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Projekte / Theater
Paten-Töchter
Umsetzung der Theaterfassung des gleichnamigen Buches von Corinna Ponto und Julia Albrecht. Historischer Ausgangspunkt ist das RAF-Attentat auf Jürgen Ponto am 30. Juli 1977, bei dem Corinna ihren Vater verlor und Julia ihre Schwester Susanne, die als Tochter von Pontos Jugenfreund Hans Christian Albrecht, Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt ins Haus der Pontos brachte und nach dem Mord untertauchte. Erst 30 Jahre später entsteht dieser erste, notwendige, berührende und intime Dialog von Angehörigen der Opfer- und der Täterseite.
Berlin
4.255 €
4.000 € Fundingziel
83
Fans
38
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Paten-Töchter

Projekt

Finanzierungszeitraum 28.06.13 16:08 Uhr - 28.09.13 23:59 Uhr
Fundingziel 4.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Nicht selten hat in der deutschen Geschichte Gewalt um sich gegriffen. Nicht selten gab es darauf vor allem eine Reaktion: die Sprachlosigkeit. Ein Beispiel für diesen Ablauf bietet die RAF. Lautstark teilte sie ihre Ziele mit, noch lauter machte sie mit Gewalt auf sie aufmerksam. Ebenso lautstark versuchte die BRD zu reagieren. Was bis heute allerdings ebenso lautstark folgte, ist das Schweigen.
Erst vor ganz kurzer Zeit haben zwei Frauen den Versuch unternommen, die Stille zu durchbrechen. Die eine ist die Tochter eines Opfers: Corinna Ponto. Die andere die Schwester der Täterin: Julia Albrecht. Beide sind Patentöchter der jeweils anderen Familie. Der Tat ging eine lange freundschaftliche Verbindung der Familien voraus. Nach dem Tod und der Tat folgte vor allem eines: Das lange Schweigen. Wie reagierte das Umfeld auf die Schwester der Täterin? Welche Worte ließen sich für die Tochter des Opfers finden? Wer hatte Schuld? Wie ließ sich mit dieser Tragödie leben?

Die Patentöchter begannen einen Dialog. Ihr Austausch erschien in einem Buch.
Genau hier setzt das Theatervorhaben an. Es holt die Patentöchter auf die Bühne. Die Zuschauer werden Zeuge ihres Versuchs aus der Sprachlosigkeit auszubrechen. Nicht selten versagen die Worte. Dann hilft die Musik. Nie geben sie auf. Sie spannen durch ihr suchendes, fragendes Sprechen ein Netz aus Erinnerungen. Versuche zu Verstehen prallen auf Momente der Konfontation, intime Einblicke auf politische Analyse.
Die subjetive Erzählform, verlässt die vorgezeichneten Spuren früherer Diskurse. Durch die Nebengeräusche der intimen und detailgetreuen Schilderungen entwickelt sich eine filmische Exaktheit, die die dramatische Tiefe spürbar freilegt. Scheinbare Kleinigkeiten transportieren die schwer fassbaren Gefühle.
Alle sind eingeladen, das Schweigen hinter sich zu lassen. Mit den Stimmen der Patentöchter im Ohr ist das Gespräch eröffnet.

Inhaltlich bewegen wir uns von der Tat, die aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird,
sowie den Reaktionen darauf, zu den Fragen nach der Verantwortung für das Geschehen.
Das Wiederauftauchen Susannes, sowie der Prozess und abschließend eine
Standortbestimmung im Hier und Jetzt sind weitere Schwerpunkte.

Der Musik kommt eine bedeutende gliedernde Funktion zu. Die Darstellerinnen spielen Cello und Klavier. Die von Michael Kessler komponierte Bühnenmusik wird als Fortführung des Dialogs eingesetzt, wenn Sprachlosigkeit herrscht. Sie wird zum Handlanger des Unaussprechlichen.
Die Musik schafft Erinnerungsräume, fungiert als emotionaler Blitzableiter, als Thermometer
der Beziehung, als Mittel um die Andere zu kommentieren, zu verstören, zu erinnern, zu
manipulieren oder zu versöhnen.


Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Für alle, die sich Einmischen wollen, die einen Blick in die Abgründe im Paralleluniversum nebenan werfen wollen, die verstehen, dass eine Sekunde genügt, um unser bekanntes, vertrautes Leben in sein Gegenteil zu verkehren.
Für alle historisch und politisch Interessierten und Besessenen.
Für alle, denen der mühsame Dialog Gold wert ist.
Für alle, die sich fragen, ob Geheimdienste mehr schützen oder schaden.
Für alle, die der Opferseite Gehör schenken wollen.
Für alle Sprachlosen und Spätgeborenen.

Für alle Menschen ab 15 Jahren.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Es konnten zwar schon einige Förderer(Augstein Stiftung, Dürr Stiftung, Bezirksamt Pankow) und das Schlosstheater Celle als Spielort und Kooperationspartner für das Projekt gewonnen werden, aber die Finanzdecke ist äußerst dünn.
Die Inszenierung wird auf jedem Fall im November 2013 in Berlin im Theater unterm Dach uraufgeführt und dann am Schlosstheater Celle gezeigt werden. In Hamburg gibt es großes Interesse. Wir werden im Haus 73 spielen.
Eure Unterstützung hilft die Ausstrahlung des Projektes zu erweitern. Das Schweigen kann an vielen Orten angegangen werden.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld unterstützt das Gesamtprojekt. Die Gage für den Musiker, die Schauspielerinnen, die Regie, Dramaturgie und Bühne. Wir benötigen noch finanzielle Hilfe für das Bühnenbild. Und ohne Werbung geht auch nichts. Das Gastspiel in Hamburg braucht Mittel für die Transporte und Reisen. Gern würden wir auch in Eure Stadt kommen...

Wer steht hinter dem Projekt?

Darstellerinnen Claudia Wiedemer, Silke Buchholz

Regie / Textfassung Mirko Böttcher // Dramaturgie Katja Kettner // Produktion Tine Elbel // Ausstattung Anja Kreher // Musik Michael Kessler

Mirko Böttcher geboren 1971 in Minden/Westf., besuchte von `92-`95 die Schauspielschule am Keller Theater in Köln. Danach folgen Engagements an den Theatern in Münster, Neuss, Düsseldorf, Hannover, Konstanz, Tübingen und Karlsruhe.
Seit 2006 arbeitet er auch als Autor und Regisseur. Er ist Mitbegründer der Landesbühne Berlin, deren Arbeiten (Abstecher Das Land bin ich Störfall Boskoop)im Theaterdiscounter in Berlin zu sehen waren, außerdem als Gastspiele im TheateramNeumarkt Zürich und am Staatstheater Saarbrücken. 2007 inszenierte er sein Ein-Personen-Stück Meine Schmetterlingsfrau in der Brotfabrik in Berlin.
Im Herbst 2008 inszenierte er sein Stück Akte-R, das u.a. von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert worden ist im Theater STRAHL in Berlin. Akte R lief dort bis zum Januar 2011 in über 75 Vorstellungen, sowie zahlreichen Gastspielen u.a. in Leipzig, Halle, Zwickau und Arnstadt.
Akte R wurde ausgezeichnet mit dem Jugend- Medienpreis der Berliner SPD, Das Rote Tuch und war außerdem für den IKARUS 2009 nominiert.
http://www.theater-strahl.de/stuecke/archiv/akte_r.html

2010 inszenierte er sein vom Berliner Senat gefördertes Stück Last Memory: Hülya S. im Theaterdiscounter.
2011 kam dort die ebenfalls senatsgeförderte letzte Produktion der Landesbühne Berlin Herein zur Premiere.
http://www.landesbuehneberlin.de/

Im Januar 2013 inszenierte er die DE von Marlene Streeruwitz` Roman Jessica,30 am Schlosstheater Celle.
http://www.schlosstheater-celle.de/produktionen/jessica-30-deutsche-erstauffuehrung.htm

Partner

Das Theater ist Produktions- und Aufführungsort für frei produzierte Theaterprojekte. Die Förderung von Regienachwuchs als konstituierendes Moment der Arbeit wird in der Öffentlichkeit, sowohl in der Fachwelt als auch beim "normalen" Theatergänger, mit großer Resonanz und Wertschätzung begleitet. Zahlreiche Preise und Einladungen zu Festivals sind Ausdruck kontinuierlicher und qualitätsvoller Arbeit.

Das Theater unterm Dach präsentiert ein vielfältiges Kunstangebot auf dem Gebiet des Sprechtheaters. Unzählige Aufführungen, darunter Ur- und deutsche Erstaufführungen sowie Klassikeradaptionen wurden bisher gezeigt.
Themenoffen und ausschließlich vom Kriterium hoher Professionalität theatraler Arbeit bestimmt, präsentiert das Theater seinen Spielplan als Repertoirebespielung aus den am Haus in Koproduktion entstandenen Projekten freier Gruppen. Das Jahresprogramm setzt sich aus Inszenierungen bereits geförderter Regisseure und Regisseurinnen, sowie neu vorzustellender Künstler und Künstlerinnen zusammen.

Die III&70 wird Plattform und Experimentierfläche für junge Künste - ein Ort für kleine Formate, große Entwürfe und innovative Konzepte.

Mit einem professionellen Team und frischem Geist haben wir eine Vision: wir wollen einen schönen Ort schaffen, für den es sich zu leben lohnt. Jenseits einer bestimmten Ästhetik ist unser schön ein Synonym für: offen und aktiv, kritisch und diskursiv.

Wir eröffnen der Stadt und ihrer Freien Szene neue Möglichkeiten für interdisziplinären Austausch, für Konfrontationen mit Inhalten und mit Kunstformen und laden zur kritischen Auseinandersetzung ein. Dabei greifen wir brisante und gesellschaftlich relevante Themen auf und denken sie künstlerisch weiter.

Die (neue) künstlerische Leitung wird sowohl eigene Ideen realisieren als auch junge KünstlerInnen und Kulturschaffende einladen, ihre Konzepte in der III&70 umzusetzen. Im Fokus stehen künstlerische Arbeiten, die sich mit unserer Gesellschaft auseinandersetzen, die Welt spiegeln und Diskurse befeuern, aber nicht bei der Themenwahl enden, sondern die Präsentationsform einbeziehen.

Hamburg gewinnt mit der III&70 eine Kulturstätte dazu, die unbekannte Sichtweisen präsentieren, die Kulturlandschaft facettenreicher machen und ihre eigenen Möglichkeiten und Aufgaben ständig neu diskutieren und erproben wird.

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