. Ihr seid die BESTEN! Wir vom Land der Musikerlchen wünschen Prosit Neujahr! 2020 wird für uns sehr aufregend, weil wir unser Projekt materialisieren und euch dann mit dem Ende des Winters erfreuen können!. Bis dahin - findet Euch gut im neuen Jahr ein! Michaela
16.12.19, 00:06 Michaela Kyllönen
Probiere es doch über das Radio, riet mit eine Bekannte über eine whatsapp Sprachnachricht, oder über Zeitungen, meinte eine andere. Ja, warum eigentlich nicht. Irgendwie der Welt kund tun, das da was Tolles entstehen will, irgendwie die Info teilen. Meine ersten Mails an Radio und Fernsehn in Vorarlberg bleiben unbeantwortet. Eigentlich keine Überraschung. Auch Mails an die VN, die Krone Vorarlberg fruchten nicht. Einzig eine Adresse zu einer Redaktorin, die schon mal was für mich geschrieben hatte, ist von Nutzen, da darf ich was hinschicken. Ich erinnere mich an eine Kollegin aus dem Human Trust, die beim ORF tätig war und berichte von meiner vergeblichen Mühe. Sie gibt mir den Tipp, es direkt bei einer Moderatorin zu versuchen mit dem Mail. Gesagt, getan. Und immerhin kommt von Ulli van Delft dann auch eine Rückmeldung.... sie leite es an den Zuständigen weiter. Und immerhin kommt von diesem Zuständigen dann auch die Info, eine Redaktorin wird sich melden. Die offene crowd-funding Summe stagniert, die Tage schmelzen dahin, aber kein Mail und kein Telefonat. Also frage ich wieder vorsichtig nach und werde ermahnt, geduldig zu sein. Ok, ok, ok. Ich übe mich darin. Dann endlich, am 11.12. die ersehnte Message, ich darf mich telefonisch bei Vanessa Meyer melden. Und als wir uns nach langem hin und her endlich an der Strippe haben, ist die Sache rasch geklärt. Ein Besuch im Studio in Dornbirn für den nächsten Tag wird vereinbart. Die Musikerlchen dürfen ins Radio und zwar in die Sendung am Donnerstag nachmittag zwischen 16.00 und 18.00 Uhr. Donnerstag kurz vor halb eins..... eilig suche ich ein paar Sachen zusammen, z.B. die Originalbilder von Musikobra und Co, auch das Musikaninchen darf mit und ein Wichtelmann, als kleines süsses Geschenk sozusagagen. Kurz nach eins bin ich im Funkhaus Dornbirn und warte darauf, dass Frau Meyer mich abholt. Ein freundliches Handshake und schon ein erster entzückter Ausruf.... das Musikaninchen ist auch wirklich süss! Ich schüttler auch Philipp Wüstner freundlich die Hand, als wir in den Aufnahme- und Senderaum treten, der voll mit Mikros ist. Ich stelle mich und meine Freunde vor und bedanke mich gleich dafür, dass ich von meinem Projekt erzählen darf. Der geplante Ablauf in Form eines Interviews wird kurz besprochen und über Kopfhörer getestet, ob die Mikros an sind, dann stellt Philipp Wüstner auch schon die erste Frage.... Michaela Kyllönen. Der Nachname eine Stolperfalle :-) Wir plaudern miteinander für ca 20 Minuten, es fühlt sich wie ein netter Austausch an, einzig das große Mikro vor der Nase verrät, dass es kein "normales" Gespräch ist. Als alle wesentlichen Infos geflossen, gibt es eine freundliche Verabschiedung und ich trällere für die beiden Redakteure noch das Lied vom Musikaninchen. Jetzt darf ich gespannt sein, welche Teile des Gesprächs dann ein paar Stunden später im Radio zu hören sein werden. Kaum zurück im Auto teile ich meine Freude darüber per whatsapp an Menschen, von denen ich glaube, es könnte sie interessieren. Und ab 16.00 läuft dann auch bei mir zu Hause Radio Vorarlberg, das Handy in Parkstellung für die Aufnahme. Ich muss mich bis zu den 17.00 Nachrichten gedulden, aber dann wird anmoderiert, dass da was von einer Reise zu erwarten ist. Und richtig... im Liederbuch reisen wir ja auch gemeinsam ins Land der Musikerlchen.
08.12.19, 00:20 Michaela Kyllönen
Es war im späten Frühjahr 2016, als ich mit meiner Familie - des Eishockeys wegen - in Tschechien unterwegs war. Eine kleine, nette und saubere Stadt mit hübschen Häuschen und ein paar Geschäften. Nach ein paar Tagen vor Ort hatte frau längst alles gesehen. In einem Eckladen unter den Lauben gab es ein Geschäft mit vielen bunten, handgenähten Puppen in allen Formen und Farben. Sehr beeindruckend, die Vielfalt. Und ja, es war so was wie Liebe auf den ersten Blick. Diese Tierchen - was waren es noch gleich für welche - die waren einfach zum Gernhaben. Und so kam ich nicht umhin, ihrem Ruf zu folgen und mir eines zu kaufen, aber was sollte ich mit einem. Jedes der sieben Tiere wollte mit und jedes befand für sich, das Schönste zu sein. Gott sei Denk ist Tschechien für Österreicher ein leistbares Pflaster und so geschah es denn auch, dass ich mit allen sieben Kerlchen von dannen zog. Und bereits am Abend, als ich die Landstrasse entlang schlenderte, auf dem Weg zu unserer Pension, da lag die Melodie in der Luft, die Melodie der Musikerlchen. Ein ungerader Takt sollte es werden, das hatte ich mir auferlegt, wollte ich doch endlich mal ein "krummes Lied" schreiben. und bis ich bei unserer Bleibe ankam, war das Lied der Musikerlchen geboren. Zufrieden und aufgeregt breitete sich in meinem Kopf die Idee vom Kinderliederbuch aus. Ja, das wollte ich - über kurz oder lang - verwirklichen. Paul war beim letzten Gespräch ja durchaus der Idee zugeneigt gewesen, mit seinem Malstil meine Lieder für's Buch zu illustrieren. Zu Hause würde ich es dann notieren, das Lied! Und so geschah es auch. Seither ist viel Zeit vergangen, neue Lieder sind dazu gekommen, Ideen kamen und wurden verworfen, Manuskripte entstanden und wurden umgearbeitet und schliesslich war klar, die Musikerlchen sind die Titelhelden und es soll ein ganz und gar eigenes Buch mit nur meinen Wort und Melodieschöpfungen werden. Wenn ich heute, am Beginn des Jahres 2020 am Laptop sitze und die fertig geschnittenen Musikstücke rauf und runter höre, dann packt mich eine tiefe Zufriedenheit und Ergriffenheit, ich bin berührt davon, wie schön es klingt, ich bin beseelt davon, wie toll die Musiker die Lieder interpretieren und so zum Strahlen bringen und ich bin erstaunt darüber, was mir da Schönes zugeflogen ist, einfach so, ganz gratis und ohne Mühe. Das lässt mich erfürchtig werden und eigentlich ganz still und eine tiefe, tiefe Dankbarkeit breitet sich aus...fast wie ein kleines Wunder erscheint alles.... und es ist ja noch gar nicht fertig. Wie geht es mir erst, wenn ich dann das Buch mit allem Drum und Dran in der Hand halte? Danke dem Himmel und der Welt! Michaela Kyllönen
03.12.19, 23:14 Michaela Kyllönen
Kopfzerbrechen - richtiges Kopfzerbrechen hat es mir gemacht, den letzten Studiotag zu organisieren. Die Ausgangslage war klar. Wir haben noch drei Lieder offen, die nochmals gemacht werden müssen. Es braucht dabei Klarinette, Klavier, Cajon und jeweils die passende Sängerin plus Waldhorn, weil uns das in der Instrumentensammlung noch fehlt. Und dann - das Schwierige am Ganzen - müssen wir einen Tag finden, an dem alle können, jetzt in Novemberstress, bei dem Weihnachtskonzertproben zur Tagesordnung von Musiklehrern gehört. Christine winkt als erstes ab, sie hat keine freie Zeit mehr zur Verfügung. Simone ist klar in ihrer Info, es geht erst am Dezember. Was, Dezember.... seufz. Nochmals zwei Wochen, bis wir die Aufnahmen abschliessen können. Doch irgendwie klart der bewölkte Himmel auf und es kristallisiert sich ein Dienstag, der erste des Monat Dezember heraus als der letzte Aufnahmetag, der Tag 6 im Studio. Da können wirklich alle Protagonisten. Einziger Schönheitsfehler, es gibt ein knappes Zeitfenster UND es ist mein Unterrichtsvormittag und ich kann nur phasenweise dabei sein. Zusätzlich muss ich idealerweise nochmals einen Sänger auftreiben, denn Christine steht ja nicht zur Verfügung. Der Traum der Männerstimme steht wieder auf.... davon haben wir noch nicht so viele auf der CD...also schreibe ich wieder an die Unbekannten per whatsapp, die ich schon im November anheuern wollte, freundliche Gesellen, Konservatoriumsstudenten, die man gewinnen könnte.... ist die Musikschule und das Tonstudio doch immerhin in der Nachbarschaft. Ich hab ein bißchen Glück, Michael winkt diesmal nicht von vornherein ab, sondern signalisiert Bereitschaft. ja prima. Dann kommt zwar an einem Novemberabend dennoch die Absage, aber er macht es sehr elegant und höflich, denn er serviert mir gleich einen Ersatz mit. Ein Glücksfall. Der sangeswillige, junge Mann, Clemens ist auch wirklich bereit, die zwei letzten Lieder zu singen. Er bekommt die Noten und das Aufnahmedatum und sichert mir sein Kommen zu. Ein paar Tage Entspannung angesagt. Dann ist Montag abend, der Tag vor den letzten Aufnahmen. Aber eben, reibungslos fühlt sich anders an... denn Simone schreibt, dass sie krank ist - OH NEIN! Ausgerechnet das Bewegungslied und ausgerechnet sie, hatten wir doch den Dezembertermin vor allem auf sie abgestimmt. Eine Nachfrage bei Christine ergibt, sie kann NICHT. Keine Überraschung. EIn vorsichtiges Nachfragen bei Clemens.... willst du vielleicht auch noch , hmm, ääh, das Bewegungslied singen, also das komplizierte mit dem vielen Text und so...... Clemens ist cool, er sagt ja und kommt eine Stunde früher ins Studio. Um 9.00 steht er auf der Matte. Mikros sind gerichtet. Alfred ist auch da, das Piano steht am Platz, ABER die Noten für die Bläser, die sind nur im Computer und nicht auf Papier. Es findet sich eine Lösung, nur leider beginnt das Proben schon wieder mit 25 Minuten Verspätung, dabei ist das Zeitfenster eh so verdammt knapp. Ich coache Clemens durch das textlastige Bewegungslied.... er schlägt sich tapfer, Strophe für Strophe nehmen wir es auf. In Häppchen sozusagen, verdaubaren Dosen. Das Ende kann ich grad noch abwarten, dann muss ich zurück in den Unterricht. Tut mir leid, Musikobra, jetzt musst du doch ohne meinen Senf auskommen. Ein paar Einwände kann ich noch einstreuen, sie soll nur ja bitte nicht hüpfen, die Kobra. und orientalisch klingen ist sehr symphatisch. In der Entspannungspause der Eltern und ihrer Kinder, als der Igelball alle zur Ruhe bringen soll, fetze ich wieder in den Keller und erwische gerade eine Strophe vom Herbst. Übrig geblieben sind noch Klavier und Horn und Clemens, der sein letztes Lied für die CD singt. Klingt irgendwie sehr schön. Ein bißchen traurig bin ich schon, ich hätte noch gern die Kantele untergebracht, aber das lag nicht mehr drin. Dafür hat das Horn einen schönen und saftigen Auftritt. Überhaupt fällt auf, die Musiker einen ruhigen Puls haben, gut gelaunt sind, bei Fehlern eben nochmals starten und deswegen nicht nervös werden, Späßchen machen und sichtlich Freude an dem haben, was sie tun, nämlich musizieren. die häufige Wiederholung ist Teil ihres Alltags, so wird etwas nahezu perfekt und wie schön, sich immer wieder aufeinander einzutunen, abzustimmen, sich hören, sehen, wahrnehmen, gemeinsam atmen, verschmelzen im Klang. Liebe Kollegen, DANKE für die zahlreichen, wertvollen Erfahrungen, die ich mit und durch Euch machen konnte. Ich bin keine Musikerin - das wurde mir klar - ich bin ein kreativer Projektmensch, der was anleiert und dafür auf wunderbare Kollegen zurückgreift - tausend Dank jedem Einzelnen, der Teil des Projekts geworden ist. Ihr seid ein Geschenk und ein Segen!
24.11.19, 20:47 Michaela Kyllönen
Hach... wir wollten doch das ganze unkompliziert und rasch in drei Tagen erledigt wissen, jetzt waren es schon vier und der fünfte steht an. Freitag, der 15. und um 11.00 will Jan, der Tontechniker da sein. Ist er auch. Die Musiker kommen um 12.00 Uhr. Ich darf eher dran, denn ich habe Jan überzeugt davon, dass ich die Gedichte einsprechen will. Ich hatte schon daran gedacht, dass es nett wäre, immerhin hat Poesie auch ihren Reiz, aber dann hab ich es wieder verworfen, die Idee.... denn noch mehr Material für die CD? Und überhaupt.... Aber die Gespräche mit den Eltern überzeugen mich davon,dass es sich lohnt, die Gedichte aufzunehmen und so kann ich auch Jan davon überzeugen, dass das zackig gehen wird. Und so ist es auch, in weniger als einer Stunde sind die Gedichte auf der Spur.... Und Evgenij wartet schon, und mit ihm das Bewegungslied. Das Allerschwierigste im Buch. Wer singt schon regelmässig Lieder im 7/8 Rhythmus. Noch dazu hat das Lied so viel Text, dass um jede Kurve eine singbare Stolperfalle wartet. Und so versucht unser Sänger sein Glück und hantelt sich Stück für Stück voran mit der Aufnahme. Ich verbünde mich derweil mit Simone und Patrick, die beiden Akteure für mein Jüngstes und wohl auch letztes Lied des Buches.... das Lied vom Winter. Noch ist nicht klar, ob es klappt mit der Aufnahme. Spielt Jan mit (er weiß noch nichts vom Glück) und bekommt es Simone hin (sie kennt es erst seit dem Vorabend) und geht es sich zeitlich aus mit der Gitarrenbegleitung (Patrick muss bald unterrichten) Aber wenn etwas sein soll, ist es das auch. Wir proben also zu dritt in Patricks Unterrichtszimmer und einigen uns auf die Textfeinheiten und das Schlagmuster zum Wintertango. Dann können wir auch Jan gewinnen, nach einer Runde 7/8 Rhythmus den Winter noch aufzunehmen im exakt 25 Minuten langen, unterrichtsfreien Zeitfenster. Bis Patrick kommt, üben Simone und ich die Einleitung zweistimmig. Und als 40 Minuten später das o.k. von Jan kommt, dass wir die Fassung nehmen können, bin ich happy. Einsatz geglückt..... vom Lied des Montag abend bis zur Aufnahme am Freitag nachmittag nur wenige Tage verstrichen und doch ist es jetzt real und echt und überhaupt.... ein finnisch angehauchtes Lied, das ein bißchen was von "DANKE Finnland, Urquelle der Inspiration" hat und auch ein Danke an eine tolle Lehrerin, nämlich Soili Perkiö.... DIE Kinderliedermacherin Finnlands. Beglückt und zutiefst dankbar geht es dann heimwärts, ran an die nächste Arbeit. Das tröstet etwas darüber hinweg, dass wir nun noch einen Tag 6 im Studio brauchen. Aber klar.... wir wollen hochwertige Qualität abliefern und so muss da optimiert werden, wo es noch nicht ganz passt, wo man nicht mit Sicherheit sagen kann, das ist jetzt die Aufnahme, die wir immer wieder hören wollen, wenn wir im CD-Player auf play drücken. Tja, also wieder Terminsuche für die Musikertruppe, die sich über die letzten drei offenen Lieder, die nochmals einen Neustart brauchen, hermachen dürfen. Aber eigentlich war jeder Tag im Studio einfach eines.... eine besondere Erfahrung. Dann wird es das wieder. Also auch ein bißchen Freude mit dabei.
19.11.19, 00:02 Michaela Kyllönen
Sonntag morgen, 10.11.2019 Ein langer Tag steht bevor, ein Tag im Keller, im Studio und ausgerechnet heute ist strahlender Sonnenschein, von dem wir im Keller nichts, aber auch gar nichts mitbekommen. Heute soll es um 11.00 Uhr losgehen und wir starten mit dem acapella Stück "Nun ciao" Jan schleppt die passenden Mikrofone an, damit der Chorklang gut eingeübt werden kann und wir gehen das Stück durch, teilen die Stimmen für den Kanon auf und üben den Einstieg, der mir in der Nacht noch eingefallen ist und den ich mir ganz nett dazu vorstelle. Wir müssen das Stück recht oft singen, bevor es dann auch passt..... bei a capella lässt sich nicht schummeln. Also sind wir schon gleich wieder im Hintertreffen. Saxofonistin und Kontrabassistin warten schon und dann baumelt der Tannenzapfen Leo und Martin singt sich damit warm. Wir haben eine nette, originelle Besetzung und ich freu mich, wie reizend das Stück klingt. Wolfgang wartet geduldig, er folgt dann mit dem Fasching. Da geht die Post ab, denn er hat vor allem eines: Viel Text zu singen. Hier kommt ein neuer Klang dazu, das Fagott. Ich bin immer wieder begeistert, wie vielfältig Instrumente sein können und klingen können und was das für ein spannender Gesamtklang ergibt. Alfred sorgt immer wieder für die guten Ideen, so daß jedes Instrument auf seine Art zur Geltung kommt. Müsste ich mich für das Schönste der 28 Lieder entscheiden, ich würde mir schwer tun..... als wir mit dem Musikamel starten, wo auch das Fagott mitspielt, merken wir schon, dass wir mal wieder ordentlich hinten sind im Zeitplan. Aber Gott sei Dank ist Wolfgang flexibel und macht danach eine lange, lange Kunstpause und kommt extra am Abend nochmals. So können wir mit den kids mit einer kleinen Verspätung starten. Die 5 Mädels kennen den Ablauf schon und sind ganz kribbelig. Sie gekommen als Klang jetzt die Geige und auch mal die Bratsche dazu. Während sich manche Instrumente wieder verabschieden, kommen neue hinzu. Die Musimaus, das letzte mit den 5 Mädchen wird dann ein richtiges Orff-Stück mit Xylophonen und Flöte und Percussion. Dann biegen wir mit Louis, einer 17 Jahre jungen, kräftigen Baßstimme und das gelbe Gummitier hat seinen Auftritt. Die Trompete bietet Paroli und auch diese Kombination wirkt wieder herrlich erfrischend. Nach dem Herbststück, das richtig volkstümlich daher kommt, macht das Musikaninchen seinen Abschluß. Ja genau das Musikaninchen, das im Crowd-funding Video seinen tollen Auftritt hat. Unser letztes Stück haben wir ziemlich rasch im Kasten. Routine, Müdigkeit oder einfach letzte Konzentration. Jedenfalls sind alle froh, erleichert, glücklich....it's done! Wir haben die Songs beisammen, yeah..... Für eine Weile ist jetzt Ruhe! Für eine Weile. zumindest auf der Musikbaustelle.
12.11.19, 23:48 Michaela Kyllönen
Samstag 9.20 Ich treffe im Studio ein, unser Techniker Jan ist auch da und Alfred kommt püntklich um halb zehn. Nachdem ich Victoria nicht sehen kann, mach ich mich auf die Suche nach ihr und tatsächlich finde ich sie dann im Obergeschoss, grübelnd, wo wir denn nun zu finden sein könnten. Nun ist Victoria da, aber die Posaune fehlt. Und wir sind nur drei, da ist es mit den Effekten zum Hustlesong auch schwierig. Wir machen einen Durchlauf und jonglieren mit Fahrradklingel, Hupe und Xylophonschlägeln. Gestern waren zeitweise so viele Leute da und heute haben wir schlichtweg zu wenige Hände. Aber ob dem Probieren kommt der Posaunist ja doch und so nehmen wir zuerst sein Stück auf. Dass wir dadurch schon wieder eine halbe Stunde verloren haben, blenden wir aus. Der Tag ist noch jung und alle frisch und motiviert und was wir spielen, klingt ja schon mal gut. Nach der Posaune dann aber der Hustlesong und jetzt haben wir auch zwei Helfer für Klingel und Hupe. So kommt das Lied mit einer kleinen Verspätung zur Aufnahme und unsere Querflötenspielerin wartet ganz geduldig, bis sie den Sommer im Lied begrüssen darf. Immer wieder dankbares Staunen, weil es so schön klingt, auch Staunen darüber, was mir doch in den Jahren alles so eingefallen ist und wie nett die Stücke doch sind. Als Hackbrett und Zither an der Reihe sind, brauchen wir eine Weile, bis jeder sein Plätzchen hat und der Gesamtklang und das Tempo sich zu schüsseln beginnen. Aber wie immer - es sind die rechten Leute am rechten Fleck und unterstützen beherzt und voll Energie und so ist es dann nur der Kanon, den wir nicht unterbringen und den Tannenzapfen, den wir auf Sonntag verlegen. Immerhin lässt sich Michael mit der Zither dazu überreden, noch ein Stück länger da zu bleiben und so singen wir auch noch den "Herr des Schmutzes" ein, in der spannenden Kombination von Kontrabaß, Hackbrett und Besen :-) Unglaublich flink findet Michael den geeigneten Ton am Hackbrett, Jan etwas zum Wischen und ich kopiere für alle die Noten. Als wir mit diesem Stück den knackigen Aufnahmevormittag beenden, ist es dann doch schon nach 14.00 Uhr und es steht an, den Sonntag nochmals nachzujustieren und neu zu konzipieren. Gemeinsam mit dem Techniker und dem Musikchef Alfred entscheiden wir, die Beginnzeit vom Sonntag auf 11.00 Uhr vorzuverlegen, um auch sicher alles zu stemmen. Gott sei Dank sind vor allem die Männer sehr flexibel und bereit, nun am Sonntag und eben auch früher zu kommen. Auf dem Heimweg bleibt mir nur noch, eine Saxofonistin ausfindig zu machen. Denn das Saxofon will ich unbedingt noch auf der CD haben und bislang weiß ich noch nicht genau, wie das in aller Kürze noch bewerkstelligen. Aber als ich mich nach Mitternacht schlafen legen, kann ich selig sein, denn Emilia hat zugesagt. Sie wird um 11.30 mit ihrem Saxofon dastehen. Wunderbar, dem Himmel sei Dank! Dann kann der Tag 3 im Studio ein Häckchen bekommen.
09.11.19, 17:34 Michaela Kyllönen
Freitag 15.30 sind die ersten schon da, aber es fehlt der Strophentext auf dem Notenblatt und es ist genau jenes Stück - es nennt sich Bewegungslied - das besonders viel Text zu sprechen hat. Nach einigen Versuchen, zur Spur zu singen wird das Lied fürs Erste verschoben und wir beginnen mit der Nase. Die Oboe dazu macht einen besonderen Klang im Zusammenspiel mit Cello und Klavier und den Baßxylophonstäben. Wir brauchen eine Weile, bis alle in den Klang, den Rhythmus, das Stück gefunden haben und wir uns einig über Vor- und Zwischenspiel sind und dann nehmen wir die ersten Takes. Gar nicht so einfach, dass jeder dann auch mit seinem Klang zufrieden ist. Aber wir kriegen es hin und nehmen das Stück der Musikerlchen auf. Dann müssen SImone und Michaela auch schon los, Schichtwechsel. Jetzt ist der Jugendchor dran. Welche Aufregung, zusammen mit den Instrumentalisten zu spielen. Die Tuba ist echt ein mächtiges Instrument und der junge Tubist macht das vortrefflich. "Du, wir haben einen Körper" bekommt richtig viel Schwung. Dann legen die Kinder los, ab geht es auf die Autobahn....da ist nun auch die Harfe mit im Boot. Ab und zu steckt jemand den Kopf zur Tür rein, wenn grad kurze Besprechungspause ist. Meist müssen wir entschuldigend sagen, dass wir spät dran sind und noch einmal aufnehmen müssen......aber wir arbeiten uns Stück um Stück voran und jedes der Lieder bekommt eine besondere musikalische Note. Als die Bienen und der Brombär sich duellieren, da stösst dann auch die Gitarre zur Truppe und die Seiteninstrumente übernehmen das Ruder, auch wenn das Klavier immer wieder kräftig mitmischt. Beim Herbstlied macht es dann aber Pause und es legen sich wirklich Harfe, Gitarre und Cello ins Zeug und lassen dahinschmelzen, wenn die Blätter langsam vom Baum fallen. Fast kann man sie beim Lauschen herunterschweben sehen. Als wir Schluss machen am Freitag, sind wir vor allem müde, aber auch stolz, dass schon mal die ersten Lieder des Aufnahmewochenendes im Kasten sind. Und einfach so wunderbar bunt mit den unterschiedlichen Sängerinnen und den Instrumenten. Welche Vielfalt. Der Samstag kann kommen.