<% user.display_name %>
"Oh du schöne Sch...!" - als ich die Scheune zum ersten Mal zu Gesicht bekam, schlug ich die Hände vor meinem Gesicht zusammen. Ich hatte das strohgedeckte Gebäude zuvor nur auf alten SW-Fotos gesehen, und sein aktueller Zustand bestürzte mich. Einem Stück Kulturdenkmal des stolzen Motzen-Volkes der Westkarpaten droht hier der schleichende Verfall. Zusammen mit euch wollen wir dieses kulturhistorisch wichtige Relikt restaurieren, erhalten, und zu neuem Leben erwecken.
895 €
1.000 € Fundingziel
7
Unterstützer*innen
9Tage
Alles oder Nichts Kampagne: Erst bei vollständig gesammelter Summe wird ausgezahlt.
 Oh du schöne Scheune
 Oh du schöne Scheune
 Oh du schöne Scheune
 Oh du schöne Scheune

Projekt

Finanzierungszeitraum 02.03.20 16:43 Uhr - 19.04.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 2020
Fundingziel 1.000 €

Etwas Panzertape hier, ein bisschen Dachpappe da - ihr glaubt nicht, was man mit etwas Kleingeld alles anstellen kann. Ein weiterer Verfall ist gestoppt!

2. Fundingziel 10.000 €

Mit diesem Geld können wir alles tun was getan werden sollte: Dachbalken alle erneuern, morsche Hölzer komplett ersetzen und alles noch erhaltene Holz behandeln

Kategorie Bildung
Stadt Poșaga de Jos
Worum geht es in dem Projekt?

Siebenbürgen gleicht landschaftlich, historisch und kulturell einer Festung in Rumänien, die bis heute durch die Karpaten geschützt ist, und seine Bewohner zeichnen sich durch ihre ethnische Vielfalt aus. Die von den Siebenbürger Sachsen errichteten Wehr- und Kirchenburgen zählen heute teilweise zu dem UNESCO-Weltkulturerbe, und locken zahlreiche Besucher an. Aber auch die Motzen (rumänische Bevölkerung der siebenbürgischen Westkarpaten) haben diese Gegend über Jahrhunderte bewohnt und mit geprägt. Sie haben die Landschaft sanft bewirtschaftet, und sich durch die geografische Abgeschiedenheit bis heute viele ihrer Traditionen bewahrt. Die einstmals zahlreichen, strohgedeckten Motzenscheunen, verschwinden jedoch langsam von der Bildfläche , und so droht ein einzigartiger Aspekt dieser so reichen Kulturlandschaft langsam in Vergessenheit zu geraten.

Mit dieser Kampagne wollen wir, mit dir zusammen, eine dieser Scheunen retten. Sie steht auf dem Grundstück von Ioanas Großeltern, und ist seit Jahrzehnten ungenutzt verfallen. Wir wollen wenigstens das Dach sowie einige morsche, tragende Balken erneuern. Wir werden mit der Restaurierung einer dieser Kulturgüter einerseits das Haus selbst als architektonisches Museum erhalten, andererseits aber auch den Wiederaufbau dokumentieren, um ähnliche Projekte zu unterstützen und das Wissen dieses Handwerks zu erhalten.

Dass diese Region und ihre Geschichte, Natur und Traditionen verzaubern, konnten wir bereits mit unserem ersten Projekt erleben. In drei erfolgreichen Kampagnen gelang es uns, zusammen mit zahlreichen Unterstützern, ein ökologisch-nachhaltiges Holzblockhaus zu errichten. Viele der Spender haben inzwischen ihr Dankeschön eingelöst, und dieses einzigartige Setting in Natur während eines Aufenthalts in unserem Gästehaus erleben können. Mit dieser neuen Kampagne gehen wir noch einen Schritt weiter, denn: jeder Hausbauer wird es bestätigen können, dass eine Renovierung weitaus komplizierter, teurer und langwieriger ist als ein Neubau. Dennoch wollen wir es mit euch wagen, und ein einzigartiges Relikt vergangener Zeiten erhalten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

In einem Workshop werden wir, angeleitet durch einen der regional noch rar auffindbaren Stroh-Handwerker, gemeinsam das Dach einer traditionellen Scheune neu aufsetzen. Dabei lernt ihr nicht nur praktische Handgriffe, sondern erlebt hautnah ein altes Handwerk, und lebendige Denkmalpflege. Nebenbei seid ihr untergebracht in einem der letzten wirklich wilden Waldgebiete Europas, und genießt neben frischer Luft und natürlicher Verpflegung die faszinierende Natur der transsilvanischen Westkarpaten. Auf Ausflügen zeigen wir euch was diese Region sonst noch zu bieten hat, und gehen auf historische, kulturelle, und kulinarische Entdeckungsreise mit euch. Aber auch für alle die uns rein monetär unterstützen wollen haben wir eine reiche Auswahl an Dankeschöns vorbereitet!

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Stroh gedeckte Häuser sind Teil zahlreicher Kulturen des Altertums, vielerorts sind diese Traditionen jedoch längst ausgestorben. Eine architektonische Insel dieses Handwerks bildet das Siedlungsland der Motzen in Transsilvanien. In den abgeschiedenen Gebirgen um das Aries-Tal hat sich eine sehr ursprüngliche Lebensweise in Einklang mit der Natur erhalten – und auch die strohgedeckte Scheune ist hier noch aufzufinden. Das zugehörige Handwerk jedoch droht auszusterben, und immer mehr der traditionell als Viehstall genutzten Scheunen droht der Verfall. Hilf mit das zu verhindern, mit einer Finanzspritze aus der Ferne oder deiner Muskelkraft vor Ort.

Für den fachlichen Part haben wir einen lokalen Fachmann zu Rate gezogen, der das praktische Wissen seit Generationen "im Blut" hat, und seit Jahren erfolgreich einsetzt. Zur Dokumentation und Erfassung dieses kulturell-handwerklichen Schatzes werden wir den gesamten Prozess detailliert dokumentieren, und ggfs. auch professionelle Partner hinzuziehen. In der Organisation von Workshops und Crowdfunding-Kampagnen können wir zudem auf unsere ganz eigene Erfahrung zurückgreifen - mehr dazu im untersten Menüpunkt.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir organisieren zwei Workshops, um möglichst vielen Unterstützern die Möglichkeit zu geben vorbeizukommen und tatkräftig mit anzupacken. Es wird eine unvergessliche Zeit werden, wo ihr weit mehr als nur ein paar praktische Handgriffe mitnehmen werdet. Am Ende steht eine traditionelle Motzenscheune, als lebendiges Kulturdenkmal und als Vorbild für die Erhaltung weiterer historischer Gebäude.
Ein weiterer Teil des Geldes fließt natürlich auch in die Bereitstellung der übrigen Dankeschöns, die ihr euch unbedingt einmal ansehen solltet.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind die Familie Joca/Pohl mit Wurzeln in Siebenbürgen (Ioana), Franken (Andreas) und der ganzen Welt (unsere Tochter Dhalia).

Ioana ist seit ihrer Jugend dem Heimatdorf ihrer Großeltern verbunden, und hat nicht nur im Rahmen mehrer Workshops bereits Besuchergruppen angeführt, sondern auch zwei Dokumentationen zu den Gebräuchen der Region produziert.
Andreas brachte nicht nur Dhalia in ihr Leben, sondern stieß 2017 auch das Projekt Dupa Gard mit an. Dank drei erfolgreicher Kampagnen auf Startnext konnten so ein traditionelles Blockbohlenhaus im Dorf errichtet werden, als Basis für den Besuch kommender Gruppen und Grundstein als Grundstein für einen Ausbau ihrer künftigen Projekte zur Erhaltung und Dokumentation der Kultur und Geschichte dieses außergewöhnlichen Landstrichs in den wilden Westkarpaten.

Portfolio: Eine detaillierte Zusammenfassung unseres letzten Projektes findet ihr (Chronologisch rückwärts sortiert) in unserem Blog: Dupa Gard

Weitere Projekte entdecken