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Projekte / Journalismus
Wer schreibt, der bleibt. Doch gilt das auch f├╝r Gefl├╝chtete, die ihre eigene Geschichte schreiben wollen? In deutschen Medien liest man viel ├╝ber Gefl├╝chtete ÔÇô wenig von ihnen. Sie sind Objekt, nicht Subjekt der Berichterstattung. NEWSCOMER will das ├Ąndern. NEWSCOMER bringt Gefl├╝chtete in Kontakt mit Lokalredaktionen. Die NEWSCOMER berichten in Lokalmedien aus ihrem Alltag in Deutschland. Dazu bilden LokaljournalistInnen und Gefl├╝chtete ein Mentoringtandem.
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10.000 ÔéČ Fundingschwelle
89
Fans
174
Unterst├╝tzer
9 Tage
 NEWSCOMER - Reportertandems im Lokaljournalismus

Projekt

Finanzierungszeitraum 21.03.17 11:14 Uhr - 02.05.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum August 2017 - August 2018
Fundingschwelle 10.000 ÔéČ
Fundingziel 20.000 ÔéČ
Stadt M├╝nchen
Kategorie Journalismus

Worum geht es in dem Projekt?

NEWSCOMER bringt Gefl├╝chtete in den Lokaljournalismus. Wir schaffen 10 Reportertandems, das hei├čt konkret: Ein gefl├╝chteter Mensch und ein Lokaljournalist/In arbeiten f├╝r ein Jahr zusammen. Wir bilden die Teilnehmenden in unserer Schreib- und Bleibwerkstatt aus und betreuen den Mentoringprozess. Denn es wird Zeit, dass die Newcomer selber in die News kommen.

1. Nach einer Bewerbungsphase werden Mentees und MentorInnen in regionalen Tandems miteinander vernetzt. Die Tandems treffen sich nach einem Einf├╝hrungsworkshop w├Âchentlich und erarbeiten ├╝ber einen Zeitraum von einem Jahr gemeinsam und unter Begleitung von NEWSCOMER Beitr├Ąge f├╝r Lokalmedien.

2. Mittelfristig bauen wir ein Online-Magazin auf, in dem die gesammelten Texte der NEWSCOMER aus allen Regionen Deutschland zu lesen sind.

3. Langfristig wird eine Schreib- und Bleibwerkstatt aufgebaut, in der Gefl├╝chtete ihre journalistischen und sprachlichen Kompetenzen weiterentwickeln. Diese ortsunabh├Ąngige Akademie vermittelt Wissen ├╝ber die deutsche Medienlandschaft und journalistische Arbeitsmethoden. Die regelm├Ą├čigen Werkstatttreffen sichern den langfristigen Erfolg der Mentoringbeziehungen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Gefl├╝chtete werden vor Ort erm├Ąchtigt, selbst Fragen zu stellen, als MutliplikatorInnen ├╝ber ihr Umfeld zu berichten und als gleichberechtigte Gespr├ĄchspartnerInnen in Dialog zu treten. Sie vermitteln neue Themen und Zug├Ąnge in die Redaktionen und bringen bereits vorhandene journalistische Erfahrungen ein. Die Arbeit als NEWSCOMER fordert sie zur Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und Werten wie Meinungs- und Pressefreiheit auf. Durch die Arbeit in den Lokalredaktionen kommen Gefl├╝chtete ganz anders in der Mitte der Gesellschaft an und setzen sich mit ├Ârtlichen Strukturen und Themen auseinander. Zudem bekommen sie eine Jobperspektive und qualifizieren sich f├╝r den deutschen Medienarbeitsmarkt, um sich z.B. f├╝r ein Volontariat bei der Lokalzeitung bewerben zu k├Ânnen.

Lokalzeitungen erweitern den Horizont ihrer Berichterstattung. Sie schreiben nicht mehr nur ├╝ber Gefl├╝chtete, sondern geben ihnen eine eigene Stimme. Dadurch erm├Âglichen sie ihrer Leserschaft ein tieferes Verst├Ąndnis f├╝r die Ver├Ąnderungen vor ihrer Haust├╝r. Und sie tragen ihrer Verantwortung Rechnung, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu st├Ąrken und die Meinungsvielfalt abzubilden. LokalredakteurInnen werden f├╝r die Investition ihrer knappen Zeit belohnt, indem sie ein Zertifikat der Schreib- und Bleibwerkstatt erhalten und profitieren ebenfalls von dem Mentoringprogramm, da sie ein ma├čgeschneidertes Seminarangebot bekommen (z.B. zur Evaluation ihrer Mentoringerfahrung oder zu Themen wie Interviews mit Traumatisierten). Chefredaktionen, die ihren RedakteurInnen die Teilnahme am Programm erm├Âglichen, machen damit auf innovative Weise sichtbar, wie Gefl├╝chtete vom Objekt zum Subjekt der Berichterstattung werden k├Ânnen.

LeserInnen kommen durch die NEWSCOMER in Kontakt mit ihren neuen NachbarInnen. Sie ├╝berwinden Hemmungen, auf Gefl├╝chtete zu zu gehen und lernen konkrete AnsprechpartnerInnen in ihrer Umgebung kennen. Gleichzeitig verst├Ąrkt die Berichterstattung der NEWSCOMER das Interesse unter Gefl├╝chteten an lokalen Themen und erschlie├čt so neue potenzielle Leserschaften. Unter diesen LeserInnen mit Fluchterfahrung wird eine Auseinandersetzung mit kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Partizipationsm├Âglichen (z.B. Engagement in Vereinen) gef├Ârdert.

Bewerben k├Ânnen sich Menschen aus dieser Zielgruppe:
MentorInnen: Die JournalistInnen aus deutschen Lokalredaktionen bringen gute Englischkenntnisse und w├Âchentlich mindestens zwei Stunden Zeit mit, f├╝r die sie von ihrer sonstigen Arbeit freigestellt werden. Sie begreifen die Arbeit mit den NEWSCOMERn als Kooperation unter KollegInnen. Sie verstehen den Mentoringprozess nicht als Einbahnstra├če, sondern als Gelegenheit zum Perspektivwechsel und zum fachlichen Austausch.

Mentees: Die NEWSCOMER bringen mindestens gute Englischkenntnisse, idealerweise Deutschkenntnisse und journalistische Vorerfahrung mit. Sie bewerben sich um die Teilnahme am Programm. Um in den Lokalredaktionen als freie MitarbeiterInnen publizistisch t├Ątig sein zu k├Ânnen, ben├Âtigen die Teilnehmenden eine Arbeitserlaubnis. Als NEWSCOMER bewerben k├Ânnen sich Asylsuchende, Asylberechtigte und Menschen mit Duldungsstatus, die mittelfristig im Einzugsgebiet der kooperierenden Tageszeitung bleiben werden.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterst├╝tzen?

Mit deiner Unterstu╠łtzung tra╠łgst du also dazu bei, dass Gefl├╝chtete eine eigene Stimme im Lokaljournalismus haben. Mach mit, wenn du in deiner Lokalzeitung lesen willst, wie ein Gefl├╝chteter die B├╝rgermeisterin interview. Unterst├╝tze uns, wenn du in Regionalmedien deine neuen Nachbarn kennenlernen willst. Sei dabei, wenn die Newcomer ihre eigene Geschichte schreiben!

NEWSCOMER erreicht den l├Ąndlichen Raum und leistet damit einen wichtigen Beitrag f├╝r den Transfer des Engagements f├╝r Gefl├╝chtete in Regionen fernab der gro├čen St├Ądte. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Programmen (wie z.B. dem Exiljournalistenprogramm des Vereins Neue Deutsche Medienmacher) schreiben die NEWSCOMER nicht vorrangig f├╝r Medien wie den Tagesspiegel (wie beim Projekt #jetztschreibenwir) oder die S├╝ddeutsche Zeitung (wie in der Kolumne ÔÇ×Neue HeimatÔÇť), sondern zum Beispiel f├╝r die Schw├Ąbische Post oder den Pfaffenhofener Kurier. In w├Âchentlichen oder monatlichen Kolumnen und eigenst├Ąndigen Artikeln berichten die NEWSCOMER nicht nur von ihrer Fluchterfahrung, sondern auch vom Ankommen im Alltag in der deutschen Provinz. Damit schlie├čt NEWSCOMER eine L├╝cke auf dem lokalen Medienmarkt und verhilft Redaktionen zu neuen Zug├Ąngen und Recherchem├Âglichkeiten, da sie mit Hilfe der NEWSCOMER anders ├╝ber die Themen Flucht, Migration und Ankommen berichten k├Ânnen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wenn das Crowdfunding erfolgreich ist, schalten wir den Bewerbungsprozess auf unserer Webseite frei. Uns haben bereits mehrere Anfragen erreicht, aber wir k├Ânnen die Betreuung der Tandems erst gew├Ąhrleisten, wenn zumindest die Reise- und Unterkunftskosten sowie Referentenhonorare unserer Schreib- und Bleibwerkstatt gedeckt sind. Wenn wir sehr sparsam kalkulieren und weiter ehrenamtlich arbeiten, dann brauchen wir f├╝r die ersten Schritte des Projekts aktuell 20.000 Euro. Das Geld geht auf das Konto der gemeinn├╝tzigen UG, die wir gerade gr├╝nden.

Sollten wir die Fundingschwelle von 10.000 Euro nicht erreichen, k├Ânnen wir das Projekt nicht weiter vorantreiben. Wenn wir die Schwelle erreichen, aber die 20.000 Euro nicht knacken, werden wir nach Partnern in der Stiftungslandschaft suchen. Bislang f├Ârdert uns die LfM-Stiftung f├╝r Lokaljournalismus Vor Ort NRW.

Wer steht hinter dem Projekt?

Thaer Abughaush, Wolfsburg, unser IT-Spezialist: ├ťbersetzer und Webseitenentwickler. Er hat einen jordanisch-pal├Ąstinensischen Fluchthintergrund und lebt seit zwei Jahren in Deutschland. Er hat sein Informatikabitur 2008 in Amman abgeschlossen und arbeitet in Wolfsburg in der Gastronomie. In seiner Freizeit baute er als ersten Schritt in den Journalismus im Mai 2016 das Onlineportal Almaniapresse auf, f├╝r das er Inlandsnachrichten speziell f├╝r Gefl├╝chtete ins Arabische ├╝bersetzte.

Patrick Bauer, Frankfurt, unser Mentoringkoordinator: Ist freier Reporter f├╝r Print und Video und arbeitet f├╝r die Agentur ZEITENSPIEGEL-Reportagen. Er ist im Hintertaunus aufgewachsen. Ganz hinten. Er studierte dann Geographie in Frankfurt und Lund und ist Absolvent der Zeitenspiegel-Reportageschule. ├ťber einen einen taz-Panter-Workshop kam er zum Journalismus. Ohne die Panter-Stiftung h├Ątte er wohl mit Journalismus nichts am Hut. Jetzt hofft er, dass Gefl├╝chtete die Lokalpresse aufmischen.

Jessica Schober, M├╝nchen, unser Lokaljournalismusfan: Freie Journalistin, Buchautorin und Trainerin (www.jessicaschober.de). Hat Soziologie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Als reisende Reporterin (www.wortwalz.de) ist sie durch den deutschen Lokaljournalismus gewandert und verf├╝gt ├╝ber gute Kontakte zur Regionalpresse. Im Sommer 2016 hat sie ein halbes Jahr lang das Refugee Projekt ÔÇ×Kitchen on the RunÔÇť begleitet. Sie gibt journalistische Seminare, als ausgebildete Trainerin des Bildungsunternehmens ROCK YOUR LIFE! begleitet sie Mentoringtandems zwischen Hauptsch├╝lerInnen und Studierenden.

Ann-Kathrin Seidel, Hannover, unsere Gr├╝ndungsexpertin: Politikredakteurin und Multimediajournalistin, arbeitet hauptberuflich f├╝r das Redaktionsnetzwerk Deutschland und bereist nebenbei den Nahen Osten. Sie hat f├╝r ihre Recherchen mehrere Stipendien bekommen, ver├Âffentlichte in taz, Chrismon, Zenith. (www.torial.com/ann-kathrin.seidel)

Impressum
Newscomer gUG (in Gr├╝ndung)
Jessica Schober
Kirchenstra├če, 5, c/o Fischer Production GmbH & Co. KG
81675 M├╝nchen Deutschland

Partner

Die LfM-Stiftung f├╝r Lokaljournalismus Vor Ort NRW finanziert unsere erste Schreib- und Bleibwerkstatt im Social Impact Lab in Duisburg.

Im Rahmen des Grow-Stipendiums werden wir von Netzwerk Recherche unterst├╝tzt.

Das Social Impact Lab unterst├╝tzt uns im Rahmen des Ankommer-Stipendiums.

Kuratiert von

Deutscher Integrationspreis

Integration geht uns alle an ÔÇô Damit auch in Zukunft innovative Integrationsprojekte erfolgreich umgesetzt werden k├Ânnen, schreibt die Gemeinn├╝tzige Hertie-Stiftung den Deutschen Integrationspreis aus. Der Preis besteht aus zwei Teilen: Der Finanzierung und der Auszeichnung.

Social Impact Finance

Social Impact gGmbH Die Social Impact gGmbH ist Experte f├╝r Gr├╝ndungsberatung. Mehrere hundert Unternehmen wurden bereits mit der Unterst├╝tzung von Social Impact gegr├╝ndet. Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Social Impact Labs und die Unterst├╝tzung von Social Startups, die mit ihren Ideen ge...

├ťber Startnext

Startnext ist die gr├Â├čte Crowdfunding-Plattform f├╝r kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz. K├╝nstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterst├╝tzung von vielen Menschen.

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4.662 erfolgreiche Projekte
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