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Dresden Durchstarter stĂ€rkt den berĂŒhmten Erfindergeist Dresdens und unterstĂŒtzt die KreativitĂ€t der Dresdner. Dresdner, ihre Fans und Menschen mit Begeisterung fĂŒr gute Ideen erhalten ĂŒber diese offene Form die Möglichkeit, das Potenzial Dresdens kennen

730.381 €
finanziert
12962
Fans
9523
UnterstĂŒtzer
174
Projekte
10.08.16, 11:55 Uhr

Hallo Clemens, schön dass du Zeit fĂŒr ein kleines Interview mit uns findest. Mit deinem Projekt möchtest du eine mobile Holzwerkstatt eröffnen und damit zu einem friedlichen Miteinander beitragen. Stelle uns dein Projekt doch noch einmal bitte kurz vor.

Gerne. Letztes Jahr habe ich mir einen Feuerwehrtransporter gekauft. Damals kam mir die Idee ihn in eine mobile Holzwerkstatt umzubauen und damit Erstaufnahmelager und Heime fĂŒr GeflĂŒchtete anzufahren. Da ich als Holzgestalter arbeite und schon Kurse fĂŒr Kinder und Erwachsene gegeben habe, weiß ich um die positive Wirkung, die das Arbeiten mit Holz auf Menschen hat. Und ich dachte mir: So kannst du wirklich was beitragen.

Inzwischen ist die Idee natĂŒrlich weiter gediehen: Es wird die Möglichkeit geben mit Kindern und deren Eltern Spielzeug zu basteln, aber aucha pragmatische Maßnahmen wie Möbelbau und Anpassungsarbeiten vorzunehmen, damit die GeflĂŒchteten nicht nur eine schöne BeschĂ€ftigung ausĂŒben, sondern auch sinnvolle GebrauchsgegenstĂ€nde fĂŒr ihren Alltag bauen können.

So ein intensives Kursangebot kann ich natĂŒrlich nicht alleine stemmen. Ich stehe in Kontakt mit verschiedenen Institutionen und Privatpersonen, die sich beteiligen möchten, mit Übersetzern, Kinderbetreuern, einer Bildhauerin, verschiedenen Dresdner Initiativen, dem AuslĂ€nderrat und dem Sozialamt der Stadt. Das ist wirklich unser GlĂŒck, denn nur so wird das Projekt wirklich lĂ€ngerfristig tragfĂ€hig sein.

Im Zentrum des Projekts steht fĂŒr mich die Idee, den Austausch zwischen Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen und unterschiedlichen kulturellen PrĂ€gungen zu fördern, um so eine gegenseitige Akzeptanz zu stĂ€rken.

Zu Beginn auch noch einmal herzlichen GlĂŒckwunsch zur erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne! Hast du immer daran geglaubt, dass dein Projekt am Ende des Zeitraums erfolgreich abgeschlossen wird?

Das Fundingziel war gar nicht so prĂ€sent. Uns ging es in der Finanzierungsphase vielmehr darum zu ĂŒberlegen ĂŒber welche Wege und mit welchen Mitteln man Leute erreicht und ihnen auf knappe Weise das Projekt nahelegt. Dass die Summe das Ziel ist, stand fest, also lag der Fokus mehr auf dem Weg dahin. Und ja, wir haben an die Idee geglaubt, aber am Ende war es natĂŒrlich trotzdem etwas aufregend.

Mit Crowdfunding erreichst du Menschen, die vorher vielleicht noch nichts von deiner Idee gehört hatten. Wie war die Resonanz auf dein Projekt? Konntest du die Menschen gleich fĂŒr deine Idee begeistern?

Die Resonanz war durchweg positiv. Die Leute haben die Idee als schön und durchdacht wahrgenommen. Negativen Reaktionen gab es eigentlich gar nicht. Und auch die kleinen und grĂ¶ĂŸeren Aktionen zur Verbreitung der Idee kamen sehr gut an. Da hatte ich auch sehr kreative Köpfe an meiner Seite.

Du richtest dich bei dem Projekt vor allem an FlĂŒchtlinge. Wieso war es dir so wichtig, ein Projekt fĂŒr geflĂŒchtete Menschen aktiv anzuschieben?

Die Kluft zwischen dem Lebensstandard, der in Deutschland grĂ¶ĂŸtenteils vorherrscht, und den Bedingungen, vor denen Menschen anderer Nationen geflohen sind und unter denen sie sich Richtung Westeuropa begeben haben, hat mich sehr beschĂ€ftigt. Das löste in mir den Drang aus, den GeflĂŒchteten und den AnwohnerInnen hier vor Ort einen Anlass zu schaffen sich kennenzulernen und gleichzeitig die Unterbringungsbedingungen einiger GeflĂŒchteter gemeinsam zu verbessern. Des Weiteren spĂŒrte ich in Debatten und Medien, dass Ängste vorherrschen und auch erzeugt werden, die meiner Meinung nach am besten mit persönlichen Erlebnissen abgebaut werden können.

Die mobile Holzwerkstatt lĂ€sst sich nicht alleine stemmen. Konntest du durch das Crowdfunding neue Kontakte knĂŒpfen? Fanden sich neue helfende HĂ€nde fĂŒr das Projekt?

Ja! Schon nach einigen Tagen des Projekts kamen Anfragen zur UnterstĂŒtzung unterschiedlichster Art: Hilfe beim Ausbau und den folgenden Einsatzfahrten, Kooperationen, Finanzierungshilfen,
 Inwieweit sich daraus eine Initiativgruppe bilden wird, werden die folgenden Wochen zeigen.

Man sagt, die besten Ideen kommen spontan. Wann und wie kam dir die Idee die Holzwerkstatt grĂŒnden zu wollen?

Kinder in unserer Gemeinschaftswerkstatt beim freien und gemeinschaftlichen Basteln zu beobachten, war ein wichtiger Anstoß fĂŒr die konkrete Idee. Auch Diskussionen und der Austausch ĂŒber vor allem soziologische PhĂ€nomene mit Freunden haben wichtige Eckpunkte zur Art und Weise des Projekts hervorgebracht.

Du arbeitest bei der Holzhilfe Dresden. An welchen Projekten arbeitet ihr sonst, wenn ihr nicht gerade eine Holzwerkstatt grĂŒndet?

Wir haben uns keiner festen Nische verschrieben. Uns ist eine vielseitige Arbeit unter entspannter AtmosphĂ€re wichtig. Mal zusammen, mal alleine haben wir AuftrĂ€ge wie Möbelbau, Holzfußböden, Anfertigung kleinerer GebrauchsgegenstĂ€nde und auch Restaurierung von beispielsweise TĂŒren und Zargen. Um das Handwerk den Menschen nahezubringen, bieten wir verschiedenste Kurse an, in denen kleine Gruppen Techniken beigebracht bekommen und sich mit dem Material Holz identifizieren können.

Wie geht es jetzt weiter? Was sind die nÀchsten Schritte?

Ausbau des Busses und Organisation der Umsetzung laufen simultan. Material- und Werkzeugbestellungen werden nun getĂ€tigt und viele Treffen stehen an: der Austausch mit möglichen Kooperationspartnern, Finanzierungsmittel beantragen und natĂŒrlich weiter Netzwerken sind die wichtigsten Schritte.

Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch, Clemens. Weiterhin viel GlĂŒck auf dem Weg zu deiner mobilen Holzwerkstatt!

10.08.16, 11:55 Uhr

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Startnext ist die grĂ¶ĂŸte Crowdfunding-Plattform fĂŒr kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. KĂŒnstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der UnterstĂŒtzung von vielen Menschen.

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