Wer soll in den Weltraum reisen dürfen, geht es dabei nur ums Geld? Es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit ihrem Schrott? Sollten wir auf dem Mond ein Teleskop auf seiner erdabgewandten Seite bauen? Wer darf behalten, was beim Weltraumbergbau gewonnen wird? Diese Fragen sollen in einer umfassenden "planetaren Nachhaltigkeit" mit der Nachhaltigkeitsdiskussion auf der Erde verbunden werden. Dafür bin ich Experte, aber derzeit ohne Funding.
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4.500 CHF Fundingziel 2
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Projekterfolgreich
20.11.2019

WORLD SPACE FORUM #WSF2019

Dr. Andreas Losch
Dr. Andreas Losch2 min Lesezeit

Vom 18. bis 22. November findet das World Space Forum in Wien statt, gemeinsam von den Vereinten Nationen und Österreich organisiert. Die Ehre, zur Teilnahme eingeladen zu werden, ist eine Verpflichtung. Ich möchte die Situation in Bezug auf Nachhaltigkeit im Weltraum wie auf der Erde beobachten und die Idee für ein 18. Nachhaltigkeitsziel (SDG) fördern: "Unsere Weltraumumgebung". #SDG18

Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumangelegenheiten (UNOOSA) propagiert bereits die vielfältige Nutzung des Weltraums für Ziele der nachhaltigen Entwicklung, ein Programm namens Space4SDGs. Es fördert auch die Space2030-Initiative , die auf die gleiche Erfüllungsperiode wie die SDGs abzielt. Ich glaube jedoch, dass der vollständige Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit im Weltraum und auf der Erde noch hergestellt werden muss.
Welche Auswirkungen hat die Raumfahrt auf unseren Planeten? Eine entscheidende Frage ist sicherlich die Vorstellung von kontinuierlichem Wachstum, das zu den aktuellen SDGs gehört (vgl. SDG#8 "Sustainable Economic Growth and Decent Work for All"). Kontinuierliches Wachstum wird die Menschheit früher oder später zwangsläufig in die Notwendigkeit führen, den Weltraum und seine Ressourcen zu nutzen.
Nicht nur Weltraumbergbau, sondern auch Weltraumtourismus, viele weitere Satelliten und ein "Monddorf" sind in Planung. Ich glaube, dass wir daher den Weltraum jetzt und in vollem Umfang in unsere planetarischen Nachhaltigkeitsüberlegungen einbeziehen müssen, um eine nachhaltige Entwicklung und das Überleben der Menschheit auf dem Planeten Erde mit ihrer Weltraumumgebung zu gewährleisten.
Ich denke, zumindest die Art und Weise, wie wir uns entwickeln, muss diskutiert werden. Ich sehe zwar die langfristige Notwendigkeit, in den Weltraum zu gehen, sehe aber auch dringendere Bedürfnisse, und ich erinnere mich an den Club of Rome, der ein wirtschaftliches Gleichgewichtsmodell fordert. Auf dem Weltraumforum werde ich daher einige qualifizierte Fragen stellen. Um diesen Schritt zu verstehen, beachten Sie bitte diese wissenschaftliche Bewertung: Selbst wenn die SDGs erreicht würden, könnte dies bereits unsere planetarischen Grenzen überschreiten.

02.12.2019

Endspurt

Dr. Andreas Losch
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