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Projekte / Wissenschaft
Wer soll in den Weltraum reisen dürfen, geht es dabei nur ums Geld? Es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit ihrem Schrott? Sollten wir auf dem Mond ein Teleskop auf seiner erdabgewandten Seite bauen? Wer darf behalten, was beim Weltraumbergbau gewonnen wird? Diese Fragen sollen in einer umfassenden "planetaren Nachhaltigkeit" mit der Nachhaltigkeitsdiskussion auf der Erde verbunden werden. Dafür bin ich Experte, aber derzeit ohne Funding.
531 CHF
4.500 CHF 2. Fundingziel
4
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
07.12.19, 12:03 Dr. Andreas Losch
Es hat geklappt, großen Dank an alle freundlichen Unterstützer! Es war zwar nur eine kleine Kampagne, aber mir doch sehr wichtig, weil die Zeiten nicht einfach sind. Merci! In den letzten Blogposts findet ihr auch einen Bericht zum World Space Forum. Ich wünsche noch eine schöne Adventszeit! Herzlich, Andreas
02.12.19, 16:13 Dr. Andreas Losch
Nur noch 4 Tage! Wenn euch die zahlreichen Blogposts hier oder mein Bericht über das World Space Forum noch nicht motiviert haben, kommt doch Mittwoch abend zu unserem Mond-Vortrag an der Uni Bern vorbei ( Plakat-pdf )! Ich zähl auf euch. Vielleicht sucht ihr ja auch noch Weihnachtsgeschenke und entscheidet euch für eines der hochwertigen Dankeschöns? Schaut sie euch gerne an. Andreas
28.11.19, 17:54 Dr. Andreas Losch
Worum ging das Forum genau und wie ist es gelaufen? Ich habe den Bericht dazu erstmal auf englisch verfasst, und zwar hier . Auf Nachfrage übersetze ich auch gerne ins Deutsche. Danke für die bereits eingegangene Unterstützung! Es geht nun in die Endspurt. Wenn es über 500 CHF werden sollten (4500 CHF werden es ja vermutlich nicht ), werde ich evtl. überschüssiges Geld für Reisekosten zu weiteren Tagungen verwenden, um das Thema "Planetare Nachhaltigkeit" voranzubringen. Und ich werde nun wenn immer möglich Zug fahren. Das gilt. Ich habe mich zudem jetzt bei Compensate angemeldet. Ihr könnt dort auch euren CarbonFootprint berechnen. Macht mit! Und morgen Klimastreik! Andreas
25.11.19, 15:21 Dr. Andreas Losch
Das World Space Forum hat nun ja letzte Woche stattgefunden, es war sehr spannend! Das heisst aber auch, ich habe das Geld bereits ausgegeben. Da ich in einem beruflichen Übergang bin, fehlt es mir wirklich, und da ich im Moment auch keine universitäre Anbindung habe, gibt es sonst auch keine Möglichkeit, an Reisemittel zu kommen. Leider. Aber deswegen halt dieses Crowdfunding. Es war einfach zu wichtig, die Einladung der UN anzunehmen. Wofür wird das Geld nun verwendet? Hier ist eine Aufstellung der Kosten: Zugfahrt Bern-Flughafen Zürich: 56 CHF Flug Zürich - Wien - Zürich: 187 CHF CO2 Kompensation Flug: 4 CHF ÖV Wien: 42 CHF Apartment (5 ÜN): 269 CHF Macht zusammen: 558 CHF Also etwas mehr als angegeben. Nun es sind ja noch 11 Tage, an denen ihr etwas geben könnt. Die offizielle CO2 Kompensation ist schon ein Witz, dazu schreibe ich noch mal was. Und habe auch etwas vor.
20.11.19, 08:57 Dr. Andreas Losch
Vom 18. bis 22. November findet das World Space Forum in Wien statt, gemeinsam von den Vereinten Nationen und Österreich organisiert. Die Ehre, zur Teilnahme eingeladen zu werden, ist eine Verpflichtung. Ich möchte die Situation in Bezug auf Nachhaltigkeit im Weltraum wie auf der Erde beobachten und die Idee für ein 18. Nachhaltigkeitsziel (SDG) fördern: "Unsere Weltraumumgebung". #SDG18 Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumangelegenheiten (UNOOSA) propagiert bereits die vielfältige Nutzung des Weltraums für Ziele der nachhaltigen Entwicklung, ein Programm namens Space4SDGs. Es fördert auch die Space2030-Initiative , die auf die gleiche Erfüllungsperiode wie die SDGs abzielt. Ich glaube jedoch, dass der vollständige Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit im Weltraum und auf der Erde noch hergestellt werden muss. Welche Auswirkungen hat die Raumfahrt auf unseren Planeten? Eine entscheidende Frage ist sicherlich die Vorstellung von kontinuierlichem Wachstum, das zu den aktuellen SDGs gehört (vgl. SDG#8 "Sustainable Economic Growth and Decent Work for All"). Kontinuierliches Wachstum wird die Menschheit früher oder später zwangsläufig in die Notwendigkeit führen, den Weltraum und seine Ressourcen zu nutzen. Nicht nur Weltraumbergbau, sondern auch Weltraumtourismus, viele weitere Satelliten und ein "Monddorf" sind in Planung. Ich glaube, dass wir daher den Weltraum jetzt und in vollem Umfang in unsere planetarischen Nachhaltigkeitsüberlegungen einbeziehen müssen, um eine nachhaltige Entwicklung und das Überleben der Menschheit auf dem Planeten Erde mit ihrer Weltraumumgebung zu gewährleisten. Ich denke, zumindest die Art und Weise, wie wir uns entwickeln, muss diskutiert werden. Ich sehe zwar die langfristige Notwendigkeit, in den Weltraum zu gehen, sehe aber auch dringendere Bedürfnisse, und ich erinnere mich an den Club of Rome, der ein wirtschaftliches Gleichgewichtsmodell fordert. Auf dem Weltraumforum werde ich daher einige qualifizierte Fragen stellen. Um diesen Schritt zu verstehen, beachten Sie bitte diese wissenschaftliche Bewertung: Selbst wenn die SDGs erreicht würden, könnte dies bereits unsere planetarischen Grenzen überschreiten.
17.11.19, 12:09 Dr. Andreas Losch
Seit einiger Zeit macht der Generalsekretär der European Space Agency (ESA) mit der Idee eines «Moon Village» von sich reden. Staaten und Firmen sollen kooperieren, um ihre Interessen auf dem Mond zu verfolgen. Die Forschung wird das größte Interesse an einem Teleskop auf der anderen Seite des Mondes haben. Start-Ups mögen die Möglichkeiten der einzigartigen Umgebung nutzen wollen. Industrie könnte an den Wasservorräten und seltenen Erden auf dem Mond interessiert sein. Überhaupt könnte die Ansiedlung auf dem Mond wie die ISS ein Beispiel für das Zusammenleben der Völker sein. Auch Touristen könnten ggf. willkommen geheissen werden. Was ist davon zu halten? Auch die ISS war einmal ein sehr visionäres Projekt, nun ist sie bereits seit einigen Jahren Wirklichkeit, verschleisst aber auch, und es bleibt die Frage, was an ihre Stelle treten soll. Die Amerikaner propagieren daher eher einen Gateway zum Mond, eine Station in dessen Orbit, als Basis für weitere Erforschungen. Ob «Moon village» oder Gateway, es gilt z.B. zu beachten, dass es auf dem Mond aufgrund kaum vorhandener Atmosphäre keine Verfallsprozesse gibt. Die Abdrücke der ersten Astronauten sind dort immer noch vorhanden. Wird das in den Plänen genügend berücksichtigt? Das Moon Agreement, der als einer der ersten internationalen Verträge so etwas wie Nachhaltigkeitsfragen anspricht, wurde von kaum einer Nation unterzeichnet. Bild: Adobe Stock, mit Elementen von NASA
15.11.19, 16:10 Dr. Andreas Losch
Generell werden Satelliten so entsorgt, dass man sie entweder in die Erdatmosphäre absinken und dort verglühen lässt oder sonst auf einem sog. Friedhofsorbit abstellt. Ein Problem tritt auf, falls sie funktionsuntüchtig werden, denn dann sind sie manövrierunfähig, und nur auf niedrigeren Umlaufbahnen verglühen sie dann noch im Laufe der Zeit. Es gibt dabei bereits mehr Kollisionen mit Weltraumschrott als mit natürlichen Mikrometeoriten. In diesem Kontext sollte man an Elon Musks SpaceX denken, das von sich reden macht. Es versorgt bereits seit einer Weile durch sein Raketenprogramm die ISS mit. Wie alle Firmen arbeitet auch SpaceX erfolgreich an der Wiederverwendbarkeit der Flugkörper. Sein neues Projekt, Starlink , will ein Netzwerk aus tausenden von Kleinsatelliten im Erdorbit installieren, um Highspeedinternet für die USA und später die ganze Welt zur Verfügung zu stellen. Die Satelliten haben genügend Treibstoff übrig, um sich nach Ablauf der Betriebsdauer selbst zu entsorgen. Es gibt allerdings mehrere Kritikpunkte an dem Program: Die International Astronomical Union hat bemerkt, dass bereits die ersten Objekte den Nachthimmel stärker aufhellen als gedacht, was astronomische Beobachtungen erschweren könnte. An der Verringerung der Lichtreflektion der Satelliten wird daher gearbeitet. Aber auch die starken Radiowellen der grossen Zahl von Satelliten könnten störend wirken. Und schließlich bleibt die Gefahr des zunehmenden Weltraumschrotts angesichts einer Zahl von neuen Satelliten, die alles da gewesene übersteigt.
12.11.19, 18:19 Dr. Andreas Losch
Macht Weltraumtourismus Sinn? Möglich ist er, findet mit Hilfe der russischen Raumfahrtagentur auch schon statt, und erfolgt derzeit noch nach dem Prinzip, dass er einfach so teuer ist, dass andere Missionen und Anliegen quer finanziert werden. Wird er für immer ein Einzelphänomen bleiben? Virgin Galactics bietet Flüge zum Orbit bald auch schon für 250.000$ an. Wie Blue Origins ( siehe den letzten Blog Post ) will auch diese Firma den Weltraum öffnen, um die Welt zum Besseren hin zu gestalten. Es stimmt natürlich, durch Himmelsbeobachtung und Weltraumfahrt hat der Mensch schon viel gelernt. Und in der Weltraumfahrt haben die Nationen es tatsächlich zumindest teilweise geschafft, zusammenzuarbeiten, man denke nur an die International Space Station (ISS) . Virgin Galactics will die Weltraumerfahrung möglichst vielen Menschen nahebringen, den Weltraum damit «demokratisieren». Was meint Ihr, macht das Sinn?
11.11.19, 22:32 Dr. Andreas Losch
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, euch nahezubringen, warum der Weltraum ein Thema und dieses Projekt wichtig ist. Herzliche Einladung, mitzudiskutieren! Nehmen wir als Beispiel die Visionen der Firma Blue Origins . Sein Chef Jeff Bezos (auch CEO von Amazon , reichster Mensch der Welt) hat schon als Jugendlicher gedacht: «Die Erde ist begrenzt, und wenn die Weltwirtschaft und Weltbevölkerung weiter wachsen, ist der Weltraum der einzige Ort, wohin wir gehen können.» Es gibt dringende Fragen wie Armut und Hunger, Umweltverschmutzung etc., die wir auf jeden Fall jetzt behandeln sollten. Aber es gibt auch langfristig relevante Fragen, die wir ebenso im Blick behandeln sollten. Uns geht es immer besser, aber uns wird auf diesem Weg eines Tages in der Zukunft die Energie ausgehen, auch wenn die Energieeffizienz unserer Technik immer höher wird. Müssen wir uns also zurückentwickeln? Wollen wir das unseren Kindeskindern zumuten? Wenn wir Wachstum wollen, müssen wir in den Weltraum, so Bezos, und denkt dabei an gigantische Weltraumstationen in der Planetenumgebung, auf denen wir leben können. Die zu konstruieren, allein die Infrastruktur dafür aufzubauen, wird dauern, also befördern wir die Weltraumfahrt und die Nutzung von Ressourcen im Weltraum besser heute als morgen. Der Mond ist dafür das erste Ziel. Wir können so am Ende beides haben, Wachstum und Bewahrung unserer planetaren Umwelt, so Bezos. Was denkt Ihr über diese Pläne?
09.11.19, 17:36 Dr. Andreas Losch
Sehr herzlichen Dank für die ersten Unterstützungen! Das World Space Forum startet übernächste Woche, und ich freue mich, dort die Idee eines 18. Nachhaltigkeitsziels "Unsere Weltraumumgebung" voranzubringen. Networking ist alles ;-) Ich werde mir noch passende Visitenkarten zulegen, um dezent auf diese Idee hinzuweisen. Wenn ihr weitere Ideen oder Verbesserungsvorschläge für diese Kampagne habt, lasst es mich gerne wissen. Nicht zuletzt sei auf die Dankeschöns hingewiesen, die nicht mehr produziert werden, aber in dieser Kampagne noch vergeben werden können. Greift gerne zu! Ihr Unterstützt eine sehr gute Sache! Andreas