Projekte / Event
INDIANER INUIT, das nordamerikanische Filmfestival
INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL findet alle 2 Jahre im Januar in Stuttgart statt und ist das einzige Festival seiner Art in Europa. In Filmen, Diskussionen und Gesprächen wird Neues, Spannendes und Unerwartetes über die Kultur der „Native Americans“ bzw. „First Nations“ erfahren – weit entfernt von Indianerklischees a la Winnetou. Das Motto 2014 ist: No More Silence, Schluss mit der Stille und steht für ein farbenfrohes, klangvolles Spektrum an indianischen Filmproduktionen.
Stuttgart
5.065 €
5.000 € Fundingziel
73
Fans
22
Unterstützer
Projekt erfolgreich
28.01.14, 15:02 seven_fast
DER WEISSE MANN VERSTEHT ALLES FALSCH "Er nennt uns Wilde, doch er selbst ist der Wilde. Schaut, diesen Kopfschmuck nennt er Kriegsschmuck. Sicher, wir haben ihn im Krieg getragen, aber im allgemeinen war er für Zeremonien. Jede Feder steht für eine gute Tat, und ich habe in meinen 36 Federn davon. Es geht dabei nicht um Krieg, sondern darum, wer wir sind. Wenn wir singen, spricht der Weiße Mann von Kriegsliedern - aber die Lieder sind Gebete. Unsere Trommeln nennt er Kriegstrommeln - aber mit ihnen sprechen wir zu Gott. Es gibt keine Kriegstrommeln. Wenn unsere Krieger ihr Gesicht bemalen, nennt er es Kriegsbemalung. Doch die Bemalung dient dazu, dass Gott unser Gesicht deutlich sehen kann, falls wir sterben müssen. Wie können wir dann mit dem Weißen Mann über Frieden sprechen, wenn er immer nur Krieg versteht?"
20.01.14, 12:00 seven_fast
Wer den Newsletter nicht abonniert hat, kann über den Link ihn aufrufen. (klickt bitte die Überschrift an) Themen: 1. Was findet Ihr nun abschließend beim INADIANER INUIT vor ... 2. Die tollen Skulpturen als Preise für unsere Festival Gewinner 3. Das INDIANER INUIT geht "Multimedia" Wir freuen uns auf Euer Kommen und vielen Dank noch einmal für all Eure Unterstützung. Euer Festival Team
22.11.13, 18:48 seven_fast
http://www.nordamerika-filmfestival.com/share-our-vision.html Wir haben nicht nur Kosten für das Filmfestival, sondern auch für weitere Aktionen, um die Indianer zu unterstützen. Daher sind wir für jede finanzielle Spende dankbar. Wir können Spendenquittungen ausstellen. Vielen Dank und viele Grüsse, Euer Festival Team
21.10.13, 17:19 seven_fast
Liebe Fans und Funders, heute hat startnext ihr abschließendes OK gegeben, dass unsere Aktion „erfolgreich“ verlaufen ist. Im Namen unseres Teams und dem Festival bedanken wir uns sehr herzlich bei Euch und allen die uns geholfen haben. Die Funders müssen sich noch ein wenig gedulden bis wir die vollständige Liste von startnext bekommen haben. Dann machen wir uns daran, Eure Geschenke zu realisieren und Euch anschließend zu senden. Das wird hoffentlich vor Weihnachten abgeschlossen sein. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken: Scorpius Forge (für eine tolle Spende und Unterstützung – schaut Euch das Spiel an!), dem Lindenmuseum Stuttgart für das Sponsern der Eintrittskarten für die INKA Ausstellung (nicht verpassen!), Sequoia Crosswhite, Monika Seiller von der Zeitschrift COYOTE und Dietmar Kügler von dem Verlag für Amerikanistik. Und ein besonderer Dank an die Crowdfunder: Norbert Mallik und Christoph Jahn und dem Leiter: Gunter Lange und der Leitung des Festivals, dass Sie sich entschlossen haben Crowdfunding zu machen, um neue Wege zu gehen. Vielen Dank, hat Spaß gemacht;-)
17.10.13, 02:30 seven_fast
An welchem Tag hat die INKA Ausstellung im Lindenmuseum begonnen? (TT.MM.JJJJ) Schaut auf www.inka2013.de oder sucht ein Plakat in Eurer Nähe. Die ersten 5 Personen, die uns heute eine Mail ab 12h, den 17.10.2013 mit der richtigen Antwort und Ihrer Anschrift senden an: startnext@nordamerika-filmfestival.com bekommen je eine Eintrittskarte zugestellt. „INKA – Könige der Anden“. Das Imperium der Inka war im 15. und 16. Jahrhundert das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Die Ausstellung präsentiert die Inka-Kultur von ihren Anfängen in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in die Kolonialzeit zu zeigt hochkarätige Leihgaben aus peruanischen und europäischen Museen. Nähere Infos: www.inka2013.de Für die Aktion bedanken wir uns sehr herzlich beim Team des Lindenmuseum;-) Viel Erfolg! Euer INUIT Festival Team (Bild: Maisbier trinkender curaca)
16.10.13, 02:22 seven_fast
Südlich von Montréal, direkt am Sankt-Lorenz-Strom gelegen, befindet das Mohawk-Reservat Kahnawake (Mohawk: Kahnawá:ke). Wörtlich übersetzt bedeutet Kahnawake „an der Stromschnelle“. Es ist mit ca. 8.000 Einwohnern das größte Indianer-Reservat in der Provinz Quebéc und bietet für Urlauber und Indianer-Interessierte eine gute Möglichkeit, mit der Kultur der Ureinwohner Kanadas in Berührung zu kommen und in das gegenwärtige Leben der Indianer einzutauchen. Das Gebiet gehört den Bewohnern des Reservats, die die traditionellen Sitten und Gebräuche der Mohawks pflegen. So gibt es etwa jedes Jahr einen großen Pow Wow. Bei diesem Treffen wird gemeinsam getanzt, gesungen, gefeiert und nicht zuletzt die indianische Kultur geehrt. Das Reservat wird durch den „Mohawk Council of Kahnawake“ selbst verwaltet, hat ein eigene Polizei (die Mohawk Peacekeepers), ein Krankenhaus sowie ein eigenes Sozial- und Ausbildungssystem. Kahnawake ist bekannt für die Stahlbauer, die bei dem Bau von Hochhäusern in den USA mitgeholfen haben. Beim Bau einer Eisenbahnbrücke über den Sankt-Lorenz-Strom durch das Territorium von Kahnawake im Jahr 1886 fielen mitarbeitende Mohawk durch ihre Trittsicherheit auf und erwarben sich schnell einen Ruf als schwindelfreie und mutige Arbeiter. In der Folge arbeiteten viele Mohawk aus Kahnawake auf Baustellen von Brücken und Hochhäusern in Nordamerika, so auch beim Bau des World Trade Center. Heute sind etwa ein Viertel der berufstätigen Einwohner Kahnawakes im Hochhausbau tätig. Der Film „Spudwrench: Kahnawake Man“ (1997) von Alanis Obomsawin widmet sich solch einem Stahlbauer aus Kahnawake. Auch wenn es um den indigenen Film in Kanada geht, spielt Kahnawake eine Rolle. So stammt etwa die indigene Filmemacherin Tracey Deer (geb. 1978) aus Kahnawake, die mit ihrem Dokumentarfilm „Mohawk Girls“ (2005) bekannt wurde. Der Film gibt auf humorvolle Art und Weise einen Eindruck vom Leben in einem Reservat, in dem drei junge Frauen portraitiert werden, die in Kahnawake wohnen. Weitere Filme von Deer sind „Club Native“ (2008) und „Escape Hatch“ (2009). Ein weiteres bekanntes Indianer-Reservat ist das von Oglala-Lakota bewohnte Pine-Ridge-Reservat im Südwesten des US-Bundesstaates South Dakota an der Grenze zu Nebraska. Allerdings stellt besonders der Alkoholkonsum in diesem Reservat ein Problem dar und die Arbeitslosenquote liegt bei 85%. Auch die Suizidrate ist etwa viermal so hoch wie der Landesdurchschnitt. Viele Familien haben weder Strom noch ein Telefon. Auch das Pine-Ridge-Reservat ist für den indigenen Film in Nordamerika von Bedeutung. Der indigene Filmemacher Chris Eyre hat hier etwa seinen Spielfilm „Smoke Signals“ (1998) gedreht. Bekannt ist das Reservat auch für seine Radiostation KILI Radio - The Voice of Lakota Nation. Der Radiosender wurde 1983 von Mitgliedern des „American Indian Movement“ gegründet und trägt unter anderem dazu bei, die Kultur der Native Americans aufrechtzuerhalten. Der Dokumentarfilm „No more Smoke Signals“ (2008) von Fanny Bräuning portraitiert diesen Radiosender, der das bevorzugte Kommunikationsmittel der Lakota in dem Reservat ist. Christoph Jahn ist Teil unseres Festival Teams
14.10.13, 03:07 seven_fast
QUESTION: Let's begin by talking about where you were born and raised. OBOMSAWIN: I was born in Lebanon, New Hampshire, which was once the territory of the Abenaki Nation. When I was six months old my mother took me to Odanak in the Province of Quebec, where I was raised on a very small reservation until I was nine years old. I learned my nation's history through stories and songs. My teacher was my mother's cousin. We were the only native family and I spoke very little French or English. As I grew older, I became determined to see that our history was taught at all Canadian schools. QUESTION: Please tell us about the history of your people. OBOMSAWIN: Abenaki means people of the dawn or the East where the sun comes up. Originally, there were many groups of our people spread across what is now called New England and parts of Quebec province. At one time, we were very numerous. During my days on the reserve, there were 1,800 registered members, but there are only about 400 people living on there today. A lot of the original land has been lost. It's only about one mile long and maybe two miles wide today. QUESTION: What led you into filmmaking? OBOMSAWIN: I decided I was going to fight for changes in the educational system to include our history, but I didn't know how to do it. I began to sing at parties for friends and was invited to perform at a folk festival in New York City in 1960. That created an opportunity for me to tour elementary and high schools and universities in Canada, and also prisons. I was singing songs and telling stories about our history. During the early 1960s, Ron Kelly made a short film (Alanis) about my work. It appeared on CBC, the government run television network in Canada. In 1967, Joe Koenig and Bob Verrall, who were producers for the National Film Board, saw the film and asked to meet with me. I was given a contract to consult on a film. That led to opportunities to write and direct 16 mm films for CBC. My first film was Christmas at Moose Factory. It was a study of life in a small Native community based on children's drawings. That was in 1967. I've produced, written and directed more than 20 films. QUESTION: Where did your ideas for new films come from? OBOMSAWIN: Usually, it begins when I hear about an injustice on a reserve. QUESTION: How were you received by your own people in the beginning? OBOMSAWIN: I was pretty much alone at the beginning. It was difficult in a lot of ways. The old people were concerned that because we were putting their oral stories into another form, I was taking their spirit away. They thought it would damage or even kill the oral tradition. But, I realized that many children were no longer listening to the stories of their history told by their elders. They sat around and watched television instead. I was afraid that the old people would die and leave nothing behind. I felt we had to preserve the history of our nations. Eventually, the older people became more comfortable with what I was doing, but it took a while. I believe that most of our people now realize the value of these films. They aren't just for the short term. They will be there for future generations. I feel very fortunate to have been somehow chosen to do this work. One of the reasons why I still shoot on film is because of my feelings about preserving the history. I realize that right now film is the only true way we can preserve our stories. QUESTION: Unfortunately, many people still aren't sensitive to that issue. OBOMSAWIN: During the 1970s, I made six films as a co-production with the CBC. They were half hour films that were shown on television in classrooms. They finished in video format. The color is gone. It's awful. The people of the next generation will not see those films the way we finished them. That part of our history is lost. QUESTION: Do you have a regular film crew, which collaborates with you? OBOMSAWIN: Yes. I've worked with two wonderful cameramen. One of them worked with me from the beginning until he passed away about five years ago. His name was Roger Rochat. He was very dear to me. Phillipe Amiguet has worked with me on all the films I made since Kanehsatake: 270 Years of Resistance in 1990 about an uprising in Kanehsatake and Oka against injustices. We have made three other films on that subject alone. One was My Name is Kahentiiosta (1995), which is about a young native woman who was arrested after a 78-day standoff. A couple of years later, we made Spudwrench, about Randy Horne, a steel worker from Kahnawake. We made the fourth film in that series, Rocks at Whiskey Trench, in 2000. QUESTION: Did you have any formal training? OBOMSAWIN: When I began, all I had was a vision for what had to be done. I quickly realized that film was an incredibly powerful way for our people to be heard. They aren't just for the short term. They will be there for future generations. I feel very fortunate to have been somehow chosen by the Canadian Film Board to do this work. To answer your question, my formal training was making films. QUESTION: How about the original film and audio that the images and sound were recorded? Are they properly archived for posterity? OBOMSAWIN: They are in the archives at the National Film Board of Canada. I think it is one of the best places in the world to preserve our heritage. QUESTION: Are they archiving all the outtakes or just the final cuts? OBOMSAWIN: They have all of my films and the outtakes. I think it must be more than a million feet of film, and it is all properly archived. QUESTION: Many of your films are records of oral histories, but some of them are based on events that are happening in current times. OBOMSAWIN: When I'm documenting something that is happening in the present, it is always related to the history of our Nations. That is always part of the story. QUESTION: Can you give us an example? OBOMSAWIN: I made a film called Is the Crown At War With Us? in the year 2000. It documented a battle between a particular community and the government, which was restricting their traditional right to fish and harvest lobsters. In 1999, the Superior Court in Canada ruled that the Mi'gmaq people had valid rights that had to be respected based on the treaty of 1752. The treaty gave them the right to hunt and fish any time of the year. It was necessary for their survival. A lot of commercial fishermen were angry about that ruling. That resulted in a conflict. The Royal Canadian Mounted Police and the Department of Fisheries confiscated the traps that the native fishermen had in the water. Commercial fishermen were also grabbing their traps and destroying the nets inside. They also burned people's houses. It was terrible. The film documents current events along with the oral history of the native people. QUESTION: What has your work taught you? OBOMSAWIN: My work teaches me new things every day. Every time I make a film about something or interview someone, I am fascinated to hear how individuals express themselves. A lot of it is poetry to me. People have so much to say. You just have to listen, ask questions and give them time to tell their stories. I think it's a gift for me to hear them talk. I have spoken with so many people for all these years, and yet each time, I'm excited to hear another person's story. I always feel richer afterwards. QUESTION: Do new filmmakers come to you for advice? OBOMSAWIN: Yes. I teach master classes just about everywhere in Canada. A lot of people who are just starting out send me their films and videos. I don't know if I can help everyone, but I always answer. I always tell young people that when they decide they are going to make a documentary, they better begin by thinking about why they are doing it. I can always tell when a film is self-serving. I advise young filmmakers to ask themselves if their stories serve the subject. I advice them to really listen to the people who are in their films. If you decide to make a documentary, you can't stop once you hear what you want to hear. You can't say, I've heard enough. You have to listen to people tell their stories, because it's their story. For me that's the magic. QUESTION: Earlier in our conversation, you mentioned that you are still producing your documentaries on 16 mm film. Can you tell us why? OBOMSAWIN: I told you earlier that we are making films to preserve the stories for future generations. The other part of the answer is that the colors are truer and there is more of a feeling of depth. Stories told on film feel so much more profound. QUESTION: Can you give us an example? OBOMSAWIN: We were shooting a film recently on a mountain that is sacred to our people. It was difficult, because there were no paths. We carried the equipment to an altitude of 1,600 feet until we found the place where we wanted to film. On the way down, I was talking to a local man who asked if I saw the beaver dam? I said, no, and he told me that there were three dams and took us to see them. One of them was just unbelievable. I've seen a lot of beaver dams, but I've never one like that big. It was perfect. We waited, but no beavers came, so we decided to come back at 4 p.m. the next day. We came back and waited very quietly until the beavers came when it was nearly dark. They must have been almost three feet long. We didn't know where or when they were going to come. It happened very quickly. We focussed and grabbed at least seven very good shots. It was nearly dark, but they are beautiful. I'm happy we have it on film. QUESTION: What will you do with that film? OBOMSAWIN: It will be part of a new documentary that we are making. It's a story for children told through animals. We had 14 bear masks made by hand, along with beautiful blankets and moccasins with symbols of the Abenaki. We were shooting in the fall, so the trees had the richest colors. We had a woman tell a story about the history of her Nation. She was surrounded by the kids, who are wearing the different masks and blankets, listening to her. Afterwards, I planned to interview some of the children to see what they thought. I asked, who would like to speak? A very young girl volunteered. She was six and a half years old and she was incredible. We are finishing that film now. QUESTION: How are your films seen? OBOMSAWIN: We now have our own television channel, the Aboriginal People's Television Network (APTN) in Canada. It took a long time to get the license. We have been on the air for almost five years. We are training and employing a lot of people, and we are showing a lot of films and videos that aboriginal people are making about aboriginal people. That is a big step forward. QUESTION: How are your films seen by people outside of Canada? OBOMSAWIN: The National Film Board distributes them worldwide. QUESTION: We understand that you are also worked with National Geographic. OBOMSAWIN: I am working with them on films that they are producing. QUESTION: This is another philosophical question. Filmmaking is a very young art form. It is only about 110 years old. How do you think they have affected society? OBOMSAWIN: I think film has a lot of power to influence people. I feel very fortunate that I was given an opportunity by the National Film Board of Canada. They created a place for me to help my people tell their stories. I feel that it is up to us as documentary filmmakers to tell our stories for both the present and future generations. Alanis Obomsawin - Interview by Micol Marotti Das Interview findet Ihr auch unter: http://www.nativenetworks.si.edu/eng/rose/obomsawin_a_interview.htm
13.10.13, 15:58 seven_fast
Außer viele tolle Filme und Dokumentationen für verschiedene Altersgruppen, die „nur“ von Indianern (first nation people) realisiert worden sind, hat der Kurator: Gunter Lange auch viele andere tolle Themen und Events für Euch vorbereitet. Zur Feier des 5-jährigen Jubiläums werden erstmals Preise in den folgenden Kategorien ausgelobt. - Bester Spielfilm (lang) - Beste Dokmentation (lang) - Bester Kinderfilm (UNICEF-Preis) - Bestes Musikvideo Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten jeweils eine Skulptur sowie ein Preisgeld von 500 Euro. Besonderer Gast des Festivals ist die inzwischen 81-Jährige kanadische Filmemacherin Alanis Obomsawin aus Montreal, die für ihr Lebenswerk mit einem „Life Achievement Award“ geehrt wird. Ihr zu Ehren präsentieren die Veranstalter eine Film-Retrospektive. Das Rahmenprogramm beginnt bereits am 21. Januar mit einer Lesung des bekannten kanadischen Schriftstellers Richard Van Camp, der im Deutsch-Amerikanischen Zentrum eine Lesung halten wird. Sein Roman „Die ohne Segen sind“ (The Lesser Blessed) wurde von Ulrich Plenzdorf ins Deutsche übersetzt und erhielt 2001 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Tags drauf, am Mittwoch, 22. Januar präsentiert das Festival die Frauen A-capella-Formation M`GIRL aus Vancouver. Das Konzert der fünfköpfigen Gesangsgruppe, welches im Stuttgarter Linden-Museum veranstaltet wird, ist eine Europa-Premiere. Die „Girls“ wurden u. a. mit dem Canadian Aboriginal Music Award ausgezeichnet. UNICEF-Repräsentantin während des Festivals ist die US-amerikanische Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Tonantzin Carmelo aus Los Angeles. Weitere indigene Schauspieler, Filmemacher und Künstler, wie Q`orianka Kilcher (The New World) und Tyler Christopher (Shouting Secrets) haben ihre Teilnahme am Festival zugesagt. Mit der Crowdfunding Aktion und mit der Kooperation mit dem APP Produzent SCORPIUS FORGE will das Festival sich den neuen digitalen Möglichkeiten aufgeschlossen zeigen und am Zeitgeschehen teilnehmen. Weitere Partner der Veranstaltung INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL sind: TREFFPUNKT ROTEBÜHLPLATZ (vhs Stuttgart), Linden-Museum, Deutsch-Amerikanisches Zentrum (DAZ), American Chamber of Commerce, UNICEF-Arbeitsgruppe (alle Stuttgart), SCORPIUS FORGE, Universität Konstanz, Media Arts Cultural Events, Norbert Mallik (Übersetzungen/Untertitelungen) und Sven Schnell (crowdfunding). Wir freuen uns auf Euer Kommen;-)
09.10.13, 14:15 seven_fast
Dick Bancroft (geboren 1927) ist auch in seinem hohen Alter noch immer ein glühender Verfechter der Indianer und ihres Kampfes um ihre Rechte, welche er seit über vier Jahrzehnten mit der Kamera begleitet. Im Vorwort zu dem nun erschienenen Photoband über den Widerstand der Indianer und den die Geschichte des American Indian Movement (AIM) bezeichnet er sich selbst eher als Fürsprecher der Indianer denn als Photographen. Dennoch verdanken wir seiner Kamera einen genauen und umfassenden Blick auf die prägenden Jahre des AIM-Widerstands – von den frühen Besetzungen, u.a. des BIA in Washington 1972, über den „Longest Walk“ 1978 bis zu ihrem Engagement bei den Vereinten Nationen in Genf. Viele bekannte Gesichter begegnen uns bei dieser Zeitreise durch die Jahre 1969 bis 1981, doch Dick Bancroft ging es nicht um „Berühmtheiten“, sondern um die indianische Sache. Zur Photographie fand er in Afrika, als er 1967 mit seiner Familie in Kenia lebte und dort Eindrücke sammelte, die er nicht in Worte fassen, aber mit der Kamera ausdrücken konnte. Zurück in den USA wandte er sich dem Kampf von AIM zu und es war Pat Bellanger vom White Earth Indian Reservation, die in bei einer Versammlung in St. Paul 1970 aufforderte, die neue Bewegung und deren Aktionen als Photograph zu begleiten und zu dokumentieren. Für Bancroft waren diese Jahre eine Zeit des Lernens, aber auch der Aktionen und Konfrontationen, denn die Aktivisten erkannten schnell, dass sie „auf die Barrikaden mussten, um die Regierung herauszufordern“. Diese Aktionen wollte und musste er für die Öffentlichkeit dokumentieren, um jene sichtbar zu machen, die sonst als „unsichtbare Minderheit“ an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Von da an wich der einstige Versicherungsvertreter den Indianern nicht mehr von der Seite und warb für ihre Rechte mit seiner Waffe, der Kamera. Ausgerechnet eines der wichtigsten Ereignisse dieser Widerstandsjahre, die Besetzung von Wounded Knee, konnte er allerdings zu seinem größten Bedauern nicht dokumentieren, da ihm das FBI den Zugang verwehrte. Seine Photographien können als das bildnerische Gedächtnis der Bewegung gelten, welche dazu beitrugen, den indianischen Kampf um ihre Rechte und ein neues Gefühl der Würde zu stärken. Besonders wichtig war ihm stets die Akzeptanz durch die Indianer selbst, denn nicht jeder hat gute Erfahrungen mit Photographen gemacht – das gilt bis heute, wenn etwa rücksichtslose Knipser Aufnahmen von Zeremonien machen, die für den Außenstehenden tabu sind. Ein guter Photograph muss sich auch seiner Verantwortung bewusst sein, die er nicht nur für die Wahrheit seiner Aufnahmen, sondern auch für die dargestellten Personen übernimmt. Ausgerechnet Dick Bancrofts Aufnahme mit dem Titel „Warrior“ ist dafür ein trauriges Beispiel. Das Photo wurde 1979 in einer Galerie ausgestellt und führte dazu, dass zwei Polizisten Tom LaBlanc, nachdem sie ihn auf dem Bild erkannt hatten, grundlos verhafteten und brutal zusammenschlugen. So viel „Sichtbarkeit“ der Indianer war den Rassisten wohl zu viel. Der Vorfall war natürlich nicht Dick Bancrofts Schuld, zeigt aber die Gefahr, der sich die Aktivisten des Widerstands aussetzten. Tom LaBlanc hat diese Erfahrungen in seinem von der Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte herausgegebenem Gedichtband „Go Beyond“, verarbeitet. Von dem Widerstand seit Gründung von AIM, dem Fall Peltier und der Gründung des International Indian Treaty Council bis zum Yellow Thunder Camp Anfang der 1980er Jahre berichtet Laura Waterman Wittstock (Seneca), ehemalige Direktorin der American Indian Press Association und Herausgeberin der Legislative Review, in ihren Texten in “We Are Still Alive”. Die Journalistin aus der Cattaraugus Indian Reservation in New York schildert die damaligen Aktivitäten und Ereignisse, an denen sie als Augenzeugin und Journalistin beteiligt war. Äußerst kenntnisreich und anschaulich verdeutlicht sie auch die politischen Hintergründe und Zusammenhänge der Entwicklung, indem sie sich nicht allein auf die „Großereignisse“ beschränkt, sondern die Vielfalt des Widerstands vor Augen führt. Dick Bancrofts Photos sind ein historisches Dokument des Widerstands, welcher den Grundstein für das heutige Selbstverständnis der Indianer gelegt haben: „Proud to be Indian“. Dick Bancroft, „We Are Still Here – A Photographic History of the American Indian Movement“, Texte von Laura Waterman Wittstock, Vorwort von Rigoberta Manchu, engl., 210 Seiten, Minnesota Historical Society, St. Paul 2013, ca. 27 Dollar (John Fire Lame Deer, a Mineconju-Lakota spiritual leader who was born on the Rosebud Indian Reservation. Photo: Dick Bancroft, from We Are Still Here)
09.10.13, 11:46 seven_fast
Nur wenige der in die Hunderte zählenden indigenen Völker Nordamerikas beschäftigten die europäische Vorstellung in dem Ausmaß, wie es die Irokesen taten. Diese Faszination gründet sich vor allem auf die herausragende Rolle, die die fünf (später sechs) irokesischen Nationen im kolonialen Nordamerika des 17. und 18. Jahrhunderts spielten. Im Verband einer schlagkräftigen Stammesliga galten sie als gefürchtete Krieger und geschickte Diplomaten – ein Ruf, der seinen Niederschlag nicht zuletzt auch in der Romanliteratur fand. Das europäische Interesse an den Irokesen ging aber schon immer weit über die Beschäftigung mit ihren politischen und militärischen Leistungen hinaus. Die intellektuelle Auseinandersetzung mit der irokesischen Kultur prägte nicht nur die Geschichte der Ethnologie, sondern inspirierte auch die Friedens- und Frauenbewegung und hinterließ nachhaltige Spuren in der Populärkultur. Auf der Homepage gibt es noch mehr Informationen: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/gropiusbau/programm_mgb/mgb13_irokesen/ausstellung_irokesen/veranstaltungsdetail_60310.php 18. Oktober 2013 bis 6. Januar 2014 Öffnungszeiten MI bis MO 10:00–19:00 DI geschlossen 24. und 31.12.2013 geschlossen 25.12., 26.12.2013 und 01.01.2014 geöffnet 10:00–19:00 Eintritt Einzelticket € 9 / ermäßigt € 6 Eintritt frei bis 16 Jahre Viel Spaß;-)
08.10.13, 12:14 seven_fast
Liebe Spender, unter Euch und hoffentlich noch zukünftigen Spendern werden 7 download Links verlost, die wir von Scorpius Forge erhalten haben zu dem spannenden Spiel: EVOLUTION: Indian Hunter Wir sind selber erstaunt, wie man in die Lakota Welt eintauchen kann. Viel Erfolg! Euer Festival Team
08.10.13, 11:59 seven_fast
Scorpius Forge produziert Spiele. Nach dem Motto „Entdecken, Erforschen, Erleben“ stellt das junge Unternehmen Abenteuerspiele für alle Altersgruppen für mobile Medien her. Das Start-Up wurde 2012 vom Gründer und Geschäftsführer Roman Hoffmann in Blaustein bei Ulm gegründet. Scorpius Forge entwickelt APPs mit historischem Hintergrund speziell für das iPhone, iPad und bald für Android. Das erste Spiel aus ihrer „Evolution“ – Reihe trägt den Titel „Indian Hunter“ und nimmt als Spielbasis die reale Lebensweise des Stammes der Lakota Sioux Indianer in Nordamerika. Die Spielfigur „Chayton“ (deutsch: Falke) wird von seinem Vater „Akecheta“ (deutsch: Krieger) auf die traditionelle Bisonjagd mitgenommen und erlebt in 12 verschiedenen Levels spannende Abenteuer und Aufgaben. Nützliche Informationen über die Indianer, deren Lebensweise, die Tiere und Pflanzen werden im Spiel in sogenannten Infoboxen vermittelt. So verbinden die APPs von Scorpius Forge spielerisch Spaß und Lernen. Die Spieler können so in das Leben fremder Kulturen in längst vergangener Zeit eintauchen. „Wir möchten uns gezielt von den vielen simplen Spielen für mobile Endgeräte unterscheiden“, erklärt Roman Hoffmann, Gründer von Scorpius Forge. „Bei ‚Evolution: Indian Hunter’ erleben die Spieler in einer authentischen Spielwelt die vielen Abenteuer, die das Indianerleben mit sich brachte.“ Als junger Häuptlingssohn Chayton werden sie schrittweise in die Kultur der Lakota-Indianer eingeführt und erlernen alle wichtigen Jagdfähigkeiten: Sie gehen bei unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen auf die Jagd mit Pfeil, Bogen und Tomahawk, müssen sich an ihre Beute heranpirschen und die erlegten Tiere gemäß indianischer Tradition verwerten. Unterstützung bekommen sie von anderen Stammesmitgliedern, die die Fähigkeiten des heranwachsenden Häuptlings gezielt verbessern. Einmal erworben, werden die Fähigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben und bilden so die Grundlage für ausgedehnten Spielspaß.“ Scorpius Forge wird wie das INDIANER INUIT: Das Nordamerika Filmfestival von der MFG Baden-Württemberg gefördert. Nicht nur diese Verbindung erfreut die Zusammenarbeit, sondern, dass beide Partner sich gegenseitig ergänzen! Das Filmfestival klärt über die aktuellen Geschehnisse der Indianerkultur im traditionellen Gewand des Films auf und Scorpius Forge zeigt die moderne Weiterentwicklung im Umgang mit historischen Inhalten. Weitere Informationen über Scorpius Forge und ihr Spiel „Evolution: Indian Hunter“ unter: Blog: www.scorpius-forge.com Facebook: https://www.facebook.com/pages/Scorpius-Forge/314537851916410 App Store: https://itunes.apple.com/de/app/evolution-indian-hunter-free/id578933533?mt=8
06.10.13, 16:06 seven_fast
“Wir, die Vertragspartner, versichern uns gegenseitig, die vertraglichen Vereinbarungen in Zuneigung und Freundschaft zu erfüllen, solange das Grass grün ist, die Flüsse bergab fließen und die Sonne im Osten auf- und im Westen untergeht.” Diese Zeile stammt aus dem ersten Vertrag, den Europäer, in diesem Fall die Holländer, und indianische Völker, hier die Haudenosaunee Conferderacy, 1613 im heutigen US-Staat New York geschlossen haben. Die Holländer, die zunehmend ins Gebiet der Mohawk vordrangen, wollten sich damit Frieden für ihre Handelsposten sichern und die Konkurrenz der anderen europäischen Kolonialmächte zurückdrängen. Zwar hatten die Holländer zunächst eine Vereinbarung vorgesehen, welche ihren patriarchalen Vorstellungen von den indianischen „Kindern“ entsprechen sollte, doch die Haudenosaunee wiesen dies entschieden zurück. Ein friedliches Miteinander sei nur auf gleichberechtigter Basis als „Brüder“ möglich. Der Vertrag ist im Two Row Wampum-Gürtel dokumentiert. Dieser zeigt zwei lila Linien auf weißem Grund und symbolisiert damit die friedliche Koexistenz zweier souveräner Völker in Frieden und Freundschaft, welche die Eigenständigkeit dieser Völker anerkannt und schützt. Die beiden Linien stehen symbolhaft für ein europäisches Boot und ein indianisches Kanu, die friedlich nebeneinander im Fluss schwimmen, ohne sich zu begegnen oder zu behindern. Für die Haudenosaunee ist der Two Row Wampum die Basis aller weiteren Verträge mit den Europäern, so auch der sogenannten Covenant Chain, einer Reihe von Verträgen mit den Briten 1677. Doch bekanntlich wurden noch alle Verträge von den europäischen Kolonialmächten gebrochen. Die USA und Kanada haben willkürlich die Grenze durch das Land der Haudenosaunee gezogen und deren Souveränität missachtet. Die Haudenosaunee wehren sich gegen diese Missachtung und fordern ihre vertragliche Rechte als souveräne Nation ein. Nicht zufällig waren sie es, die sich schon in den 1920er Jahren an den damaligen Völkerbund in Genf wandten und später an der Spitze der Indianerdelegation standen, die 1977 vor die Vereinten Nationen in Genf zogen, um die Anerkennung ihrer Rechte zu verlangen. Der Irokesenbund entstand durch einen Friedensschluss der Cayuga, Oneida, Onondaga, Mohawk und Seneca unter dem „Großen Gesetz des Friedens“, dem sich später die Tuscarora anschlossen. Jeder der in der Haudenosaunee Confederacy zusammengschlossenen Nation verfügt über ihren eigenen Häuptlingsrat, der von den jeweiligen Klanmüttern bestimmt wird. Lange vor der Gründung der USA oder gar Kanadas hatten die Haudenosaunee mit dem „Great Law of Peace“ eine Verfassung, die ihre Souveränität als indianische Nationen zum Ausdruck bringt. So beharrlich wie kaum eine andere indianische Nation verfolgen die Haudenosaunee bis heute auch ihre Passhoheit. Mit ihrem eigenen Haudenosaunee-Pass reisen sie zu den LaCrosse-Meisterschaften in aller Welt und auch zu den Sitzungen der Vereinten Nationen. Die Holländer, mit denen die Irokesen 1613 den ersten Vertrag schlossen, haben immerhin 2010 diese Pässe als gültig anerkannt – andere Staaten sollten diesem Beispiel folgen. Die Haudenosaunee lehnen entschieden jede Autorität anderer Regierungen über sie ab. Sie sehen sich nicht als Teil des kolonialen Systems, das die kanadische und die US-Regierung über sie beanspruchen. Daher wehren sie sich insbesondere gegen die jüngsten Versuche der kanadischen Regierung, die indianische Souveränität zu beschneiden. Ihr Widerstand gilt vor allem der Reihe von Gesetzespaketen, mit denen die Regierung von Stephen Harper die Rechte der Indigenen weiter beschneiden will. „Als Hüter der Souveränität der Haudenosaunee in allen unseren Gemeinden und Territorien ist es die Verpflichtung des Haudenosaunee Grand Council allen Bedrohungen unserer kollektiven Souveränität gegenüber wachsam zu bleiben und diese entschieden zu bekämpfen“, erklärte der Irokesenrat in einem Statement im vergangenen Dezember, als ganz Kanada überrascht auf die Demonstrationen im Rahmen der „Idle No More“-Bewegung blickte. „Wir mahnen Kanada zu Einhaltung der friedlichen Prinzipien von Koexistenz, Nichteinmischung und gegenseitigem Respekt. Die Regierung von Kanada hat eine Reihe von Gesetzespakten verabschiedet, welche ohne unsere freie, vorherige und informierte Zustimmung erlassen wurden und damit gegen die Grundsätze der UN-Deklaration der Rechte der indigenen Völker verstößt. Ähnlich dem unsäglichen White Paper von 1969 versucht die Harper-Regierung, die unveräußerlichen Rechte der indigenen Völker Kanadas und ihre einzigartige Identität als souveräne Völker zu zerstören.“ Die Gesetzespakete greifen gravierend in die Selbstbestimmung der indianischen Völker Kanadas ein, u.a. durch den verstärkten Angriff auf die Strukturen der Selbstverwaltung mittels traditioneller Regierungen. Durch den Indian Act hat Kanada den indigenen Völkern ein System gewählter Stammesräte (elected councils) aufgezwungen, welche der Legitimation durch die traditionellen Entscheidungsverfahren entzogen sind. In einem Schreiben an den kanadischen Premierminister Stephen Harper forderten die Clan Mothers der Mohawk Anfang des Jahres die Regierung auf, die Angriffe gegen ihre Souveränität einzustellen. Die jüngsten Schritte der Regierung „sind eine Fortsetzung der Jahrhunderte alten Versuche, die indigenen Regierungen, mit welchen die Krone Verträge schloss, zu eliminieren. Die Regierung befindet sich im Irrtum, wenn sie glaubt, sie hätte irgendeine Autorität über unsere Völker und Nationen. Als kolonialistisches Regime hat Kanada den rassistischen Indian Act und andere Maßnahmen erlassen, um die indigenen Völker zu assimilieren. Der stärkste Angriff auf unsere Souveränität war die Einführung der Band Councils und das Bestreben, unsere ursprünglichen Regierungen damit außer Kraft zu setzen. Wir erklären hiermit eindeutig, dass weder Band Councils noch die Assembly of First Nations irgendeine Befungnis haben, in unserem Namen zu sprechen.“ Wiederholt hat sich Kanada in jüngster Zeit direkt in die Selbstverwaltung der indigenen Nationen eingemischt, sie unter Aufsicht sogenannter Third Party Manager gestellt und das ohnehin entmündigende System noch weiter ausgebaut, um ihren Interessen nach Ressourcenabbau leichter nachgehen zu können. Kanada betreibe eine betrügerische, kolonialistische Politik, welche die Vernichtung der traditionellen Souveränität zum Ziel habe, so die Klanmütter. Glenda Deer/Kanatishon (Bear Clan), Lynne Norton/Kawannahente (Wolf Clan) und Iris Stacey/Kahtehronni (Turtle Clan) berufen sich in ihrem Protest auf die Prinzipien des Two Row Wampum und verkünden ihren entschlossenen Widerstand gegen die Politik der Regierung und die Verletzung ihrer Rechte. Tadodaho Sid Hill, der spirutelle Führer der Haudenosaunee forderte in seiner Eröffnungsrede beim diesjährigen UN-Permanent Forum on Indigenous Issues am 22. Mai sowohl Kanada wie die USA auf, jede Einmischung in die souveränen Angelegenheiten der Haudenosaunee zu unterlassen. Mit scharfen Vorwürfen wandte er sich gegen die Verletzung der Verträge und internationaler Abkommen sowie das System der elected councils. Die einzige legitime Regierung seien die traditionellen Häuptlingsräte und der Haudenosaunee Grand Council. Die Grundlage der Haudenosaunee sei allein das Kaianere’ko:wa, das Große Gesetz des Friedens, und dieses manifestiere die Souveränität der Irokesen mit dem Ziel von Frieden und Respekt. Bereits Anfang Mai verabschiedeten die Mohawk eine Resolution, mit der sie die kanadische Regierung zur Einhaltung des Two Row Wampum-Vertrages, gleichberechtigte Beziehungen zwischen souveränen Nationen, Anerkennung ihrer Souveränität und damit verbunden ihrer Passhoheit. Zugleich riefen sie zu einem Protestmarsch gegen die Regierungspolitik auf. Am 17. Mai marschierten über 400 Teilnehmer unter Leitung der Onondaga – Tadodaho Sid Hill, spiritueller Führer der Haudenosaunee Confederacy, Chief Jake Edwards und Faithkeeper Oren Lyons – nach Akwesasne, um ihre Mohawk-Brüder im Kampf um ihre rechte zu unterstützen. Der Protestmarsch zog sich von Massena nach Cornwall, Ontario, wo sie mehrere Stunden lang die wichtigste Verkehrsbrücke besetzten. Als Zeichen der Einheit und der Souveränität wurde der Two Row Wampum vorangetragen. Zum 400. Jubiläum veranstaltete das National Museum of the American Indian in New York gemeinsam mit der Syracuse University im März eine Podiumsdiskussion an der u.a. Oren Lyons vom Onondaga-Häuptlingsrat und Mitglied des Haudenosaunee Grand Council, Tonya Gonnella Frichner, Präsidentin der American Indian Law Alliance, Andy Mager, Projektkoordinator der „Two Row Wampim Renewal Campaign“ sowie Phillip P. Arnold als Interimsdirektor der Native American Studies an der Syracuse University teilnahmen. Folksinger Pete Seeger kam eigens vorbei, um ein Ständchen zu singen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine zweiwöchige Jubiläumskampagne vorgestellt, bei der ein rund 250 km langer Gedenkmarsch von Albany zur UNO nach New York abgehalten werden soll, während gleichzeitig ein Paddeltrip auf dem Hudson River stattfindet – mit einem Kanu für die Indianer und einem Boot für die nicht-indianischen Unterstützer. Den Abschluss bildet ein Fest in New York City. Der Marsch beginnt am 27. Juli und soll passend zum International Indigenous Day am 9. August in New York eintreffen. Initiiert wurde die Kampagne von den Neighbours of the Onondaga Nation (NOON), die sich seit langem um eine Anerkennung der Haudenosaunee bemühen. „Seit vier Jahrhunderten haben die Haudenosaunee den Two Row Wampum in Ehren gehalten und sich zu ihrer Verpflichtung zu Frieden, Koexistenz und Nichteinmischung bekannt. In den letzten Jahren haben sie verstärkt auf ihre Rolle als Hüter des Landes verwiesen, denn nur der Schutz des ökologischen Gleichgewichts bietet die Basis für Freundschaft, Frieden und eine nachhaltige Zukunft. Wir, die Bürger der USA und Kanadas, sowie unsere Regierungen haben jedoch wiederholt diesen und weitere internationale Verträge gebrochen. Wir haben unsere Nachbarn einer Zwangspolitik ausgeliefert, die ihre Rechte verletzt, während wir uns ihr Land und ihre Ressourcen immer weiter angeeignet haben. Nur die wenigsten von uns verfügen über ein tiefes Verständnis dafür, welches Unrecht wir den Haudenosaunee zugefügt haben. Wir wollen uns mit der Kampagne dafür einsetzen, den Two Row Wampum wieder zu ehren und zu achten, der die Basis einer gemeinsamen Zukunft in Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit bildet. Wir müssen uns zur Einhaltung des Two Row Wampum und aller nachfolgenden Verträge bekennen, die in unserem Namen gebrochen wurden. 2013 steht im Zeichen dieser Vision.“ Unterstützt wird die Kampagne von Indigenen, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen. Ein Artikel von Monika Seiller (Coyote: http://www.aktionsgruppe.de/index.html )
05.10.13, 17:02 seven_fast
http://animals.nationalgeographic.com/animals/mammals/american-bison/ (Bild und Text aus der Zeitschrift: National Geographic) Euer Festival Team
03.10.13, 17:36 seven_fast
Bitte schaut in unsere Geschenkliste, um die CD zu bestellen. Danke ... Sequoia Crosswhite ist ein junger indianischer Musiker aus Rapid City. Er gab schon wiederholt Konzerte in Deutschland und der Schweiz, zuletzt hat das Züricher Nordamerikamuseum nonam ihn im September 2013 zu 2 Konzerten anlässlich der langen Museumsnacht eingeladen. Auf dieser CD befinden sich insgesamt 18 Songs, die einen Überblick über Sequoias musikalisches Schaffen in den letzten Jahren geben. Es handelt sich um Studioaufnahmen und Mitschnitte von Konzerten, die er alleine oder mit seiner Band "Letta People" gespielt hat. Hier können Sie einen Zusammenschnitt von vier Songs aus der CD hören: https://soundcloud.com/norbert-mallik/zum-reinh-ren-4-songs-aus Songliste: 1 Code of the West (3:51) 2 Mc Battle (3:56) 3 Things You Do (4:41) 4 Not Enough Love (5:24) 5 Inner Rage *Live Version* (5:50) 6 Red Road Riders (4:40) 7 Strictly for the Gs (4:08) 8 See the Light *Live Version* (4:09) 9 Candy Coated Lane (4:09) 10 Fast Lane *Live Version* (4:57) 11 Jim (3:34) 12 Code of the West *Live Remix* (1:41) 13 Sunlit Sea (4:31) 14 Vanity (4:27) 15 Winter Wind (3:51) 16 Red Man Cry (3:50) 17 Natural (5:26) 18 Too Late *Live Version* (3:07) Hustling on the streets (Video auf Youtube): http://www.youtube.com/watch?v=p4cJD6nKrPc Inner Rage (Video auf Youtube): http://www.youtube.com/watch?v=0uAOmQMDZNI
02.10.13, 14:31 seven_fast
PRESSEMITTEILUNG 2. Oktober 2013 Das INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL und SCORPIUS FORGE kooperieren für das Filmfestival 2014 und das Crowdfunding auf startnext.de INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL und SCORPIUS FORGE, eine innovative APP-Entwicklungsfirma aus Blaustein, kooperieren für das Filmfestival 2014. Das Filmfestival wird die neue App: Evolution: Indian Hunter aus der erfolgreichen Evolution Reihe präsentieren. Im Gegenzug unterstützt SCORPIUS FORGE das Festival in der Kommunikation und für das Crowdfunding auf startnext.de. Die APP Evolution: Indian Hunter basiert auf Geschichte und Leben der Lakokota-Indianer. Schaut hier weiter rein: http://www.go-with-us.de/indianer-inuit-nordamerika-filmfestival-und-scorpius-forge-kooperieren-fur-filmfestival-2014-und-crowdfunding-auf-startnext-de/ Zu dieser Kooperation kommen noch ein paar Meldungen. Wir freuen uns!!! Viele Grüsse, Euer Festival Team
19.09.13, 23:48 seven_fast
Bis heute stehen sie im Schatten der berittenen, federgeschmückten Krieger der Plains. Dabei waren sie ebenso kämpferisch, ihre Kultur war nicht weniger farbig. Sie waren die ersten Indianer des nordamerikanischen Binnenlandes, die Kontakt mit Europäern hatten. Die spanischen Eroberer trafen auf etwa 90 Dörfer, die sie "Pueblos" nannten. Heute sind davon in New Mexico 19, sowie die Hopi-Pueblos in Arizona geblieben. Ihre Siedlungen gehören zu den ältesten bewohnten Orten Nordamerikas und zu den ältesten Zivilisationen der Neuen Welt. Weder Spanier, noch Mexikaner oder Amerikaner haben die Traditionen der Pueblos merklich ändern können... Am Anfang standen Legenden: Christoph Columbus glaubte nach seiner dritten Reise, den biblischen Garten Eden gefunden zu haben. Ponce de Leon, ein anderer bedeutender spanischer Entdecker, war überzeugt, in der Neuen Welt läge der in alten Schriften erwähnte "Jungbrunnen". Weitere Konquistadores, die mit Kreuz und Schwert in die Weiten des neuen Kontinents vorstießen, waren sicher, daß das Land vor ihnen lag, in das bei der Invasion der Mauren im Jahr 734 in Spanien die sagenhaften 7 Bischöfe geflohen seien, die "7 goldene Städte" gegründet hätten. Die Sehnsucht nach ewiger Jugend, Seelenheil und Reichtum trieb die Konquistadores dazu, in Gebiete vorzudringen, von deren Ausdehnung, Tier- und Pflanzenwelt und vor allem von deren Bewohnern sie nichts wußten. Ab etwa 1530 gingen unter den Spaniern Gerüchte von reichen, großen Siedlungen nördlich von Mexiko um. Aber es war erst die an der Küste des heutigen Texas gestrandete Narváez-Expedition, deren Überlebende, geführt von Cabeza de Vaca, bei ihrem jahrelangen verzweifelten Rückmarsch nach Mexiko konkretere Nachrichten über die geheimnisvollen "7 goldenen Städte" hörten. De Vaca schrieb: "Wir zogen durch ... ständig bewohntes Land, wo es im Überfluß Mais und Bohnen gab. Die Menschen hier gaben uns unzählige Hirschhäute und Wolldecken, die letzteren besser als jene, die in Neuspanien hergestellt werden, sowie Perlen aus Korallen der Südsee, feine Türkise aus dem Norden... Sie sprachen von hohen Bergen im Norden, wo es stark bevölkerte Städte mit großen Häusern gäbe." Die Berichte genügten dem spanischen Vizekönig Mendoza, eine Entdeckungsexpedition, eine sogenannte "Entrada", in jene Region auszurüsten, die die Indianer "Cibola" genannt hatten. Zu dieser Expedition, die am 7. März 1539 aus der spanischen Stadt Culiacan aufbrach, gehörte auch ein franziskanischer Mönch namens Marcos de Niza. Ihm war es vergönnt, als erster Europäer einen Blick auf eine der sagenhaften Städte von Cibola zu tun. Da seine Vorhut von Zuni-Indianern massakriert wurde, war Marcos vorsichtig genug, sich das Zuni-Pueblo Hawikuh nur von weitem zu betrachten. Berauscht kehrte er im Juni 1539 nach Neuspanien zurück und berichtete, Hawikuh sei größer als Mexico City und berge enorme Reichtümer. Daraufhin machte sich eine spanische Streitmacht unter Vasquez de Coronado auf den langen Marsch nach Norden. Menschliche Ansiedlungen im heutigen amerikanischen Südwesten begannen, archäologischen Funden zufolge, vor mindestens 12.000 Jahren, als erste Gruppen nomadischer Jäger Mammute, Kamele und Bisons jagten. Siedlungsplätze seßhafter, Landwirtschaft treibender Menschen in dieser Region sind etwa für die Zeit 300 v. Chr., also vor über 2.000 Jahren nachgewiesen. Mit der Kultivierung von Mais, Kürbis und Bohnen begann die Dorfkultur dieses Gebiets, die zu ausgefeilten sozialen Organisationen, reichem Zeremonialismus, umfangreicher Handwerkskunst und Höchstleistungen der Architektur führte. Um das Jahr 1000 n. Chr. erreichten die Dorf-Indianer ihr "Goldenes Zeitalter", den Höhepunkt ihrer Kultur. Nur gestört von gelegentlichen Überfällen kriegerischer Stämme, die die landbauenden, aber äußerst wehrhaften Völker mehrfach zwangen, ihre Siedlungsplätze aufzugeben und sicherere Dörfer zu errichten. Die Anasazi - in der Sprache der Navajo "die Alten" -, nach wissenschaftlicher Meinung die Vorfahren der heutigen Pueblo-Indianer, verließen zunächst ihre sorgfältig gebauten Häuser auf bewaldeten Hochebenen und bauten festungsähnliche Behausungen unter schwer zugänglichen Klippen in schroffe Felshöhlen hinein, die nur über halsbrecherische Treppen oder Leitern zu erreichen und leicht zu verteidigen waren, wie in der Mesa Verde, dem heutigen Südwest-Colorado. Warum diese Meisterwerke früher Baukunst - teilweise 5 Stockwerke hohe Gebäude mit bis zu 800 Räumen - zwischen 1200 und 1400 unserer Zeitrechnung unvermittelt aufgegeben wurden, ist bis heute umstritten. Dürreperioden, die die auf den Hochebenen gelegenen Felder ihrer Fruchtbarkeit beraubten, ein Versiegen der Wasserreservoirs sind mögliche Gründe. Nach gängiger Meinung zogen die Anasazi-Gruppen südwärts, zerstreuten sich, bildeten neue Familienverbände und ließen sich in den Tälern des Rio Grande und des Pecos nieder. Einige zogen ins Gebiet des heutigen Arizona. Sie errichteten mehrstöckige Häuser aus Lehmziegeln und behauenen Felssteinen und entwickelten in dieser regenarmen, teilweise wüstenartigen Region, in der sie sich vor ihren Feinden sicher fühlten, ausgeklügelte Methoden für Landbau und Bewässerung. Ihre Waffen waren Bogen und Pfeile, Speere, Messer und Keulen, sowie ein bumerangähnliches Wurfholz für die Hasenjagd. Archäologische Funde deuten auf Tausende von Dörfern mit Zehntausenden von Bewohnern hin. Bis heute erscheint die Pueblo-Kultur auf den ersten Blick gleichartig. Tatsächlich deuten das Zeremonialleben ebenso wie die Art der Behausungen auf gemeinsame Wurzeln hin. Gemeinsam ist ihnen der Glaube, die Menschen seien irgendwann, nachdem sie durch verschiedene Welten, die Stadien ihrer Entwicklung darstellten, gewandert seien, geleitet von guten Göttern aus der Unterwelt zu ihrer gegenwärtigen Existenz aufgestiegen, die auch nur eine Durchgangsstation ist. In ihren heiligen Räumen, den Kivas, findet sich daher stets das Sisapuh, ein Loch im Boden, das die direkte Verbindung zur Unterwelt darstellt. Auch die Lebensphilosophie der Völker war ähnlich, ebenso die Techniken des Landbaus, sowie die Handwerkskunst. Gleichwohl entwickelten sich Unterschiede. Pueblo-Indianer bilden keinen Stamm. Zwar bestanden familiäre und Handelskontakte zwischen den Dörfern, aber jedes Pueblo war und ist bis heute auf ihre kulturelle Eigenständigkeit bedacht. Die Sprache ist dabei ein markantes Element: In den Pueblos Taos, Picuris, Sandia und Isleta wird noch immer Tiwa gesprochen, in den Siedlungen San Juan, Santa Clara, San Ildefonso, Nambe, Tesuque und Pojaoque Tewa, und in Jemez Towa. Alle drei Dialekte gehören zur Tanoan-Sprache. Die Pueblos Acoma, Cochiti, Laguna, San Felipe, Santa Ana, Santo Domingo und Zia sprechen Keresan. Die Zuni sind ebenso eine isolierte Sprachgemeinschaft wie die Hopi in Arizona. Die einzelnen Siedlungen hatten weltliche Oberhäupter, die in Fragen der Jagd und der Kriegsführung Anordnungen trafen, aber die eigentliche Macht wurde von den religiösen Führern ausgeübt. Sie stellten die Verbindung zwischen der realen und der unsichtbaren Welt her. Sie vermittelten zwischen den Menschen und den Göttern, heilten Kranke, wußten die Zeichen des Wetters zu deuten, hatten astrologische Fähigkeiten und leiteten das Ritualleben. Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß es die moralische und geistige Autorität der Pueblo-Priester war, die die Kultur dieser Völker im Wandel der Jahrhunderte aufrechterhielt. Sie legten die Verhaltensrichtlinien der Gruppe fest, verkündeten die Werte, an die sich die Menschen zu halten hatten. Äußere Bedrängnisse führten zu einem festen Gruppenzusammenhalt, der durch die Bildung von Clans und Bünden, denen Priester vorstanden, gestärkt wurde. Die Bünde hatten ihre eigenen Kivas, in denen ihr Ritualleben stattfand. Bei den gemeinsamen Zeremonien, die für reiche Ernten, Jagdglück, Gesundheit, Fruchtbarkeit und das allgemeine Überleben der Völker durchgeführt wurden, traten die "Kachinas", auf, beispielsweise "Yamukato", der Gott der Krieger, oder "Sayatasha", der bedeutende Regengott. Die Tanoan-Pueblos waren baulich und sozial in zwei Hälften geteilt, die Sommer und Winter, Tag oder Nacht symbolisierten und jeweils bestimmte weltliche und religiöse Verantwortlichkeiten für das Ganze trugen. Als sich Coronado im Juli 1540 den Dörfern der Zuni näherte, wußte er nicht, daß er eine der ältesten menschlichen Siedlungen dieser Region vor sich hatte. Die Zuni zählten zu dieser Zeit etwa 3.000 Menschen und siedelten in 6 Dörfern, von denen Hawikuh das größte war. Sie waren auf äußere Angriffe vorbereitet. Erfahrungen mit marodierenden Nomadenstämmen hatten sie gelehrt, sich zu verteidigen. Frauen und Kinder wurden auf eine nahe Mesa evakuiert. Die Leitern ihrer mehrstöckigen Häuser wurden eingezogen. Als die Eindringlinge das Dorf umringten, empfing sie ein Hagel von Pfeilen. Aber die Feuerwaffen der Spanier taten mit Donner, Blitz und Zerstörungskraft ihre Wirkung. Das Pueblo wurde genommen. Das Resultat jedoch war enttäuschend für die Gold und Juwelen erwartenden Spanier. Erbost schrieb Coronado an den Vizekönig: "Ich kann Ihnen versichern, daß Marcos nicht in einem einzigen Punkt die Wahrheit gesprochen hat." Es gab weder Gold und Silber, noch andere Reichtümer. Der kulturelle Schatz, den die neu entdeckten indianischen Städte im Rio-Grande-Gebiet bargen, wurde von den Spaniern als heidnisch abgetan. Immerhin erstellten sie Berichte über ihre Beobachtungen, die ein frühes Bild von der Lebensart der Pueblo-Völker hinterließen. Coronado schrieb: "Sie haben keine Führer wie in Neuspanien, sondern sie werden von einem Rat der Ältesten regiert. Sie haben ihre Priester, die sie "Väter" nennen, die zu ihnen predigen. Bei diesen Priestern handelt es sich um alte Männer, die morgens bei Sonnenaufgang die hohen Terrassen der Pueblos besteigen und von dort, wie städtische Ausrufer, zu den Leuten predigen, die - entlang der Gänge sitzend - schweigend lauschen. Die Priester sagen den Leuten, wie sie zu leben haben. Ich glaube, sie geben ihnen einige Anordnungen, die zu beachten sind, denn es gibt keine Trunkenheit, keine Sodomie und keine Menschenopfer unter ihnen, noch essen sie Menschenfleisch oder stehlen." Coronado schickte von Hawikuh aus Beobachter tiefer ins Landesinnere. Die Spanier drangen ins heutige Nordost-Arizona ein und stießen auf die Dörfer der Hopi. Capitan Hernando de Alvarado war der erste Europäer, der das isoliert gelegene, auf einer 120 m hohen Mesa gebaute Pueblo Acoma sah, das nur über einen schwierigen, in den Felsen gehauenen Pfad zu erreichen war. Er schrieb: "Es ist die stärkste Siedlung, die man sich vorstellen kann, da die Stadt auf einen hohen Felsen gebaut ist. Der Zugang ist so schwierig, daß wir es vermieden, bis zur Spitze zu klettern. Die Häuser sind drei und vier Stockwerke hoch. Die Leute hier sind ähnlich denen in der Provinz Cibola (Zuni), und sie verfügen über beträchtliche Vorräte von Mais, Bohnen und Truthähnen wie die in Neuspanien." Ein anderes Mitglied seiner Expedition schrieb: "Es ist die stärkste Festung, die die Welt je gesehen hat." Der Empfang der rüstungsbewehrten, berittenen Fremden war überwiegend freundlich-zurückhaltend. Vertreter aus Cicuye zogen mit Geschenken nach Hawikuh zu Coronado und drückten ihren Wunsch nach freundschaftlichen Beziehungen aus. Einer von Coronados Soldaten, Pedro de Castaneda, fertigte detaillierte Aufzeichnungen über das Leben der Pueblos an. Neben der Architektur der mehrstöckigen Häuser beeindruckte ihn das harmonische Familienleben der Indianer. Er beschrieb als erster die Sakralräume, die heute als "Kiva" bezeichnet werden. Coronado marschierte weiter bis in die Plains des heutigen Kansas und kehrte im Frühling 1542 verbittert mit leeren Händen um. Zwei Franziskaner-Mönche, die er zurückließ, um die Pueblos zu christanisieren, wurden erschlagen, kaum daß die Armee Coronados abgezogen war. Erst im Juni 1581 brach die nächste spanische Expedition ins Pueblo-Land auf: 9 Soldaten, 19 indianische Helfer und 3 Franziskaner-Mönche unter Führung von Augustin Rodriguez. Sie besuchten nicht weniger als 57 Pueblos. Dabei wurden Beobachtungen niedergeschrieben, die das tägliche Leben in den Dörfern in einer Weise skizzieren, wie es zum Teil noch heute anzutreffen ist. Das durchdachte Bewässerungssystem für die Felder in den Trockenzonen wurde erwähnt, ebenso die Töpferarbeiten, die "so exzellent und herrlich sind, daß sie den Töpferarbeiten in Portugal ebenbürtig und sogar überlegen sind." Die Spanier wurden Zeuge des reichen Zeremoniallebens der Pueblo. Der Berichterstatter schrieb: "Im Monat Dezember beginnen sie mit ihren Tänzen. Diese setzen sich für mehr als vier Monate in Intervallen einer bestimmten Anzahl von Tagen fort; ich glaube, alle fünfzehn Tage. Die Beachtung der Zeremonien ist allgemein." Beschrieben wurden Details der Pueblo-Religion, die noch immer eine bedeutende Rolle spielen: Gebetsstäbe, die Teilnahme zeremonieller Clowns, Masken. Die Spanier wurden Zeuge des Schlangentanzes der Hopi, bei dem die Tänzer lebende Klapperschlangen in ihrem Mund tragen. Bereits 1582 folgte eine weitere Expedition unter Führung von Antonio de Espejo. Diesmal wurden die Eindringlinge wesentlich reservierter empfangen. Ihr herrisches Auftreten verbreitete Furcht, die bald in Feindschaft umschlug. Als Espejos Truppe im Pueblo Puaray Nahrungsmittel verweigert wurden, ließ der Offizier 30 Männer zusammentreiben, warf sie in eine Kiva des Ortes und ließ sie bei lebendigem Leibe verbrennen. Im Pueblo Puala ließ er 16 Männer an Cottonwoodbäume binden und mit der Garotte erwürgen. 1590 brachte Gaspar Costano de Sosa die ersten spanischen Kolonisten ins Land der Pueblos. Widerstand wurde mit brutaler Gewalt gebrochen. De Sosa erzwang die Kapitulation von Cicuye und weiterer Pueblos. 1598 folgte Juan de Onate seinen Spuren. Er führte 129 Soldaten, die als Kolonisten im Pueblo-Land bleiben sollten, und ihre Familien bei sich hatten. Sie passierten zahlreiche Dörfer, die von ihren Bewohnern angesichts der heranrückenden Spanier verlassen worden waren. Im Juli 1598 versammelte Onate in der Siedlung Santo Domingo die Ältesten zahlreicher Pueblos um sich und verlangte ultimativ ihre Unterwerfung unter Christentum und spanische Krone. Am 8. September begann im Pueblo San Juan der Bau der ersten Kirche. Onate zeigte sich als unerbittlicher Administrator. Er teilte das Pueblo-Gebiete in Verwaltungsdistrikte, gab den Dörfern spanische Namen und übertrug die Gerichtsgewalt auf die ihn begleitenden Priester. Die Indianer wurden in ein sklavereiähnliches Verhältnis gezwungen. Onates Soldaten trieben jeden Monat Tribute in Form von Ernteerzeugnissen, Decken, gegerbten Tierhäuten und anderen handwerklichen Gütern ein. Die Indianer wurden gewaltsam missioniert und getauft. Den härtesten Widerstand leistete im Januar 1599 das Pueblo Acoma. Erste Versuche, die steile Sandstein-Mesa einzunehmen, scheiterten. Die Soldaten unter Vicente de Zaldivar beschossen Acoma mit Kanonen. Der Kampf dauerte 3 Tage. 11 Spanier starben. Die Verluste der Acomas werden auf 600 bis 800 geschätzt. Zwischen 70 und 80 Männer und gut 500 Frauen und Kinder wurden gefangen. Onate beschloß, um den Widerstand der Pueblos ein für allemal zu brechen, an den stolzen Acomas ein Exempel zu statuieren. Er ließ allen Männern über 25 Jahre öffentlich einen Fuß abhacken, danach wurden sie verurteilt, 20 Jahre spanischen Kolonisten zu dienen. Auch alle Frauen ab 12 Jahre wurden zu 20 Jahren Frondienst verpflichtet, und sämtliche Kinder unter 12 Jahre wurden ihren Eltern weggenommen und Kolonistenfamilien übergeben. Die Überlebenden des Kampfes von Acoma wurden sodann gezwungen, eine mächtige Missionskirche in ihrem Dorf zu errichten, die bis heute wie ein Fremdkörper zwischen den alten Adobe- und Felssteinhäusern emporragt. Die Verbitterung, die die Spanier mit diesen Maßnahmen erzeugten, ist bis heute, nach fast 400 Jahren, im Pueblo-Land nicht vergessen. Die Leidenszeit der Pueblos endete nicht mit dem Abzug Onates 1610. Sein Verwaltungssystem blieb erhalten, und seine Nachfolger lockerten die Unterdrückung der Indianer nicht. 1631 gab es Missionen in 25 Pueblos und 90 christliche Kapellen im Indianergebiet. Doch trotz aller Bemühungen spanischer Militärs und eifriger Missionare wurde der Widerstand der Pueblos nie völlig gebrochen. 1623 erschlugen die Bewohner des Pueblo Jemez den Missionar Zarate Salmeron und wenig später auch seinen Nachfolger. Ebenso wurden in den Zuni-Siedlungen mehrere Missionare ermordet. Franziskaner-Mönche fielen auch dem Zorn der Bewohner von Taos und Picuris zum Opfer. Schuld war in der Regel die Unduldsamkeit der Mönche gegenüber dem traditionellen Zeremonialleben der Pueblos, die bis zu brutalsten Mißhandlungen einzelner Indianer durch Priester führte, wenn diese "Götzendienste" vermuteten. Schuld waren auch die erbarmungslosen Unterdrückungen jeglicher Selbständigkeit der Indianer. In den 1670er Jahren versuchten Mönche, die Ritualtänze zu verbieten, die Kivas zu zerstören, religiöse Führer zu arretieren. 1675 standen 47 Indianer unter Anklage der "Hexerei", 3 wurden öffentlich gehängt. "Die Patres ... zerstörten Masken, Gebetsfedern und andere geheiligte Gegenstände, um den heidnischen Glauben der Indianer auszurotten. Kachinatänzer, die man erwischte, wurden ausgepeitscht oder getötet. Von nun an mußten die Zeremonien im Geheimen begangen werden. Man versteht, daß sie bis zum heutigen Tag sehr auf den Schutz ihrer traditionellen Religion bedacht sind." (John Gattuso, 1992) Zwar wurde der Katholizismus formal durchgesetzt, aber die Pueblo-Völker dachten nicht daran, von ihren spirituellen Überzeugungen abzugehen. "Die Franziskaner mußten begreifen, daß das katholische Ritual die alten Eingeborenenreligionen nicht verdrängen und daß die Mönche die Dorfpriester und Medizinmänner nicht ersetzen konnten. Kivas und Dorfplazas, nicht die Kirchen und Missionen, blieben Zentren des dörflichen Lebens. Der christliche Glaube wurde, wenn er bis zu einem gewissen Grad akzeptiert wurde, als Ergänzung angesehen, nicht als Alternative zu einer Religion, die den Pueblos und ihren Vorfahren gut gedient hatte." (Alfonso Ortiz, 1994) Auch das spanische Verwaltungssystem funktionierte nur eingeschränkt: Die Pueblo-Häuptlinge, die dem spanischen Gouverneur verantwortlich waren, sollten die Herrschaft der Kaziken, der Priester brechen, tatsächlich wurde niemand "Gouverneur" eines Pueblo, der nicht vom lokalen Schamanen ausgesucht und unterstützt wurde. Schlimmer als das spanische Militär und die aggressive Missionierung aber setzten die Krankheiten der Europäer den Pueblo zu. Allein 1640 starben etwa 3.000 Indianer an einer Pockenepidemie. Hinzu kamen ständige Überfälle durch Navajo, Comanchen, Ute und Apachen, die wie in den vorspanischen Tagen in die Pueblo-Gebiete einfielen. Sie sorgten für gelegentliche Vereinigungen von Pueblos und Spaniern, die gemeinsam gegen die räuberischen Feinde vorgingen. Die "Kolonisierung" zeigte Folgen: Beim ersten Einmarsch der Spanier lag die Kopfzahl der Pueblo-Indianer schätzungsweise bei gut 50.000. Nur 70 Jahre später hatten lediglich 17.000 überlebt. Dutzende von prächtigen Dörfern waren regelrecht ausgestorben. Am 10. August 1680 erhoben sich die Pueblo: Einem Sturmwind gleich fegten sie über die spanischen Siedlungen. Binnen 11 Tagen vertrieben sie die spanischen Kolonisten, Priester und Militärs aus dem ganzen Rio-Grande-Tal. Die letzten Spanier flüchteten am 21. August aus Santa Fe. Etwa 350 Kolonisten wurden getötet. Zahlreiche Missionen gingen in Flammen auf. Als die Spanier flüchteten, verschleppten sie 300 Isleta-Pueblos als Geiseln, die erst nach 20 Jahren in ihr Dorf zurückkehren konnten. Doch die aus der Verzweiflung geborene Einheit der Pueblo-Dörfer zerbrach bald. So konnten die Spanier 1692 unter Diego de Vargas zurückkehren und sich erneut in Santa Fe niederlassen. Sie blieben bis 1821. Allerdings gingen sie nun vorsichtiger vor. 1811 stellten die Behörden die Pueblos rechtlich den Spaniern gleich, als Anerkennung für ihre Hilfe bei den Feldzügen gegen kriegerische Nomadenstämme. Nach dem Unabhängigkeitskrieg Mexikos gegen Spanien traten für die Pueblos weitere Erleichterungen ein. Einige Dörfer verfügten inzwischen über Pferdezucht. Sie zogen zweimal im Jahr bis in die Plains auf Bisonjagd und erlegten bis zu 12.000 Tiere, mit deren Häuten sie lebhaften Handel trieben. Auch die Adlerjagd wurde gepflegt, wobei Wert darauf gelegt wurde, die Vögel lebend zu fangen. Die Adler dienten zeremoniellen Zwecken, und ihre als heilig geltenden Federn stellten hochgeschätzte Güter für den Handel selbst mit ihren alten Feinden, den Apachen und Navajo, dar. Pueblo-Trader drangen mit ihren geschätzten Waren bis tief in die Plains ein. Die Eroberung der mexikanischen Gebiete durch die USA im Krieg von 1846-48 wurde von den Indianern begrüßt, aber ein Großteil des von den Pueblos beanspruchten Landes wurde bald von anglo-amerikanischen Siedlern aus dem Norden in Besitz genommen. Der Kampf um Selbstbestimmung ging weiter. Die stabile soziale Struktur der Pueblo-Völker verhinderte eine Entwicklung wie in den Plains und Prärien, wo der systematische Landraub, die Vernichtung des Bisons und die Vertreibung der Nomadenstämme aus ihren angestammten Jagdgebieten in vergleichsweise kleine Reservationen zu einer Kulturvernichtung führte. Die abgeschiedene Lage der meisten Pueblos und die seßhafte Lebensweise erleichterten diesen Völkern das Überleben in einer sich verändernden Welt. Schon der erste amerikanische Indianeragent für New Mexico, James Calhoun, lehnte es strikt ab, die Pueblos ähnlich zu behandeln wie die als "unzivilisiert" geltenden Plainsindianer. Er schrieb: "Die Umsiedlung und Konzentrierung der verschiedenen Pueblos auf eine Reservation ist völlig abwegig. Ihre Behausungen sind denen in Santa Fe weit überlegen. Sie haben reiche Täler kultiviert, ziehen Mengen von Mais und Weizen heran, züchten große Herden von Pferden, Maultieren, Schafen und Ziegen. All das kann sogar noch gesteigert werden, wenn man ihre Fähigkeiten fördert und sie in landwirtschaftlichen Fragen unterrichtet." 1924 zwang der "Pueblo Lands Act" des US-Kongresses alle nichtindianischen Siedler auf Puebloland, ihre Besitzansprüche nachzuweisen oder den Stämmen finanziellen Ausgleich für unrechtmäßig weggenommenes Land zu zahlen. Da die amerikanische Indianerbehörde den Pueblos zudem weitgehende politische Autonomie einräumte, die durch Gerichtsentscheidungen noch gestärkt wurde, konnten sie ihren Lebensstil größtenteils beibehalten. Die handwerklichen Traditionen - Weberei, Töpferei, Korbflechterei und Schmuckherstellung - konnten sich weiterentwickeln und stehen nach wie vor auf dem höchsten Niveau aller nordamerikanischen Indianerstämme. Zwar stehen in den meisten Dörfern große Kirchen aus spanischer Zeit, die an Feiertagen, für Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse genutzt werden, doch die Indianer haben weder ihre Ritualtänze und die geheimen Zeremonien in der Kiva, noch die Verehrung ihrer alten Götter aufgegeben. "Beide religiösen Systeme sind getrennt, und die Indianer finden es nicht problematisch, beide zu nutzen." (Tom Bathi, 1994) Doch die Probleme des amerikanischen Alltags erreichen auch die isolierten, alten Siedlungen: Eheschließungen zwischen Pueblos und Nicht-Indianern schwächen den Zusammenhalt der Clans und den Einfluß der traditionellen Pueblo-Führungen. Die Bevölkerungszahl der Pueblos wächst wieder - wohl etwa 35.000 Menschen zur Zeit -, so daß die ihnen verbliebene Landreserve inzwischen immer kleiner wird. Fraktionsbildungen zwischen streng traditionalistisch eingestellten Indianern und solchen, die sich der amerikanischen Gesellschaft öffnen wollen, führen zu erbitterten Streitigkeiten. Die Landwirtschaft, einst bedeutendste Lebensquelle der Pueblos, geht ständig zurück, dafür nimmt die Arbeitslosigkeit zu. Der Alkoholismus wird auch für die Pueblos zum Problem. Die Welt der Pueblos hält keine romantische Utopie als Vision für die industrialisierte Gesellschaft bereit, sondern nur ein einfaches, sehr hartes Leben, das aber für viele junge Indianer verlockender zu sein scheint als die Anpassung an den Schmelztigel Amerika. Auf diese Weise haben es die Pueblos geschafft, mehr als 400 Jahre Okkupation fremder Kulturen zu überleben. Professor Alfonso Ortiz aus San Juan Pueblo schrieb (1994): "Die Pueblos waren fähig, Elemente der spanischen, mexikanischen und amerikanischen Kultur in ihre eigene zu übernehmen, ohne deren Kern zu erschüttern. Das hat den Pueblos erlaubt, ihr Wertesystem zu schützen und den Grad der Veränderungen zu bestimmen." Wer ein Pueblo betritt, spürt, daß die Zeit hier langsamer verrinnt. Oft gibt es weder Wasserleitungen noch Elektrizität. Dafür entsteigt den Hornos, den alten runden Ziegelöfen zwischen den Adobehäusern, der Duft des frischen Brotes, das die Frauen hier noch immer wie seit Hunderten von Jahren über Zedernholz backen. Und über die hohen Leitern an den alten Lehmmauern steigen die Kachinas wie eh und je vom Himmel herab, um ihr Volk zu behüten. Dietmar Kuegler, Publizist seit fast 40 Jahren, schrieb über 50 Bücher und mehr als 600 Artikel und Aufsätze zur amerikanischen Besiedelungsgeschichte und Pionierzeit. Er hat alle relevanten historischen Plätze besucht und für seine Texte an Ort und Stelle recherchiert. In den letzten 10 Jahren hat er fast alle Pueblos in New Mexico mehrfach besucht und mit Bewohnern, sowie Stammeshistorikern gesprochen.
10.09.13, 13:03 seven_fast
Während Kanadas Premierminister den wirtschaftlichen Schulterschluss mit China probt, die Teersandförderung vorantreibt und die Entscheidungsfähigkeit der First Nations durch die Vormundschaft mittels Third Party Management untergräbt, bleiben auch die Indigenen nicht untätig und bereiten sich auf eine heiße Phase des Widerstands vor – den „Sovereignty Summer“, den Sommer der Souveränität. Die Bewegung Idle No More, die Ende 2012 entstand, dominierte die Schlagzeilen der letzten Monate und zeigte der kanadischen Regierung die Entschlossenheit des indigenen Widerstands, die sich im ganzen Land manifestiert. Zehntausende gingen auf die Straße, um ihre Stimme gegen ein verhängnisvolles Gesetzespaket zu erheben, das nicht nur die Souveränität und indigenen Vertragsrechte bedroht, sondern auch den Umweltschutz in vielen Bereichen aushebelt (siehe Coyote Nr. 96). Die Protestaktionen begannen jedoch nicht erst 2012. Bereits 2010 formierte sich landesweiter Widerstand gegen die Olympischen Winterspiele in Vancouver/Whistler, der nicht nur von Indigenen, sondern von einem breiten Spektrum an Aktivisten getragen wurde. Protestmärsche in allen größeren Stätten und die gewaltigen Demonstrationen in Vancouver sorgten für Schlagzeilen. Am National Action Day 2011 blockierten die Indigenen über Stunden hinweg die Eisenbahnlinie von Toronto nach Montreal sowie mehrere Highways. Die im Herbst 2011 die Medien beherrschende Occupy-Bewegung hat sich wiederholt mit den Forderungen der Indigenen solidarisch erklärt. Doch nicht nur mit Einzelaktionen demonstrieren die Indigenen ihre Entschlossenheit, ihre Vertragsrechte zu verteidigen. Seit Jahren blockieren die Grassy Narrows die Zufahrtswege zum Whiskey Jack Forest, um gegen den Kahlschlag ihres traditionellen Landes zu protestieren, und die Grand River Six Nation fordert ihre Landrechte am Haldimand Tract durch Widerstandscamps und Blockaden in Ontario ein. All diese Aktionen zeigen die tiefe Unzufriedenheit und wachsende Wut angesichts der Politik der Regierung, welche die Ausbeutung der Ressourcen zur Priorität erklärt hat und dafür die Rechte der Indigenen mit Füßen tritt. Mit Idle No More ist jedoch der Widerstand in eine neue Phase getreten, denn nun scheinen sich die Proteste die Indigenen im ganzen Land zu einen und nicht mehr enden zu wollen. Viele der Protestaktionen wenden sich vor allem gegen die verheerende Teersandförderung in Alberta, der Heimatprovinz von Premierminister Harper, und dem damit verbundenen Transport in Pipelines vom Inneren des Landes an die Pazifikküste bzw. auch die geplante Pipeline von Kanada in die USA. Clayton Thomas-Mueller, Koordinator der anstehenden Kampagnen, kündigte an, dass insbesondere auch die geplante Energy East TransCanada Pipeline Ziel der Proteste sein werde. Die 4.400 km lange Pipeline soll zwischen 500.000 und 800.000 Barrel Rohöl zu den Raffinerien im Osten Kanadas bringen. Mitte Juni besetzen Aktivisten eine Woche lang eine Pumpstation der Firma Enbridge nahe Hamilton in Ontario, um gegen die Pipelines zu protestieren. Der „Sovereignty Summer“ soll die Zusammenarbeit der Idle No More-Bewegung mit weiteren Aktivisten und Organisationen stärken, u.a. mit der indigenen Landrechtsorganisation Defenders of the Land. Auch die Assembly of First Nations hat bereits ihre Unterstützung für den „Sovereignty Summer“ angekündigt. Allerdings scheint es sich dabei eher um eine Trittbrettfahreraktion der umstrittenen „Dachorganisation“ zu handeln, die Angst um ihre Führungsposition hat. Die gewaltfreien Aktionen werden Protestmärsche, Blockaden und Briefkampagnen umfassen und den Forderungen der Indigenen Nachdruck verleihen: Anerkennung der indigenen Land- und Vertragsrechte, Anerkennung der indigenen Souveränität, Aufhebung der Omnibus-Bills, Einrichtung einer nationalen Untersuchungskommission zur Situation der verschwundenen und ermordeten indigenen Frauen, sowie verstärkten Schutz der Umwelt und Ressourcen. Der beste Schutz der Ressourcen sei die Anerkennung der indigenen Landrechte, so Clayton-Mueller, denn „wir protestieren nicht zum Spaß, sondern hier geht es um unser Überleben.“ Idle No More hat im Kontext der Kampagne eine neue Webseite erstellt, die der expliziten Vernetzung der verschiedenen Aktivisten und Gruppen dienen und die Koordination von Aktionen im ganzen Land erleichtern soll. Nach eigener Ankündigung wird die Webseite auch eine Datenbank mit über 100.000 Aktivisten bieten: www.idlenomore.com. Die wichtigste Herausforderung für den indigenen Widerstand ist nun die Geschlossenheit. Die kanadische Regierung versucht mit Versprechungen, finanziellen Lockangeboten und Beschwichtigungstaktiken, immer wieder einen Keil zwischen die Indigenen zu treiben, und war damit häufig genug erfolgreich, Für die Aktivisten bedeutet dies, das wichtigste Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – indigene Souveränität.
06.09.13, 12:12 seven_fast
Im 16. Jh. stießen spanische und französische Entdecker im Gebiet der heutigen US-Staaten Kansas und Nebraska auf ein großes, wohlhabendes Indianervolk. Es handelte sich um die Pawnee. Sie bestanden aus vier 4 unabhängigen Gruppen: Die Chaui (Grand-Pawnee), die Pi-tahauerat (Tappage-Pawnee), die Kitkehahki (Republican-Pawnee) und die Skidi (Wolf-Pawnee). Seit Hunderten von Jahren siedelten diese Menschen am Platte und dem unteren Loup River in Nebraska und an den Flüssen Blue und Republican im südlichen Nebraska und nördlichen Kansas. Die Pawnee waren zwar auch Jäger, aber sie waren keine Nomaden, sondern Dorfindianer. Sie errichteten feste Siedlungen aus wuchtigen Erdhäusern, die sie üblicherweise terrassenartig oder auf Hügeln oberhalb von Flusstälern anlegten. In den Flussniederungen befanden sich ihre Gärten, in denen die Frauen Mais, Bohnen und Kürbis zogen. Mindestens zweimal im Jahr, üblicherweise im Sommer und Winter, zogen einzelne Gruppen nach Süden und Westen in die High Plains zur Bisonjagd. Während der Jagd lebten sie in Tipis. Trotz ihrer sesshaften Lebensweise, waren die Pawnee äußerst kriegerisch. Sie waren mit fast allen Völkern der Plains verfeindet. Aus diesem Grund wiesen ihre Dörfer starke Umfriedungen auf, meistens Wälle aus Grassoden und Baumstämmen. Ihre Erdhäuser – die aus der Ferne wie natürliche Hügel wirkten –, hatten in der Regel einen Durchmesser von 9 – 12 m. Die Wohnstätten bedeutender Familien oder Bauten mit zeremoniellem Charakter konnten auch größer sein. Charakteristisch für Pawnee-Häuser waren die in der Mitte angelegte Kochstelle, die Eingangsöffnung nach Osten – um den Sonnenaufgang begrüßen zu können – und ein Altar an der Westseite. Im südlichen Teil befand sich sehr oft eine Art Vorratskeller – eine tiefe Grube, die mit Schilfgras und Rinde ausgekleidet war. Hier wurden Mais, Kürbisse, getrocknetes Fleisch und andere Lebensmittel aufbewahrt. Die gesellschaftliche Kultur der Pawnee ähnelte anderen Indianervölkern der Plains: Die Männer beschäftigten sich mit Jagd und Krieg, während die Frauen die meisten täglichen Verrichtungen leisteten. Die Führerschaft einer Gruppe wurde oft durch die Schwester eines Häuptlings vererbt, indem ihr Sohn der nächste Häuptling wurde. Die Pawnee führten niemals Krieg gegen die Weißen, stattdessen dienten ihre Krieger als Scouts der US-Armee gegen ihre alten Feinde, die Sioux, Cheyenne, Kiowa und Comanchen. Sie wehrten sich auch nicht gegen den Verlust ihres Landes und zogen 1876 klaglos ins Indi-anerterritorium (den heutigen Staat Oklahoma). Eines der bedeutendsten Pawneedörfer lag am Republican River. Es bestand in den 1820er Jahren, als die ersten weißen Reisenden in diese Region vordrangen, aus 30 – 40 Erdhäusern mit über 1.000 Bewohnern. 1826 passierte der berühmten Mountain Man Jedediah Smith mit einer Trapperbrigade die Siedlung. Archäologen vermuten, dass der Platz dieses Dorfes seit mindestens 10.000, möglicherweise aber schon seit 20.000 Jahren von indianischen Völkern besiedelt wurde. Es wird angenommen, dass Kitkehahki wegen ständiger Angriffe kriegerischer Nachbarstämme und durch von weißen Reisenden und Händlern eingeschleppte Krankheiten zugrunde ging. Um 1780 schätzten Forscher, daß die Pawnee etwa 10.000 Menschen stark waren. Wenige Jahrzehnte später hatten Kriege mit den Sioux, sowie Pocken- und Cholera-Epidemien einen hohen Tribut gefordert. Um 1900 lebten allenfalls noch 600 Pawnee in Nordamerika. Heute gibt es wieder etwa 2.500 eingetragene Stammesmitglieder in Oklahoma. © Dietmar Kuegler, Verlag für Amerikanistik
05.09.13, 13:59 seven_fast
Zu erst vielen Dank an alle Spender, Unterstützer und FANs, die unsere Crowdfunding-Aktion tatkräftig unterstützen!!! Wir haben nun bald die 500 EUR Marke geknackt. Da sollte aber noch mehr gehen, damit wir die 5.000 EUR gemeinsam schaffen;-) Eine Bärenfalle hier ist, dass viele unserer Indianfreunde sehr skeptisch sind gegenüber der Anmeldung bei startnext.de und den Bezahlmethoden der Schwarmfinanzierungs-Aktion. (Es gab schon einige Direktspenden, wofür wir auch sehr dankbar sind, aber ...) Diese Mail soll zur Aufklärung dienen: Startnext ist hier eine sehr anerkannte Plattform und wurde als eine Gemeinnützige Gesellschaft aufgestellt, die sich der Mission Crowdfunding widmet, wie wir uns der Mission: INDIANER INUIT widmen! Hier noch einmal der Link: http://www.startnext.de/nordamerika-indianer-inuit-fil 1. Man sollte sich bei Startnext als "FAN" anmelden, um dabei zu sein. Startnext hat viele Zertifizierungen bekommen und arbeitet mit qualitativ hochwertigen Partnern, die Startnext ihr Vertrauen schenken, um uns eine bestmögliche Sicherheit zu gewähren. Gegen NSA kommt nicht mal unsere Bundesregierung an;-) 2. Die Bezahlmethoden sind: paypal, und man kann das Geld auch klassisch überweisen! (So findet keine automatische Abbuchung statt) 3. Weiterhin könnt Ihr „uns“ das Geld senden mit Eurer Adresse, Mailadresse und wir melden Euch bei Startnext an. Denn nur so können wir Euch anschließend eine Spendenquittung ausstellen, was alles automatisiert ist. Alles wird von uns vertraulich behandelt. Ansonsten könnt Ihr auch direkt an uns spenden, aber das wäre schade, denn hinter der Aktion steckt viel Arbeit, die wir sehr gerne „erfolgreich“ abschließen möchten. Unser Ziel ist es "gemeinsam" 5.000 EUR zu erreichen. Was ihr als Partner über Startnext macht, ist nichts anderes, wie ein Ankaufsmodell. So könnt Ihr die Konzertkarten für M’Girl, wie im Vorverkauf erwerben, T-Shirts, Sweetgrass oder andere Dinge, die wir für Euch ausgesucht haben. Die Erlöse gehen direkt an uns. Und es kommen keine Extrakosten weder auf Euch; noch auf uns zu. Uns würde es freuen, wenn Ihr die positiven Dinge dieser Aktion seht: Das ist vor allem: Das Indianerfestival finanziell und mit Werbung zu unterstützen! Das dient unserem oberstes Ziel der Aufklärung und der Unterstützung der gegenwärtigen Situation der Indianer (First Nations). Mit Rauchzeichen können Sie leider nicht mehr viel bewegen, leider ... Kopiert die Mail und sendet Sie bitte an die noch Unentschlossenen weiter;-) Vielen Dank und viele Grüße, Eure Festival Team
30.08.13, 17:26 seven_fast
"Amerikanische Indianerkulturen unterliegen in Europa tiefsitzenden Klischees. Das Nordamerika Filmfestival "Indianer Inuit" stellt daher eine essentielle Chance für die eingeborenen Völker Nordamerikas dar, die Realität und Dynamik ihrer hochsensiblen Kulturen in unserer Welt zu präsentieren, ihre Identität und ihr Überleben als eigenständige Volksgruppen zu bewahren und ihre Tradition mit den Mitteln der heutigen Zeit zu interpretieren." Liebe Grüße Dietmar Kuegler VERLAG FÜR AMERIKANISTIK / TATANKA PRESS www.amerikanistik-verlag.de Schaut mal bei dem Verlag vorbei ... Tolle Bücher.
27.08.13, 17:17 seven_fast
Konzert mit dem indianischen Musiker und Songwriter SEQUOIA CROSSWHITE, einem Lakota-lndianer von der Cheyenne River Sioux Reservation. Seine Lieder spiegeln indianisches Lebensgefühl, sie wurzeln im Rock, Hip-Hop und in traditionellen Lakotaliedern. Er singt auf Englisch und Lakota: von der Abgefacktheit der Black Hills, dem schnellen Leben mit Zuckerguss und dem Glitzerchill der Eitelkeit. http://www.k9-kulturzentrum.de Für Flyer http://nordamerika-filmfestival.us2.list-manage.com/track/click?u=56c26fbbdb4536fd8adca443f&id=4e085aaca1&e=cc5119f1c6 Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Konstanz. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, hat noch eine Chance SEQUOIA CROSSWHITE am 7. September, um 20:30 und um 22:30 im Züricher nonam-Museum zu sehen im Rahmen der LANGEN NACHT DER MUSEEN, Informationen: http://www.nonam.ch Liebe Grüsse, Euer Festival Team
26.08.13, 13:17 seven_fast
Unter dem Titel „Haudenosaunee – Volk des Langhauses“ erforschen Kinder von 7-14 Jahren die Ureinwohner des Irokesenbundes, zu welchem die Seneca-, Cayuga-, Mohawk-, Onondaga-, Oneida- und Tuscarora-Indianer gehören. Wir freuen uns, dass es uns auch dieses Jahr gelungen ist, zwei außergewöhnliche Gäste nach Konstanz einzuladen. Wir begrüßen im KiKuZ: Sonia Pe´taki Keller und ihre Enkelin Lysandra Gajisdahse Suehead. Sonia war mit indianischen Jugendlichen aus Kalifornien bereits 1996 das erste Mal in Konstanz.Damals organisierte das KiKuZ-Team die erste Indianerwoche überhaupt. Veranstalter: KiKuZ Raiteberg, Stadt Konstanz, in Kooperation und mit freundlicher Unterstützung von INDIANER INUIT: Das Nordamerika Filmfestival; Hotel VIVA SKY, Integrationsbeauftragte der Stadt Konstanz; SCALA Das Filmkunstkino am Bodensee; ALNATURA, Konzil Gaststätten
19.08.13, 17:29 seven_fast
Hallo liebe Freundinnen und Freunde des Nordamerika-Filmfestivals, , Unsere Crowdfunding-Aktion hat nun so viele Fans (52!) gefunden, dass wir heute: Montag, den 19. August aus dem heißen Sommer direkt in die heiße Finanzierungsphase wechseln. Unser Dank geht zunächst an alle, die uns bis jetzt mit ihrem Einsatz und Ideen unterstützt haben. Worum geht's? Wie Ihr wisst, findet unser INDIANER INUIT: Das Nordamerika Filmfestival im Januar 2014 bereits zum fünften Mal statt. Bislang haben wir uns aus Privatspenden, Zuschüssen aus verschiedenen Fördertöpfen, einigen wenigen Spenden aus der Wirtschaft und mit Hilfe unserer Sponsoren und Partner finanziert. Nun möchten wir auch unseren Besuchern die Möglichkeit geben, sich im Vorfeld des Filmfestivals mit einzubringen und uns finanziell zu unterstützen. Ein Dankeschön an Euch Ihr entscheidet selbst, mit welchem Betrag Ihr bei uns „einsteigt“. Wir haben als direkte Gegenleistung einige spannende „Dankeschöns“ vorbereitet – und werden auch im 2-monatigen Verlauf unserer Aktion weitere Dankeschöns hinzufügen. Schaut deshalb immer wieder mal auf unserer Startnext-Projektseite vorbei und entdeckt neue Schmankerln. Einig dürften wir uns jetzt schon sein, dass das schönste Dankeschön für uns alle: ein gelungenes Filmfestival ist, mit interessanten Filmen, Gästen, Begegnungen, Gesprächen und einer anregenden Atmosphäre – all das, was das Filmfestival thematisch und persönlich so einzigartig macht. Wenn Ihr nur Spenden wollt, bekommt Ihr eine Spendenbescheinigung von uns. Was tun wir mit dem Geld? Mit dem anvisierten Betrag von 5.000 Euro möchten wir unter anderem den Besuch des kanadischen Autors Richard Van Camp unterstützen. Richard Van Camp wird eine Lesung halten und im Verlauf des Festivals seine verfilmte Literatur persönlich einführen und für Fragen zur Verfügung stehen. Sein Roman „Die ohne Segen sind“ errang den begehrten Preis des Verbandes kanadischer Autoren; in Deutschland wurde das Buch mit dem „Jugendliteraturpreis 2001“ ausgezeichnet und im vergangenen Jahr verfilmt. Weiterhin haben wir noch elf weitere Gäste eingeladen, darunter mit „M'Girl“ eine 5-Köpfige Frauengesangsgruppe aus Vancouver, die unser Filmfestival mit einem Konzert einleiten wird. Diesmal haben wir Festivalpreise ausgelobt und auch die Werbung für das Festival verschlingt so einiges – dabei haben wir eine vergleichsweise knappes Budget, das für andere Festivals vielleicht grad mal als Portokasse durchgeht. WICHTIG … … ist noch, dass die Aktion erst mit Erreichen des Spendenbetrags von 5.000 Euro gültig wird. Gemeinsam schaffen wir es!!! Falls es nicht klappt, bekommt Ihr Eure Geld natürlich zurück! Schickt bitte die Infos an Eure Freunde und Bekannten weiter – gemeinsam wird der Topf schnell voll;-) Vielen Dank, Euer Festival Team
05.08.13, 13:00 seven_fast
Vielen Dank an "alle" FANs für Eure Unterstützung in der Anfangsphase!!! SUPER!!! Wir werden nun die Finanzierungsphase vorbereiten und ab dem 12. August an den Start gehen. Das genaue Datum folgt noch. Wofür wir noch Ratschläge und Ideen brauchen sind: 1. Presse offline/online? 2. Auf welchen Foren wir unsere Kampagne bewerben können? 3. Sonstige Anregungen zur Bewerbung unserer Kampagne ... Hier noch einmal unsere Mailadresse: startnext@nordamerika-filmfestival.com Euer Festival Team
01.08.13, 01:33 seven_fast
Bitte schaut Euch die Presseinformation unter folgendem Link an: http://www.nordamerika-filmfestival.com/presseinfos-filmfest-2014.html Anbei ist noch ein Photo der Schauspielerin: Q’rianka Kilcher, die unser Festival besuchen wird. For the English version of the press release please contact us under: startnext@nordamerika-filmfestival.com Yours/Euer Festival Team
26.07.13, 13:14 seven_fast
Liebe Fans, hier sende ich Euch eine tolle Fedehaube, die unser Festivalleiter Gunter Lange auf seiner USA Reise fotographiert hat. Er hat vor kurzem einnige Stämme besucht, um zu schauen, welche Filme sie im Moment planen, die wir auf dem Filmfestival zeigen können und welche Musik wir während dem Event hören werden. Dazu bald mehr ... Wir haben schon tolle Feedbacks erhalten und einige Leute wollen was spenden, um unser Finanzierungsziel zu erreichen. Das freut uns sehr. Dazu auch bald mehr. Genießt die Sonne, Don't forget to send your ideas and comments. Thank you ... Yours/Euer Festival Team
23.07.13, 15:36 seven_fast
Liebe Freunde, gestern sind wir "online" gegangen und wir haben schon 17 Fans gewinnen können. Das freut uns sehr. Bitte sendet uns auch Eure Anregungen, falls Ihr noch welche habt. Sehr gerne an unsere Mail: startnext@nordamerika-filmfestival.com Jemand hat uns auf unserer Pinnwand selbstgemachten Indianerschmuck angeboten, den wir als Dankeschön verwenden können. Freut uns;-) Vielen Dank und viele Grüsse. For our english speaking friends: a big thank you! Yours/Euer Festival Team

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