Wer soll in den Weltraum reisen dürfen, geht es dabei nur ums Geld? Es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit ihrem Schrott? Sollten wir auf dem Mond ein Teleskop auf seiner erdabgewandten Seite bauen? Wer darf behalten, was beim Weltraumbergbau gewonnen wird? Diese Fragen sollen in einer umfassenden "planetaren Nachhaltigkeit" mit der Nachhaltigkeitsdiskussion auf der Erde verbunden werden. Dafür bin ich Experte, aber derzeit ohne Funding.
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15.11.2019

Es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit ihrem Schrott?

Dr. Andreas Losch
Dr. Andreas Losch2 min Lesezeit

Generell werden Satelliten so entsorgt, dass man sie entweder in die Erdatmosphäre absinken und dort verglühen lässt oder sonst auf einem sog. Friedhofsorbit abstellt. Ein Problem tritt auf, falls sie funktionsuntüchtig werden, denn dann sind sie manövrierunfähig, und nur auf niedrigeren Umlaufbahnen verglühen sie dann noch im Laufe der Zeit. Es gibt dabei bereits mehr Kollisionen mit Weltraumschrott als mit natürlichen Mikrometeoriten.
In diesem Kontext sollte man an Elon Musks SpaceX denken, das von sich reden macht. Es versorgt bereits seit einer Weile durch sein Raketenprogramm die ISS mit. Wie alle Firmen arbeitet auch SpaceX erfolgreich an der Wiederverwendbarkeit der Flugkörper. Sein neues Projekt, Starlink, will ein Netzwerk aus tausenden von Kleinsatelliten im Erdorbit installieren, um Highspeedinternet für die USA und später die ganze Welt zur Verfügung zu stellen. Die Satelliten haben genügend Treibstoff übrig, um sich nach Ablauf der Betriebsdauer selbst zu entsorgen.
Es gibt allerdings mehrere Kritikpunkte an dem Program: Die International Astronomical Union hat bemerkt, dass bereits die ersten Objekte den Nachthimmel stärker aufhellen als gedacht, was astronomische Beobachtungen erschweren könnte. An der Verringerung der Lichtreflektion der Satelliten wird daher gearbeitet. Aber auch die starken Radiowellen der grossen Zahl von Satelliten könnten störend wirken. Und schließlich bleibt die Gefahr des zunehmenden Weltraumschrotts angesichts einer Zahl von neuen Satelliten, die alles da gewesene übersteigt.

02.12.2019

Endspurt

Dr. Andreas Losch
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Andreas Losch
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