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Projekte / Theater
Operationsfeld Nichtstaat
Mach‘ Dein privates Geld politisch und hilf mit, unser neues Projekt „Operationsfeld Nichtstaat“ zu finanzieren. Wir, das aktionistische Performancekollektiv Hysterisches Globusgefühl, planen eine Performance im öffentlichen Raum, einen Karneval über Glimpf und Verunglimpfung der Bundesrepublik Deutschland. Mit Eurer Unterstützung wollen wir einen prächtigen und unheimlichen Karnevalswagen bauen und damit deutsche Innenstädte unsicher machen!
München
2.121 €
2.000 € Fundingziel
40
Fans
35
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Operationsfeld Nichtstaat

Projekt

Finanzierungszeitraum 14.10.14 09:26 Uhr - 16.11.14 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Oktober 2014 bis März 2015
Fundingziel erreicht 2.000 €
Stadt München
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Wir habe alle deutsche Pässe, sind in Deutschland aufgewachsen und mögen es auch, in Deutschland zu leben, deutsch zu sprechen, zu lesen und zu hören. Wir profitieren von der garantierten Freiheit und der Sicherheit des Sozialsystems. Wir werden unterstützt von deutschen Kultur- und Bildungsinstitutionen und partizipieren am politischen System der BRD.
Aber „Schwarz-Rot-Gold“ ist uns zuwider. Jede Form von Patriotismus lehnen wir ab, stolz aufs „Vaterland“ zu sein finden wir idiotisch, deutsche Einwanderungs- und Rüstungspolitik mehr als fragwürdig. Gleichzeitig ist das gemeinsame Erlebnis, der Ausnahmezustand bei den Deutschlandspielen der Fußball-WM einmalig und auch das Kaiserquartett lässt uns zumindest kurz andächtig aufhorchen. Deutschland ist genauso Grundlage unserer Identität wie Feindbild. Das geht so nicht weiter! Wir wollen diesem diffusen Zwischenzustand in diesem Projekt auf den Grund gehen, um uns endlich aus ihm zu befreien.

Dafür werden wir die staatlich gesetzten Regeln, Vorstellungen, Gesetze auf die Probe zu stellen, mit einem Karneval außerhalb der Saison. Wir nehmen unseren Karnevalswagen mit in deutsche Innenstädte. Dort gehen wir gemeinsam mit unserem Publikum, mit Passant_innen und Polizist_innen auf die Suche nach diesem sogenannten „Staat“, um uns zu ihm zu bekennen, ihn verschwinden zu lassen, ihn auszulachen, ihn zu umarmen und ihn zu verunglimpfen. Alle werden Teil des Karnevals, mit dem wir den deutschen Staat in uns und um uns herum verabschieden, um damit die Ahnung von einem utopischen Anderswo zu erwecken.
Der Ort, die Straßen der Stadt bieten uns das Material für unsere Aktionen. Wir nehmen, was wir finden können: Statuen und Monumente, Straßennamen, Autokennzeichen, Springbrunnen, Parkanlagen. Immer wieder macht unser Wagen Halt, um ein Fest zu starten, neue Regeln für einen Platz aufzustellen, nichtstaatstragend zu feiern und dann wieder weiterzuziehen. Wir sind immer in Bewegung, entwerfen immer neue Utopien und reißen alles mit uns mit.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das wichtigste Ziel unserer Performances ist es, eine Auseinandersetzung mit uns, unserem Publikum und den Menschen zu führen, die wir im öffentlichen Raum treffen. Wir wollen kein „linkskritisches Konsenstheater“ machen. Theater bedeutet für uns Konflikt, Diskussion, Risiko und Selbstverantwortung. Dafür brauchen wir eine mobile Bühne, wir bringen das Theater aus dem Theaterraum raus in die Stadt. Unser Publikum kann und muss dabei immer entscheiden, ob und wie es Teil unserer Aktion wird, ob wir Performerinnen mit unseren Handlungen zu weit gehen oder vielleicht nicht weit genug.
In diesem Zusammenhang ist uns die gemeinsame Erfahrung sehr wichtig. Zusammen veranstalten wir ein Experiment. Ziel ist es, an den uns bekannten Orten der Stadt die Symbole und Rituale zu finden, die auf den deutschen Staat in uns verweisen und die wir unreflektiert hinnehmen. Indem wir sie mit unseren Aktionen verstärken oder umkehren, wollen wir Perspektiven verschieben: die unseres Publikums, wie auch unsere eigene. Im besten Fall erleben wir etwas, was wir vorher nicht erwartet haben.
Eine erklärte Zielgruppe haben wir nicht. Im Übrigen sind alle Menschen, die uns begegnen, die sich uns anschließen, die uns beschimpfen, die uns begleiten, gleichermaßen Akteur_innen und Zuschauer_innen unserer Performance. Dies ist kein Theater für diejenigen, die sowieso schon immer ins Theater gehen. Zielgruppe sind tatsächlich alle Menschen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil auch staatlich unabhängige Kunst eine Utopie ist, an der man arbeiten sollte. Wir versuchen den Mittelweg, nämlich über Kulturämter UND über Crowdfunding unser Projekt zu finanzieren. Ob das die Lösung ist, wissen wir nicht, aber es ist einen Versuch wert.

AUßERDEM
Die kritische Auseinandersetzung mit unserer staatlichen Identität, sowie die Suche nach Utopien geht uns alle an. Deshalb wollen wir nicht nur Euer Geld. Wir wollen Eure Vorstellungskraft! Wir wollen die Crowd mit hinein in das Projekt nehmen. Schickt uns Eure Antwort auf die Fragen: „(Deutschland) - Was kommt nach Jetzt?“ und "Wie wollen wir leben?" in Form von Texten, Bildern, Objekten oder was Euch sonst dazu einfällt. Dieses Material wird Teil der Performance werden. Alles, was sich per Mail verschicken lässt bitte an
hysterisches.globusgefuehl@gmail.com
Solltet es sich um etwas handeln, was nicht in einen elektronischen Brief passt, schreibt uns einfach und wir teilen Euch unsere Postadresse mit. Ihr überlasst uns das Material unter einer creative-commons-Lizenz (cc-by-nd), das heißt: Wir garantieren Euch, dass wir Eure Werke nicht verändern oder in einen verzerrenden Zusammenhang stellen, Eure Autor_innenschaft wird so angegeben, wie Ihr das wünscht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir bauen einen prächtigen und unheimlichen Karnevalswagen, unsere sogenannte mobile Bühne, die ihr Aussehen während der Performance verwandeln kann und mit der wir die Innenstädte heimsuchen werden. Sonst basteln wir unsere Requisiten ja normalerweise aus Altpapier und gebrauchten Wahlplakaten. Bei diesem Projekt soll das, zumindest was unsere Bühne betrifft, anders werden. Als Unterstützerinnen und Unterstützer werdet Ihr namentlich auf unserer Homepage und auf unseren Werbematerialien genannt, gern auch unter einem selbst gewählten Stiftungsnamen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Natürlich stehen wir, die Mitglieder des Hysterischen Globusgefühls, dafür mit unseren Namen, die da lauten: Elisabeth Lindig, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel, Dorothea Schmans und Melanie Zipf. Mehr Informationen über uns findet man auch hier: http://hysterischesglobusgefuehl.wordpress.com/sympathisantinnen/
Wir haben auch einen Kooperationspartner in München, Premiere ist im März 2015 im icamp/Neues Theater München. Dann geht’s weiter nach Gießen, dort sind wir im April. Und davor, noch in diesem Jahr, veranstalten wir öffentlichen Proben und Tryouts in Erlangen, Weimar und Gießen. Termine geben wir natürlich bekannt.

Impressum
Hysterisches Globusgefühl
Dorothea Schmans, Elisabeth Lindig, Arne Schirmel
Steinstraße 84
35390 Gießen Deutschland

Partner

Neues Theater München e.V.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gründer, Erfinder und Kreative stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

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5.396 erfolgreiche Projekte
900.000 Nutzer

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