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Sciencestarter is a crowdfunding community that funds projects in science, research and science communication.
Our goal is to make it possible for small science projects to find funding quickly and easily, thereby making science more open, personal and tangible.

The Sciencestarter Team at Wissenschaft im Dialog supports and advises project starters in planning and communicating their projects.

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20/02/2017, 17:32 o'clock

Die Stecklinge des V3PO-Projekts sind jetzt auf dem Weg zur ISS. Nachdem der Start der Falcon 9 Tr├Ągerrakete am Samstag in letzter Sekunde abgebrochen werden musste, konnte die Rakete gestern (Sonntag) um 15.39 Uhr unserer Zeit endlich starten. Die SpaceX-Rakete bringt einen Dragon-Raumtransporter mit 2,5 Tonnen Versorgungsg├╝tern und Experimenten zur Internationalen Raumstation ISS, darunter auch den Versuchscontainer von V3PO, eines Jugend-forscht-Projekts, das ├╝ber Sciencestarter finanziert wurde.

Vor zwei Jahren haben die (ehemaligen) Sch├╝ler der Edith-Stein-Schule Ravensburg Maria Koch, David Geray und Raphael Schilling gemeinsam mit ihrer Lehrerin Brigitte Sch├╝rmann V3PO ins Leben gerufen, um die vegetative Vermehrungsf├Ąhigkeit von Pflanzen in der Schwerelosigkeit zu untersuchen. Sie wollten wissen, ob Astronauten bei langen Missionen ihr Gem├╝se irgendwann selber anbauen k├Ânnten.

Um den Versuchscontainer, den Transport der Stecklinge zur ISS, die Durchf├╝hrung des Experiments durch die Astronauten und die R├╝ckholung mittels R├╝ckkehrkapsel, finanzieren zu k├Ânnen, haben die jungen Forscher ├╝ber 40.000 Euro mithilfe eines Crowdfunding-Projekts auf Sciencestarter zusammenbekommen.

Maria, Raphael und David studieren inzwischen Agrarwissenschaften und sind mit Brigitte Sch├╝rmann und Wissenschaftlern von BASF, die die Sch├╝lergruppe von Anfang an unterst├╝tzen, nach Florida gereist um den Versuch im Kennedy Space Center vorzubereiten und den Start am Cape Canaveral mitzuerleben. Am Freitag waren die Stecklinge schon in der Transportkapsel verbaut und wir konnten mit Maria Koch und Brigitte Sch├╝rmann telefonieren.

Das Projekt wurde 2015 erfolgreich finanziert. Was ist seitdem passiert?

Maria Koch: Wir haben vor allem daran gearbeitet, das richtige Versuchsdesign zu entwickeln. Um die optimalen Wachstumsbedingungen f├╝r die Stecklinge herauszufinden, mussten wir etliche Versuche durchf├╝hren. Es ging auch darum die Pflanzen gegen m├Âglichen Pilz- oder Bakterienbefall zu wappnen. Uns haben dabei auch Wissenschaftler von BASF unterst├╝tzt und wir konnten f├╝r einige Experimente auch ihre Labore nutzen.

Woran habt ihr in den letzten Tagen in Florida gearbeitet?

Maria: Damit wir das Wachstum, bzw. die Wurzelentwicklung der Stecklinge in der Schwerelosigkeit untersuchen k├Ânnen, w├Ąre es ideal, wenn wir die Stecklinge auf der ISS schneiden k├Ânnten. Da das aber leider nicht geht, mussten wir das so kurz wie m├Âglich vor dem Start machen. Wir haben also den Versuchscontainer vorbereitet, das N├Ąhrmedium angelegt, die 15 mm gro├čen Stecklinge der Kletterfeige geschnitten und in das N├Ąhrmediuum gegeben. Den gek├╝hlten Container haben wir inzwischen an NASA-Ingenieure ├╝bergeben, die ihn dann in die Transportkapsel eingebaut haben. Jetzt k├Ânnen wir nur noch warten.

30 Tage werden die Stecklinge in der ISS die Erde umkreisen. Was passiert in der Zeit?

Maria: Der Versuch ist so aufgebaut, dass man nichts machen muss, die Astronauten m├╝ssen die Stecklinge nicht gie├čen oder versorgen. Sie m├╝ssen den Versuch lediglich ausladen und an die Stromversorgung anschlie├čen. Sowohl Beleuchtung als auch Feuchtigkeitsversorgung laufen automatisch ab. Nach 30 Tagen m├╝ssen sie dann den Versuch verpacken und zur├╝ck zur Erde schicken. Dann werden die Stecklinge zu uns geliefert, gek├╝hlt, damit sie sich auf der Erde nicht weiterentwickeln k├Ânnen, und schlie├člich ausgewertet.

Brigitte Sch├╝rmann: Und diese Auswertung ├╝bernimmt dann eine weitere Jugend-forscht-Gruppe, die ich an der Schule initiiert habe. Denn die drei sind ja jetzt inzwischen nicht mehr an der Schule und haben das Projekt jetzt abgegeben. Sobald die Stecklinge wieder auf der Erde sind, werden die neuen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler die Stecklinge auswerten und dann den Referenzversuch in der Klimakammer bei BASF durchf├╝hren. Der Versuch muss ja unter gleichen Bedingung wie auf der ISS durchgef├╝hrt werden, mit dem einzigen Unterschied, dass hier die Schwerkraft auf die Stecklinge einwirkt. Durch den Vergleich k├Ânnen wir dann neue Erkenntnisse ├╝ber die Wurzelentwicklung in der Schwerelosigkeit gewinnen.

Maria, wie war das, das Projekt ├╝ber Sciencestarter zu finanzieren?

Maria: Crowdfunding war eine sehr interessante Art das Forschungsprojekt zu finanzieren. Es hat das Projekt zum Einen verbreitet und zum anderen ist ja das Besondere an Crowdfunding, dass eigentlich jeder sich beteiligen und zum Erfolg beitragen kann. Es war eine sehr spannende Zeit: Der Nervenkitzel kurz vor Schluss und dann die gro├če Freude, als es geklappt hat ÔÇô das war super!

Foto: Maria Koch bereitet die Stecklinge vor. (BASF)

20/02/2017, 17:32 o'clock

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