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Projekte / Literatur
Nora&Beshir - Ein Kinderbuch über Flucht&Neuanfang
Nora und Beshir leben an sehr unterschiedlichen Orten der Welt – beiden ist jedoch die Erfahrung gemein, ihre Heimat verlassen zu müssen, die besten Freunde und auch das Zuhause zurückzulassen, Abschied zu nehmen und sich schließlich auf einen Neuanfang einzulassen. Die Hälfte dieser Kinderbücher soll an geflüchtete Kinder verschenkt werden. Mit dem Erlös der verkauften Bücher wollen wir Flüchtlingshiflsorganisationen unterstützen.
6.409 €
5.000 € Fundingziel
175
Fans
151
Unterstützer
Projekt erfolgreich
22.02.16, 13:48 Carolin Neumann
Liebe Crowd, Die vielen, vielen Bücher wurden nun mit ganz viel Liebe verpackt und sind alle auf dem Postweg. Wir freuen uns auf euer Feedback und hoffen, dass sie euch gefallen. Nun startet unser Patenprojekt, denn genau nochmal so viele Bücher liegen hier in Caros Bude und freuen sich darauf, in den Flüchtlingsunterkünften verteilt und vorgelesen zu werden. Wir freuen uns auf diese Form der Begegnung und über EURE Unterstützung. Jeder, der gerne eine solche Patenschaft übernehmen, und sich mit einigen Büchern von uns ausstatten lassen möchte, meldet sich doch bitte direkt bei Carolin. Ob über Facebook, Startnext, Handy oder Email. Wichtig sind die Infos, in welche Unterkunft ihr gehen wollt und wieviele Bücher ihr dafür benötigt. Wer keine Idee, aber Interesse hat, bekommt von uns eine Unterkunft zugeteilt. Danke, dass ihr unser Projekt möglich gemacht habt! Carolin & Lisa & Matthias
17.01.16, 13:45 Carolin Neumann
Lisa hat gestern bei Dunkelheit, Schnee und Kälte ihre Stadt München verlassen und kam schon morgens im Berliner Sonnenschein an. Bepackt mit Tusche, Farbkasten, geschätzten fünfhundert Bleistiften und einer Zahnbürste. Hier in Matthias’ kreativer Künstlerbude wird der Kolorations-Stil festgelegt, Farben werden ausgesucht, Illustrationen werden hin und her geschoben, Bilder werden platziert und Papiere werden ausgewählt. Carolin flitzt nervös zwischen den beiden hoch konzentrierten Künstlern hin und her- Matthias am Computer, Lisa am Zeichenblock. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist bereits ganz Berlin von Schnee bedeckt und von Sonne keine Spur mehr. Bis zum Abflug, am Sonntag Nachmittag, wird noch experimentiert. Eines kann ich euch versprechen: Ihr könnt euch auf ein ganz besonderes Kinderbuch freuen. Ein wundervolles Restwochenende für euch lieben Unterstützer, Eure Carolin Mit Lisa und Matthias
13.12.15, 13:04 Carolin Neumann
Ich musste nicht sehr lange darüber nachdenken, wie meine Kinderbuch-Figur heißen sollte. Ich kenne nämlich einen ganz tollen Jungen der diesen Namen trägt. Beshir kam mit 12 Jahren in meine Willkommensklasse. Er war das erste Kind, dass größer war als ich: lange Beine, schlaksig und mit dunklen Locken. Er sah irgendwie gar nicht mehr aus wie ein Grundschulkind. So richtig war er das auch gar nicht mehr. Er befand sich in dieser Zeit in genau dieser magischen Übergangsphase vom Kind zum Teenager. So stand er da vor mir: sehr schüchtern und konnte kaum ein Wort Deutsch. Neben ihm sein kleiner Bruder Jasmin. Jasmin war das „Yang“ zu Beshir: klein, frech und supercool. Wenn Jasmin zu frech war, klapste Beshir ihm immer auf den Hinterkopf. Anfangs war ich davon sehr entsetzt. Als ich aber den liebevollen Blick sah, den Beshir bei jedem Klapps Jasmin zuwandte, war ich besänftigt. Beshir war das Kind in der Klasse, das alle mochten, zu dem jeder Vertrauen fasste, der die Schwächeren schützte und fleißig lernte. Denn er hatte eine Vision: Deutsch lernen, einen Schulabschluss machen, Arbeit finden und in Deutschland leben. Beshir kommt aus Bosnien und ist ein sogenannter „Wirtschaftsflüchtling“. Seine Eltern sind sehr herzliche Menschen. Beide können kaum Schulbildung vorweisen und weder lesen noch schreiben. Die Eltern sind im Krieg aufgewachsen. Sie wünschten sich ein besseres Leben für Ihre insgesamt vier Kinder und traten daher 2011 den Weg nach Deutschland an. Mit dem Wunsch und dem Glauben hier arbeiten und sich ein neues, besseres Leben aufbauen zu können. Vier Jahre später: Beshir ist 16 Jahre alt, besucht die neunte Klasse, spricht sehr gut deutsch und hat die erste große Liebe gefunden: „Lara“.Beshirs Facebookprofil zeigt stolz Bilder von dem hübschen, blonden Mädchen mit den blauen Augen. Hinter seinem Namen steht „(Ihr Junge)“ in Laras Profil steht „(sein Mädchen)“. (siehe Bild) Als er eines morgens aufsteht und frühstückt im Gauben daran, gleich zur Schule zu gehen und sich anschließend mit Lara zu treffen, steht die Polizei vor der Tür. 
Sie fordern die Familie auf, direkt in den Bus zu steigen der bereits auf die Familie wartet. Der Bus bringt die Familie zum Flughafen Schönefeld. Denn der Asylantrag wurde nicht verlängert. Jetzt kommen viele Menschen vom Krieg geflüchtet hier an und es wird genau darauf geschaut, ob jemand hier unbedingt Asyl braucht oder nicht. Rational betrachtet kann man das vielleicht nachvollziehen aber das Familien, die schon seit Jahren hier integriert sind gehen müssen, ist aus meiner Sicht nicht fair. Denn am härtesten trifft das die Kinder. Beshir und seine Familie sitzen noch am selben Tag in einem Flugzeug nach Sarajevo. Dort steht er am Nachmittag. Sein jüngster Bruder „Manujel“ erinnert sich nicht an dieses Land, es ist ein fremdes Land für ihn und er kann nicht verstehen was hier passiert. Die Eltern sind verzweifelt. Beshirs Vater hat früher Schrott gesammelt und Gemüse verkauft - konnte aber seine Familie nicht ernähren. Beshir und seine Familie konnten in einem kleinen Zimmer der Tante unterkommen. Seine Eltern dürfen die nächsten fünf Jahre nicht nach Deutschland zurück. Beshir weiß, dass er hier in Bosnien keine Perspektive hat. Er wünscht sich wieder nach Deutschland zu kommen, die Schule zu beenden und eine Ausbildung als Koch finden zu können. Er weiß, dass er für diesen Traum seine Familie verlassen müsste und auf fremde Hilfe angewiesen wäre. Während ich das schreibe sitze ich mit einem blöden Gefühl beim Friseur, welcher mich mehr kosten wird als die Familie monatlich zur Verfügung hat. 75Euro Kindergeld, alles was der sechsköpfigen Familie monatlich bleibt- bisher auch keine Aussicht auf Arbeit für die Eltern. Diese Trockenhaube über meinem Kopf ist irgendwie sinnbildlich für mein gutes Leben hier, wie unter einer Käseglocke geschützt von Bedrohung und Angst - beobachtend was dort vor sich geht und irgendwie ohnmächtig. Ich schreibe mit Beshir über „Whats App“, die einzige Kommunikationsform nach Deutschland - zu seinen Freunden und zu Lara. Er schämt sich als er mir erzählt, dass sie manchmal Hunger haben. Er hofft, dass ich ihm helfen kann. Ich erkläre ihm, dass ich keine Gesetze ändern kann, aber dass ich die Kraft des sozialen Netzwerks, im speziellen meiner „Crowd“ kenne und verspreche ihm, seine Geschichte zu erzählen. Nicht in dem Buch- aber hier. Was diese Geschichte und mein Buch gemeinsam haben? Das Ende ist offen.... 

08.12.15, 19:45 Carolin Neumann
Journalistin Maren Jentschke wurde tatsächlich über Twitter auf uns aufmerksam. Über "Nora und Beshir" schrieb sie in dem deutsch-französischen Blog "Berlin sur Seine". Es wird schon ganz schön viel verraten, aber die schönen Worte möchte ich niemanden vorenthalten: https://berlinsurseine.wordpress.com/2015/12/08/das-ende-ist-die-mitte-ist-der-neuanfang/
03.12.15, 12:47 Carolin Neumann
Ein Freudentag! Innerhalb einer Woche haben wir soeben unser Ziel von 5000,- erreicht! Nicht zuletzt durch 1000,- staatlicher Förderung durch den refugees welcome Contest von startnext! Ihr lieben Menschen da draußen: DANKE, dass ihr das möglich gemacht habt! Viele viele Kinder dürfen sich im Februar über Bücher freuen! Je mehr nun noch dazu kommt, desto mehr Bücher werden gedruckt- so kann und soll und darf es gerne weitergehen! Ein Freudentag...!
30.11.15, 20:34 Carolin Neumann
Liebe Crowd, Nach 6 Tagen sind wir bereits bei 73% unseres Fundingziel angekommen und sind überwältigt über all den Zuspruch. Mal ein paar Fakten: 3360 Euro 92 Unterstützer 138 mal wurde das Video auf Facebook geteilt 1007x auf Youtube angeklickt 177 auf unserer Facebookseite Ständig sagen wir Dinge wie "Kneif mich mal" und das Grinsen will gar nicht mehr unsere Gesichter verlassen. Deshalb muss schon jetzt mal ein ganz herzliches DANKE verfasst werden. Und was wir so machen? - Carolin beantwortet fleißig Emails und Anfragen - Matthias denkt sich neue Dankeschöns aus und - Lisa hat sich in ihr Kabinett eingeschlossen, um die letzten Seiten von "Nora und Beshir" zu zeichnen. Wir wünschen euch allen eine schöne Adventswoche. Genießt den Kerzenschein, den Plätzchenduft und die Wärme in euren Häusern. Caro, Lisa und Matthias

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